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Terpenthin Harz und damit verwandte Producte.

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452 Schwefelkoh1enst.geg.Magenkrebs.-Terpenthiu,Harz
u. damit verw.Producte.
weiteren Anwendung des Mittels Abstand zu nehmen. (Zeitsohrz;ft
f. klin. Med. 2. Bd. 3. Heft. Prag. med. Wochenschr. 1881, 19.
Med. chirurg. Rundschau. Jahrg. XXIX pay. 423.)
C. Sch.
Schwcfelkohlenstoff gegen Magenkrebs. -- W h i t ak c r
empfiehlt dafi Kohlenbisulfid gegen verschiedene Krebsformen, weil
es nicht nur ein vor&$iches
Anastheticum, sondern auch eines der
besten Losungsmittel fur Fette und andere Substanzen ist und die
rapide Wucherung der epithclialen und Bindegewebe zu hemmen
scheint. Dosis: 3mal tiiglich 2 Tropfen in Alkohol oder Mandelol.
(CincinnatiClinic XI. 7. Schmidt's Jahrbuch 1881, 2. Med. chiruig.
Rundschau. Juhrg. XXII; pug. 412.1
c. Sch.
Terpenthin, Harz urid darnit verwandte Prodncte.
-
P l i i c k i g e r und H a n b u r y fiagcn in der ,,i'harmacographia": Obgleich grosse Mengen Terpentliin zur Destillation ntlch den nordlichen Hiifen verschickt wcrden, ist doch die in der Nahe der Terpenthingeholze dwtillirte Menge noch grosser. Es werdcn Blasen
von Kupfer angewandt, die 5 - 20 Barrels Terpenthin fassen konnen.
Er wird o h n e W a s s e r destillirt, das aus der Kiihlschlange abfliessende atherische Oel wird in den Flissern aufgefangen, in welchen
es spater in den Handel gebracht wird. Wenn alles nun zu erhaltende Oel abdestillirt ist, wird aus einer Oeffnung am Boden
der Blase ein Spund entfernt und das ruckstandige H a r z , das als
schleimige Fliissigkeit wie Melasse erscheint, rtbfliessen gelassen.
Nur die beste Qualitat Harz, das vom ,,Jungfernterpenthin oder
Virgin Dip" stammt, wird des Aufbewahrens werth gehalten, die
weniger reinen Sorten lasst man einfach als nutzlosen Abfall fortlaufen. Sol1 das Harz aufgesammelt werden, so zieht man es in
ein Fass mit Wasser ab, welches Holzsplitter und andere Verunreinigungen absondert, worauf das Harz in Fassern fur den Markt
verpackt wird. - Wird roher Terpenthin mit Wasser destillirt,
so geht fast das ganze Oel iiber, wahrend das Colophoniurn genannte Harz zuriickbleibt. Enthiilt es noch etwas Wasser, so heisst
es im englischen Handel g e l b e s H a r z , ist es vollig wasserfrei, RO
heisst es t r a n s p a r e n t e s R a r z , das dunkler gefarbte, das liinger
der Hitze ausgesetzt war, heisst s c h w a r z e s Harz.
Nahere, abweichende Mitthcilungen iiber diesen Gegenstand
macht T h o m a s F. W o o d (Wilmington. N. C.).
VOI; dem in diesem Districte gesammelten Terpenthin wird sehr
wenig nordlich verschifft, fast die ganzo Menge wird an den Wasserlaufen in der Nahe der Nadelholzwaldungen destillirt, die geringe
nach Norden verschickte Yenge rohen Terpenthins dient zur Bereitung von Druckerschwiirze.
Jetzt geschieht die Destillation in Kupferblasen, friiher wurden
eiserne angewandt, doch war das aus letztern erhaltene Oel roth
Terpenthin, Harz und damit verwandte Producte.
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Als in Wilmington zum ersten Yale Kupferapparate in Gebrauch
kamen und ein klares farbloses Oel erhalten wurde, wies man dieses
im Norden als unechte Waare zuruck. Aller rohe Terpenthin wird
mi t W a s s e r destillirt, welches dabei eine gewisse Rolle spielt.
Die gegenwiirtigen Unterscheidungen zwischen den Qualitaten des
Harzes sind andere, als nur g e l b und t r a n s p a r e n t .
Es ist nicht das Vorhandensein des Wassers, welches das Harz
g e l b macht. Gelangt Wasser in das Harz, was bisweilen durch
Zufall geschieht, so wird das Harz opak und triib. Alle bessern
Harzsorten sind gelb oder richtiger tiernsteinfarbig, aber in Amerika ist
die Benennung ,,gelbes Harz" weder im Handel noch sonst gebriiuchlich. Die Qualitat des Harzes hangt erstens von der Qualitat des
Terpenthins und zweitens von der Uebung im Destilliren ab.
,,Jungfernterpenthin", der erste Ausfluss von einem neu angeschlagenen Baume, giebt bei geschicktem Destilliren ,,FensterglasHarz", von welchem zwei oder drei Sorten vorkommen. Gerath
auf irgend eine Weise Wasser in dieses Harz bester Qualitat, so
wird es opak. Dieser zufallige Wasserzusatz tritt ein, nachdem das
Harz ails der Blase abgelassen ist.
