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Therapie.

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Vergiftungen durch Petroleum,
- SuIfonal, ein neues S c h W t t e l .
133
dieses Anhaloniums weiter aufzukliiren und alsdann an die Untersuchung
anderer Anhalonien zu gehen. Zu erforschen ist aber auch, in welcher
Weise, fEr welche Zwecke und in welchem Umfange diese ,,Muscale
Buttons" als Genufsmittel gebraucht werden." Verfasser hofft, in nicht
langer Zeit hieriiber Aufklarung geben zu konnen. (Sep.-Abdr.a. Archiv
f . exper. Pathol. u. Phannakol. 1888, Bd. XXIV.)
fber allgemeine und Hautvergiftnng durch Petrolenm.
Dr. L. L e w i n .
Von
Bekanntlich waxen schon vor der Einfiihrung des amerikanischen
Petroleums als Leuchtmaterial ab und zu Vergiftungen mit den damale
d s Photogen, Solarol oder Bydrokarbur bekannten, aus bituminosem
Schiefer und Braunkohle dargestellten Beleuchtungsstoffen beobachtet
worden. Seit dem eingetretenen Mlassenkonsum von Petroleum hat
sich diese Art der Vergiftungen nicht unbedeutend vermehrt, indem zu
den durch Genufs von Petroleum,.verursachten noch diejenigen hinzukommen, welche bei der Gewinnung und technischen Verarbeitung dieses
Produktes, sowie wohl auch bei dessen freitich seltener Anwendung zu
medizinischen Zwecken zustande kommen.
Verfasser hat seit ]anger Zeit an verschiedenen Tieren die Wirkungen
des kiiuflichen Petroleums und seiner Bestandteile studiert und besonders
in letzter Zeit wahrend seiner Anwesenheit in den amerikanischen 01distrikten die giinstige Gelegenheit , bezugliche toxikologische Beobachtungen machen zu konnen, und ho& derselbe, d a b diese vielleicht
imstande sein diirften, uber einige wesentliche Punkte Aufklarung zu
geben, die bisher als unvereinbar kontrovers galten.
Nachdem Verfasser auf die in der Litteratur beschriebenen (17) Vergiftungsfjlle mit Petroleum, auf die Symptome bei denselben, sowie die
Therapie eingegangen, welch letztere sich auf die Verabfolgung von
Brech - und Abfiihrmitteln, sowie Magenausspulungen beschrankte,
schildert er seine eigenen Versuche, welche er mit innerlich eingefiihrtem
Petroleum an Tieren gemacht, an welche er die Untersuchung des Barnes
und Kotes anschliefst, und kommt dann zu folgenden Schlufsfolgerungen:
D a s P e t r o l e u m i s t a l s G i f t z u b e z e i c h n e n , weil es imstande
ist, vorubergehende oder dauernde Stiirungen von Organfunktionen mit oder
ohne erkennbare Sttirungen an Geweben herbeizufiiluen.
Eingeatmete Petroleumdiimpfe konnen nur unter besonders ungiinstigen auberen oder individuellen Urnsanden beim Menschen Intoxikationssymptome herbeifiihren.
Die Wirkung des Petroleums oder von Petroleumbestandteilen auf
die Haut ist eine giftige, .und sind es auch hier, wie bei dem Genufs
desselben, die schweren Ole, welche die nachteiligsten Folgen haben,
wahrend die leichten Ole und das Brennol als die minder gefahrlichen
nachgewiesen sind. (Sep.-Abdr. aus Virchaw's Archic f. path. Anat. u. Phy8.
u. f. klin. Med. 1888.)
P.
Therspie.
Sulfonsl, ein nenes Schlafmittel. Von P r o f . A. K a s t in Freiburg.
Bekanntlich entstehen durch die Oxydation der bei der Vereiniwg von
Aldehyden resp. Ketonen und Merkaptonen gewonnenen Verbmdungen
Substanzen, welche zwei Radikale SO2 R* (wobei R' ein einwertigesAlkoho1radikal bedeutet), an ein und dasselbe Kohlenstoffatom gebunden, en&
halten. Solcber Korper haben namentlich B a u m a n n und seine Schiiler
mehrere dargestellt und von diesen ,,Disulfone" genannten Korpern zuerat
134 Antbrarobin.
- Ein cinf. Vorfahren, % t h oRchmerzl. auszirziehen
mit dem Oxydations rodukt dcr Verbindung des ithylmerkapbona mit
Aceton, dem DiatbgPsulfodimetbrlmethan, dem sopenannten b u I f o n a I
!CH& = C = (602CJ15)2 Versuche angestellt. Das Sulfoosl krystalbsiert
in geruch- und gescbmacklosen l'afcln, die sich in Alkohol lcicht und
in heihem Waeser leichter als in kaltem l(jsen. Durch Versuche an
Bunden ergab sich, dafs dieses Praparat seine physiologische Wirkeamkeit
bauptsachlich auf d e graue Fiinde des Grofsgehirns ausubt, indem es
rauschahnliches Verhalten tier Sensibilitit und der Mobilitnt erzeugte.
