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Trocknen Abdampfen und Destilliren mittelst eines kleinen Luftheizungs-Apparats.

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Herzog,
In der Begel werden in meiner Heimath in den
Haushaltungen die rohen Lupinen nicht mit Wasser extrahirt, sondern sofort gcrostet gemahlcn und mit einem
gewissen Zusatz von Kaffee zum Getriink benutzt.
Trocknen, Abdampfen nnd Destilliren mittelst eines
kleinen Luftbeizungs-Apparats;
von
Dr. C. H e r z o g .
-
Schon seit geraunier Zeit benatze ich beim Trocknen kleincr Niederschliige behufs Anstellung chemischer
Untersuchungen mit besonderer Vorlicbe den kleinen
Trocken-Apparat, welcher zuerst von I)e r z e l i u s empfohlen und von H.Rose verbessert wurde. Derselbc findet
sich bcschriebcn in dem Handwijrterbuche der Ghcmie
unter dem Artikel .Austrocknen“ pag. 647, und R Ose’u
annlytischer Chernie, 2.13d. p. 868, Artikel ,Wasserstoff”.
Nichts desto weniger habc ich denselben sehr selten
bei Apothekern angetroffen, und iet der Zweck dieser
Mittheilungen, demselben sowohl mehr Eingmg zu verschaffcn, als auch noch einigc wesentliche hiodifieationen
anzugcbcn, wodurch dessen Gebrauch ungleich praktischer wird.
h h n kann nach meiner Construction den Apparat
sowohl zuni Trocknen, als Zuni Vcrdnnsten, sber auch
zum Dcstilliren kleiner Mengen von Fliissigkeiten einrichten, wie sich aua beigefugter Zeichnung leicht ersehen
llsst.
Der kleinc kupferne Apparat mird auf einen eisernen Stridden gestellt und mittelst ciner einfachen Spirituslampe erhitzt, welches in den meisten Flillen vollig geniigend ist; mill man jedoch st#rkcrc I-Iitze gcbcn, m
schiebt inan einc Fuchs’sche Lampe unter, die in alle
den Fallen den Vorzug vor der Berzelius’schcn Lanipc
vcrdient, KO durch die strahlcnde Wiirmc der Spiritus-
Trocknen,Abdampfen etc. mittelst Luftheiziings-Apparats. 31 1
bebiilter sich allzu leicht erbitzen kann und somit ein
Ueberkochen des Weingeistes zu befurchten ist.
Die Erwgrmung der Substanzen im Apparate geschicht bekanntlich durch den sich bildenden heissen
Luftstrom ; die Tcniperatur dessclben kann man beim
Trocknen und Dcstilliren mittelst eines Thermometers
beobachten, jedoch zeigt derselbe beim Destilliren immer
einige Wiirmegr.ade niehr, als dcr Inhalt der Rctorte, da
durch die strahlcnde Wiirnic dcs I<upfermetalls das Quecksilber in dcm Thernionietcr rascher steigt. 1st der Tubua
in dcr Rctorte einigermfiassen wcit gcnug, so stcckt man
dsher zwcckmtissig das Thermometer direct in die Flussiglreit.
Will man den Appariit vorzugsweise zum Destilliren
benutzen, so Iiisst man denselben glcicli I/? Zoll hiiher
und breiter machen. Die Annchmliclikeit, niclit mit Wasserdsmpfen, nicht mit eincrn Oel- oder Chlorcalciumbade
zu thun zu habcn, und doch einc gutc Hegulirung der
Destillation bchufs Fractioncn etc. vornchmen zu konncn,
ist in dcr That sclir gross ; ausserdc~ndestillircn selbst die
meisten Flussigkcitcn von holicm Sioclepunctc vie1 leichter und ohne Stossen, d a der gnnzc Kaum der Retorte
durch den obercn, wenn auch Icichten Vcrschluss fast
gleichmkssig erwarmt wird.
Uebcr die I>iffercnzcn dcs ThermometerstandeR amscrhalb und inncrhnlh der Itetorte bei bcstinimten Temperaturgradcn erlaubc icti mir clemniichst noch einigc
Anlialtspuncte mitzuthcilcn.
I3cim Trocknen der Sicderschkige bringt man dieselben in cincn 1;lcincn Plntintiegcl, den man nuf den
kleinen Stridden stellt, oder man macht sich zwcckmiissig
%us kleinen Stabchcn von dcr Grosse der Ziindholzer,
durcli Zusammenbindcn derselbcn a n einem Ende, eine
Art Trichter-Skelett, wo man die Filter hineinlegt, setzt
den Deckel mit den beidenoeffnungen auf und verutopft
dio eine mittelst eines Korkes, indem man durch die
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Herzog,
andere das Thermometer, daa ebenfalls durch einen Kork
geht, bis nahe uber das Filter bringt.
Zum Verdunsten ldeiner Mengen Flussigkeit in einem
Schalchen oder Uhrglase setzt man einen besonderen
Deckel mit verschiedenen Ringen auf; denn wenn man
das zu verdunstende Fluidum direct auf den innern Stridden setzen will, so kann theils das Schalchen nur mit
Muhe aus dem heissen Metallcylinder herausgenommen
werden, theils wird aber bei iitlierischen oder alkoholischen Fliissigkeiten die Temperatur zu rasch steigen.
Hat man aber kleine Porcellanschalen mit einem Stiele
zur Disposition, so kann man die erste Verdunetung allerdings auf dem innern Stridden vornehmen, indem man
den Stiel durch die seitliche' Oeffnung des Apparate sieh
bewegen lnsat.
Wer einmal die Annehmlichkeit diese4 kleinen Apparats kennen gelernt hat, wird schwerlich die verhiiltnissmassig geringe Menge Spiritus in Anschlag bringen, welche bei Anstellung derartiger Versuche erforderlich ist.
Fig. IT.
Fig. I.
Der vomtehende Apparat hat die Form eines runden
Cylinders, ist 41/2 2011 hoch und hat 31/2 Zoll im Durch-
Trocknen,Abdampfen etc. mittelat Luftheimngs-Apparats. 313
meeaer (Yreuss. M.); derselbe ist von Kupfer und miissen
die Nathe hart gelothet sein, damit sie durch die Hitze
nicht aufspringen.
Der Deckel a Fig. I., welcher einen Rand von 3i4 Zoll
hat, wird von oben aufgesetzt und muss gut schliessen.
Er hat an eincr Seite einen Ausschnitt h. Ganz unten
am Apparat ist ein offenes Rohr (Fig. 11. b) zum Einstromen der kalten Luft, und diesein gegenuber ist ein Einechnitt von oben 1 Zoll Weite bis zu I,$ der ganzcn Hohe.
Zu beiden Seitcn dieses Ausschnittes befindet sich ein
Falz, worin sich 2 Schieber c beliebig hoch und nicdrig
schieben lassen. Der untere Schiebcr wird nur benutzt,
wenn die fesbe Wand 9, worauf der Hals einer Retorte
ruht, ctwa noch zu niedrig sein sollte. Der obere Schieber wird auf den Hals der Retorte herabgeschoben, urn
dsdurch das Ausstromen der erhitzten Luft so vie1 als
thunlich zu verhindern. Im Deckel ist eine Oefhung e,
aus melcher der Tubus der Retorte hervorsteht. Eine
zweite Oeffnung mit Ansatz an der Seite im Deckel d
dient dazu, um darin ein Thermometer vermittelst eines
durchlocherten Korkes zu befestigen.
Sol1 der Apparat nur zum Verdampfen benutzt werden, so wird, wie schon erwahnt, nur ein anderer Deckel
aufgesetzt (8. Fig. II.).
Fig. 111.
Fig. 111. ist der kleine Stridden,
welcher von oben in den Apparat
gesetzt wird und auf drei Stiibchen
dergestalt auf dein Boden ruht, dass
die bei b einstromcnde Luft durch
die Locher der untern Scheibe geht.
Dieser Einsatz ist 2 Zoll hoch.
Schliesslich bemerke ich noch, d a ~ sman nicht etwa
aus okonomischen Riicksichten den Apparat von Eisen anfertigen lassen darf, da dessen Brauchbarkeit durch dae
ungleich geringere Warmeleitungsvcrmiigen des Kisens
bedeutend verringert wird, wovon ich mich durch verglcichende Versuche hinllinglich uberzeugt habe.
Arch. d. Pharm.
-
CXXXIX.BL.3.IIft.
21
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