close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Schilder und Standgefsse.

код для вставкиСкачать
154
E. Ungewitter, Schilder und
Btandgefasse.
Schilder und Standgcfilsae.
Von E. U n g e w i t t e r , Apotheker in Odeakirchen.
Die grosse Beweglichkeit in der pharm. Praxis, durch
neue Bestimmungen uber Signiren der Standgefasse , so wie
durch Ab- und Zugang alter und neuer Mittel, machen eine
Verandcrung der Standgefisse vie1 haufiger nothwendig, als
friiher, so dass mancher College, der eben neu eingerichtet
hat, schon nach einiger Zeit in Verlegenbeit kommt, wie er
den Zugang unterbringen 8011, ohne der Symmetrie zu schaden ; jiingeren Collegen durften daher einige Anweieungen in
dieser Beziehung nicht ganz unnillkommen sein. I n den
meisten Fallen sind eingebrannte Schilder vonuziehen , besonders fur Mittel, die vorausRichtlich langere Zeit und unter
demselben Namen im Gebrauch bleiben, - oder die, wie atherische, spirituose Fliissigkeiten und Sauren, die gewohnlichen
Schildcr leicht zerstoren. F u r alle anderen Mittel miihlt man
nber besser eingebrannte Schilder ohne Schrift , oder sogen.
L a c k s c h i 1 d e r , weil solche nach Belieben verandert werden konnen und ihre Anfertigung bei einiger Uebung gar
lteine Schwierigkeiten hat. Man halt sich reine Farbe vorrathig aus Zinkweiss und Damarlack mit kleinem Zusatz von
Ultramarin, nur soviel, dass die Farbe einen bliiulichen Ton,
ctwa wie ein Emailleschild bekomnt ; ohne diesen Zusatz
werden die Schilder spater schmutzig gelb und zum Anfertigen der Schrift eine dickliche Mischung von ausgegliihtem
Kiennes und gekochtem Leinol. Beide Farben , die erstere
von dicker Syrupsconsivtenz fullt man in gut schliessende
Glaeer mit weiter Miindung") und verdiinnt sie beim Gebrauch, wenn notbig, mit etwas rectif. Terpenthinol. Man
macht die Schilder am Besten in Form eines Oval@, ziemlich
hoch, damit sie nicht beim jedesmaligen Anfassen der Ge*) Anmerkung. Gewisa cmpfehlenswerther ist die Verwendung d e r
feingeriebenen fert.igen O e l f a r b e n in T u b e n , wie eie ja jetzt in allen
Farben von Dr. Fr. Schoenfcld u. Co. in Diiaseldorf in den Handel geL. Leincr.
bracht sind.
E. Ungewitter, Schilder und Btandgef&~se.
155
fisse rnit beriihrt werden und uberstreicht jedes Schild 3 bis
4mal; nach einigen Stunden ist es dann schon zum Vorschreiben fertig. Wer besser mit der Feder ale rnit dem
Pinsel zurecht kommt, 'macht die Schilder aus Zinkweiss und
Gummilosung und schreibt darauf mit schwarzer Tusche oder
Zinnober und Gummilosung. Nach dem vinligen Austrocknen
iiberzieht man das Schild einige Male mit nicht zu dickem
Damarlack oder noch besser hellem Copallack ; den Gummischildern giebt man vorher eine Unterlage von Collodium.
Solche Schilder sind haltbar, elegant und haben, wie gesagt,
den grossen Vortheil, dass sie sich nach Belieben verandern
laesen. Auch Porzellsngefasse kann man recht gut selbst
vorschreiben und zwar mit einer Mischung aus Rienruss, oder
Zinnober,
nicht Mennige - und Wasserglas. Solche Schrift
ist fast so dauerhaft, wie eingebrannte. Man bestellt also neben
den ganz eingebrannten, noch eine Anzahl Porzellantopfe, bei
denen blos der Rand eingebrannt ist, oder, wenn man bereits
vorhandene Schilder verandern will, so uberstreicht man sie
mit weisser Lackfarbe und schreibt auf die entgegengesetzte
Seite; Schilder und Lackiiberzug fallen hier weg. Beim Bestellen von eingebrannten Porzellangefassen rnit rother Schrift
hat man dbrauf zu halten, dass zum Vorschreiben keine Mennige genommen wird , weil solche Schrift durch CMordampfe
bleicht.