Beim gesundeu Uenscbcn beKirkten Dosen von 2 bis 3 p nach eioer
Stunde Gefubl von Schwere im Kiopfe, hnudungsfiefuhl mit cincr
Abstumpfung gepen aufsere Eindruckc, worauf in einigen Fallen ein
mehrstundiger tiefer Schlnf eintrat, oder es verschwaoden die genannten
Erecheinungen, ohoe dafs eich Schlaf aoschlofs. Das Praparat wirkte
demnach bei Cesunden nicht 31s ein unbedingt Schlaf erzwiogendee,
sondern our dq ein das freiwillige Scbldbedurfnis unterhaltendes
resp. steigerndes Arzeneimittel. Ebenso wirkte eq in Dosen V O U 2 ,g
bei Patienten mit nerviiser Schlaflosigkcit, hei Schlaflosigkeit in acuten
Krankheiten und hei der Schlaflosigkeit der Grcise. Schadliche Nebenwirkungen auf Pule, Respiration, \'erdauungaorga.ne, auf die Innervation
der Muskeln waren nicht z u Lemerken. Versuche rnit grofsen Dosen an
Bunden verursachten kein Darniederliegen des Blutdruckcs, auch bei
Menacben war ein unguostiger Ebllufs solcher Dosen dcs Mittels auf
das Herz- und Gehirnsystcrn nicbt zu konstatieren. K a s t emptiehlt
daher das Sulfonal ds ein in allen den Fallen anweadbares Mittel,
wo ee angezeigt ist, d38 normale periodischc Schlafbedurfnis z u unterstutzen und da, wo es fehlt, hervorzurufen. ( B e d klin. M'ochenschr.1888.16.)
h e r Anthrarobin, ein therapeutischesErsatzmitte1 dee Chrysarobins
nnd der F'yrogaUnssiiure. Vou G. B e h r c n d . Die Heil-irhng des
Cbryaarohins gegen Psoriasis snll, nach C . I, i e b e r m a n n , in dessen
reduzierender Wirkuog begriindet sein, indem dassclbe durch .4uSoahme
von Sauerstoff in Cbrysophaosiiure ubcrgeht, und demnach sollen aucb
andere ahnlich chemisch konstituierte horper bei ihrer cjsydation 30
der Luft die gleiche Heilwirkung aufsern. So emptiehlt B e h r c n d
ein von L i c b e r m s n n aus Alizarin durch Heduktion mittcls
Ammoniaks und Zink dargestelltes Praparat,, welches letzterer
A n t h r a r o b i n oaoote. Dasselbe iet v'oo geltlicber Farbe, unliielich
in Waeeer, echwer loelich in Benzol und Chloroform, Ieicht io Eiseseig
und tllkohol ; schon in der Kiilte leicht l ~ s l i c hin verdiinnten, wasserigen
Alkalien und Ammoniak. Diese Ldsungen eiod, da sie begierig Sauerstofl'
aufnehmen, nicht bestandig. bas Praparat u w d e trils in 10- bis ?Oproz.
Vermischungen mit Scbweiocfett oiler Lanolin, reds 10 etenso starken
alkoholischen Lijsungeu bei Psoriasis, Iierpestonswane, Erytrasma und
Pityriasis versicolot von B e h r e n d , bei den drei erstgenannten Krankheiten mit sehr gutem Erfolg, in Anwendung g ~ b r a c h t ; wenn es auch
langeamer wirkt a13 das Chrysarobio, so b r i n e ee doeh o h n e j e d w e d e
R e i z e r s c b e i n u n g die Krankheiten sehr schnell zw Rirckbildung;
our bei Pityriasis versicolor gibt U c h r e o d dem Chrysnrobin den Vorzug.
Dss Anthrarobin wirkt inteosiver als die I'.vrr>gallussluri. (Durch Med.chirurg. Rnndschau 1888, 12.)
