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Taschenbuch der Krankenhauspharmazie 199192 Dr. Peter Frank und Dr. Susanne Heinzl Herausgeber 356 S. Deutscher Apotheker Verlag Stuttgart DM 138-

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Buchbesprechungen
Buchbesprechungen:
Taschenbuch der Krankenhauspharmazie 1991/92
Dr. Peter Frank und Dr. Susanne Heinzl, Herausgeber, 356 S., Deutscher
Apotheker Verlag Stuttgart, DM 138,Das vorliegende “Taschenbuch - es ist ansprechend fest gebunden - ist
die 3. Auflage eines unregelmal3ig erscheinenden “Taschenbuches ...”, das
die jeweilige Situation der Krankenhauspharmazie widerspiegeln soll. Das hier zu besprechende Werk beginnt mit einer Einfiihrung in die Pharmakokinetik, die einiges an Mathematik voraussetzt, gerade eben weil sie
ein entspr. Lehrbuch nicht ersetzen kann. Wegen der zahlreich zitierten
weiterfuhrenden Lit. ist diese Einfuhrung aber ein wesentlicher Beitrag.
Besonders gut ist m. E. die Ableitung der “hepatischen Clearance” und der
Clearance insgesamt gelungen. Im Abschnitt “Bioverfugbarkeit” werden
beispielhaft haufig gebrauchte Arzneimittel angesprochen, die Aussagen
zur Proteinbindung sind knapp. - Die gewonnenen Erkenntnisse werden in
Kap. “Pharmakokinetik der Aminoglykoside” verwertet: die bakteriziden
Serumtiter verschiedener Antibiotika erlautem schlagend, wie wichtig es
ist, diese Wirkstoffe gezielt, d. h. Erreger- und Dosis-bezogen einzusetzen.
Absorption, Verteilung, Einflusse auf die Pharmakokinetik, die Problematik der Nomogramme und Dosierungen anhand der Kreatin-Clearance werden diskutiert, doch ersetzt das alles Bestimmungen der Serumspiegel und
die Korrelation rnit Patient-spezifischen Labordaten (S. 67) nicht. Methoden der pharmakokinetischen Dosisberechnung schlieBen dieses interessante Kap. ab. Das Kap. “... Therapieschemata der intemistischen Onkologie” wird von seiner Konzeption her die Zusammenarbeit zwischen Arzt
und Krankenhausapotheker intensivieren, denn es bietet vielfaltige Informationen iiber Spezialwissen, das die Kommunikation mit dem Onkologen
erst ermoglicht. Therapieschemata, die im Klinikbereich oft nur als Abkurzungen gehandhabt werden, werden hier ausfuhrlich aufgelistet, geordnet
nach den entspr. Erkrankungen. - Antibiotika werden - quantitativ gesehen
- hautpsachlich im Krankenhaus eingesetzt, oftmals wirkungslos, und dementsprechend verteuem sie die Behandlung (S. 147). Antibiotika im klassischen Sinn und “Antibakterielle Chemotherapeutika” werden aus Praxisgriinden zusammengefdt. Dosierungsschemata, auch bei eingeschrankter
Nierenfunktion, Resorptionsquoten, Halbwertszeiten, Aspekte der
Schwangerschaft, usw. werden zusammengestellt. Wichtig sind die Verinderungen von Laborparametem durch die antiinfektiose Therapie. - Es folgen Angaben zur Haltbarkeit von Antibiotika-Losungen, die aus Trockensubstanzen zubereitet wurden, und zum Natrium-Gehalt von Antibiotika ein oft nicht beachteter Gesichtspunkt. - In unserer perfektionierten Zeit
wird der Katastrophenfall oft verdrangt: Aufgaben und Moglichkeiten des
Krankenhausapothekers behandelt ein eigenes Kap. - Der gegenwartige
Stand notwendiger Sterilisations- und Desinfektionsmabnahmen wird fast stichwortartig - von Werner zusammengefaBt, der auch Fragen der
HIV-Infektion behandelt: bis zu 35 Monate konnen vergehen, bis HIVAntikorper nachgewiesen werden konnen. Das wiegt die Betroffenen in
Sicherheit und fordert die “Durchseuchung”. Die neu evaluierten
Ansteckungshaufigkeiten (S. 252) sind erschreckend! “Alle Patienten
(sind) als mogliche Ubertrager des HIV ... einzustufen” ( S . 253). Entsprechende Praventionen (Gesichtsmasken fur Zahnarzte, Handschuhe bei
Blutentnahmen, flussigkeitsundurchlassige Einwegkittel fur Chirurgen,
etc.) sind sicher Iastig, aber unabdingbar. Es folgen Angaben zur Desinfektion und zur Behandlung nach Kontamination mit HIV-haltigen Fliissigkeiten.- Der Abschnitt “Neue Arzneimittel fur das Krankenhaus” bietet
eine Auswahl neuer fur die stationbe Behandlung wichtiger Medikamente
(Druckfehler bei der chem. Bezeichnung von Propofol). - Abschnitte uber
Grundlagen fur Hautpflegemittel, Personalcomputer und ein Verzeichnis
beschliel3en dieses Buch. Sehr nutzlich ist eine Anlage: Ein Faltblatt uber
Antibiotika-Wirkungsspektren. Das Buch ist ansprechend aufgemacht, bietet sehr vie1 - nicht nur dem
Krankenhausapotheker - und sollte - trotz des stolzen Preises - in jeder
Pharmazie-Bibliothek stehen. [B1971
W. Wiegrebe, Regensburg
Arch. Pharm. (Weinheim)326,375-376 (19931
Offizin und Praxis: Physiologisch-chemische Untersuchungen und
Gesundheitsvorsorge - Moglichkeiten der Apotheke; 1 16 S. Govi-Verlag
1991, Preis 32,-.
