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Structure and bonding. MJ. Clarke J.B. Goodenough J.A. Ibers et al. Eds. Vol. 70 Bioinorganic Chemistry 194 S. 96 Abb. 31 Tab. DM 148 Springer-Verlag Berlin 1988

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Buchbesprechungen
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Buchbesprechungen:
Structure and Bonding.
MJ. Clarke. J.B. Goodenough, J.A. Ibers et al. (Eds.) Vol. 70, Bioinorganic Chemistry, 194 S., 96 Abb., 31 Tab., DM 148,--, Springer-Verlag
Berlin 1988
Der vorliegende Band 70 der Reihe "Structure and Bonding" umfa6t drei
fjbersichtsartikel, von denen der erste der bioanorganischen Chemie und
die beiden anderen der medizinischen Chemie zugeordnet werden konnen.
Der Beitrag von K . Doi. B.C. Anrumitis und P . Aisen befa6t sich mit Untersuchungen iiber zweikemige Eisenzentren des Uteroferrins und der
sauren Purpurphosphatase.Ausfiihrlich wird die Struktur der Fe(II)/Fe(III)bzw. Fe(III)/Fe(III)-Cluster anhand von Spektren (EPR, M(ipbouer, u.a)
diskutiert Die biologische Bedeutung der Purpurphosphatase, deren enzymatische Aktiviat gesichert ist, ist heute noch weitgehend unbekannt.
Auch die Funktion des Uteroferrins ist noch nicht eindeutig geklW Einerseits besitzt es enzymatische Aktivim. anderseits diirfte es als Vehkel fiir
die Versorgung des fitalen Organismus mit Eisen dienen.
Der zweite Ubersichtsartikel (SJ.Berners-Price und P J . Sudler) b e f a t
sich mit der Antitumonvirkung und anderen biologischen Effekten von
Phosphinen und Phosphin-Metallkomplexen.Ausgangspunktesind die biozide Wirkung von unsubstituienem Phosphin und die erste therapeutische
Anwendung des Goldkomplexes Aurofin (RidauraR). In der Klasse der tetrakisphosphinokoordinienen Au(1)-, Ag(1)- und Cu(1)-Komplexe wurden
ausfuhrliche Untersuchungen zur Beziehung zwischen Struktur und cytostatischer Wirksamkeit an der P388 Mauseleukhie und anderen Tumormodellen des NCI-Screenings beschrieben. Diese Komplexe und die teilweise ebenfalls aktiven Liganden diirften einen anderen Angriffspunkt als
das TumortherapeutikumCisplatin haben. Aus den bisherigen Daten kristallisiert sich allerdings noch kein erfolgversprechender Entwicklungskandidat heraus. Neben der cytostatischen Wirkung behandeln die Autoren die
Interaktionen von Phosphinen bnv. deren Metallkomplexe mit verschiedenen biologischen Systemen, wobei hier die reduzierenden Eigenschatien der Phosphine im Vordergrund stehen.
Der dritte Artikel, verfa6t von P . Kapf-Muier und H . K6pA hat die priilclinischen Untersuchungen von cytostatisch wirksamen CyclopentadienylMetallkomplexen zum Gegenstand. In ihm werden sehr ausfiihrlich die
vielen von den Autoren erarbeiteten Ergebnisse der F'riifung von Titanocenderivaten und analoger Verbindungen an verschiedenen Tumormcdellen beschrieben. Die Fiille der experimentellen Details beeintrtrchtig allerdings die fjbersichtlichkeit und erschwert die Beurteilung der Daten. Aus
den Resultaten ISEt sich aber ablesen, da6 es sich hier um eine sehr interessante und potente Wirkstoffklasse handelt Ein Problem diirften die fiir die
antineoplastischeWirkung erforderlichen hohen Dosierungen damtellen, da
diese Verbidungsklasse ein erhebliches toxisches Potential besitzt Aus
diesem Grund wird den toxikologischen Untersuchungen in diesem Artikel
auch grofk Bedeutung beigemessen.
Zu dem Buch selbst ist zu Sagen, da6 weder der Titel der Reihe noch das
fUr das Buch gewwte Them besonders informativ sind. Damit sol1 zwar
der Konzeption Rechnung gehagen werden, sehr untemhiedliche Artikel
in e h Band untenubringen. sie diirfte aber ebenso wie der relativ hohe
h i s einer weiteren Verbreitung im Weg stehen. Hier hiitte es sich
angeboten, den zwei thematisch bereits eng miteinander verwandten Amkeln weitere zu dem gleichen Thema "cytostatisch wirksame Metallkomplexe" zur Seite zu stellen, um ein interessantes Werk fiir alle, die sich fiir
die therapeutische Anwendung von Metallkomplexeninteressieren,herauszubringen. In der vorliegenden Form wendet sich das Buch an Biochemiker
mit Interesse an Ferroproteinen sowie an medizinische und anorganische
Chemiker. [B169]
E. von Angerer, Regensburg
Arch. Pharm. (Weinheim)323,189-190 (1990)
