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Preisfrage.

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.
Vereinsza'tung
W a g n e r , Herm., die Familien der Halbgrlser u. GrBser. (Juncaceen,
Cyperaceen u. Gramineen.) Eine Anleitung cum Studium ders.
fur Ananger etc. bearb. u. mit einem Herbarium in Verbindung
gebracht. 1. Abth. 8. (X. u. 98 S. m. 2 Steintaf.) Bielefeld,
Helmich. geh. n.
Thlr..
Gras-Herbarium. 1. Lief. : 20 HalbgrSser. (Juncaceen u. Cyperaceen.) Fol. (10 BI. mit aufgekl. Pflanzen.) Ebd. In Mappe
n. 121/2 Ngr.
W i I 1 k o m m , Dr. M., Icones et descriptiones plantarum novanm criticarum et rariorum Europae austro-occidentalis praecipue Hispaniae. Tom. 1. Fasc. VI. Imp.4. (S. 49-56 mit 6 col. Kpftaf.)
Lipsiae, Payne. B n. 2 Thlr.
W i n k I e r, Emil, Geachichte der Botanik. 8. (XVI. 640 S.) Frankfurt a. M., Literar. Ahstalt. geh. n. 2 Thlr.
Dr. Ed., der autodidactische Bolaniker od. erfahrungsgemlsse und
zweckentsprechende Anleitung rum Selbststudium der Gewichskunde. 11. u. 12. Lief. Mit 6 lith. u. color. Taf. Abbild. gr.
Leipzig, Schiifer. geh. B n. 1 / ~Thlr.
Lex.43. (S. 161-i92.)
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-
5) Preisfra e
der Kais. Leopoldinisch-Carolinisc en Akademie der Naturforscher, ausgesetzt von dem Hirsten Anatol Demidoff,
Mitgliede der Akademie (unter dem Beinamen Frank
lin) zur Feder des Allerhochsten Geburtsfestes I. M .
der Kaiserin Alexandra von Russland, am 17. Juni
Q. St. 1835.
f
Die Akademie stellt als Preisfrage:
r Eine Classification der 6'ebirgsarten.u
Die unten folgenden Betrachtungen bezeichnen den Geist, in welcbem diese Arbeit zu unternehmen wire, und die Grenzen, innerhalb
deren sie sich cu halten hat.
Der Termin der Einsendung ist der 1. Miirs 1855. Die Bewerbungsschriften kbnnen in deutscher, franzbsischer, lateinischer oder
italienischer Sprache abgefaset sein. Jede Abhandlung ist mit einer
Inschrift zu bezeichnen, welche auf einem beizufiigenden, versiegelten,
den Namen des Verfassers enthaltenden Zettel zu wiederholen ist.
Die Publication iiber die Zuerkennung des Preises von 200 Thlr.
Pr. Cour. erfolgt in der *Bonplandiau vermittelst einer Beilage vom
17. Juni 1855, und durch Versendung eines von der Alrademie an
demselben Tage auscugebeiden besonderen Biilletins, so wie spiiter
in dem laufenden Bande der Verhandlungen der Ahademie, worin
auch die gekronte Preisschrift abgcdruckt werden wird.
P r B g r a mm.
Seit der Zeit, wo die Gegenstinde dcr Geognosie systematisch
in ein Lehrgebtiude gesammelt wurden, haben die Meister der W i e
senschaft, Linn6, Werner, Hauy, Alex. Brogniart u. A. auch die GrundsStze einer Classification der Gebirgsarten aufgestellt, und dieser Gegen.
stand ist nach ihnen bis auf die neueste Zeit durch mehrere Gelehrte
von hohem Verdienst bearbeitet morden.
Aber die Schwierigkeiten, welche dem Geologen noch immer
Vereinszeitung.
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entgegentreten, wean er eine Gebirgsart, sei es an ihrem Gcbirgsort,
oder im Cabinet, henennen will, beweisen, dass diese Aufgabe noch
nicht befriedigend geldst sei, .und die reissenden Fortschritte, welche
das Studium der 'Gehirgsarten in neuerer Zeit gemacbt hat, haben
zugleich andererseits neue Wege cu einer methodischen Classification
derselhen er68net.
Eine Classification der Gebirgsarten kann also bei dem gegenwfirtigen Stande der Wissenschaft als ein zeitgemiisses, in vielen Hinsichten nothwendiges und mit der weiteren Entwickelung der Geologie innig verwehtes Unternehmen betrachtet werden.
Ohne die
Aufstellung neuer Gesichtspuncte iiber den zur Preisanfgahe gewfihlten Gegenstand im Geringsten heeintrflchtigen zu wollen, im Gegentheil vielmehr den Herren Preisbewerbern die vollste Freiheit hierin
rnerkennend, glanbt die Commission in einigen Ziigen den Gang angeben cn miissen, welcher ihr geeignet erscheint, zu der geforderten
Classification zu fiihren.
In der Geologie, wie in den meisten Beohacbtungs-Wissenschaften,
batten die ersten Anordnungen einen wesentlich artificiellen Charakter. So. baben z. B. gewisse Autoren ihr Classifications-System ausschliesslicb auf einen einzigen fluasern Charakter, niimlich die Structur,
gegriindet, welche allerdings fiir die Classification mehrerer Gehirgsarten von ubbrwiegender Geltung ist, bei andern Gebirgsarten aber
nur von untergeordneter Bedeutung erscheint. So kommt z. B. die
kornige, porphyrartige, die dichte, die mandelsteinartige Strnctur bei
verschiedenen Gebirgsarten vor, die eben sowohl einer verschiedenen
Bildungszeit engehdren, ale von ganz verschiedener mineralogischer
Zusrmmensetzung sind. Auf der andern Seite zeigt aber auch bisweilen eine und dieselbe Gehirgsart sebr verachiedene Arten von
Structqr, welche von Umstiinden herriihren, unter denen sie sich gebildet hat, so dass z. B. eine nod dieselhe Gebirgsart bald dicht, bald
k6rnig erccheint.
