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Quantitative Trennung von Arsen und Antimon.

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0. Koebler, Quantitative Trennung yon Areen und Antimon.
Soweit die gerichtlich- chemisohe Untersuchung. - An der Hand
derselben wurde das Beweisverfahren an 01%und Stelle wieder aufgenommen; es ergab, dak d i e K i n d e r s e l b e r die massenhaft in der
Nahe dee Hansee wachsende Herbstzeitlose zu sich genommen hatten.
Diese wichtige Thatsache entging den friiheren Cntersuchungen, weil die
Angaben in dem jedem Nichtjurksier so schwer verstiindlichen Patois
gemacht wurden. - Die Schnldlosigkeit des angeklagten Vaters war
erwiesen! Der vorliegende Fall darf insofern Anspruch auf Interesse erheben,
d6 er Uber die Colchicin - Intoxikation weitere Aufschlusse gibt und
ein vollsttindiges Bild derselben entwirft ; er erganzt unsere Kenntnisse
iiber die Vergiftungssymptome sowie die im Leichnam gefundenen
pathologischen Veriinderungen und liefert gleichzeitig einen neuen
Beweis fiir die bei forensischen Cntersuchungen sich darbietenden
Schwierigkeiten. - Der Kampf um die Wahrheit ist hart!
Miteilung au8 dem Laboratorium von E. Reichardt.
Quantitative Trennnng von Arsen nnd Antimon.
Von 0. K o e h 1 e r , stud. chem.
R o s e erwIhnt in seinem ,,Handbuch der analytischen ChemieY
(6. A d . , IT, p. 423) eine Trennung des Antimons von Arsen, welche
darauf beruht, dals er beide durch Fallen mit Schwefelwasserstoff in
Schwefelverbindungen verwandelt und diese mit konzentrierter Salzsaure
in gelinder WIrme behandelt; hierbei lost sich Sb2S3,wLhrend gelbes As$$
ungelost zuriickbleibt. Doch erwtihnt er zugleich, d a b diese Trennungsmethode nicht quantitativ genau sei, da sich bei der Einwirkung koneentrierter Salzsaure in Verbindung rnit Sb2S3 immer etwas As$, lttsen
miisse. Versnche derart besttitigten diese Angabe vollstandig, fiihrten
aber zu weiteren Proben in umgekehrter Weise, ob man diese beiden
Elemente nicht quantitativ trennen konne, wenn man sie nicht erst in
Schwefelverbindungen uberfiihre , sondern durch Einwirkung von
Schwefelwasserstoff anf eine heifse, konzentrierte, salzeaure Losung nur
A92S3 fille, wtihrend Sb in Losung bleibe. Es war demnach zu entscheiden, ob durch H2S arsenige Gaure bei Qegenwart von Antimon-
0. Koehler, Quantitative Trennung von Amen und Antimon.
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verbindungen aus heiftier, konzentrierter, salzsaurer Lasung vollstAndig
als A%S3gefallt werde.
I. Be&imnung von wenig Amen neben vie1 Antimon.
Bei diesen Versuchen m r d e n eine Losung von Antimontrichlorid,
spez. Gewicht = 1,33 (dem Liquor stibii chlorati der Pharmakop6e),
sowie konzentrierte Salzsiiure vom spez. Gewicht = 1,124 und eine
Losung von 1 g A%O, in 1 1 destilliertem Wasser verwendet.
Durch vcrschiedene Versuche wurde zunLchst festgestellt, d a h auf
I Teil SbCl, wenigstens 2 Teile der konzentrierten HC1 notig waren,
nm eine Fiillung des SbCl, durch H2S a m heifser Losung zu verhindern; weniger HCI oder Zusatz von Wasser bewirkten eine Fiillung
von Sb2S,. Hierauf wurden 20 ccm der SbC13-LBsung und 45 ccm konzentrierter HCl genommen und ferner 5 ccm der erwiihnten Lasung von
&O,, so dafs also 5 mg A%03 zugefiigt waren. Dieses Gemisch
wurde bis nahe zum Sieden erwZrmt und H2S eingeleitet, bis dasselbe
nach Umschiitteln noch krutig vorwaltete; As2& hatte sich dann zu
kleinen Kliimpchen zusammengebalt. Sodann wurde durch ein mit
HCll angefeuchtetes Filter filtriert und der Niederschlag mit einer verdiinnten HCI (1 : 3) ausgewaschen, bis ein Tropfen der Waschfliissigkeit in H2S-Wasser keine R6tung mehr hervorrief, demnach Antimon
chlorid aus dem Filter vollsandig herausgesptllt war. (Waschen mit
Wasser ist zu vermeiden, da durch dasselbe das Antimon entweder als
S a d oder als Oxychlorid ausgeschieden wird und auf dem Filter zuriickbleibt; eine Salzsaure vom Verhaltnis 1 :3 bewirkt dies jedoch
nicht.)
Diesen so erhaltenen h’iederschlag konnte man nach dem Entfernen etwaig vorhandenen Schwefels durch CS2 (siehe P u 11e r , Fr e
s e n i u s , Analytische Chemie X, p. 42 ff.) bei lo00 trocknen und das As
als As2S, bestimmen; doch ist es iiuherst langwierig und erfordert
stundenlanges Auswaschen des Niederschlags mit Wasser, um die letzte
Spur von HCI zu entfernen; das Vorwalten derselben kohlt jedoch das
Filter und hebt die Bestimmung auf. Deshalb wurde das As.$3 durch
Bromwasser oxydiert und dabei folgendermafsen verfahren : Das Filter
-
-
* Diese Vorsicht ist unbedingt notig, da beim Befeuchten mit Waaeer
odcr Nichtbefeuchten des Filters sich sofort SbSSB ausscheidet, welches
erst durch langes Waschen nit konzentrierter HC1 entfernt werden kann.
