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Praktische Mittheilungen und Notizen.

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240
Vmeicssaeitung.
Mitte October, wenn die Semen sich zu bilden beginnen, wird der
obere Theil d e r Pflanze rwimhen den HaodElehen gepresst und es
aetzt sich nn diese eine gelblich-grline MWBC, w d c h e , mil einem
stumpfen l e s s e r abgeschabt, d e r wohlbekaenta C h a r m ist. Nach
d e r Analyse des indischen Hanfs van den Herren S m i t h ia Edinburg
beruht die narkotiiche Kraft in einem milden neutralen Harc (CannaLine) und Mr. C h r i s t i 8 o n achhtrt die Menge desselben auF
Nach
aeioea Versucben wirkt es in kleinen Dosen stimulirend, das Gehirna n d Verdnuuogssystem erregeud, in grossen Dosen a ber krirftig beruhigend und krnmprstillend und culetzt bringt es Unempfindlichkeit
hervor. (Sits. der bot. Ges. in Edinb. - Bot. Zig. €850. 3'0.42.)
B.
8) Pralitische Mittheilungen und Notizen.
~
Xleine praktisde 3Iiftlreilungen von Fr. W e g e .
Kali aceticum sol1 nuch der neuen Preussiscben Pbarmalropiie aus
Kali carlenicurn purum bereitet werden, folglich nuch frei von Chlorkalium und schwefeloaiirem Kali sein und mit Alliohol eine klare Aufliisung geben. Uns Praparnt wird tladurch sehr vertheuert und kann
aus dem Pottsschenknli vie1 hilliger und ehen so rein dargestellt werden, w e n n ntan dns B U S Potlaschenkali bereitete Kali aceticum in
s h r k e t n Alkobol IBst, die gelrliirte nnd fillrirte Aufldsung rnit destillirtein Wnsser verdimnt, den Alkohol durch Destillation RUS Glasgerhthechrften wieder gewinnt, und dea Ruckatand unter deli bekunnlen
Vor~ichlsinnassrege~n
zur Trockne abdnmyft. Dime Rlethode hewiihrt
sich nls vortheilhaft, wenn man i o gr6sseren Quantitiiten arbeitet; bei
kleinen Quantitiiten i F t sie xu zeitraubrnd und umstandlich.
l'at.terus depurafus soll nnch der Yrenssischen Pharmakopiie durch
Digesiiou mit verdiinnter Salzsiiure ond nachheriges Atrswasclten niit
Wasser voin weinsteinsauren Kallcc hefreit werden. Uer sehr hedeutendo Verlust nn Weinstein und die Scbwiarigkeit des vollstiindigen
Auswaschena veranlnssten iiiich, einen andern R'eg zu versuchen. Zu
dieseni Zwecke hereitele ich inir eine AuflBsung von einfaeh weinsaurem Knli, indein iuh in einer filtrirten kochendbeissen PottaschenIBsung krystallisirten gereinigten \Veinstein his zur Neutralisation aufIdate. Aus diesor Auflirsung fHllle ich den Weiastein mitielst roker
Salzsiiure, sammelle den Niederschlsg auf einein Spitzbeutel und wuach
wiederbolt mil kaltem K a s s e r aus. Bei Anwehdung dieses Verfahrens
erhielt ich weder. ein giinatigetes, noch ein ungiinstigeres Resultat, 111s
bei Anwendung der Yharmnkop6e-Vorscbrift.
Ich bezweifls aber
durchaus nicht, dam der von mir versuchte Weg bedeutender Vervollkoininnungen h h i g is.! und dann Ruch auf diesa V'eise unmittelbar
aus rohem Weinsteine ein reioes Pricparrct erzielt w e r d r n kenn. Die
Arbeit von F. G R d i k a (s. Arclrio der Pharm. Juliheff 1851) wnr
lnir bei Anstellung meines Versuchs noch nicht'bekannt.