Es scheint daher erforderlich, dass man eine Classification der
Cebirgsart nicht auf einen einzelnen Charakter, sondern vielinehr auf
die Gesammtheit der wesentlichen Charaktere grlnde. [Inter die letctereo gehdren aber, mfichst der Structur im ersten Range, die chemische Zusammensetzung und die mineralogische Beschaflenheit.
Die Classification muss Riicksicbt nebmen anf die chemische Zusammensetzung; denn die Analyse hat gezeigt, dass die chemische
Zusammensetzung gewisser- Gebirgsarten, welche sehr verschiedene
sussere Charaktere zeigen, in bestimmte Grenzen eingeschlossen ist,
80 dass man sich dadnrch gendthigl sieht, Gebirgsarten als VarietBIen
zu einem Typus zn vereinigen, die man unter andern Gesichtepnncten
sobarf. von einander trennen k6nnte.
Endlich ist anch in vielen FBllen wesentlich auf,den rnineralogischen Cbarskter einer Gebirgsart Bedacbt EU nehmen. Das Wiederanftreten dersetben Mineralien in verschiedenen Gehirgsarten zeigt
orenbar die Wiederkehr gewisser Verbtiltniese der Krystallieation,
welche gewissermassen durch dieee Mineralien selhst bezeichnet werden, daher denn anch in einer natiirlichen Anordnung gewisee Typen
von Gehirgsarten einander in dem Mrasse ohher gerlckt werden miissen, in welchem sie eine gr6ssere Menge von Mineralien mit einander
gemein habeo.
Das Studium dieser Mineralien der Gebirgsarten bietet allerdings
grosse Schwierigkeiten dar; denn wiihrend der Mineraloge gut aus-
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Vereinszeitling.
kryslallisirte Mineralien mit deutlich ausgebildeten Formen classificirt,
hat der Geologe bei seinen Untersuchungen hitufig nur unvollkommene
Kryatalle, und es muss die chemische Analyse dieser Blineralien nothwendig das Studium ihrer Form und ihrer physischen Eigenschahen
ersetzen. Diese Analyse ist das sicherste Mittel fiir den Geologen,
urn Gebirgsarten zu bestimmen, und zahlreiche in der neuesten Zeit
bekannt gemacbte Arbeiten haben die grossen Diensle erwieeen, welche
sie hier zu leisten berufen ist. Es wQre sehr nutzlich, alle diese
Arbeiten hier zusammmen cu stellen, so dass sie ei.ne moglichst vollstandige Uebersicht unserer jetzigen Kenntnisse von der mineralogischen
und chemischen Zusammensetzung der Gebirgserte,n gewiihrten. Es
konnten aber aubh neue, noch unedirte Untersuchungen beigeftigt
werden.
Nachdem die Gebirgsarten nach diesen Grundsiitzen, so weit es
der Zustand unserer Henntnisse gestattet, unterschieden und bestimmt
wird, gebe man die Definition jeder Species i n solchen Ausdriicken,
dass inan aus derselben jedes Exemplar auf den blossen Anbliclr oder
mi\ Hiilfe eines leichten Versuches moglichst genau benennen liann,
ohne dass man zur vollstilndigen chemiscben Analyse seine Zutlucht
eu nehmen, oder die Lagerungsverhiiltnisse zu berflclcsichtigen braucht.
Nach der Definition jeder Art als wesentlicher Erggnzung dieser
Definition lasse man in den deutlicbsten Ausdrdcken unb im bestimmtesten Detail eine Schilderunp des Vorlrommens der Art unter den
verschiedenen geologischen Verhiiltnissen und eine grosse Angabe ihrer
Fundorter und ihrer Beziehungen zu andern Gebirgsarten folgen.
Diese Erwagungen baben die mit der Wahl einer geologischen
Frage fur den Demidoff-Preis auf das Jahr 1855 beauftragte Commission veranlassl, zur Aufgabe zu machen:
sEine Classification der Gebirgsarten, gegriindet auf die Gesammtuheit ihrer Cbaralrtere, hauptsachlich auf das Studium ihrer Strucslur, ihrer mineralogiscben Beschaffenbeit und ihrer chemischeo
u2usammensetznng.a
San Donato, den 6/18. Janusr 1854.
(gez.) D e m i d o f f .
B.
'
6) Bekanntmachungen des Directoriums.
Auffordwung can die HH. Vice- pcnd Kreisdirectoren,
Im 1.46. der Statnlen hebst
es:
vJedes ordentlicbe Mitglied verpflichiet sich, bei Annahme einee
neuen Lehrlings 2 Thlr. zur Gehrllfen-Unterstiilzungs-Casse zahIen qu lassen..
Da diese Anordnung hiiufig ubersehen und so die Unterstiitzungsmsse benachtheiligt wird, so fordern wir die HH. Vereinsbeamten auf,
die Ausfiihrung zu iiberwachen, die HH. Dlitglieder sber um giitige
Beriicksichtigung der Slatuten.
Das Directorium.
Frankirung der Cowespondenz,.
Von Seiten mebrerer unserer Herren Vicedirectoren, Kreiedirectoren werden die Sendungen an den Oberdirector und den Rechnungsfuhrer unfrankirt gemacht. Dadurch erwgchst dem Verein eine unniitze
Nehrausgabe. Es wird deshslb um *Franc0 Einsendung gebeten.
-
Das Directorium.
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