close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Piequotiana eine neue Culturpflanze.

код для вставкиСкачать
Picquotiana, eine neue Culturpfanze.
199
Speisen bedienen; jedoch solches geschieht nur aus Riicksicht auf die Erhaltung ihrer Gesundheit, da durch den
Genuss dieses Pulvers die Transpiration ihres Korpers
lebhaft unterhalten und die zu grosse Hitze ihres Blutes
herabgestimmt wird. Der Schleim des Baobabbaumes hat
diese Wirkung, und Ad a n s o n hat sich desselben mit
Erfulg bedieat, urn sich vor den Fiebern zu schiitzen, welche
die Eingebornen dieses Landes epidemisch und namentlich
Europaer hinwe raeen, wenn im September und October (wo
die Regenzeit p otzlich aufhort) die Sonne die durchnasste
Erde austrocknet. Von einer aus den Blattern des Baobabbaumes bereiteten Tisane trank A d a n s o n wahrend dieser beiden Monate alljahrlich vor oder nach dern Friihstuck ein Trinkglas voll, und ebenso auch des Abends,
wenn die grosste Hitze voriiber war; letzlere Dose aber
nur dann, wenn ein herannahendes Fieber befiirchtet wurde.
Durch dieses Mittel hat sich A d a n s o n funf Jahre hindurch
am Senegal vor der Diarrhoe und dem Fieber geschutzt,
die fast die einzimen LKrankheiten sind, welche man in
diesem Lande zu Eefiirchten hat, wahrend die andern Mitreisenden, die sich dieses Mittels nicht bedienten, ein Opfer
des Kiimas wurden.
D u ch a s s a i n g bleibt dennoch immerhin das Verdienst, die Wirkungen der Rinde des Baobab gepriift zu
haben, wahrend A d a n s o n sich nur der Blatter desselben Baumes bediente.
Wunder muss es ubrigens nehmen, ein gegon Fieber
wirkendes Arzneimittel in einer der Familie der Mahaceen nahe stehenden Pflanze anzutreffen, die ganz frei
von bitterschmeckenden Stoffen ist, welche man bei Medicamenten dieser Art gewohnt ist. Bei der volligen Unkenntniss der Wirkungsweise der Arzneimittel aber darf
man hieruber nicht so ohne Weiteres aburtheilen; auch
darf man Substanzen, die ihrer R'atur nach weit vom Chinin
entfernt stehen, nicht aus dem Auge verlieren, da z. B. das
Arsen und seine Verbindungen gegen Fieber wirken.
(Journ.de Pharrn. el de Chim.- Pharm. Centrbl.1848.No.35.
B.
9
Picpotiana, eine neue Colturpflanze.
Diese neue, durch L a m a r e - P i c q u o t aus Nordamerika zuuns gebrachte Pflanze, welche fur den europaischen
Ackerbau von grosser Bedeutung zu werden verspricht,
gehort zu einer der gossen Abtheilungcn der Gattung
Psoralea (Papilionaceen), und kann vor der Hand zu
200
Picquotiana, eine ncue Culturpfianae.
P. esculenta Pursh gebracht werden, von welcher Pflanze
sie sich indessen durch die Gestalt des Kelches, der eigenthiimlich aufgeblasen und oberlialb der Basis spornahnlich
gekriimmt ist, unterscheidet. L a m a r e - P i c q u o t hat an
sehr verschiedenen Orten Wurzeln aufgenommen, die von
mehreren Species derselben Pflanzengattung abzustammen
scheinen. Diese Wurzeln zeigen namlich bei variabler
Form und Farbe dieselben organischen Charaktere. Alle
zeigen eine aussere dicke Rinde, die faserig ist und deren
Fasern concentische Lagen bildcn ; ferner eine Centralschicht, die parenchymatos und ebenfalls aus concentrischen Lagen zusammen esetzt ist, deren Schichten weiss
und fast bloss aus Star e, die durdh die ganze Substanz
hindurch gesaet ist, gebildet sind, endlich eine Achse aus
Gefassen, die selbst ebenfalls mit Starke umgeben sind.
Bei der Untersuchung der Wurzel zeigte es sich nun,
dass dieselbe ausdauernd ist; die concentrischen Schichten waren nicht etwa den Ringen in den Runkelriiben
ahnliche Gebilde, sondern alljahrliche Ablagerungen.
