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Process und Theorie der Sodafabrikation.

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Process und
Theorie der Eodafabrikalion.
231
obere Schichten aus einer Reihenfolge von kalihaltigen
Salzen bestehen, deren Ausbeutung fur die Industrie und
Landwirthschaft VOII sehr grosser Bedeutung ist. Aber
auch in dem Falle, wenn die kalihaltigen Salzschichten
fehlen sollten, wird der neue Aufschluss des Steinsalzee
in der Nkhe des Elbstroms und der Siedehnuser der Saline
zu Schonebeck grosse technische Vortheile bei der Salzfabrikation gewahren.
B.
Process und Theorie der Sodafabrikation,
E. R o p p empfiehlt zur Nutzbarmachung der Ruckstande von der Sodafabrikation und von der Darstellun
des Chlors das folgende Verf'ahren: Die fliissigen un
sauren Ruckstande, die man bei der Chlorkalkfabrikation
erhalt, befreit man durch Absetzen von den in ihnen
suspendirten festen Substanzen, und fiigt ihnen dann in
Bassins gerade genug Soda-Abfiille zu, um dns in ihnen
enthaltene freie Chlor zu zerstoren und das Hyper- und
Sesquichlorid von Mangan und Eisen in Nonochlorid zu
verwandclii. Es fiillt Schwefel nieder, den man sammeln
kann, und es entwickelt sich etwas Schwefelwasserstoff,
den man durch Eisenoxyd absorbiren lassen kann. Die
entchlorte, aber noch saure Flussigkeit wird nun in besondero Apparate gepumpt, in welchen sie vollstandig mit
Soda-Aescher gesiittigt wird. Es entwickelt sich hierbei
sehr vie1 Schwefelwasserstoff, der zu Wasser und schwefliger Siiure vcrbrannt werden kann.
Setzt man den Soda-Aescher der Luft aus, so verwandelt sich das Calciumoxysulfuret ( 2 Ca S, CaO) in
zweifach Schwefelcalcium und in Aetzkalk, durch weitere
Oxydation geht das Disulfid in unterschwefligsauren Kalk
iiber, der beim Trocknen sich in ein Gemenge von schwefligsaurem Knlk und Schwefel rerwandelt. Das schwefligsaure Salz geht durch fernere Oxyclation in schwefelsaures
Salz iiber, wiihrend der freie Schwefcl sich mit neucn
Mengcn Schwcfelcalciuni zu Disulfid oder Polysulfiden
vereinigt.
Die in Folge dieser Reactionen beim Auslaugen erhaltcnen gelben bis orangefarbigen alkalischen Fliissigkeiten, die Polysulfide und unterschwefligsauren Salze
von Natron und Kalk enthaltcn, lasst man wiihrend der
Sommcrmonate in diinnen Schichtcn der Luft ausgesetzt,
und so erhiilt man durch Oxydation unterschwefligsaure
!
232
Proceee und Theorie dw Sodufabrikation.
Salze und freien Schwefel. Dasselbe wird auch erreicht,
wenn man die Fliissigkeit mit schwefliger Siiure behandelt.
(Compt. rend. T. 61. 1865.)
In der dariiber sich ankniipfenden Discussion hatte
D u m a s gesagt, dass die zahlreichen Analysen von K o p p
seine Ansicht iiber das Vorhandensein eines in kaltem
Wasser unloslichen Calciumoxysulfurets und iiber die
Theorie des Sodaprocesses uberhaupt bestatigten. Dagegen
macht nun S c h e u r e r - K e s t n e r geltend, dass zwar in
den Ruckstanden Kalk und Ychwefelcalcium vorhanden
seien, dass aber, wie er schon friiher gezeigt babe, das
Schwefelcalcium allein hinreichend unloslich sei, urn bei
der Auflosung des kohlensauren Natrons nicht zersetzend
auf dieses einwirlrcn zu konnen. Man brauche daher
die Dumas’sche Hypothese von einem unloslichen Calciumoxysulfuret gar nicht.
Uebrigens konne nian auch nicht behaupten, dass
sich die Soda-Riickstande allgemcin durch ein und dieselbe Forrnel ausdriicken liessen. Hatte K o p p die aus
verschiedenen Fabriken hervorgehenden Ituckstiinde untersucht, so wiirden die Verhiiltnisse sich eben so veranderlich erwiesen haben, wie die ursprunglichen zur Sodafabrikation nothwendigen Substanzen variirt hatten. Alles,
was man uber die 13eschaffenheit der Riickstande sngen
kann, ist das, dass ihre Zusammensetzung sehr veriinderlich
ist und nach versehiedenen Fabriken nach Alzng der
Kohlenstiure ewischen Ca 3 und 2 CaS, CaO schwankt.