Die “Harnanalyse” war ein bewahrtes diagnostisches Hilfsmittel, und
der Apotheker konnte die friiher iiblichen Reagenzglasmethoden sinnvoll
einsetzen - und interpretieren, denn seine Cheniiekenntnisse erlaubten es
ihm, Storfaktoren qualitativ und quantitativ zu beurteilen. - Ein Kapitel
dieser Broschure behandelt Teststreifen und ahnliche vorgefertigte diagnostische Hilfsmittel (J. P. Surmann), die in der Kombination nakhemischer
Methoden in Kompartimenten mit enzymatischen Reaktionen heute das
Reagenzglas verdrangt haben (aber entspricht nicht das Zerstoren der
Trennwinde von Kompartimenten dem alten Mischen?). Um Formulierungen zu verstehen, werden etliche Leser - darunter der Rezensent - zusatzliche Literatur heranziehen mussen: Ein paar zusatzliche Seiten waren gunstig! - “Blutdruckmessung - Eine Aufgabe des Apothekers”: Dieser provokante Titel stammt von einem Mediziner, der zugleich Apotheker ist. In
diesem Abschnitt wird deutlich gemacht, was man alles falsch machen
kann! - Zunehmend wichtiger werden Stoffwechselkontrollen bei Diabetikern: Hier ist die Bestimmung des glykosylierten Hamoglobins als Langzeitindikator sehr interessant, die allerdings im Apothekenlabor selten
durchgefiihrt wird. Die hier besonders wichtige Patientenselbstkontrolle
wird instruktiv beschrieben, so dal3 wir Apotheker unsere Patienten auch in
diesem Punkt gut beraten konnen. - Der Abschnitt “Harnwegsinfekte” ist
interessant, bietet hauptsachlich Klinisches, bleibt aber ohne Glossar fur
Apotheker unverstandlich, oder kennen Sie die Bedeutung einer Leukocytose rnit Linksverschiebung, des C-reaktiven Proteins oder die der
Angaben 04: K3: H5 bei E . coli? Fur die Untersuchungsmethoden sind
gute Kenntnisse der Mikrobiologie erforderlich. - Sehr lesenswert sind die
kurzen Angaben zu Hyperurikamie und koronarer Herzkrankheit.
Das Buch schlie8t rnit Schwangerschaftstests, die durch gute Diagramme verdeutlicht wreden. Die immunologische Seite hatte ich mir etwas
ausfuhrlicher gewunscht. Und was die Kommunikation mit Ihren Kundinnen betrifft: Die Aussage, der Test sei positiv oder negativ, kann von Person zu Person verschieden verstanden werden.
Insgesamt bietet diese Broschure - wie auch andere in dieser Reihe - vie1
praxisnahe Information zu einem gunstigen Preis. [B 1981
W. Wiegrebe, Regensburg
Lehrbuch der Organischen Chemie, Begriindet von Prof. Dr. H. Beyer,
weitergefuhrt von Prof. Dr. W. Walter, Institut fur Organische Chemie der
Universitat Hamburg, 22. uberarbeitete und aktualisierte Aufl., 138 Abbildungen, 20 Tab., 1 Formelposter und 1 Begleitheft “Gefahrstoffe und
krebserregende Stoffe, Namensreaktionen und Begriffe”, S. Hirzel-Verlag,
XVIII + 1030 Seiten, DM 86,--, Stuttgart 1991.
Der “Beyer”, seit geraumer Zeit ”Beyer-Walter”, Lehrbuch der Organischen Chemie, nunmehr in der 22. Auflage vorliegend, reiht sich in die
Reihe der deutschen Traditionslehrbucher ein. DaB sich ein Lehrbuch uber
4 Jahrzehnte hinweg gegen harte angelsachsische und daran angelehnte
Konkurrenz halten kann, mu8 an einem zeitlosen Organisationsschema liegen. Dies war fur den Rezensenten AnlaB, die neue Auflage nicht nur mit
der vorhergehenden, sondem auch rnit einer weit zuriickliegenden, der 10.
Auflage aus dem Jahre 1963, zu vergleichen, die er selber w&rend seines
Chemiestudiums benutzt hat.
Der Trend der 60er und 70er Jahre war die verstandnismaljige Darstellung
der Organischen Chemie, orientiert an der Reaktivitat der funktionellen
Gruppe, als direkter Weg in das wissenschaftliche Denken, hin zur Forschung. Zweifellos hat eine ganze Reihe erfolgreicher angelsachsischer
Lehrbucher, auch in deutscher Ubersetzung, enorm zu einer zeitgem&n
0VCH Verlagsgesellschaft mbH, D-6940 Weinheim, 1993 0365-6233/93/0606-0375 $5.00 + .25/0
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