Ein einfacbes Verfahren, Ziihoe schmerzlaa ruszotiehen. Ifti n o q u e
und P r e d e t em feblen Zerstaubunjien von Ather i n der llmgebung dea
auesereo Gehorlocges. Tndem 80 auf dic Austreibunfi der Trigcminueaste
im Gesichte eingewirkt wird, ethalt man eine Aoasthesie, die ausreicht,
Ziibne schmerzlos auszuziehen. Dieses Verfahren SOU leicht und gefahrlos
sein. (Therap. Monatshefle, 1688. 3 )
Jodpillen gegen Lungentuberkulose.
- Aneneimittelverbrauch.
135
Jodpillen gegen Lungentuberkulose empfiehlt Dr. H e r a r d. Die
Verwendung baeiert auf den neuen antiseptischen Theorien. Er reicht
vor dem Schlafen 2 bis 4 Shick der nachstehenden Pillen:
Rp. Jodi . .
. . . . . . 0,015
Extr. nuc. Juglandis . . . 0,20
f. pillul. KO.60.
(Durch Med.-chirurg. Rundschau, 1888, 12.)
Terpentinsl als Hiimostaticnm bei Nasenblnten. Dr. M. E r n y e in
B u d a p e s t hat in Fallen von unstillbarem Nasenhluten, in welchen
andere Mittel bereits erfolglos angewendst waren, angeregt durch eine
Notiz in B i 11r o t h’s allgemeiner Chirurgie iiber die blutstiuenden
Eigenschaften des Terpentins, dieses Mittel in Form von in Terpentinal
getauchten Tampons mit uberraschendem momentanen Erfolge angewendet.
Um die intensiven Reizerscheinun en auf die Nasenschleimhaut zu verhindern, diirfte es sich empfe%len, das Terpentinol
zu verdiinnen. (Wienermed. Bliitter, 1888,13. - Med.-chiwg. Rundachacc,
1888, 13.)
Gegen ligriine empfiehlt D u j a r d i n - B e a u m e t z , falgende bfktur
auf einmal zu nehmen:
Ethoxycoffeini . . . . . 4 2 5
Natri salicylici . . . . . 0 3
Cocaini bydrochl. . . . . 0,02
Aq. Tiliae . . . . . . . 20,OO
Syr. capill. veneris . . . . 10,OO
(Aus Les nowcam remddes, 1888, 6, clurch Med.-chirurg.Rundschau, 1888,13.)
Eseridin, das von C. F. B o e h r i n e r & S o h n e in Waldhof bei
Mannheim in den Calabarbohnen entdecite und in Tetraedern krystallisierende Alkaloid steht dem Physostigmin sehr nahe, es geht schan
beim Erhitzen mit verdiinnten Sauren in dasselbe uber. Daher ist beim
AufIosen desselben in verdiinnten Sauren ein Erwarmen thunlichst zu
vermeiden. Das Eseridin eneugt Durchfall mit nur geringer oder gank
fehlender iibler Nebenwirkung auf die Centralorgane. Toxische Gaben
von Eseridin sind sechsmal grofser als von Physostigmin. Es ruft in
geringerem Mabstabe nervose Symptome hervor als das Pbyeostigmin
und besitzt dabei die gleiche Darmwirkung.
Das Eseridin findet als laxierendes und als ruckenmarkerregendea
IKittel (ohne die kumulierende Wirkung des Strychnins) therapeutische
Verwendung. Man venvendet fiir grofse Haustiere 1proz., fur kleinere
0,4proz. Losungen und bereitet dieselben, indem man zu je 0,l g Eseridin
etwa 1 gtt. Acid. sulfur. dil. zusetzt. Eine solche Losung 1Bfssl sich lange
unverandert aufbewahren; die Reaktion an tier Injektfonsstelle ist aehr
gering.
Die genannte Finna bringt d:ts Eseridin in grofsen Krystallen und
in Pulverform in den Handel; die letztere Form gilt fiir die empfehlenawertere, da sich das pulverisierte Eseridin vie1 leichter auflost. Der
P.
Schmelzpunkt beider Praparate liegt bei 132 O C.
Vom Auslsnde.
Zur Statistik des Armneimittelverbranchs haben B o u r g o i n und
d e B e u r m a n n einen aulgerordentlich interessanten Beitrsg geliefert
in Form einer die Jahre 1876 bis 1885 umfaaeenden Zusammenstellung
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