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Systematisches Handbuch der Arzneimittellehre von Dr. Ferd Ludw. Strumpf. gr. 8. 1r Band. XVI u. 1108 S. Berlin 1848 Enslin. В Э 2r Band. XII u. 1023 S. Berlin 1855 Enslin's Verl

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Litercitur.
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Dem Verf. danken wir fur diesen der Pharmacie nutzbringenden Commentar und wunschen, dass er in seinen der Pharmacie
gewidmeten Bestrebungen unermiidlich verharren moge.
Wohl kiinnen wir den Hager’schen Commentar jedem unserer
Collegen als ein f i r Praxis und Theorie werthvolles und nutzliches
Werk empfehlen, und konnten wir rnit Recht die Bemerkung unterlassen, dass er nicht bestimmt ist, in verschlossenen Biicherschranken zu figuriren, sondern dass er seinen Platz im Laboratorium
und auf dem Tische des Recepturgeschafts und des Handverkaufs
erhalten soll, damit er auch das niitze, was dem Verfasser als Zweck
bei der Bearbeitung vor Augen lag.
Systematisches Handbuch der Arzneimittellehre, von Dr.
F e r d . Ludw. S t r u m p f . gr. 8. 1r Bwd. X V I u .
1108 S. Berlin 1848, Enslin. - 2r Band. XI1 u.
1023 S. Berlin 1855, Enslin’s Verl. (cplt. 8 4 20 sgr.)
Es fehlt zwar nicht an Handbuchern uber die Arzneimittellehre,
sowohl solchen, welche uns mit der Abstammung, Beschreibung
und Verarbeitung der Arzneimittel bekannt machen, als auch an
solchen, welche uns uber die Wirkung derselben und die Art sie
anzuwenden, belehren, was schon debhalb nicht Wunder nehmen
darf, da auch in .diesem Theile der Naturwissenschaft ein stetes
Fortschreiteri und somit auch ein Aendern der Bnsichten statt findet; dem ungeachtet miissen wir dieses Handbuch, welches uns erst
jetzt i n die Hande gekommen, freundlichst begrussen und dasselbe
unsern Fachgenossen bestens empfehlen. Der Eintheilung nach,
welche auf die Wirkung der Mittel gegriindet ist, sollte man zwar
meinen, es sei dies Ruoh mehr fur Aerzte bestimmt; doch ist jeder
einzelne Gegenstand mit so echt deutschem Fleisse und deutscher
Genauigkeit behandelt, ja es ist der pharmakognostische Theil, der,
welcher uns zunachst angeht, wie mir es scheint, mit besonderer
Vorliebe bearbeitet, dass dasselbe fiir Apotheker besonders mit bestimmt erscheint. - Die eihzelnen Mittel sind nach ihrer Wirkung
auf den menschlichen Organismus, ahnlich wie in der Arzneimittellehre von M i t s c h e r l i c h , eingetheilt uud besprochen, was seine
Vortheile und Mange1 hat, was aber uns weniger als die Aerzte
beriihrt, denn ein vollstandiges dem Buche angehlngtes Register
macht es dem Apotheker ganz brauchbar und llsst ihn leicht das
Gesuchte finden.
Der Verf. theilt siimmtliche Arzneimittel in funf ClaEsen und
jede Classe zerfiillt wieder in mehrere Ordnungcn. In der ersten
Classe werden die Emollientia und Nutrientin, in der zweiten die
Tonica, in der dritten die Excitantia, in der vierten die Acria und
endlich in der fiinften die Alterantia aufgezlhlt. Wenn auch diese
Eintheilung, besonders in ihren Unterabtheilungen, ausser dass sie
oft Wiederholungen nothig macht, ihre Mingel hat, wenn man
Manches an einem andern Orte abgehandelt wunschte, so sind das
doch nur individuelle Ansichten, gehoren mehr in das Bereich der
Aerzte, und wir uberlassen daher gern diese Hakeleien andern Recensenten, namentlich solchen, welche mehr den lrztlichen Theil
im Auge haben, denn wir wollen hier nur hervorheben, was uns
in diesem Buche im Interesse der Pharmaceuten besonders werthvoll erscheint.