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0.Koehler, Quantitative Trennung von Arsen und Antimon.
m d e mitsamt dem Niederschlage noch feucht in ein Becherglas gebracht, mit Bromwasser mit Hilfe der R e i c h a r d t ' schen Bromspritzflasche (Archiv d. Pharm. 1880, Bd. 217, p. 21) iibergossen und einige
Zeit stehen gelassen. Sodann wurde von den Filterriickstrinden abfiltriert, mit NH, gut ausgewaschen und schliefslich NH, bis zur Entf&rbung zugesetzt. Xach Zusatz einer iiberschnssigen Menge Magnesiamixtur wurde die Fliissigkeit entweder 24 Stunden der Ruhe iiberlassen
oder mit Hilfe des Riihrapparats 5 Minuten lang gertihrt und 1 bis 2
Stunden stehen gelassen. Wahrend dieser Zeit hatte sich samtliche
A%05 als krystallinisches Ammoniummagnesiumarseniat abgeschieden.
Der Niederschlag wurde auf einem bei 1080 getrockneten, gewogenen
F'ilter gesammelt, mit Ammoniakwasser (1 Teil NH, und 3 Teile
Wasser) ausgewaschen, bis das Filtrat nach Ansauern mit Salpetersaure
rnit salpetersaurem Silber versetzt kein Opalisieren mehr zeigt, 1 und
schliefslich bei 102 bis 1040 bis zum konstanten Gewicht, d. h. bei nicht
zu grofsen Menged, 1 bis 2 Stunden im Luftbad getrocknet; man erhiilt 90 einen Niederschlag von der Zusammensetzung:
2 (NH4MgAs04)
+ H20,
aus dessen Gewicht man As203 berechnet.
Den Niederschlag liann man aufserdem noch nach dem W i t t s t e i n und Puller'schen Verfahrens gliihen und als Magnesiumpyroarseniat bestimmen, doch bedarf es langerer Erfahrung und nbung,
um besonders bei kleinen Mengen gute Resultate zu enielen, da zu
leicht durch das entweichende NH, etwas Arseniat zu As reduziert
wird und entweicht und besonders von dem in den Poren des Filters
sich festgesetzt habenden Niederschlag beim Veraschen desselben ein grober
Teil verloren geht. Dagegen ist es auch weniger geubten Analytikern
leichter, bei den jetzigen vollsttindig luftdicht schliefsenden Filterglhhen
und einiger Vorsicht mit Hilfe der getrockneten Filter gute Resultate
zu erzielen und das Ammoniummagnesiumarseniat nach dem Trocknen
bei 102 bis 1040 als 2(NH4MgAs04) K O zu bestimmen.
Hat man eine gofsere Menge von Ammoniummagnesiumarseniat,
so kann man sehr gut das von L. F. W o o d angegebene Verfahren an-
+
* Fresenius,
.
Quant. AnaIyse II, p. 369.
F r e s e n i u s , Analyt. Chemie X, p. 61.
a F r e s e n i u s , Analyt. Chemie X, p. 62 ff.
0. Koehler, Quantitative Trennung von h e n und Antimon.
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wenden,r indem man die kleine Menge des Niederschlags, welche sich
nicht leicht vom Filter trennen Itifst, samt diesem bei 102 bis 1040 bia
zum konstanten Gewicht trocknet und. als 2(KH4MgAs04) H20 bestimmt, die andere Masse desselben jedoch in einen Porzellantiegel
bringt und nach dem dort angegebenen Verfahren und mit der nbtigen
Vorsicht in Magnesinmpyroarseniat verwandelt und als solches wbgt,
den Amengehalt dann aus beiden gefundenen Resultaten berechnet.
Hier handelte es sich nur um kleine Mengen Ameniat, weshalb dasselbe, wie
schon erwLhnt, bei 102 bis 1040 getrocknet und a18 2(MgNH,AsO4) EL&
bestimmt wurde.
+
+
Es wurden erhalten:
1. 0,005 g As203, 20 ccm SbCI,, 45 ccm konzentrierte HCl.
Gefunden :
a.
b.
C.
2 (NH4MgAs04) + H20 =
0,0090
0,0090
0,0095
Daraus berechnet :
A%O, =
0,0047
0,0047
0,00495
11. 0,002 g As203, 20 ccm SbCI,, 40 ccm HCl.
Gefunden:
2 (KH4MgAsO4)
+ q0 =
Daraus berechnet:
As203 =
a.
0,0038
b.
0,0035
0,00198
0,00182
III. 0,010g A%03, 20 ccm SbCI,, 50 ccm HCI.
Gefunden:
2 ( N H ~ M ~ A s O ~H20
) =
a.
0,0191
b.
0,0190
Daraus berechnet :
As,O, =
0,00995
0,00989
+
Diese Analysen beweisen, dah man auf diese Weise Amen sehr
gut von Antimon trennen und der Menge nach bestimmen kann.
1
F r e s e n i u s , Analyt. Chemie XlV, p. 356 ff#
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