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Taschenbuch der pharmaceutischen Receptur und Defectur von O. Schlickum Apotheker. Mit zahlreichen Holzschnitten. Leipzig Ernst GUnther's Verlag 1874. VIII. 197 S

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Bicherachau.
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sinnigen Verfahrens der Eingesessenen verschwinden die
Kautschrtkpflanzen, s o w i t p i e zugiinglich sind, mit erschreckcnder Raachheit ; in grosson Bezirken sind sie vollstandig ausgerottet, und man sorgt in keiner Weise fir Nachzucht.
%war finden sich noch immer Millionen von Stammen in nahezii
unzugiinglichen Waldungen, aber hier sind sie eben nicht auszubeuten. (Scientific. Anmican v. 6. Sptbr. 1873. Hannoo.
U.'ochenbl. p . 321. Indust?..-Ill. 1873. p . 364.).
C. Sch.
C. Biioherschm.
l'aschenblich der pharmaceutischen Receplur und Defectur von
0. Schlickum , Apotheker. Nit zahlreichen Holzschnitten.
Leipzig, Ernst Giinther's Verlag 1874. VlIT. 197 S.
Der Verfasser bcabsichtigt, durch Erorterung der bei don Manipnlationen dcr pharmaceutischen Receptur und Defectur geltcnden Regeln
den Lehrlingen einen Leitfaden zu geben, wclcber den Lehrhcrrn boi
seinen Anweisungen untcrstiitzcn kann. Urn die Schrift aber auch Geiibteren niitzlich zu mnchen, sind verschiedene Gegenstlnde, wie aus Folgendem crsichtlich ist, noch in einem bcsonderen Abschnitte bosprocben.
Das Werk zerfallt in drei Abschnitte, von welchen der erste der
Reoeptur, der zweite der Defectur, der dritte den Hiilfsrnitteh zur Rcceptur gewidmet ist.
Der erste Abschnitt hat zwei Abtheilungen, deren erste i n drei Kapiteln die Rcceptur im Allgemeinen (auch Priifung der Waagen und Gewiehte)
in erschijpfender Weise behandelt. Die zweite Abtheilung fiihrt uns die
verschiedenen Arzneiformen in t%Kapiteln vor ; es sind dieselben classificirt
in fliissige Arzneien, Arzneien von halbfester Consistenx und trcckne Arzneien.
Der zweite Absehnitt ,,die Defectur" hat drei -4btlieilungen; die erste
derselben sprieht iiber Zubereitung der Arzneimittel : Schneiden, Pulvern,
Prapariren. Die zweite handelt in acht Kapitclo von der Zubereitung der
pharmaceutischen Praparate , die dritte in ebenfslls achtiKapiteln von den
chemischen Operationen; ein Nachtrag bespriclit das Arbeiten mit Glasrohren.
Der dritte Abschnitt ,,IIiilfsmittel zur Receptur " bringt auf reichlich 30 Seiten ein alphabetisch geordnetes Verzeichniss der Arzneimittel
init ihren Loslichkeitsvcrhaltnisseii, beeonderenGcnicrkungen (nanientlich Auffiihrung derjenigen Stoffe , durch welehe Zerseteung hervorpcrufen wird)
und Angnbe der Zusammcnsctzung der zu esfemporirenden Mittel. Hieran
schliesst sich eine Vergleichung des alteren nledicinnlgea ichts mit dcm
Gr;immgewichte , ein Verzeichniss der Maximaldosen, eine Erkliirung der
Abkiirzungen und Zcichen in den Receptformcln unti ein Register.
Dtrs unifangreiche Gebiet ist mit Unisicht und grossem Fleisse bearbeitet mordcn, so daw sicher die rncisten Collegen auch ndt den einzeliicn Ausfiihrungen einverstandon sein werden. Nur wenige Punktc sind
cs, bei denen e3 mir zweifelhaft ist, ob ein vollstLndigcs Eiuverstandniss
herrschen wird. Dieses betrift zunaehst das vor dcm Pulvern empfohlene
Trocknen von Borax und Katronbicarbonat ; dann kann man zweifelhaft
sein , ob die Verwendung verzinnter Kupf'erpfnnnen zum Aulkoclien von
Saftcn gestattet und ob die Benutzung cines Aethercxtraction - Apparates
nicht auch beim Arbeiten fur den eigenen Bcdarf empfehlonswerth sei.
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Btcherschau.
