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Ueber afrikanische Theepflanzen.

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J. R. Jackson, Afrikaoische Theepflanzen.
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Ueber sfriknnische Theepflanzen.
Von J o h n R. J a c k s o n , Curator des Kew-Museums.
(Eingesandt von G. C. Wittstein.)
Es ist von Int,eresse, die zahlreichen britischen Pflanzen
anfzuzahlen, welche von den Bauern in den landlichen Districten dieses Reiches verwendot werden, urn daraus durch Aufguss mit hcissem Wasser einen sogenannten Thee zu bereiten, welcher gegen diese und jene Leibessrhaden helfen soll.
Aber ein noch. grosseres Interesse nehmen die vielen
Pflanzen in Anspruch, deren man sich in verschiedenen Landern theils fur ahnliche Zwecke, theils als diatetisches Getrank, gleich wie die chinesische Pflanze, bedient. So giebt
es einen Labradorthee, die Blatter des L e d um 1a t i f o 1i 11 m ;
das Fahani oder den Orchidecnthee von Madagaskar, A n g r a e c u m f r a g r a n s ; namentlich aber den Paraguaythee,
die Blatter von I l e x p a r a g u a y e n s i s , welche in Siidamerika dieselbe wichtige Rolle spielen, wie der chinesische Thee
bei uns, und zwar aller Wahrscheinlichkeit nach schon seit
den altesten Zeiten bei den Ureinwohnern. Der Consum
dieses Paraguaythees belauft sich jiihrlich auf circa 8 Millionen Pfund; seine Vorbereitungsweise differirt in sofern von
derjenigen des chinesischen Thees, als nicht die Blatter fur
sich allein gesammelt werden, sondern man schneidet die
ganzen beblatterten Zweige ab, trocknet dieselben auf Hiirden
uber Feuer , klopft sie dann, wodurch die Bliitter abfallen,
und zerkleinert letztere zu Pulver. Auch setzt man das
Gefass, worin sich der Aufguss befindet, nicht direct an den
Mund , sondern man schliirft die Fliissigkeit vermittclst einer
engen Rohre ein.
Die Namen Theepflanze und Theebaum werden auch hie
und da grossen Baumstammen gegeben, wie z. B. den in
Australien vorkommenden Arten von L e p t o s p e r m u m und
M e l a l e u c a . Ohne jetzt bei diesen weiter zu verweilen,
will ich mich gleich den afrikanischen Theepflanzen zuwenden.
C y c l o p i a , B o r b o n i a , C l i f f o r t i a und C a t h a sind Gattiingen, derea Asten in gewissen Pistricten als Thee benutzt
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J. l’i Jackson, Afrikanische Theepflaneen.
werden. Die erste Gattung, C y c 1o p i a , zu den Leguminosen
gehorend, besteht aus neun Arten von meist strauch- oder
buschahnlicher Beschaffenheit , welche sammtlich in Siidafrika
einheimisch sind. Ihre Blatter Rind abwechselnd , sitzend,
dreizahlig , deren Lamina linear, glatt oder feinbehaart, am
Rande meist zuriickgerollt. Die Bliithen sind gelb, schmetterlingsartig, gestielt , mit Brakteen versehen, und stehen
meist in den Achseln der oberen Blatter. Rund urn den
Rliithenstiel an der Basis des Kelchs befindet sich eine Depression, ein Merkmal, an welchem diese Gewachse, gegeniiber
andern ahnlichen , sogleich erkannt werden konnen. Die
Vriichte bestehen aus langlichen zusammengedriickten samenreichen Hiilsen.
C y c l o p i a g e n i s t o i d e s Vent. ist am Cap unter dem
Namen Buschthee bekannt ; die davon benutztcn Bliitter riechen Bhnlich aromatisch wie der chinesische Thee und schmecken
Riisslich zusammenziehend. Medicinisch dienen sie als Expectorans bei chronischen Katarrhen und bei Auszehrung. Aehnlich angewandt werden, wenn auch in geringerem Grade, die
Blatter der C. V o g e 1i i Harv., und hochst wahrscheinlich
noch die anderer Arten.
Eine andere siidafrikanische Leguminose, dercn Blatter
zu einem Aufguss fur medicinische Zwecke dienen, und bei
den Kolor&ten unter dem Namen Steckelthee . bekannt ist,
heisst B o r bo n i a ; sie hat dreizehn Arten die ebenfalls
sammtlich in Siidafrika zu Hause sind, und bildet Straucher
niit zusammengedriickten , eckigen, gefliigelten Zweigen, abwechselnden vielnervigen Blattern , gelben, schmetterlingsartigen Bliithen in end - oder achselstiindigen Trauben, linienformigen flachen , meist mit langen weichen Baaren bedeckten
Hiilsen. B. p a r v i f l o r a L a m . ist die am meisten angewandte Art ; ihre Blatter wirken harntreibend.
