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Salzsaures Rosanilin.

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5alzsaures Rosanilin,
verschiedener Korper aus der aromatischen Reihe. Bei der
Chlorirung wurden schliesslich immer wieder dieselben 3 bis
4 Chlorkohlenstoffe beziehungsweise Perchlorbenzol (Perchlordiphenyl), Perchlormethan und Perchlorathan erhalten.
Benzol C6H6. Das hochste bisher bekannte Bromsubstitutionsproduct des Benzols ist das Pentabrombenzol. Zur
Darstellung von Hexabrombenzol liess Verfasser jodhaltiges
Brom tropfenweise in gekuhltes Benzol fallen; es erfolgte
eine sehr heftige Entwicklung von HBr und war schon nach
kurzer Zeit eine krystallinische blasse - wahrscheinlich
C6H4 Br2 und C6H3Br3. Diese Masse wurde in nicht zu
grossen Parthien mit iiberschussigern Brom eingeschmolzen
erhitzt. Die Temperatur wurde
und zunachst auf 8O-1OO0
von 50 zu 50° allmahlich auf 350-400° gesteigert. Nach
20- 30 stundigem Erhitzen auf diese Temperatur hatte alle
Bromwasscrstoffentwicklung aufgehort, nachdem im ganzen
circa 150 Stunden erhitzt war. Das so erhaltene Endproduct
wurde mit wassriger Natronlauge extrahirt, urn alles freie
Brom und Jod wegziinehmen, dann aus siedendem Toluol
umkrystallisirt, mit Alkohol ausgewaschen und zwischen zwei
Uhrglasern sublimirt. E s war reines Perbrombenzol C6 Br 6,
in sehr schonen, langen, glanzenden Nadeln erhiilt man es
aus einer gesattigten, heissen Chloroformlosung. In Alkohol
und Aether ist C6 Bre fast unloslich.
Das Toluol C6H5 CH3 wurde ebenfalls erschopfend
bromirt. Es entstanden a19 Endresultate Perbrombenzol und
Yerbrommetban, entsprechend der Gleichung:
C 6 H 5 . CH3
9 B r a = CGBr6
CBr4
8HBr.
Das Azobenzol (C6 H5)aNZ lieferte als einziges Reactionsproduct Perbrombenzol, aller Stickstoff war somit abgespalten
und die Einwirkung des Broms nach folgender Gleichung VOI'
sich gegangen:
C6H5 N
/I
l l B r z = 2 C 6 R r G 10HBr
NZ.
C6H5N
(Ber. d. deutsch. chem, GES.I X , 2505.).
J.
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c.
Salzsaures Rosanilin.
Wir entnehmen einem Berichte von W u r t z uber Rosanilin iind Fuchsin Folgendes:
Der unter dem Namen Rosanilin bekannte Korper entsteht durch Oxydation, resp. durch Wasserstoffentziehung
Salzsuures Rosaniliu.
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+
aus einem Gemisch von Anilin und Toluidin. 2 C7 H9 N
C'H'N
3 0 = Ce*H'9Ns
3H'O.
Die Technik fuhrt diese Oxydation auf 2 wesentlich von
einander verschiedene Arten aus.
Entweder es wird das Anilin des Handels, d. h. eine
Mischung von Aniiin und Tolu'idin , mit einer concentrirten
Arsensaurelosung der Wirkung gespannter Dampfe in eigens
dazu construirten Kesseln , die eiu zeitweiliges Umruhren der
Masse gestatten, ausgesetzt. Bei dieser Operation bildet sich
im Wesentlichen arsenigsaures und arsensaures Rosanilin, die
durch Wasser unter Nitwirkung gespannter Dampfe aus der
Nasse ausgezogen werden. Urn aus diesem Arseniat und
Arsenit das 'Chlorhydrat des Rosanilins zu erhalten, wird deren Losung mit vie1 Meersalz versetzt, was eine doppelte
Wirkung ausubt.
Erstens vollzieht es die Umsetzung in Chlorhydrat und
2tens bewirkt es die Ausscheidung dieses, indem es in concentrirter Galzlauge unloslich ist. Die arsenige und Arsensaure werden bei diesem Vorgang an Natron gebunden und
bleiben in Losung, wahrend das Chlor des Chlornatriums rnit
dem Rosanilin zu Chlorhydrat zusammentritt , welch letzteres
sich in der Salzlosung auf der Oberflache ausscheidet. Es
wird nun gesammelt und aus kochendem Wasser umkrystallisirt.