Dauert aber die Pflanze aus, so kann dieses in mancher Hinsicht in B e z q auf den Ackerbau vielleicht nachtheilig sein; aber es 1st moglich, dass ein solcher Uebelstand durch den merkwiirdigen Umstand wieder ausgeglichen wird, dass diese Wurzel, insofern sie alljahrlich
eine neue Schicht erhalt, in der ersten wie in der letzten
Schicht eine sehr bedeutende Menge Starke absondert,
die sich in einem slickstoffhaltigen und von schadlichen
Bestand theilen anz freiem Parenchym zerstreut frndet,
dessen Nahrungs dhigkeit vollkommen erwiesen ist. G a n d i ch a u d sagt, eine jede jahrliche Schicht einer solchen
Wurzel enthalte gewiss so vie1 Starke als zwei bis drei
Kornahren. Es ist daher wohl sehr wahrscheinlich, dass
die Pflanze, wenn sie cultivirt wird, sehr ergiebig und
niitzlich werde.
P a y e n hat bei der Analyse der Wurzel gefunden:
k
t
Aus einer kinglichen Wurzel:
. . . . . . . . 28,20
. . , . 24,59
. . . . . . . . . . 47,21
Aus einer birnf6rmig.Wurzel:
Braune Rinde
Cellulose und Lignin
Stfirkmehl
Das Starkmehl enthalt:
ioo,oo
28,25
25.80
45,95
100,oo.
. . . . . . MI9
+$q
1,Gl
, .. , .
. . . . . . . . . . . . . . . . 81,80
Slickstoffhaltige Substena
Mineralische Bestandtheile
Stirlre
Wasser
...............
12,50
100,oo.
Bestiindigkeit der alherschwefelsauren Salze.
201
Das aus dem Starkmehl dieser Pflanze gebackene
Brod ist von gutem Geschmack befunden worden, lasst
sich aufbewahren u n d trocknet nach und nach an der
Luft aus. Auch sol1 die getrocknete Rinde, welche einen
susslichen Geschmack annimmt, von den Pferdm gern
gefressen werden.
Diese Pflanzen, die vorzugsweise die Nahrung der
Nomadenvol ker Nordamerika’s ausmachen, verdienen alle
Aufmerksamkeit, da sie dort in vielen Gegenden von den
Breitengraden , denen Europa angehort, wachsen. Die
Pflanze wird nach dem Namen des Reisenden, La rn a r e Pi c q u o t , Picquoliana genann 1. (Journ. de Pharm. et de
Cham. - Pharin. Centrbl. 1848. No. 22.)
B.
Ueber die Bestandigkeit der athersehwefelsauren
Salze.
R. F. M a r ch a n d , welcher zwolf Jahre hindurch eine
Reihe von alherschwefelsauren Salzen aufbewahrte und
ihre mehr oder weniger leichte Zersetzharkeit beobachtete,
fand, dass die Salze des Kalis, Natrons, Ammoniumoxyds
und des Lithions sich vollig unverandert aufbewahren liessen. Yon den alkalischen Erdsalzen war nur das Magnesiasalz unverandert geblieben, von den Metalloxyden das
des Kupferoxyds, des Nickel- und Kobaltoxyds und des
Zinkoxyds.
Die erste Zersetzung bemerkte M a rcha n d an dem
Stron~iansalze,welches, als dessen Krystalle noch durchsichtig waren, sich schon mit einer sauren Flussigkeit,
unter Entwickelung eines angenehmen Weingeruchs, bedeckten, und bald war alle Strontianerde in schwefelsaures Salz verwandelt.
Dem Strontiansalz zunachst zersetzte sich das Barytsalz. Die Auflosung enthielt keine Baryterde, sondern eine
geringe Menge einer mit Schwefelsaure verbundenen organischen Substanz. Die Zusammensetzung derselben zu
tinden, und zu entscheiden, ob freie Aetherschwefelsaure
sich darin befinde, oder ob eine ahnliche Verbindung entstanden sei, war der geringen Menge wegen nicht moglich.
Beim Kochen einer Auflosung von Btherschwefelsaurem Baryt scheidet sich eine Zeitlang, unter Sauerwerden
der Flussigkeit. schwefelsaurer Baryt ab. Neutralisirt man
die Flussigkeit und kocht von Neuem, so kommt man zuletzt auf einen Punct, wo sich die Losung des Salzes nicht
rnehr zersetzt. Beim Abdampfen bilden sich Krystalle,
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
178 Кб
Теги
piequotiana, culturpflanze, eine, neues
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа