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Toxikologische Studien Uber Pikrotoxin.

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Toxikologische Studicn uber Pikrotoxin.
Ob nun dcr Zucker bei der Zersetzung des Tormcntillgerhstoffs durch verdunnte S O 3 oder durch die Spaltung des Chinovins in Chinovasaure und Zucker entsteht , soheint noch
nicht festgestellt zu sein.
(Annalen d. Cheni. u. Pharm.
Bd. 145. Janitarhejt 2868.).
Dr. Schacht.
Toxikologische Studien iiber Pikrotoxin.
Ucber die Fruchtc von Anamirta Cocculue, welche seit
der zweiten Halfte dcs 15. Jahrhundcrts bekannt sind und
zum Fischfange, zur Verfdlschung des HiereH, selten zu heillrunstlerischen Zwecken gcbraucht wurden, sind sowohl in
chemischcr als auch in pharmakodynamischer Hinsicht zahlreiche Untersuchungen angestellt wordcn. B o u l l a y , Apothcker in Paris, stellte 1819 zuerst aus den Kockelskornern
das Pikrotoxin dar, und obwohl nun cine Reihe von Forschern
sich mit den cheinischen Eigenschaften des Pikrotoxins bcschaftigten, SO weichen dic Ansichten des Autoren ubcr das reine
Pikrotoxin und seine Reactionen noch heute sehr von einnnder ab. Diese differirenden Angaben veranlassten 11. K o h 1e r
zu einer nochmaligen sorgfaltigen Untersuchung dee Pikrotoxins. Die beste Vorschrift zur Darstcllung desselben ist
die von V o g e l gegebene, welche auch K o h l e r anwandte
und verbesserte. Grob gepulverte Kockelskorner werden mit
dem doppelten Volumen Alkohols von 0,85 spec. Gew. in
einer Destillirblase 10 Stunden lang digerirt, der Auszug
wird colirt , dcr Ruckstand ausgepresst , die gewonnene Flussigkeit in die Blase filtrirt und
des angewandten Alkohols abdcstillirt.
Nach 12 stundigem Stehen an einem kublen Orte scheidet
sich ein bntterartiges Fett iiber der Oberflache urtd ein braunes Harx am Boden des Gef'assw ab. Dio abfiltrirte alkoholische Fliissigkeit wird zur Trockniss cingedampft , der Ruckstand mil; heissem Wasser aufgenommen , durch Thierkohle
filtrirt, das Filtrat zur Krystallisation gebracht und die Krystalle wiederholt durch Uinkrystallisircn gereinigt. Das so
erhaltene reine Pikrotoxin stellt ein lockeres, blendend weisses
Aggregat nadelformigcr, luftbestindiger Krystalle dar , welche
in Alkohol gelost, sich beim Verdunsten in einem Uhrglase,
sobald der richtige Conccntrationsgrad gctroffen ist , in fcinen
seidenartigen , gefurchten und etwas gekriimmten Buscheln
vieder abschciden. I n Acthcr ist das Pikrotoxin ebenfalls
Toxikologiache Studien uber Pikrotoxin.
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loslich, ist gernchlos und von stark bitterem Geschmack. Mit
Natronkalk erhitzt entwickelt das Pikrotoxin kein Ammoniakgas, ist also stickstofffrei.
Nacli 0 p p e r m a n n ’ s Analyse lasst sich die Zusammenseteung des Yikrotoxins durch die Formel Cl0H6O4ausdrucken.
E s ist loslich in 150 Th. kalten und in 25 Th. kochenden Wassers , in Alkohol, Aether , Naphten , Amylalkohol , Chloroform
und fetten Oelen. Aus neutraler und aus alkalischer Losung
wird das Pikrotoxin durch Schutteln mit Aether nicht entfernt,
wohl aber aus saurer Losung, wie Digitalin und Colchicin.
Das Pikrotoxin zeigt nach K o h 1e r ’ s Versuchen weder saure
noch basische Eigenschaften und giebt folgende characteristische Reactionen :
1) Pikrotoxin vorsichtig in vom Rande eines Uhrglases
zufliessender conc. Schwefelsaure gclost , giebt eine goldgelbe
Fliissigkeit, welche sich beim Erwarmen nicht kirschroth farbt,
sondern verkohlt (Unterschied von Veratrin).