Anneistoffe, Pharmazeutische Chemie III,
HJ. Roth und H. Fenner, 790 S., Flexibles Taschenbuch DM 49.80,
G. Thieme Verlag, Stuttgart 1988.
ne
Der Untertitel: " S t r u k ~ - B i o r e a l a i v i m - ~ ~ b e z o g eEigenschaften" kennzeichnet dieses Buch. Man findet dort keine Angaben fiber Herkunft, Spthese, Analytik, die in anderen Teilen der Phannazeutischen
Chemie von Herm Roth und Coautoren abgehandelt werden, aber eine
Fiille pharmakokinetischer Daten, Angaben zur Wirlrung auf bi0chem.scher Grundlage und Wirkungsmechanismen "soweit sie bekannt und anhand der Molekiilstruktur erkliirbar sind". Da die physiologischen Wirkpartner dreidimensional sind, wird die eingeebnete Darstellung der
Strukturformeln das VersMdnis fiir entspr. Wechselwirkungen eher e m h weren. Hier kommt die kiinstlerische Neigung von H e m Roth zum
Tragen, die auch in diesem Buch durch didaktisch herausragende Stereoformeln offenbar wird, zB. bei den Interaktionen mit dopaminergen Rezeptoren und den Zeichnungen in zueinander gewinkelten Ebenen. Auch
WirlNngsmechanismensind sehr iibersichtlich und durch Heraushebungen
schnell erfa6bar dargestellt, zB. die Organophosphate (Verseifung bei der
Raw, SWAustausch" beim Insekt), die Teeacyclie, die Tunnelbildung
in Membranen und die Muskelrelaxantien. Aber gerade bei diesem GeSchick sollten Mesomerimgaben (S. 92) nicht zu Milhersthinissen geradezu herausfordem und das Produkt nicht mit dem Agens verwecklt
werden (0;.S. 97).
Unter Bioreaktiviat werden nicht die Wirkungsmechanismen niedermolekularer physiologischerWirkstoffe angesprochen. Das w&e aus Platzgriinden gerechtfertigt, aber hier wird leider eine ungliickliche Grenze zwischen der "physiologischen Rolle" und "pharmazeutisch-chemischen Aspekten" gezogen (vgl. Vitamine, Hormon): Ich sehe eine solche g r u n w zliche Trennung nicht! - Die wirkungsbezogene Eigenschaften werden 2.B.
bei den Acetylcholiesterase-Reaktivatorenbesonders schon dargestellt.
Aber auch niichteme M e n , pharmakokinetische Daten,werden wirkungsbezogen interpretiert.
Das Buch ist in 4 grok Abschnitte gegliedert, diese sind wiederum ubersichtlich in Kapitel und Unterkapitel eingeteilt. Die mit ihren intemationd e n Freinamen gekennzeichneten Wirkstoffe sind Handelspriipamten zugeordnet, die auch im Inhaltsverzeichnis a n g e m sind. Das bezeugt Pnuis&.
- Im 1. Abschnitt, der als Beispiel bespmhen wird, werden
Chemotherapeutika und Antibiotika behandelt. Das reicht iiber alle Antiifektiosa bis zu den Cytostatika - Den Begriff der "Suizid-Substrate" hiine
ich mir bei der heutigen Bedeutung ausfiihrlicher gewunscht; sehr augenmlig ist die Stereochemie der Penidline dargestellt;Carbenicillin ist kein
Racemat, wohl aber ein Diastemmerengemisch mit nicht festgelegter
Stereochemieauch der CH-aciden Gruppe; das Konjugat der Penicillosilure
entsteht Michael-analog aus der Penicillinsilure. Sulfonamide werden endlich einmal! - richtig als Sulfanilamide bezeichnet, aber das diirfte ein
Kampf gegen WindmiihlenflUgel werden. Ob diese Wirkstoffe lokal noch
anzuwenden sind, ist wohl umstritten. Stan Tetrahydrofolsilure und ihrer
Vorlllufer sind Antimetabolite abgebildet Besonders gut gefallen mir die
aktuellen "Antiviralen Wirkstoffe", aber bei den Interferonen sollte man
mtz Zwang zur Beschrhkung mehr sagen, und die Verkniipfungsrealttionen auf Seite 175 kann man m. E. so nicht darstellen. Die Rolle der aktiven Sauerstoffspezies bei der MyocardscWgung durch Anthracycline
wird gut herausgearbeitet, die Biochemie des Buserelins ist zu knapp behandelt. Sehr gut gelungen ist das Kapitel Wirkstoffe zur psychiatrischen
Pharmakotherapie. - So k6nnte man hier und aus den fibrigen Abschnim
viele weitere Pluspunkte und einige Schwilchen beckmesserisch vennerken, doch sollte man das m. E. bei eine-r 1. Auflage nicht tun, sondem sie
mit Herm Roth und Herm Fenner besprechen: Die Autoren haben dam
eingeladen, die DenkanstMe, die man ohne Zweifel aus diesem Buch
OVCH VerlagsgesellschaftmbH, D-6940 Weinheim, 1990
-
-
0365-6233/90/0303-0189 $M.50/0
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bonding, ibers, 1988, bioinorganic, 194, chemistry, goodenough, clarke, structure, springer, abb, tab, verlag, eds, vol, 148, berlin
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