Bei dieser Gelegenheit sei noch Einiges uber Standgefasse u. 8. w. erwahnt. Fur trockene Substanzen, die das
Metal1 nicht angreifen, ist nichts besser wie gut schliessende
BlechgeBsse, da man in dieeen Alles, was vollig trocken eingefullt wird , jahrelang fast unverandert erhalten kann.
Wahlt man Blechkasten rnit runder Oeffnung, so muss die
Oeffnung etwas erhaben sein und konnen nach innen vorspringenden Rand haben, damit sich Alles leicht ausschutten
lasst. Urn auch hier leichter verandern zu konnen, tragt man
die Schrift nicht frei auf, sondern macht ein Schild aus
weissem, oder farbigem Lack. Repositorien fur Schiebladen
und diese selbst lasst man so einrichten, dass jeder Kasten
in jede Oeffnung passt, wae bei trocknem Holze nnd sorg-
-
156
A. Hill Haasall, Ueber den Senf u. desaen Verfabehungen.
faltiger Arbeit wohl moglich ist, obgleich Herr Prof. Mohr
irgendwo das Gegentheil behauptet. Man kann dann nach
Belieben verandern. Zweckmassiger ist es , den Repositorien
Fiillung zu geben, als wie die Schiebladen mit Decke zu verfiehen, ebenso sind feine Blecheinsatze besser , als Blechfullung. Auch hier t r a g t man die Schrift nicht frei auf, sondern
wiihlt Schilder am bestem Porzellan-, sonst Blech-, oder Papierschilder unter Glas ; Knopfc von Porzellan. F u r Syrupe
wiiblt man bei grosseren Geschiirten g u t schliessende Kannenform; bei kleinen, wie auch fur Oele etc. Glaser mit
Tropfensammlern und dicht aufiegenden Glaskapseln; Topfe
rnit Einsatz haben blanches gegen sich. Als Standgefiisso
fur den Keller konnen irdcne Topfe und Xriige rnit ubergreifendem Deckel, bei erstern rnit Knopf zum Anfassen
anderes theure8 Material orsetzen ; auch hier wiihlt man Lackschilder, mit erstern Uebermg von Collodium; die tief liegende eingebrannte Schrift dieser Gefasse ist nicht zweckmiissig, weil sie 6ich nicht verandern 18ust.
Schliesslich noch einige Bemerkungen uber Tischplatten
und Fussbekleidung in dcn Apotheken. Fur den Receptirtiech sind starke niit Oel getrankte Platten, aus Eichen oder
Nussbaum, ohne jeglichen Ucberzug am besten, fur Fensterbanke macht sich Marmorpapier unter trocknen Glasplatten
sehr hubsch. Als Fussboden f i r die Apotheken und untere
Wandbekleidung firs Laboratorium sind Steinfliessen, die man
jetzt uberall hubsch dauerhaft und billig erhalt , beefier wie
alles Andere. Sie sind rcinlich, elegant, dauerhaft, nach dem
Putzen gleich wieder trocken und im Sommer kuhl; im
Winter zwar etwas fusskalt, doch 16sst sich dem leicht durch
Matten etc. abhelfen.
Ueber den Senf und dessen Verflllschungen.
Von A r t h u r H i l l I I a s s a l l . * )
Das kiufliche Senfmehl besteht, wenn acht und rein, doch
meistens aus einem Gemenge von schwarzem (braunem) und
*) Pharm. Journ. and Transact., Febr. 1874, p. 669.
w.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
150 Кб
Теги
schilder, standgefsse, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа