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Taurobeta╨Зn.

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Taurobetain.
391
auffallend ist das Verhdtniss des leukamischen Blutes zum normalen,
ferner die Vorgleichung des Muskels in erwachsenem Zustande mit
dem kernreicheren embryonalen Muskel , endlich des frischen Eters
mit dem degenerirten. Ausser der Phosphorsaure traten als charakteristische, den Eiweissstoffen nicht zukommende Zersetzungsproducte der Nuclelne noch Guanin, Hypoxanthin und Xanthin auf.
Es giebt auch Kcrper, die man ihrerEigenschaft nach mit Recht als
Nucleln bezeichnet, die aber bei der Zersetzung weder Hypoxanthin
noch Xanthin oder Guanin liefern. Diese Nuclelne stehen freilich
zu den ubrigen dieser Gruppe insofern in einem Gegensatz, als sie
nicht aus zellenreichem, lebensfahigen Gewebe stammen , also auch
nicht Bestandtheile des Zellenkernes sein k6nnen.
II. B i l d u n g von G u a n i n a u s Nucleln, V e r h a l t e n d e r s t i c k s t o f f r e i c h e n B a s e n des T h i e r k 6 r p e r s u n t e r physiologis c h e n und pathologischen Bedingungen.
Friiher war der Ursprung des Hypoxanthins und Xanthins im
Thierkarper in falscher Richtung, n a l i c h in den Eiweisskayern
gesucht worden. Kossel hat nun gezeigt, dass das Nucleln d s die
Quelle dieser Earper im Organismus anzusehen ist, sowie auch dass
thierische und pflanzliche Organe beim Kochen mit Saurcn mehr
Hypoxanthin und Xanthin liefern, als man bisher annahm.
Als Begleitcr des Hypoxanthins und Xanthins findet sich in
vielen thierischen Organismen und auch in der Hefe das Guanin, welches durch Einwirkung der Salpetersaure in Xanthin ilbergefiihrt
wird, und es entsteht das Guanin neben dem Hypoxanthin und Xanthin aus dem Nucleb.
Eine Schlussfolgerung ergiebt, dass nach den angefiihrten Versuchen und Thatsachen Guanin durch Oxydation Guanidin und dieses Harnstoff bildet und lassen sich die Substanzen, die somit in
einer genetischen Beziehung zu einander stehen, in eine Reihe bringen, deren letztes Glied auf der einen Seite der Harnstoff und auf
der anderen Seite der Zellkern ist.
Eine Beziehung des Hypoxanthins zur Bildung der Harnssiure
sei hier nicht unerwiihnt. Die Muskeln solcher Organismen, welche
als Hauptproduct des Stoffwechsels die Harnsaure ausscheiden, sind
vie1 reicher an Hypoxanthin, als die des Menschen und Pferdes.
fzeitachr. f. Phyedolog. Gnemie. Bd. VII. pag. 7.)
C. Sch.
Taurobeta'in. - Die gr6ssere Besthdigkeit und Widerstandsfahigkeit des Taurins gegen Alkalien und Sauren veranlassten
L. Brieger an ihr jene Veriinderungen, deren die Amidosauren durch
Reagentien fiihig sind, eingehend zu studiren. Der Urnstand, d a s ~
viele Amido&uren im thierischen Haushalt gebildet werden, machte
eine m e r e Kenntniss ihrer Umwandlungsproduote wbschenawerth
392
Oxyh%moglobin des Schweines.
und wurde deshalb die Mijglichkeit einer betainihlichen Substanz
ins Auge gefasst und verf5h-t Verfasser dabei auf folgende Weise.
Es wird Taurin in 3mal soviel Kalihydrat, als zur Neutralisation des
Taiuins ntithig ist, enthaltenden Methylalgohol geschuttet, und kalt
gel6st. D a m wird Jodmethyl zugefiigt und lose verkorkt 1 Tag bei
Seite gestellt. Dann wird zur Troche abgedampft, der Riickstand
mit wenig Wasser aufgenommen, fltrirt und durch Alkohol eine jodund jodkaliumhaltige Verbindung ausgefdlt. Durch wiederholtes
Ltisen in Wasser und F a e n mit Alkohol wird die Substanz geremigt
und schliesslich mit nassem Silberoxyd in der Kate rasch zersetzt
und schnell vom gebildeten Jodsilber abfiltrirt. Durch wiederholtes
Lijsen in Wasser und Fdlen durch Alkohol wird der Kiirper chemisch
rein erhalten. Wird dieser Kijrper mit Natsonlauge gekocht, so spaltet
sich Trimethylamin ab. Die Analyse fiihrte zu der Strukturformel
CH2-N(CH3)3
.
,
I
‘
1
CH*- SO*-0.
und zu der Benennung Taurobetain.
Es ist leicht in Wasser lijslich, unlijslich in absolutem Alkohol,
Aether etc., unterscheidet sich von den bekannten Beta’inen dadurch,
dass aus seinen Salzen die Sauren sich ausserst leicht abspalten. Es
schmilzt bei 240° C., zersetzt sich hierbei und verkohlt. Beim
Kochen desselben mit Barytwasser bildet sich neben Trimethylamin
ein in Wasser lijdiches Barytsalz. fZsitschr.f. Phpiol. Chemie. Bd. PII.
gag. 35.)
C. Sch.
Oxyhiimoglobin des Schweines. - Dio Thatsache, dass
demjenigen, welcher sich mit der Darstellung grijsserer Mengen des
Blutfarbstoffes b e s c h a g t , nicht immer geniigende Mengen Hiindeblut
zur Verfiigung stehen, brachte J. O t t o auf den Gedanken, zur Darstellung des Blutfarbstoffes das Schweineblut zu verwenden. Durch
mehrfache Versuchc hatte er gefunden, dass sich zur Isolirung der
Blutkijrperchen am besten verdiinnte Kochsalzlijsung eignet. Nach
geschehener Isolirung wurden die Kijrperchen bei 50° in mijglichst
wenig Wasser geltist, die Lijsung fltrirt iind nach dem Erkalten im
Verhiiltniss von 4 : 1 mit kalt gehaltenem absolutem Alkohol versetzt. Die hellrothen Krystallnadeln zerfliessen bei gewijhnlicher
Zimmertemperatur sehr leicht , geringe Faulniss befijrdcrt die Lijsung
der Kijrperchen ungemein , ohne dabei die spatere Ausscheidung
schtin rother Oxyhhoglobinkrystde irgendwic zu gefsihrden. Die
noch etwas feuchten Krystalle zeigten, in Wasser geltist, ein vollkommen reines Oxyhamoglobinspectrum, die Elementaranalyse ergab
folgende Werthe : Kohlenstoff 54,17 Ole, Wasserstoff 7,38
Stickstoff 16,23 %,Schwefel 0,66 %,Eisen 0,43 %,Sauerstoff 21,36 Ole.
fZ&tschjft f. Physio2. CkmaS. Bd. VII. pag. 57J
C. Sch.
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