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Platinjodid als Reagens auf organische Substanz im Trinkwasser.

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Platinjodid .ale Reagens auf organische Substanz im Trinkwasser.
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gewiihnlicher Temperatur und mit einem relativ griisseren Amylalgoholzusatz operirt wird. Gleiche Volumina Amylalkohol und
Schwefelsaure lassen eine schmutzigrothe Fiirbung entstehen ; fiigt
man jetzt noch einmal das nibdiehe Volumen Amylalkohol hinzu,
so geht die Farbe in Kirschroth und Violett fiber, um auf Zusatz
von 5 - 6 weiteren Volumtheilen Amylalkohol azurblau und beim
Zugiessen noch griisserer Mengen griin zu werden. Ein Aetherzusatz
lasst die verschiedenen Farben noch brillanter erscheinen. Dampft
man die griin gefglrbte Flussigkeit ab, so nimmt sie besonders an
den Wandungen der Schale wieder eine blaue und violette FZirbung
an. Die gleichen vorbeschriebenen Farbenerscheinungen treten a d ,
wenn man in einer Porzellanschale eine kleine Menge concentrirter
Schwefelsaure mit vie1 Amylalkohol iiberschichtet und, nachdem man
an der Berilhrungsflache eine rothbraune Zone beobachtet hat, mit
einem Glasstabe die Schwefelsaure sehr langsam aufriihrt, wo dann
alle jene bezeichneten Fiirbungen in der erst angegebenen Reihenfolge allrniihlich sich entwickeln. Es ergiebt sich aus dem Angefihrten, dass diese Farbenreaction nur dann zum Nachweis von Amylalkohol im Weingeist oder Chloroform verwerthet merden kann, wenn
die Menge des ersteren nicht eine relativ sehr geringe ist. Anderenfalls benutzt man, wenn es sich um den Nachweis von Amylalkohol
im Weingeist handelt, das Trennungsverfahren von Bet t e l l i , welches
darin besteht , dem zu priifenden Weingeist Chloroform beizumischen
und letzteres wieder vollstilndig durch Wasser auszuf%Ilen , wobei
der Amylalkohol sich in dem ausgeschiedenen Chloroform befindet
und bei dessen freiwilligem Verdunsten zuruckbleibt, worauf man z u r
Hervomrfung oben beschriebener Farbenreaction schreitet. [Z'
Oroei,
Dr. 6. V.
Anw VT, .iVr. 10, pay. 327.)
Platinjodid als Beagens auf organische Snbstanz im
Trinkwasser. Die von F i e l d empfohlene Verwerthung der Reaction mancher organischer Substanzen auf eine verdiinnte Liisung von
Platinjodid in Kaliumjodid, die sich in der EnWglrbung der rosenrothen Platinjodidliisung aussert , nach deren Intensitat die Menge
der organischen Substanz eines Tringwassers beurtheilt werden kann,
gab A l b e r t R. L e e d s Veranlassung zu Controlversuchen, durch
welche die Brauchbarkeit der Methode in Frage gestellt wird. Nach
Field werden 100 ccm. des zu untersuchenden Wassers mit 50 ccm.
einer L6sung von 1 Th. Platinjodid in 500000 Th. einer sehr verdiinnten Kaliumjodidliisung gemischt und der (jirad der EntfXrbung
nach 48 Stunden beobachtet. Je nach der Menge der organischen
Substanz wird die Fglrbung abgeblasst und kann die Reduction bis
zur Ausscheidung von metallischem Platin gehen. Doch ist es nach
Leeds nicht gleichgiiltig, ob der Versuch in zerstreutem Tageslicht
oder in direktem Sonnenlicht vorgenommen wird, da in letzterem,
vielleicht vermiige einer geringen Temperaturerhiihung die Reduction
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Reaction anf Gallussaure. - Biicherschau.
eine stiirgere ist. Dass bei der Reduction nicht die organische Substanz allein thzitig ist, geht aus der Beobachtung hervor, dass die
h g l i c h s Platinjodidlosung ohne einen weiteren Zusatz im Sonnenlicht nach 48 Stunden ebenfalls eine merkliche Verminderung der
Farbenintensitit erleidet. fJoum. Am. Chm. Soo. 74. New Rmedies.
October, pay. 309.)
iK.
Scharfe Eeaction auf Ballusslure. Beim Schiitteln einer
wasserigen Ltjsung von Gallussaure mit einer Losung von Cyankalium
entsteht eine lebhafte Rotwarbung, die bei ruhigem Stehen wieder
verschwindet , beim Schiitteln aber wieder in die ganze Fliissigkeitsmenge iibergeht, wahrend in der Ruhe nur die Oberflache die Fabung beibehat. Das abwechselnde Erscheinen und Verschwinden
der charakteristischen Fiirbimg lasst sich 15 - 20 ma1 wiederholen,
bis schliesslich dauernde Braunfarbnng eintritt. Die Reaction, von
S i d n e y Y o u n g empfohlen, liisst sich zum Nnchweis kleiner Mengen
Gallussaure im Tannin verwerthen, das in seincn verschiedenen
Handelssorten variirende Mengen Gallussaure enthdt. (Chem. Nsws.
- N e w Remediee. October 1883, pag. 310.
dl.
C. Biicherschau.
C h e m i s c h - t e c h n i s c h e U n t e r s u c h u n g s m e t h o d e n d e r GrossI n d u str ie , der Versuchsstationen und der Handelslaboratorien,
herausgegeben von Dr. F. B o e c k m a n n , Chemiker der Sohay'schen Sodafabrik zu Whylen. Verlag von J. Springer in Berlin.
Das vorliegende Werk ist fiir den practischen Gebrauch im Laboratorium
bestimmt, und zwar sol1 es ein zuverlbsiges Nachschlagebuch sein fiir die
gesammte practisch - analytische Thatigkeit der Fabriken, Versuchsstationen,
Handelslsboratorien, Nahrungsmittel-Untersuchungsamter, gerichtlich-chemischen und hygienisch-chemischen Laboratorien. Obschon es nicht an Werken mangelt, die den einen oder den anderen Abschnitt der practischen Analyse in eingehender Weise behandeln, so giebt es bis heute doch kein Buch,
welches, wie das vorliegende, sich die grosse Aufgabe gestellt hat, das
ganze Gebiet der technisch- chemischen Analysen in der angedeuteten Busdehnung zu umfassen. Die chemisch -techkche Analyse von J u l i u s P o s t ,
welche nahezu den gleichen Gegenstand wie das Boeckmann'sche Werk
behandelt, beschriinkt sich z. B. nur auf eine zuverlassige Zusammenstellung
der im chemischen Fabrikbetriebe gebrauchlichen Untersuchungsmethoden.
Der Heransgeber des vorliegenden Werkes hebt daher in dem Vorworte hervor, dass es sich in diesem neuen Buche um ein Nachschlagewerk h d l e ,
melches zum ersten Male das ganze Gebiet der ,,practischen" Analyse umfassen soll.
In dem ersten Theile des ersten Bandes werden zuniichst in gedriingter
Kiirze die analytischen Operationen der chemischen Grossindustrie erortert,
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