PI a ch s. Durch die nahe gelegene Flachsbereituugs- Anstalt zu
Sockau hatte ich Gelegenbeit und Veranlassung, iiber Zubereitung und
Bleichen des Flachses Versuche anrustellen. Die Dampfrdste erweirt
sieh ale vortbeilhaft ; degegen is1 dns Rdsteverfnhren Inillelat Schwefelslure ginzlich zu widerrathen, da schon die geringste S p u r anh5ngender freier Schwefelsiiure die Festigkeit des Flncbrres nach dem
241
Vereinszeitung.
Trocknen rersldrt. I h s Bleichen des Flachses und des Werges gelang
a u f nachstehende Weise vollkommen. Zuerst digerirte ich mit schwacher
Aelznatronlauge und wusch, nachdem die dunkle Brfihe abgegossen
war, mil Wasser, bis d i e m sich nicht inehr farbte. Hierauf macerirte
ich mil filtrirter Chlorkalk Aufldsunp bis ziir vollsliindigen Enlfiirbung,
wusch nach dem Abgiessen der Fliissigkeit mit Wasser, dem einige
Tropfen Salzsiiure zugesetzt waren, und ruletzt mit reinem Wasser
sorgfhlfig aus. Flachs und Werg halten durch das Bleichen nichta an
Festiglteit verloren, waren blendendweise geworden iind halten einen
eehr schdnen Seidenglanr hekommen. Es is1 sehr wahrscheinlich, dass
die Bus gehleichtein Flachse verfertigten Zeuge haltbarer sein werden,
als solche, welche erst iin Carne oder i m Zeuge gebleicht sind.
Q u a ck s a I b e r e i . Vor einipen W'ochen hatte eine fremde Frau
a u f hiesigem Mnrklc dlTenllich R n d i z Filicia mnris unter dem Nanien
IS H r a in p f t h e e
verkauft. Eine hiesige Frau, welche yon diesem
l h e e geltauft u n d genorseri halte, erkrankte in Folge dessen so heftig,
dass sie des Nachts ZUIR Arzte scliickrn musste. Die Kranklieitserscheinungen waren: Erbrechen Durchfall und Unterleibsltranipf.
Durch die schleuniga Anwendung zweckdienlicher Mittel erfolgte die
Genesung in kurzer Zeit.
-
,
Ueber wahres Klettenwurzelol; von C. 0 h tn e.
In Folge eines erhaltenen Aurtrages, ein Extract BUS der Kletlenwurzel zu bereiten, das irr fetlen Oelen l6slich sei, wurden die officinellen Wurzeln von Arcliirni l a p p n mil Acther hehandelt, wobei ein
griinliches Extract erhalten wurde, d a s in seineni ausseren Ansehen
dein Oleuni filiris maris sehr iihnlich ist. Es schineckt hitterlich
kratzend, u n d sein Geruch ist der den Klettenwurzeln eigenlhiimliche.
In fetten Oelen Idst es sich vollltomnien, und leidel es wohl keinen
Zweifel, dass es dasjenige Praparat ist, R U S dem das gegenwlrtig so
renoinmirte HRar61 nus Klettenwurzelii bereitet wird ").
8 ['fund grdblich gepulverte vorjahrige Klettenwurzeln, mittelsl
der Verdriingungsmethoda durch Aether extrahir!, gaben e i n e U n z e
wirkliehes KlettenwurzelBI. Bei der Anwendung frisch gcsammelter
und getroclrneter Wurzeln mdchte rber die Ausbeote bei weitern reichlicher ausfallen.
So vie1 mir BUS den vorhandenen Unlersuchungen der Klettenwurzeln bekannt war, ist dieser Gehalt an 6ligem Extracte bisher
ganzlich iibersehen, und es verdiente wohl niher untersucht zu werden, welche Wirkungen dasaelbe in iiiedicinischer Hinsicht besitzt,
namentlich in Bezug auf den Ruf der Haare erzcugenden Kraft, deseen
sich die Bardanawurzeln sehon aeit alten Zeiten erfreuen.