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Literatur.
Das Werthvollste in unserm Interesse ist die genaue, umsichtige und erschopfende Art, wie die einzelnen Arzneimittel, ohne
hier auf ihre Wirkung weitere Rucksicht zu nehmen, behandelt
worden sind; hierdurch ist dem Buche ein dauernder Werth gesichert und die Angabe, wie jeder einzelne Gegenstand besprochen,
wird diesen Ausspruch best'atigen.
Nachdem zuerst der zu besprechende Gegenstand bezeichnet
und seine Synonyme und Benennungen in den verschiedenen Sprachen aufgefiihrt sind, wird die L i t e r a t u r uber denselben gegeben,
wenn man diese auch nicht als absolut vollstandig bezeichnen kann,
so ist dieselbe doch sehr ausfuhrlich und selbst die Tagesliteratur
fleissig benutzt worden. Es wird gewiss Jeder, der eines Nachweises bedarf, sich hinlanglich befriedigt finden. Nun folgt das
G e s chich t l i ch e rnit gleicher Genauigkeit zusammengestellt und
wiederum oft mit literarischen Nachweisen versehen. Dann wird
die A b s t a m m u n g d e r v e g e t a b i l i s c h e n oder die D a r s t e l l u n g d e r d e r C h e m i e z u g e h o r e n d e n G e g e n s t a n d e , und
im ersten Falle auch die b o t a n i s c h e C h a r a k t e r i s t i k gegeben;
dann die p h a r m a k o g n o s t i s c h e n und p h y s i k a l i s c h e n und in
einem besonderen Abschnitte die c h e m i s c h e n E i g e n s c h a f t e n
und deren Reschaffenheit uberhaupt aufgefiihrt. Unter der Ueberschrift ,,Diagnostische Zeichen'' werden die vorkommenden Verunreinigungen und Verf&lschnngen angegeben, dann die daraus d a r z u s t e 11e n d e n und g e b r a u chliche n P r a p a r a t e aufgezahlt; nun
erst wird die W i r k u u g der fraglichen Stoffe im A l l g e m e i n e n ,
immer auf Antoritaten gestiitzt und auf die dahin gehorenden Citate hingewiesen, geschildert ; dann wird die A n w e n d u n g d e s
M i t t e l s specie11 auf gleiche Weise gegeben, endlich noch die
F o r m und G a b e nach den Ansichten der verschiedenen Aerzte,
und sogar was dabei zu vermeiden ist, kurz und bundig aufgezahlt;
den Schluss bilden noch niehrere Formeln, in welchen das Mittel
gereicht werden kann, welche von bewahrten Antoritaten entnommen sind. Nachdem hier angegeben, wie vom Verf. die einzelnen
Gegenstande behandelt worden, wozu wir noch hinzufiigen, dass
dies rnit grosster Sorgfalt und rnit einer ungeheuren Belesenheit
und Benutzung der Quellen geschehen ist, so wird gewiss Jeder
daraus entnehmen, dass er sich in diescm Buche fiir alle hierher
einschlagenden Falle geniigenden Rath erholen kann, j a er wird
oft bewundern, ,welchen reichen Schatz des Yerf. Fleiss und Ausdauer hier niedergelegt hat.
Der Druck ist rnit Lettern von. sehr verschiedener GrSsse ausgefiihrt, weshalb man sehr leicht das findet, was man gerade bedarf,
und doch ist der kleinste Druck, die Citate, nicht zu klein, um
gut gelesen werden zu konnen; der Druckfebler sind nicht viele
und diese zum grossten Theil am Schlusse des Werkes angefubrt.
Meurer.
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