C l i f f o r t i a , eine Rosaceen-Gattung, enthalt ohngefihr
vierzig Arten, alle wiederum buschartig und in Siidafrika
einheimisch. Sie haben kleine abwechselnde , ans zwei oder
drei Flachen (laminae) bestehendo Blatter ; bei denjenigen
Arten, wo dreiflachige Blatter vorkonimen, sind die beiden
J. R. Jmkson, Afrikanische Thcepflanzed.
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seitlichen Blatter klcin und mehr oder weniger nach der
Nilte zu vereinigt, so dass man, statt eines zusammengegetzten, ein einfaches Blatt vor sich zu haben meint. Die
Bliithen sind klein, diocisch und blattachselstandig; mannliche
llnd weibliche haben eine an der Spitze verengte Kelchrohre,
jenc enthalten etwa 30 Staubgefasse, diese eine oder zwei,
mit einem bebarteten oder befederten Griffol gckronte Achenien. C. i l i c i f o l i a L. ist diejenige Species, deren Blitter
am Kap unter dem Namen Downthee als Emolliens und Expectorans gegen Husten angewendet werden.
Die Bliitter von zwei oder drei Arten der SynanthereenGattung H e l i c h r y s u m gebraucht man am Kap unter verschiedencn Ramen : Kaffernthee, Hottentottenthce, Duinenthee.
Den ersten dieser Namen fiihrt das H. n u d i f l o r u m Less.,
ein gemeines Kraut der Kolonie mit gestielten , stangclumfassenden, eilanzettlichcn Wurzelblattern, kleinen, lanzettlichen,
scharfzugespitzten Stengelblattern, und gelben Bliithen in endstandigen Doldentrauben. Es ist ein Demulcens, und ein Aufguss desselben dient gegen Lungenleiden. H. s e r p y 11i f o 1i u m Less. liefert den Hottentottenthee, riecht angenehm, und
wird als Demulcens und Emolliens gegen ahnliche Uebel
benutzt. Die Bliitter des H. i m b r i c a t u m bilden den Duinenthee, d. h. den Thee vom Downs, weil die Pflanze tim
Kap Downs vie1 vorkommt. Anwendung ebenso, und daran
schliesst sich auch €
aIu.r i c u 1a t u m Less.
M e t h y s c o p h y l l u m g l a u c u m E. u. Z., ein Amyrideen- Strauch mit entgegengesetzten , lanzettformigen, glatten,
am Rande umgebogenen Bliittern und Bluthen in achselstandigen Rispen , liefert den Buschmannsthee; der davon bereitete Aufguss schmeckt sehr angenehm und wird gegen Husten,
Asthma etc. geriihmt.
C a t h a e d u l i s Forsk., ein zu den Celastrineen gehorender Strauch, dessen Blatter unter den1 Namen KBt in
Arabien vielfach als Thee benutzt werden, kommt auch in
den ostlichen Districten Afrika’s vor. I n Arabien sammelt
man die Zweige mit den daran sitzenden jungen Blattern
massenwoise und bringt sie nach Aden, von wo sie weiter
24 A. Andree, Die Flora d. Harzes u. d. Gatlich. Vorlandes b.
z Saale.
versendet werden. Der doraus bcrcitetc Anfgiiss sol1 ahnliche
starkende Eigenschaften besitzcn wie die periivianische Coca
(E r y t h r o x y 1on C o c a), und massig genossen die W irkungen des chinesischen Thees zeigen. (Pharm Joum. and
Trnnsact., Nou. 1873, p . 422.).
Die Flora des Harms nnd des astlichen Vorlrndes
bis zur Saale. (Im Anschlasse an Hampe’s Flora
hercynica.)
Von A. A n d r e e , Apotbeker in Miinder.
(Schluss.)
Wir haben nun die physikalischen Verhaltnisse des Florengebietes soxeit betrachtet , dnss wir zu den Unterschieden
iibergehen konnen , welche durch die serschiedene Hohenlage
hervorgebracht werden und wollen , mit der alpinen Region
des Brockens beginnend, gleich eine Uebersicht der Flora
daran kniipfen und dabei auf das oben Besprochene hinweisen,
wo es etwa nothig scheinen sollte. Der Rrocken diirfte eeiner Lage iind Hohe nach eigentlich nicht in die alpine Region hinaufreichen. Bei 3500’ befindet man sich in den nur
wenig siidlicher gelegenen Sudeten noch inmitten eines kraftigen Baumwuchses , die Fichtenregion reicht an einigen Bergen im bohmischen Theile des Riesengebirges bis 4500’ hinauf,
also 1000’ hoher als die Brockenspitze, wahrend schon einige
hundert Puss unter der letzteren nur zwergig verkiimmerte
Fichten vorkommen. Diese vertreten hier die Stelle des
Knieholzes, welches wie ein Giirtel die Hohen der Sudeten,
Karpathen und ostlichen Alpen umzieht und die Baumregion
von der alpinen Region trennt. Der Grund, wesshalb die
Grenze des Baumwuchses am Harze so sehr herabgedriickt
ist, mum in seiner isolirten Lage, welche den Stiirmen von
alien Seiten freien Zugang gewiihrt, sowie im Seeklima gesucht
werden, welches die Sommerwarme mindert und die Spitze
des Berges den grossten Theil des Jahres hindurcb in Wol-
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