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PrUfung eines verflschten Opiums.

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Bley,
diescr Siiure so stark wnlirnchmen, dass er iiber die
Saclie niclit ~ i i c l i rin Zwcit'cl scin w i d .
IJnterwirft innn nun 4 1Jnzen iicliten Guano rnit
10 Uiizen Wnsser und l / z TJnze conccntrirtcr Scliwcfelsiiiire der Dcstillation, SO dass circa G Unzen ubcrgehcn,
werden lctztcrc mit kohlensaurem Natron neutrslisirt, m r
T r o c h e verdaiiipft und nun mit der entsprechenden
Schwefelslurc abcrmals dcstillirt, so erkennt man schon
wiilirend dcr J>estillation ciic Siiure, indeni sic in iiligcn
Tropfen iibergcht. Nininit man von dein trocknen Katronsnlzc nur 1 (Iran zwischen clic init concentrirter Schwefclsiiiire Lefciiclitetcn Finger, so entwickelt sich cin grnz
roiricr 13uttcr8~~uregerucli.Ich fand bei stark ricchcnden
Sorten
Proo. Huttcrsiiurc.
I n den rnensclilichen Eiicces ist cbenfalls 13uttcrsiiurc
entlialtcn, und z w m sclion in den noch unzersetztcn, frisclicn. 1)urcli Dcstillation iiiit Ychwcfclsiiure, Neutrdisiren init kohlensaureni Xatron 11. 8. w. erliiilt riian die
Siirirc ohnc allcn Nebcngerncli. Sic betrug in den Seuchten Eheccs circa li4Proc. Mit Xatronlaugc iibcrgosscn
verliercn die IIheces ihren eigenthiimlichcn Gerncli, und
will man ohne 1)estillation die Ihttcrsiiure eur Erschcinung Lringcn, so giessc inan nur 3-4 TJnzcn init etwns
Wasscr vcrdiinnter ScliweSclsiiurc ins gcheinie Gcrnacli
und niclirere Stundcn lang wird der ganzc Hof parfuniirt
scin. In dcn ~nensclilichenKxcremcnten ist dic I h t t c r siiure durcli den Qerucli nicht gut walirzunelunen, da vorzuglicli Scliwefelaininoaiuni steter hgleiter derselben ist.
Priifung eines verfillsehten Opinms ;
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L. F. B 1 e y jun.,
d . % .in Magdeburg.
Voln Herrn Apotheker W u r r i n g e n in Trier wurdc
iiicincni Vater cin 8tiii:lr Opium gescndet, was dcinselbcn
Priifung eines verfdschten Opiums.
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zur Beurtheilung vorgelegt und von ihm init volleni Becht
a1s sehr verfalscht begutaclitet war. Dieses Opium, von
e k e r mir nicht gcnannten Drogueriellandlung bezogen,
war als Smyriiaer verkauft worden. Das Opium fand
sich in Mohnbliittern gehullt und war Kusserlich einer
guten Sorte iilinlicli, jedocli wurde schon beim Zerbrechen
die Verfiilschung leicht erkannt. Der Gerucli war %war
opiuniartig, aber sehr schwach, nebenbci stark an BenzoC
erinnernd.
Es zeigte dieses Opium auf seiner Bruchflachc sehr
viele Harzstiickchen, theils von hellgelber Farbe, theils
von dem Ansehen einer guten BenzoCsorte. In der Itiilte
war es vie1 harter und sprodcr als gutes Opium und
liess sich leicht zu feinem Pulver eerreiben, das Pnlver
war ziemlicli hell und niehr grau als braun. Schon in
einem erwarmten Zirnmer wurde es weich und biegssni
und liess sich dann nicht mehr pulvcrn.
Aus diesem Opium erhielt ich nach der von Y a y e n
und B a u s s e n k o h l angegebenen Mcthode (Ausziehen des
Opiumpulvers mit kaltem Wasser, Filtriren dcs Auszugs,
Versetzen desselben in crhitztem Zustandc mit I<alkmilcli,
Kochcn und Beimischen von etwas Salzsiiure und spiiter
Zusatz von Ammoniak ini Ueberschuss, nachdeni der Kalk
durch Filtration abgeschieden war ; spiiter nochmaliges
Erhitzen, bis alles Ammoniak enflernt war) nur 4 Proc.
reines Morphium. Durch Behandeln mit Aetlier war das
Morphiuin vom Narkotin befreit.
Von dem IIrtrze wurden mehrere Stuckchen, welchc
thcils rothlich, theils gelb gefarbt erschienen, d s sich
dasselbe leicht von den1 Opium trennen liess, einer weiteren l’rufung unterworfen und verhielt sich dasselbe
nach vielfach angestellten Versuchen in Bezug suf Schmelzpunct, Qeruch beim Erwarmen und Erhitzcn, seine 13rcnnbarkeit, seine Loslichkeit in Weingeist dem Opobalsanium
siccum ain iihnliclistcn. Das Harz betrug dem Gewicht
nacli beinahe die Halfte des Opiums.
Da das iiussere Aussehen ganz dem eines guten
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BleY,
Opiums entspricht und das Ham ein bei uns nicht bekanntes zu sein scheint, so liisst sich wohl mit Bestimmt-heit annehmen, dass die Verfzlschung schon im Orient
statt gefunden habe.
Cumarin in der Orehis f w a Jacq.;
von
G. und C. B l e y ,
d. Z. in Braunschweig.
--
Das Cumarin war bia jetzt nur in den Cotyledonen
von Dipteiix odorata IV. (Caesalpimae R. Br.), in der
Asperula odorata L. (Stellutae L.), in den Hluthen yon
Melilotus ofjcinolis L. (Pupilioimcsae L.), im Anthoxanthum odoratzim L. (Graniineae Juss.), so wie in den Bliittern von Anyruecum fragrans L. (hchideae Juss.) aufgefunden. Ein bisher unbekanntes Vorkommen des Cumaiins
ist in der Orchid fuscu Jacq., welche in ihren Blattbildungen Cumarin enthiilt. Diese Pflanze kommt hier
im Braunschweigischen auf dem kalkhaltigen Roden des
Elms, an dem sogenannten X’uss’berge zwischen Braunschweig und Kiddagshausen und an mehreren anderen
Orten nicht sehr seltcn vor. Beim Einsammeln dieser
Orchidee fur unser Herbarium wurden wir sogleich auf
den charakteristischen Geruch der verwundeten Pflanze
aufmerksam und unternahmen in Folge dessen die Abschcidung des aroniatischen Princips derselben. Zu dem
Ende wurde 1 Kilogrm. des von Hliithe und unterirdischem Stengel befreiten Krautes im eteinernen Morser
zerquetscht, der Saft abgepresst und der Pressriickstand
mit Alkohol von 0,897 spec. Gew. ausgezogen. Darauf
wurde der spirituose Auszug mit dem Presssafte vermischt,
durch Decantiren und Filtriren gereinigt, der Alkohol
abdestillirt und endlich der Riickstand der Verdunatung an
der Luft uberlassen. Nach einigen Tagen war eine dunkel
gefarbte syrupartige Masse zuriickgeblieben, untermischt
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