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Realencyklopdie der gesamten Pharmacie. Handwrterbuch fUr Apotheker Юrzte und Medizinalbeamte herausgegeben von Prof. Dr. Geissler und Prof. Dr. Mller. Verlag von Urban & Schwarzenberg Wien und Leipzig 1889

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Biicherschau.
russischen, galizischen und deutschen Petroleums, der Schieferole, Xinerdschmierole und des Ichthyols bereichert worden.
Wie im ersten Bande der ,,anorganischen Chemie', so hat S c h m i d t
auch in diesem zweiten den qualitativen wie quantitativen Priifungsmethoden und in letzter IIinsicht sowohl den gewichts-, wie den mafsandytischen ungemeine Sorgfalt zugewandt. Die Methoden der Untersuchung aller
jener Gebrauchsgegenstande, wie z. B. Bier, Wein, Essig, Petroleum etc. etc.,
sind auf das eingehendste und in Ubereinstimmung mit den neuesten
Forschungen auf dem Gebiete auseinandergesetzt und mit zahlreichen
tabellarischen Angaben versehen, so d a h in alien diesen so haufig an
den Apotheker herantretenden Fragen das Werk als zuverlLsiger Rathgeber sich erweisen wird. - Beim Glycerin ist allerdings der neuerdings
von J a h n s beobachteten und spater von verschiedenen Autoren als
fast regelmiifsig vorkommend festgestellten Verunreinigung desselben
durch Amen noch nicht gedacht worden.
Eine bedeutende Vermehrung, und zumal auch in analytischer tlinsicht,
hat ferner das Kapitel der .Fette' erfahren, denen das Lanolin sich
zugesellt hat.
Sollte es noch Apotheken in Deutschland geben, in denen S c h m i d t' s
Lehrbuch die ihm gebuhrende Heimstiitte noch nicht gefunden hat, so
sei fiir diese die AnschaBung desselben dringend empfohlen; fiir die
Besitzer der ersten Auflage des Werkes ist eine besondere Empfehlung
desselben nicht notwendig.
G e s e k e.
Dr. Carl Jehn.
Realencyjdopldie der gesamten Pharmacie. Handworterbuch fur
Apotheker , Arzte und Medizindbeamte, herausgegeben von Prof. Dr.
G e i f s l e r und Prof. Dr. Moller. Verlag von C r b a n & S c h w a r z e n b e r g , Wien und Leipzig, 1889.
Achtzehn Monate sind ins Land gegangen, seit an dieser Stelle die
damals vollendeten drei ersten Bande des oben genannten Werkes eine
zusammenfassende , Wiirdigun und Besprechung erfahren haben, und
abermals liegen drei weiteregande fertig vor, j a auch Tom siebenten
Bande Bind schon wieder vier Lieferungen in zwei Doppelheften erschienen.
Da lohnt es sich denn wohl, wieder einmal einen lkngeren priifenden
Blick uber die neueren Teile des Werkes gleiten zu lassen und zu schauen,
ob dasselbe seinem Plane treu geblieben ist, ob der dadurch estiftete
Nutzen den Erwartungen entsprochen hat, ob die wenig zahreichen
Susstellungen der Kritik in gebiihrender Weise berucksichtigt wurden.
Was zunachst den letzteren Punkt anbelangt, so drehten sich die von
den Recensenten gemachten Bemerkungen bisher in der Hauptaache stets
um den von den einzelnen Artikeln beanspruchten h u m , welcher bei
den Chemikalien zu g o b befunden w u d e , wenn der Recensent ein
Pharmakognost war, wahrend umgekehrt ein kritisierender Chemiker die
Behandlung der pharmakognostischen Gegenstande in der Regel gern
kiirzer gesehen hatte. Nun, man kann sagen, dafs diese gegenseitige
Beaufsichtigung Friichte getragen und eine weise Selbstbeschriinkung
nezeitigt hat. Die siimtlichen Mitarbeiter sind sichtlich bemuht ewesen
8en Umfmg ihrer Ausarbeitungen fiir die Redencyklopadie in h l &
mit einander zu bringen, und nur dort begegnet man noch lgngeren Abhandlungen, 60es sich darum handelt, von den Errungenschaften neuer
und neuester Disci linen ein abgerundetes Bild zu geben. So wird man
es nur mit Frende {egrliken konnen, dab das moderne Mikroskop d u c h
D i p p e 1 eine ein ehende, von guten Abbildungen begleitete Behandlung
erfahren hat und tars von B e c k u r t s eine Darstellung unserer Anschauung
Bucherschau.