Aus der Mutterlauge wird durch Fallen rnit Soda, Wiederauflosen in Salzsaure und Ausscheidung durch Kochsalz
eine gelbliche Handelssorte dargestellt , die neben Rosanilin
noch Chrysanilin enthalt.
Urn aus dem Chlorhydrat reines Rosanilin abzuscheiden,
behandelt man rnit Natronhydrat in der Warme und erhalt
beim Abkuhlen Rosanilin ausgeschieden in wenig gefarbten
Krystallen. Oder es wird das Chlorhydrat durch Kalkwasser
unter Druck in der Warme zersetzt und aus den durch Abkuhlen erhaltenen Ksystallen durch Alkohol das Rosanilin
aufgenommen, wobei das Chrysanilin zuriickbleibt.
Die 2te Fabrjkationsmethode des Rosanilins schreibt die
Behandlung von Tolu'idin-haltigem Anilin mit Nitrobenzol, Eisen
und Salzsaure vor. Das Anilin wird hierbei nicht direct
durch die Nitrogruppe des Nitrobenzols oxydirt , es bildet
vielmehr das Eisen , reap. seine Oxydationsstufen den Sauerstoffvermittler zum Anilin.
Man nimmt an, dass bei der hohen Temperatur wahrend
der Operation der chemische Vorgang in der Weise stattfinde,
+
+
168
Platonitrite.
dass sich aus Eisen und Salzsaure Eisenchlorur bildet, dieses
oxydirt sich auf Kosten der Nitrogruppe und wird andererseits wieder durch das Anilin reducirt, um sich sofort wieder
yon Neuem von der Nitrogruppe oxydiren zu lassen. Dieser
Process geht bestandig in einander iiber, his sammtliches Anilin zu Rosanilin oxydirt ist. I n der hierbei resultirenden
Masse sind noch bei 25 O/o Anilin enthalten, welches entfernt
wird, indem man in Salzsaure auflost, mit Xalk genau neutralisirt und destillirt. Es geht alsdann das Anilin mit den
Wasserdiimpfen fort und das entstandene Chlorcalcium bewirkt die Ausscheidung vom Chlorhydrat des Rosanilins, das
nur noch aus heissem Wasser umkrystallisirt werden muss.
(Journal de Ptzarmacie et de Chimie. IV.Ser. Tom. X X I K
pug. 28.).
Dr. E. H.
Platonitrite.
Ueber die interessanten Doppelnitrite von Platinoxydul
mit Kalium, Natrinm, Ammonium, Silber u. 8. w. berichtet
L. F. N i l s o n .
Kaliumplatonitrit. Xz . 4 N O a . P t krystallisirt in kleinen,
glanzenden, farblosen Prismen, K a 4NO2 Pt
2H2 0 in
grossen verwitternden, rhombischen Tafeln. Das wasserfreie
Salz, welches man durch die Umsetzung 2KC1 . PtClz
4 K N 0 2 = K a 4NOa . P t 4 KCl erhiilt, bildet das Material
fur die Darstellung der iibrigen Salze. Durch AgN03 wird
es in Silberplatonitrit, dies durch BaCla in Bariumplatonitirt
ubergefuhrt und aus diesen beiden Salzen lassen sich dann
die iibrigen durch doppelte Zersetzung mit aquivalenten Mengen Chloriden und Sulfaten darstellen.
Rubidiumplatonitrit. Rbz 4 N O 8 Pt u. RbS . 4NOz . Pt
2 Hz 0 sind den entsprechenden Kaliumverbindungen vollkommen ahnlich.
Ammoniumplatonitrit.
(NH4)2 4 N 0 2 Pt
‘2Ha 0
bildet brillante, farblose, luftbestandige, prismatische Krystalle.
Natriumplatonitrit. N a 2 . 4 N O a . P t krystallisirt in Iangen, farblosen, 1u.ftbeetandigen Prismen.
Silberplatonitrit. Ag2 . 4 NOa Pt bildet schone, gelbe,
monokline Prismen, die sehr schwer loslich sind. Um diese
Verbindung kaliumfrei zu erhalten , muss sie wenigstens dreima1 mit uberschussigem AgN03 umkrystallisirt werden.
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