(Compt. rend. T. 61. 186Ei.)
Zur Widerlegung dieser Ansichten von S ch e u r e r K e s t n e r hat K o p p nun die Reaction, ron reinem Kalkhydrnt, reinem Schwefelcalcium (Ca S) und Soda-Riickstanden verglichen und komnit zu dem Resultate, dass
die dabei beobachteten wesentlichen Unterschiede es schwer
erschcinen lassen, i n den Soda -Ruckstanden freies Kalkhydrat und frcies Schwefelcalcium anzunehmen.
Eine L6sung von kohlcnsaurem Natron von 300 B.
wurde in zwei Htilften getheilt und die eine Nalfte
mit 32,3 Grm. Kalkhydrat, die andere niit 155 Grm.
Sodarucltstand, welcher zufolge einer Analyse ebenfalls
32,3 Grm. Kallrhydrat enthielt, gleiche Zeit behandelt.
Bei diesem Verhaltnisse geniigt der vorhandeue Kalk, um
alles h’atron in Aetznatron zu verwandeln. Es wurde
nun filtrirt und in gleichen Volumen des Filtrats die
Causticitiit titrirt. Hierbei fand sich, dass der Aetzkalk
des Sodaruckstandee unf&hig ist, dieselbe Menge kohlen-
Ueber den Leblanc’schen Sodaprocess.
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aaures Natron in Aetznatron zu verwandeln, wie der freie
kaustische Kalk.
Schliesslich erwahnt K opp, dass nach vielfachen
Versuchen in der Sodafabrik zu Dieuze dasjenige Verhaltnisa zwischen Kalk und schwefelsaurem Natron das
beste Resultat ergeben habe, welches einen Ruckstand im
Verhaltnisse 2 CaS, CaO gabe, daneben f h d e sich aber
stets so vie1 Kohlensaure, dass der iiberschiissige Kalk
genau als kohlensaurer Kalk berechnet werden konnte.
(Compt. Tend. T.61.- C h e w Ctntrbl. 72.)
B.
Ueber den Leblanc’schen Sodaprocess,
Die Resultate der sehr umfangreichen Arbeit J. K o 1b’s
uber den Leblanc’schen Sodaprocess bestehen in Folgendem:
Bei Gegenwart von lauwarmem oder kaltem Wasser findet
awisehen dchwefelcalcium und kohlensaurem Natron keine
Wecbselwirkung statt. Es ist daher gleichgiiltig, ob man den
kohlensauren Kalk im Ueberschusse gegen das schwefelsaiire
Natron anwendet (nach der Dumas’schen Gleichung 2 (NaO,
8 0 3 ) +3(CaO,COz)+12C=
2(NaO,COZ)+ (CaO,2CsY)
3 10 CO 3 C), oder ob man beide Salze zu gleichen Aequivalenten anwendet (nach der Gleichiing von D u b r u n f a u t :
NaO, 803 CaO, CO2+ 4 C = NaO, COz+ CaS 4 CO).
1st niimlich die Bildung des Oxysulfurets unumganglich
nothwendig, so muss das erste Verlialtniss eine vollkommen kohlensaure Soda geben, wahrend das zweite nur
eine Lauge von Schwefelnatrium geben darf. 1st dagegen
das Schwefelcalciurn wirklich in alkalischen Laugen unloslich, so diirfen beide Resultate nur in Bezug auf die
Causticitat differiren, die bei dem crsten Verhaltnisse
wegen des iiberschussigen Kalks grosser sein muss. K o l b
hat nun (bei Versuchen im Grossen) gefunden, dass das
durch Einwirknng von Kolile nuf cin Gemenge von gleichen
Aequivalenten schwefelsauren Natrons und kohlensauren
Kalks entstandcne kohlensaure Natron und Schwefelcalcium
sich leicht durch Auslaugung mit Inuwarmem oder kaltem
!
Wasser trennen lasst.
Die ersto Reaction, die im Ofen vor sich geht, ist
die Reduction des schwefelsauren Katrons, mobei Kohlensaure, nicht Kohlenoxyd entsteht, wiihrend gleichzcitig
der kohlensaure I b l k in freien Kalk iibergeht. Man erhalt
auch eine ganz gleiche und vollltoinmen kohlensaure Soda,
wenn man die Kreide durch Kalk ersetzt. Es geht aus
beiden Thatsachen hcrvor, dass die Kohlcnsaure der Kreide
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Arch. d. Pharm. CLXXXI. Bds. 3.IIft.
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