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der Kohlenstoffverbindungen
, welche jeder Einleitung
eines Lehrbuchs der organisc~%?%m~~& Zierde gereichen miifste.
Auch in jenen Fallen wird man sich gern mit dem grofseren Umfange
einverstanden erklaren , wo Zusammenstellungen uber einen bestimmten
Gegenstand gebracht werden, wie man sie eben sonst nir ends finden
kann. Hierher ztihlen die ver leichenden Tabellen der hkximaldosen
verschiedenerPharmakopoen
u s e m a n n und eine sehr ubersicbtliche
Bes rechung der Mineralwiisser und Gruppen von Go 1d a m m e r. Endlich
wirx man es nur billigen konnen, wenn bei den Artikeln Mehl und Milch
auch der Falschungen dieser Gegenstande ausfiihrlich und unter Benutzung der neuesten Literatur uber Untersuchun smethoden gedacht
wurde. Gleiches gilt von der unter ,,Hamy durch f o b i s c h gegebenen
praktischen Skizze der Rarnanalyse.
Derartige umfanglichere Bearbeitungen unterbrechen die tausende
von knappen oder auch oft ganz kurz gehaltenen Artikeln in angenehmer
Weise und gestalten das Ganze zu einem Nachschlage- und Belehrungswerke ersten Ranges, dessen Nutzen 'e liinger je mehr Anerkennung
finden wird, und zwar in einem doppeiten Sinne. So lange ein solcbes
Buch noch in den Anfangslieferungeu steckt, will es natiirlich mit dem
Nachschlagen um so weniger gliicken , als die bekannte Schicksalstucke
es regelmafsig so einrichtet, dafs man stets Rat bedarf iiber einen in
dem noch nicht erreichten Teile des Alphabets enthaltenen Artikel.
Wenn aber einmal der Buchstabe hl nahezu vollendet ist, wie dieses
jetzt bier zutrifft, so sorgt das Gesetz im Zufall dafiir, dafs nicht mehr
zu vide Nieten gezogen werden, womit sich denn die Freude iiber den
Besitz des Werkes immer mehr steigert. Aber auch spaterhin nach der
Vollendung des Werkes, welches wohl im nachsten Jahre zu ermoglichen
sein durfte, w i d man je linger je mehr auf dasselbe zuriickgreifen und
gar manches derartige pharmaceutische Buch wird sich sein Baumaterial
zu einem guten Teile in der Realencyklopadie holen. Es ist schon in
einer fruheren Besprechung der letzteren gesagt worden und kann heute
nur wiederholt werden, dafs dieses Werk unter der Voraussetzung einer
alljahrlichen Vervollstandigung durch den vortrefflichen B e c k u r t s'schen
Jahresbericht eine ganz liickenlose pharmaceutische Fachbibliothek
darstellt.
Man kann also getrost behaupten, d a b der Gedanke, ein solches
Werk in's Leben zu rufen, ein gliicklicher, der ihm zu Grunde gelegte
Plan ein richtiger gewesen ist, denn abgesehen von der schon erwahnten
Abgleichung im Umfange der einzelnen Artikel, welche iiberdies ja nicht
den Plan, sondern nur die Anpassung der einzelnen Mitarbeiter an denselben betrifft , hat keinerlei Anderung daran vorgenommen werden
mussen.
Noch moge es gestattet sein, dem Bedauern uber das IIinscheiden
eines der fleibigsten und tuchtigsten Mitarbeiter an der Realencyklopadie
auch an dieser Stelle Ausdruck zu geben. Neben vielen andereh Beitriigen hat der im kratigsten Mannesalter vor wenigen Monaten aus
dem Leben geschiedene Kollege S c h l i c k u m nahezu alle in der
Pharmakopoe enthaltenen Artikel fur die Realencyclopadie bearbeitet.
Seine Unterschrift begegnet uns wohl am haufigsten unter den einzelnen
Artikeln und gerade er war es, welcher das richtige Mafs in dem Umfang
sich von Anfang an zu eigen gemacht und es nie uberschritten hat, ohne
je deshalb wichtiges unerwahnt gelassen zu haben. Seine Beitriige
waren ein Spiegelbild seines Wesens : Tiichtigkeit und Bescheidenheit.
Wie in seinen eigenen Buchern, so hat er sich auch in diesem Sammelwerke ein dauemdes Denkmal gesetzt.
Heidelberg.
Dr. V d p i U S .
van%
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