2) Bringt man eine Spur von Kaliunibichromatlosung
vermittelst eines diinnen Glasstabchens in die bei 1. erhaltene
goldgelbe Losung und fdhrt darin herum, so erzeigen sich an
sammtlichen Beriihrungsstellen blauviolette Streifen, welche
nach und nach zusammenfliessen und schliesslich eine apfelgriine Fliiseigkeit resultiren lassen. Strychnin zeigt bekanntlich ein sehr ahnliches Verhalten, doch lost sich dasselbe in
conc. Schwefelsiiure farblos auf, wahrend Pikrotoxin eine gelbe
Losung giebt. K o h l e r giebt nun in seiner Arbeit der Reihe
nach die Reactionen a n , durch welche sich das Pikrotoxin von
den bekannten Alkaloiden unterscheidet. Eine sehr charakteristische Reaction des Pikrotoxins , durch welche Referent
friiher dasselbe in dem Eau du Docteur S a c h s nachgewiesen
hat, ist von L a n g l e y angegeben worden. Mischt man namlich gepulvertes Pikrotoxin innigst mit 3 - 5 Theilen reinsten Salpeters , setzt dann 1 -- 2 Tropfen conc. Schwefelsaure
zu und macht nun schnell die Mischung durch Natronlauge
stark alkalisch, so wird sie voriibergehend ziegelroth gefdrbt.
Handelt es sich schlieeslich um die Abscheidung des Pikrotoxins aus Leichentheilen, Speiseresten etc. und urn den sichern
Kachweis desselben, so vcrfihrt man folgendermassen :
Das durch Digestion der Unsersuchungsob,jccte mit weinRaurehaltigem Wasser auf dem Wasserbadc bei massiger W arme
erhaitene wasserige Extract wird mit Aether wiederholt geechiittelt und die gemischten atherischen Losungen werden bei
gewohnlicher Temperatur dcr Verdunstung uberlaesen. Der
erhaltene Riicketand wird in Alkohol gelost und durch Umkry-
24s
Zcrsctz~uigdcs C:iniphrrs durch scl~rnclzc~ides
Chlorzink.
si.allisircn gercinigt. 1st Pikrotosin vorhandcn , SO zeigt dcr
gereinigte Riickstnnd folgendc F:igenschaften :
1) Krystallisirt in vierseitigen Prismen , sternfiirmig
griippirten Wadcln odcr a 11a s g1 Sn z c n d cn 1%ii s c h e I n ;
2 ) sclinicckt bittcr und ist i n den oben gcnanntcn Flussigkeitcn loslich ;
3) ist chcmisch indiffercnt;
4) ist in conc. Schwefelsaure init goldgelber Fnrbe loslic,h;
5) gicbt in diescr goldgelhen Losring mit Kalirimbiehromatlosung blanviolettc Yiirbung nnd schliesslich cine apfelgriinc Liisnng;
G ) wird diirch Rhodsnltalium, Tannin, jodirte Jodkaliiimliisung, Gold - nnd Platinclilorid n i c h t bcfillt;
7) reducirt aus alkalischer Losung Knyferoxyd; *)
8) zeigt dic L a n g l c y ' s c h e Rcaetion. Urn im R i e r e
das Pikrotoxin n:tchzuwcisen, gicbt K o h 1c 1% am Sclilussc seiner A bhancllung einen h c s o n d e r e n Untersucliungsgang an
(siche Buchncrs News Rqwtorium stir IYwniacie. Bd. X VII.
Scite 213. Jahrg. 1868. Apillicjt).
D9..Scliacht.
Zersetzung des Camphers durch schmelzendes
Chlorzink.
Rach F i t t i g , X o b r i c h iind J i l k e cntstchen bei Einwirkung des schxnelzendcn Chlorzinks auf' gemeinen Canipher
aiisscr dom Kohlcnwasserstoflc C
dcr sehr walirscheinlich mit dern C y ni o I des ltomisch - Kiimnielols identisch ist,
wenigstens noch vier andere Kohlcnwasserstoffe in ansehnlichar Xenge, ncmlich T o l u o l C'JTIB, X y l o l C161J10, P s c u d o c u m o l CIRHl2 und ein bci 188°C. siedender, von ihnen
I, aiir 01 genannter Kohlcnwasserstoff, dessen spec. Gew. bei
1 0 ° C . = 0,887.
Die Zersetznng des Camphers durch ZnCl hat niithin Aehnlichkcit mit dejenigcn des Amylalkoholx titirch ZnCl , wie sie
von W u r t z stridirt wiirde.
(Annul. Chcm. l'hnmz. Feb.
1868. S. 129- 256.).
H. L.
*) Vergl. Arch. d. Pliarmacie 11. R. (1858.) Bd. 94. S. 14, mch Archiv d. Phiirm. 1856. Bd. 88. S. 138.
H. L.
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