1)a die Methoden zur Bestimmung des specifischen Gewichtes recht ausfuhrlich behandelt sind, so hatte auch der Glaschen Erwahnung geschehen
konnen, welche statt des Stiipsels mit einem in eine Spitzc ausgezogenen,
ciiigeschliffenen Stiickchen Glasrohr verseheu sind.
Die zahlrriehen Holzschnitte sind sehr instructiv und gut ausgefuhrt,
nur hatte ich gewunscht, dilss bei Destillationen au8 dem Kolben auch
auf Kolben mit eingeschniirtem Halse aufmerksam gemacht ware.
In dem Verzeichniss der Arzneimittel des dritten Abschnittcs finden
wir viele intcressante Angaben, so dass dcr Zweck des Verfassers, das
Werk auch Geiibteren niitzlich zu machen, vollstandig erfeicht wird. Rei
vielen Mitteln werden versc:hiedene Store, welche Zersetzung hcrvormfen,
namhaft gemacht ; bei Ammonium chloratum ferratum nur Gerbstoff. Bei
Ammonium chloratnm biitte vielleicht dcr Entstehung kohlensauren Ammoniacs gedacht werden konnen, wenn es gleichzeitig mit Tinctura Rhei
aquosa verordnet wird.
Sicher wird das Werk bei Lehrenden und Lernenden die verdiente
freundliche Aufnahme finden.
B i s s e n d o r f , Marz 1874.
R. Kemper.
D i e H y g i e i n e , d e r e n S t u d i u m u n d A u s i i b u n g von
Eduerd Reich. kviirzborg. A. Stuber. 1874. gr. 8. XII. 72.
Die Hygieine ist eine Wissenschaft von verhaltnissmassig neuem
Datum und hat erst in der Neuzeit den ihrer Bedeutung angemessenen
Ylatz erhnlten. D a m beigetragen zu haben ist ein Hauptverdienst des
Verf., der zuerst die Hygieine von philosophisch ethischem Standpunkte
suffasste und in diesem Sinne ihre Behandlung anbahnte. Das vorliegende, ansprechend ausgestattete Werk kann als eine Propadeutik und a l s
eine Einleitung zu des Verf. ,,System der Hygieine" (2 Bde. Leipzig bci
Priedr. Pleischer) betrachtet werden.
Der Verf. fasst die Hygieine auf als ,,die Philosophie, Wissenschaft
nnd Kunst des normalen Lcbens" ; desshalh ist sie nicht gleichbedeutend mit
Experimental Physiolngie und Experimental Chemie, sondern diesc bciden sind in demselben Masse Hilfswissenschaften der Hygieine, i n welchem
die Moralphilosophie, die socialen Wiasenschaftcn, Statistik, Anthropologie,
Krankheitslehre und andere Wissenszweige es sind. Darum muss die
Hygieine a l s G a n z e 8 cultivirt und vou den Moralisten, Padagogen,
Politikern und Aereten gleichmassig angeeignet werden.
Zu den Hilfswissenschaften der Hygieine gehort die A n t h r o p o l o g i c
(namentlieh die pbysiologische und philosophische); die b e t i o l o g i e d er
K r a n k h e i t e n , d i e s o c i a 1 e n W i s s e n s c h a f t e n (Nationaloconomie
..das wissenschaftliche System der Selbstsucht ," so weit sie versittlichte
Volkswirthschaft ist; Politik ; 13evolkerungslchre; Pflcge der Wohlthiitigkeit in Armenhausern, Hospitllern, W:iisenhausern, Besscrungsanstalten
11. s. w.; Polizeiwissenscbaft), die M o r a l (die Moral der Liebe, nicht die
Moral der Vergeltung), die E r a i e h u n g s k u n s t (verniinftige Erziehung
iind natiirliche Prische ennoglichen hauptsachlich Selbstcrkenntniss, Selbstheherrschung uiid Eelbsthilfe, und auf diese drei grundet sich die Praxis
der Hygieine, es ist also die Hygieine mittels der Padagogik eine VoransRetzung naturgemasser Civilisation), die S t a t i s ti k (mit der rnedicinischen
Geographic' , die Te D h n i k (namentlich Fir die polkeiliche Hygieine),
a l l g c m e i n e N a t u r k u n d e (als Vorstudien fur Aothropologie), M c d i c i n
(nicht a18 Handwerk, sondern im philosophischen Geiste aufgefasst),
G e s c h i c h t e (nicht als Sammlung von Kamen und Zahlen , sondern als
-
-
Geschichtsphilusophie).
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