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Schwefelarsen als Gift und seine Bedeutung in gerichtlichen Fragen.

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Desintic. Wirk. d. Chlorphenole.
- Schwefelarsen
als Gift,
trug, von denen viele Tausend Centner in den grossen Rostanstalten verarbeitet werden, so konnten nicht unbedentende Quantitaten
der Rostproducte aufgefangen und verwerthet werden. Es kommt
nur darauf an, die Rosttrommeln derartig geeignet mit einem Exhaustor zu verbinden, dass die Bohnen abgekiihlt und gleichzeitig
die Rostproducte aufgefangen werden konnen.
Nacli Ansicht des Verfassers wiirden die in solcher Weise
aufgefangenen Rostole namentlich zur Fabrikation von Liqueuren
lohnende Verwendung finden konnen.
Das durch Extraction mittelst Aether -Alkohol von zerstossenen Kaffeebohnen gewonnene Oel war griin, durchsichtig und dickflussig. Nach einiger Zeit setzten sich wenige lange feine Nadeln
ab, die sich als Caffe'in erwiesen. (Journ. pract. Chem. 22, 395.)
c. J.
Desinficirende Wirkung der Chlorphenole. - Nach
C. 0. C e c h werden die desinfic,irenden und heilkrlftigen Wirknngen des Phenols durch jene der chlorirten Phenole iibertroffen. Es
scheint ferner keinem Zweifel zu unterliegen, dass unter den Chlorphenolen das Trichlorphenol entweder ausschliesslich oder am meisten desinficirend wirkt.
Die Darstellung von reinem C6HZCI30Hstellt sich aber zu
theuer und Cech empfiehlt deshalb das Gemenge, welcher, durch
direkte Chlorirung von Carbolsaure mit Chlorgas erhalten wird.
Dasselbe besteht hauptsachlich aus Trichlorphenol, wahrend intaktes
Phenol, sowie Mono- und Dichlorphenol nur in geringer Nenge
vorkommen. Bin Kilo dieses Gemenges stellt sich zur Zeit auf
10 M. Das Chlorphenolgemisch stellt eine blutrothe krystallinische
Masse dar , es hat einen eigenthumlichen durchdringenden Geruch,
schmeckt bitter und ist in Alkohol und Aether leicht loslich. Durch
wiederholtes Abpressen des Krystallmagma zwischen Fliesspapier
erhalt man weisse , aus Aether wawellitartig krystallisirende Nadeln, die aus einer alkoholischen Losung mit Wasser niedergeschlagen, in weissen Flocken herausfallen. Die auf die eine oder
andere Weise erhaltenen Krystalle werden in Alkohol gelost und
die alkoholische Losung direkt zum Impragniren der Verbande
J.
verwendet. (Journ. pract. Chem. 22, 345.)
c.
Schwefelarsen als Gift nnd seine Bedeutnng in gerichtlichen Fragen. - Nach der ubereinstimmenden Ansicht der jetzigen Toxicologen ist das reine Schwefelarsen nicht giftig. I n eine
wirklich schwierige Lage wird nicht nur der Richter, sondern auch
der sachverstandige Chemiker versetzt, wenn es sich urn die Beantwortung der Frage handelt , ob in Schwefelarsen enthaltenden
Speiseresten, welche langere Zeit dem Faulnissproccss ausgesetzt
sein konnten, geniigende Mengen Substanzen vorhanden Bind, um
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Die Constitution dee Benzole.
damit einen Menschen zii todten. Von der Voraussetzung ausgehend, dass aus Schwefelarsen bei der Faulniss organischer Korper Arsenoxydverbindungen gebildet werden , muss man sagen,
dass der Chemiker selbst auf Grund der Ergebnisse seiner chemischen Untersuchung nicht in der Lage sein kann, ein bestimmtes
Gutachten abzugeben. J. 0 ssiko v sz k y kommt durch beziigliche
Versuche zu folgenden Resultaten:
1) Bei der Faulniss organischer Xorper werden die leicht oxydirbaren Korper oxydirt, namentlich werden aus dem auf nassem
Wege dargestellten Schwefelarsen, sowie aus dem im Handel vorkommenden Auripigment wahrend jener Processe arsenige reap.
geringe Mengen Arsensaure gebildet.
2) Bei Vergiftungen rnit Schwefelarsen treten die Oxydationsproducte, je nach der Natur des faulenden organischen Korpers,
bald friiher, bald spater auf. Eine wesentliche Rolle spielt bei
diesen Processen die gleichzeitige Gegenwart von Wasser und
Warme.
3) Da aus diesen Versuchen hervorgeht, dass die Menge der
aus dem Schwefelarsen gebildeten Oxydationsproducte in geradem
Verhaltnisso mit der Dauer des Faulnissprocesses steht , so kann
in solchen Fallen, wo Vergiftungen mit Schwefelarsen vorkommen
und das Corpus delicti nach Wochen oder gar nach Monaten zur
Untersuchung gelangt, auf die Frage: ,,War die zu dieser Zeit
gefundene Menge AsaOB im Stande, einem 'Menschen das Leben
zu nehmen?" d e r E x p e r t e e i n e b e s t i m m t e A n t w o r t nicht
geben. (Da nach Vorgehendem der Chemiker nicht wissen kann,
wie viel As20 eventuell schon als Verunreinigung des kauflichen,
im reinen Zustande nicht giftigen Schwefelarsens vorhanden war,
oder wie viel resp. ob vielleicht alle gefundene arsenige Saure sich
nachtraglich gebildet hat. Anm. d. Ref.)
4) Daraus geht hervor, dass eine verspatete Untersuchung dem
Richter die erforderliche positive Grundlage nicht bieten kann.
(Sourn. pract. Chem. 22, 323.)
J.
c.
Die Constitution des Ben~ols.- Von den mannigfaltigen
Formeln , welche einem gesattigten Kohlenwasserstoff C 'jH6 entsprechen konnten, geniigen nur 2 Gruppen der aus dem chemischen Verhalten des Benzols abgeleiteten Bedingung, n u r 3 Isomerieen von der Formel C6H4ABzu geetatten. Zur ersten Gruppe
gehort die von Kekuld vorgesohlagene und fast allgemein acceptirte Constitutionsformel, welche eine ringformige Anordnung rnit
abwechaelnd einfachen und doppelten Bindungen enthalt ; zu der
zweiten Gruppe gehort die von Ladenburg vertheidigte Formel rnit
neun einfachen Bindungen, indem jedes Kohlenstoffatom rnit 3 andern verknupft, ist.
5"
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