_____
Schnelles und leichtes Pulverissiren des Mutterhorns und
lunges Conserviren dessdben ; von Herrn V i e 1.
Dies sehr einfache Miltel besteht dnrin, einer gegebenen Quaiititat
Mutterkorns, das vorher in einein W'irmeofen getrocknet ist, das
") oder nuch nicht, d a der grdssteTheil des i m Handel befindlichen
soaenannten Klettenwurreldls ohne allen Klettenwurzelgehalt sein
diirfte.
B.
Arch. d. Pliarm.
CXX. Bds. 2. Hft.
16
242
Vereinssdtung.
Doppelte seines Gewichts Zucker erster IYahl hinzuzufiigen ; der von
Vnlenciennes seinen Namen habende pnsst am besten.
Ausser deni Vortheile, dna Pulverisiren des Mutterkorne E I I erleicbtern (man hrruchr nicht den dritten Theil der Zeit, die von dem
gew6hnlichen Verfahren erfordert wird), hesitzt der Zucker auch den,
ihm Jahre hindurch alle seiiie eigenthiinilichen KrBfte LU bewahren,
wie mir das mehrere Aerzte unserer Gegend versichrrt baben. Zu
Yulver gemacht, r r m s ~es aber iminerhin in kleine Flnschen nrit weiter
OelTnung gegeben werden, die man mit ClesstApseln (ci l'imeri) verschlieast, um alle Feucbtigkeit ahzuhalten. (Abeiilc midicale, No. 2.1.
1851.)
Dr. Aug. D r o s t e .
Conservation der angebrochett, das sie enthaltende Gef h s nicht nusfidlenden Syrupe (des sirops en vidange);
von C a r r e .
Es gendgt, in die den Syrup enthaltende Flnsche ein Zilndhcilzehen i n dem Augenhlicke zu tauchen, wo sich der Schwefel enlziindet,
ee gleich wieder herauszuziehen und das GefBss dann wieder gut mit
einem Stcipsel zrr verschliessen. Dies Verfahren, qui n'est autre chose
q u e le mutisms (so heisst es i m Texie) kann jedesrnal angewendet
werden, \Venn man ein SyrupsgefSss hat blTnen miissen. Man muss
nur vermeiden, zu vie1 schwcflichte Silure entwiclieln
man gendthigt ist, die Operation oft zu wiederholen.
EU
lessen, wenn
Das Wort rniufisnieu ist sehr dunkel und scheint nur durch ein
Gleichnise verstRndlich gemacht werden zu kbnnen. So wie niimlich
angeborene l'aubheit, Sprachloaigkeit erzeugt, so bewirkt die durch
das Brennen des Zdndhdzchens vermittelte Entziehung des SnuerstofTs
Gihrungslosigkeit i n dem Syrupe. ( A l e i l l e m i d . No. 24. 1851.j
Dr. Aug. D r o s t e .
_~
Bereitung der Magnesia carbon. zu Bilin.
Dieselbe wird in einem circa 200 Schritt unterhalb dee besonders
d a m eingerichteten Gebiiudo auf folgesde Art verferkigt. Die dazu
verwendehen ingredienzen sind Saidschiitzer und Biliner Quelle.
Das Saidsohdber Bitierwasser wird a n Or1 umd Stelle durch Abdsmpfen von 30 auf I Theil concentrirt, und 80 in Fgssern nach Bilin
und durch Stunden (Meilen) verfahren.
Der Biliner Sauerbrunnen, yon welchem dan dberlaufende Wasser,
SO wie das, was vom Probiren der zur Fiillung hestimmten Kriige
verwendet wird, welches in einer RBhrenleitung zur Fahrik pefiihrt
wird, h p f t insn i n gusseisenmn Keeseln, damn mekrere durch gemeinschaftliche FeueruPg gehekt wrskn, im Verbliltniss von 90 auf i
ab. - In einem starken Holzbottich wird diese Natronlauge zum Sedimeniiren gestellt.
Zum h'iederschlagen der Magnesia erwiirmt man 1 Volum derselben auf 4UoR., mischt dies unter 2 Vol. des Bilterwasssrs, riihrt
urn, und bringt den Niederschlag auf 2 Auslnugefiisser mil doppeltem
Boden, dessen oberer Theil mit Leinwand Bberspannt ist.
Die erst
-
Vereinszeitung.
243
abhaufendo Glaubersalzlauge wird beronders aufgefanpm. durch A L
dantpfen concentrirt und in eineiri besondern Raume zttm Prystallisiren
in llolzbottiche gebracht. Nachdem die Magnesia von der ersten Lauge
befreit ist, wird ein fortwahrender schwacher Stroin von Wasser tiler
dieselbe geleitet, bis dosselhe ziemlich geschmacklos ist. Diese Waschwgsser laufen unbanittzt forl. - Zulelzt wird der Moderschlainm nuch
mit heissem Wasser auspewaschen, und dann in lange mit Leinwand
a m Boden versehene Tr6ge gebracht. Kachdern das meiste Wasser
so weit abgedampfl is;, dass die Jlasse llalt hat, wird sie durch Utnwenden auf ein Brett gesliirzt, sie wiegt dann 70 Pfund.
Ilierauf lasst man sio erst bei gewfihnlieher Temperatur des Raumes elwas austrocknen, dann kommen sie a u f den Vorwarmoi'en,
van welcheni aus sie in den Trockenofen gebracht werden. Dieser
besteht aus etlichen 40 niuffelartigen Riiumen, welche durch eine
Feuerung erw%rmt werden. In jede werden 2 Bretter mit der auf
deni Vorwiirnlofen stehenden Magnesia beschiclct, bis sie vollkorninen
trocken sind. Da es hier nicht gut indglich ist, die Oberflache der
Magnesia staubfrei LU erhalten, so werden die aus detn Ofen kommenden Stege abgekratzt. Der Ahgang wird gesammelt, in Wasaer
zertheilt und durch Absetzen gereinigt.
Der i m Anlange 70 Pfund wiegende Sat2 Magnesia wiegt dann
3 Pfund. Das Pfund Magnesia kostet an Ort und Stelle 48 kr. Yiinze.
Ohsrhon die ganzc Bereitung sehr entpirisch belrieben wird, so
ntag diesrlbe dennoeh wegen des geringen Kostenaufwandes far das
HaitptrnateriaI, der \+'ohlfeilheit
des Brennmaterials, der Braunkohle,
und des wenigen aus 2 Mann hestehenden Personals, gewinnbringend
sein.
Das Fiillungsmittel, das Biliner Wasser kostet eigentlich gar
nichts, da jedenfalls ein A b f l u ~ ~ l o cda~ l sein infissle, um den 1Jeberfluss ahruleiten.
U a s Biliner Wassrr wird nainentlich im Lande selbst sehr stark
consutnirt. Es sollen tiiglich an 3000 Flaschen gefiillt werden, die
Quelle hat sehr storken Zufluss. - Die Flaschen werden erst alle in
einein besondcrn Locale, worin sich eine Cisterne fur den AbRuss der
Quelle befindet, probirt, indem man sie gcfullt slehen Iisst, und jede
Flasche, welche nach kingerein oder kiirzerem Stehen (bis 36 Stunden) Wasser durchlasst, als untauglich cassirt. I k r Boden um die
Cisterne ist mit Bohlen eingedeckt, welche hohl liegen und Einschnitte
haben, uin alles wieder ahlaufende Wasser aufzufangen, welches wieder i n die Cisterne ziiriickliiuft, und yon da nnch der Rlngnesiafabrilc
geleitet wird. - Die Fabrikation der Flaschen sowohl zum Biliner
als zutn Saidachiitzer M'asser wird i n Werksliilten dicht nehen der
Blagnesiafahrilr betrieben. In dein Thon, welcher zu den Kruken benutzt w i d , komioen gttte Pflanzenversteinerungen vor.
Oswald.
-
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