,,Yellow dip"- Terpenthin, der im zweiten und folgenden Jahre
aus dem Banme austritt, giebt die mittlern Qualitaten Harz, wahrend
die von der Oberflache der Baume abgekratzte, eingetrocknete Masse
Harz (,,scrapings") geringer Qualitat giebt, yon sehr dunbler bis
fast schwarzer Farbe. Das schwarze Harz riihrt nicht vom Hrennen
in der Blase her, wie angegeben wird.
Die Handelswaare ist fast stets wasserfrei, opake Harze trifft
man nur zufallig und in geringer Menge an.
Die Destillation geht in folgender Weise vor sich: Eine 15
Barrels- (1 Barrel = 220 Pfund) Kupferblase wird friih Morgene
beschickt und so lange erhitzt, bis die ganee Masse eine gleichm8ssiEe Temperatur von 100 bis 147O C. hat. Diese wird erhalten,
bis das zufallige Wasser, d. h. das im rohen Terpenthin, wie er
aus den Waldrm kommt, enthaltene Wasser abgetrieben ist.
Das zuerst Ueberdestillirende ist Holzsaure, Ameisensaure, Aether
und Methylalkohol mit Wasser. Dies Product heisst ,,low wine",
wie j a das Terpenthinol im Handel auch den Namen ,,spirits" hat.
Wenn das zufallige TlTasser abdestillirt ist, wird etwas kaltes
Wasser in die Blase fliessen gelassen, so dass die Temperatur von
147O C. oder ein wenig darunter, beim Siedepunkte des Terpenthinols,
erhalten bleibt. Es destillirt Oel mit Wasser iiber, das Destillat
wird in einen holzernen Bottich aufgefangen, in welchem es sich
sondert und aus welchem das Oel durch einen Abfluss in ein GeGss
fliesst, aus welchem es in eichene, gut bcschlagene, innen gut verstrichene Fasser geschafft wird.
Von Zeit zu Zeit pruft der Destillateur die Qualitat des
Destillats in einem Probirglase. Die Destillation wird fortgesetzt,
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Terpenthin, Harz und damit verwandte Producte.
bis das Verhaltniss von 9 Wasser zu 1 Terpenthinol vorhanden
ist. Dann wird die Feuerung nachgelassen, der Blasenhelm abgehoben, und das heisse Harz, das in der Blase in fliissigem Zustande
ist, durch einen Ventilhahn an der Seite nahe dem Boden der Blase
abgezogen. Bevor das Harz seinen Bottich erreicht, passirt es ein
Sieb, in welchem die fremden Substanzen, wie Stroh, Fruchtschuppen, Holzsplitter u. s. w, zuriickgehalten werden, Aus dcm
Bottich wird es mittelst holzerner Eimer an langen Handgriffen in
die FGsser geschopft.
Das Harz wird in seiner Qnalitiit nach Proben beurtheilt, die
sich auf der Productenborse befinden.
Die Ausbeute an Terpenthinol aus ,,Virgin dip" ist etwa 6
Gallonen vom Barrel.
Die Ausbeute an Terpenthinol aus ,,Yellow dip" ist etwa 4
Gallonen vom Barrel.
Die Ausbeute an Terpenthinol aus ,,Scrapings" ist etwa 2
Gallonen vom Barrel.
Wir wenden uns nun zum Harzol. Dieses wird, wie es im
Handel vorkommt, auf folgende Weise gewonnen: Ham, aber nur
geringerer Qualitat, wird in eine eiserne Blase gebracht und auf
147-149O C. erhitzt. Zuerst geht Wasser, Holzsaure und Naphtha
iiber, bis das Harz an Naphtha erschopft ist. Nun wird die Hitze
bis fast zur Rothgluth des Eisens gesteigert, wobei das Harz siedet,
und Wasser zusammen mit Ha rz ol iiberdestillirt. Dies ist das
rohe Harzol: es ist eine schwere, fast opake, weissliche, schleimige
Fliissigkeit, die an der Oberflache opalescirt. Durch Wiederdestillation
wird es rectificirt und giebt ein Oel, das transparent, bei durchfallendem Lichte dunkelroth, bei reflectirtem Lichte entschieden
bliulich ist. Es opalescirt starker wie Petroleum.
Der in der Blase zuriickbleibende Riickstand ist eine schwarze
Nasse mit glanzendem Bruche in den Schillerungen des Krystallanilins.
Andere noch zu erwahnende Producte sind N a p h t h a und
Theerol. Theer giebt beim Destilliren Holzsaure, Wasser, N a p h t h a
o d er T h e e r g e i s t und Theerol. Die durch eine zweite Destillation
gereinigte Naphtha ist klar und hat einen angenehmen Terpenthingeruch. Im spatern Verlaufe der Destillation geht das T h eer o 1
iiber und ein schwarzer, pechahnlicher Riickstand bleibt in der
Blase zuriick. Alle diese Substanzen mit Ausnahme des letztgenannten haben Handelswerth.
Ebenso wie das Harz wird auch der Theer aus eisernen
Retorten destillirt. Im Verlaufe dieser Operationen sind verschiedene
complexe Xorper zum Vorschein gekommen. Eine Anzahl derselben
ist von W i l l i a m A. Ma rti n naher untersucht worden. Die verwhiedenen Terpenthinproducte sind chemisch stets hochst interessant
gewesen und sie beginnen jetzt auch in commercieller Beziehung
einen Werth zu gewinnen. (New Remedies, IX. p. 289.) R.
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