close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber alkoholische Ghrung.

код для вставкиСкачать
Ueber alkoholische Gahmng.
91
die von mir offentlich angestellten Versuche beweisen)
haben die genannten Chemilrer ihre Aufgabe vollkominen
gelost, und nicht allein sind derartige unverbrennlicho
dtoffe Handelsartikel geworden, sondern auch im koniglichen Waschhituse zu Richmond wird sammtliche WHsche
der koniglichen Familie nach unten anzufuhrender Me:
thode praparirt. Weder Wolle noch Seide ist brennbar
genug, 11111 einen grossen Rrand verursachen zu Irbnnen.
Die Methode, welche in Manufacturen von gemebten
Stoffen, als Afouslins, Tarlatans jweisse und ungefarbte)
und fur durchsichtige und dichte Gardinenstoffe angewandt wird, ist folgende: Es dient dazu eine Auflosung
von einem Gewichtstheil neutralem schwefelsaurem Amnioniak in 10 Theilen Wasser. Dieses Salz schutst am
besten yon allen und ertheilt den Geweben schonen
Glans ; aber dieselben vertrngen das heisse Eisen nicht,
indem dasselbe an den Stoffen haftet und Rostflecke verureacht. Die andere Methode wird in &IIanufacturen und
Waschereien angewandt fur Fabrikate, welche gebiigelt
werden mussen, 2;. B. fertige Iileider u. s. m. Das Praparat, welches hierzu in England unter dem Namen
Ludg's Lift: pesevuer verkauft wird, besteht der Hauptsache nach aus wolframsaurem Natron, von welchem ein
Theil in sechs Theilen Wasser aufgelost wird. Nachdem
die Stoffe gesttirlrt, geblaut und roh getrocknet sind, werden sie in die Auflosung getaucht, ausgedruckt und gebugelt. Eine Gallone gleich 31/,0 Quart Auflosung reicht
fur 8 bis 10 Kleider oder eben so vielGardinen hin und
wird eine Auslage von 25 Sgr. bis 1 Thlr. verursachen. (BZ.
B.
fur Hand. u.G e d e . 1861. No. 30.)
iieber alkoholische Giihrung.
Eine ausfiihrliche Arbeit iiber alkoholische Gahrung
hat Dr. L u n g e geliefert. Als Resume des bis jetzt
iiber diese Sache Feststehenden fuhrt derselbe an:
1) Zur allroholischen Gahrung der Zuckernrten sind
stets noch Wasser jbedeutend mehr) und Ferment (bedeutend weniger) erforderlich, so wie auch eine gewisse
Teinperatur (zwischen -/- 5 und
50oC.).
2) Rohr- und Milchsucker sind nicht direct giihrungsfiihig, wohl aber Frucht- und Traubenxucker (Lo wi g,
Rose); ausserdem Caramel (1\Iitsclierlich); Mannit,
Glycerin etc. ( R c r t h e l o t ) .
+
92
Ueber alkoliolische Gahrung.
3) Die alkoholische Gahrung wird gewohnlich von Hefe
begleitet, auch wenn diese nicht direct zugesetzt wird
(ThB n a r d, Colin).
4) Die Hefe besteht aus den Zellen einer der niedrigstenpflanzenformen ( C a g n i a r d - L a t o u r , K u t z i n g und
viele Andere).
5) Die Hefe des Bieres, Weines, der anderen Fruchtsafte ist mikroskopisch identisch ( T h C n a r d , Q u e v enne).
Als ansgemacht erscheint dem Verfasser auch der
Satz :
6) Der Zucker zerfallt nicht, wie L a v o i s i e r , G a y L u s s a c , D o b e r e i n e r angegeben, bei der Gahrung genau in Alkohol und Kohlensaure, sondern es treten noch
andere Zersetzungsproducte constant auf.
Von den noch zweifelhnften Satzen werden folgende
angefuhrt, indem die abweichenden Ansichten nebeneinander gestellt werden :
1) 1st Luft (Sauerstoffgas) zur Einleitung der Giihrung nothwendig und kann jede beliebig behandelte Liift
dazu dienen?
Nothwendig ist der Luft- (Sauerstoff -) Zutritt, ohne
dass dafur Beschriinkungen angegeben werden, nach
G a y - L u s s a c , Sa u s s u r e , C a g n i a r d - L a t o ur.
Es ist nothwendig, die atmosphbische Luft im gewohnlichen Zustande anzuwenden, nicht nach dem Gliihen
( S c h w a n n , H e l n i h o l t z ) , oder nach der Filtration durch
Baumwolle ( S c h r o d e r und D u s c h ) ; eben so wenig
wirlrt elelrtrolytisch entwickelter Sanerstoff (He1m h ol t z).
Luftzutritt ist uberhaupt nicht nothig ; die Gahrung tritt
auch in Kohlensaure- oder Wasserstoffgas ein nach D u m on t,
D o b e r e i n e r , G m e l i n , D o p p i n g und S t r u v e , K a r sten, B e r t h e l o t .
2) 1st Hefe oder iiberhaupt ein eiweissartiger Korper zur Gahrung nothwendig?
Gahrung tritt nie ein ohne oder selbst vor Bildung
von Hefe nach T h B n a r d , C a g n i a r d - L a t o u r , K u t z i n g, S ch w a n n , Q u e v e n n e , T u r p i n , M i t s ch e rlich, W a g n e r , P a s t e n r .
Sie tritt vor der Hef'enbildung oder (bei Abschluss
von Luft) ganz ohne diese ein nach S c h m i d t , S c h u b e r t , D o p p i n g und S t r u v e , K a r s t e n , R e r t h e l o t .
Sie tritt selbst ohne Zusatz eines eiweissartigen
Kijrpers durch irgend einen andern porosen Korper ein nach
D o b e r e i n e r , B r e n d e c k e , D o p p i n g und S t r u v e ,
S c h u b e r t.
Bestinimung der Sauren i m Weine.
93
Sie tritt in diesen Fallen nicht ein nach B e r z e l i u s ,
T r a u t s child.
3) Worauf beruht die Wirksamkeit der Hefe (des
Fermentes)?
Auf ihrer Oberflache durch Contactwirkung nach
B e r z e 1i u s, M i t sche r l i ch.
Auf ihrer porosen Form durch mechanische Aufsaugung von Luft nach B r a c o nn o t, S ch u b e r t, B r e n d e ck e.
Auf ihrer organischen Form und ihrem ganzen Lebensprocesse, reap. ihrer Neubildung nach C a g n i a r d Latour, Kutzing, Schwann, Quevenne, Turpin,
P a s t e u r.
Auf ihrem eiweissartigen Inhalte durch Mittheilung
der Zersetzung desselben nach L i e b i g , M u 1d er.
Auf der chemischen Eigenschaft desselben, Sauerstoff zu binden und leicht wieder an andere Korper abzugeben, nach T r a u b e .
Aus seinen eigenen Versuchen folgert der Verfasser :
Mannitlosung wird durch Kreide und Gelatine in alkoholische Gahrung versetzt, ohne dass dabei Hefeeellen entstehen. B e r t h e 1o t’s Resultat wird also durch die mikroskopische Untersuchung durchaus bestatigt. (Journ. f iir
B.
prakt. C‘hem. 78. Bd. 7 . Heft.)
Bestimmuag der SIiiren im Weine.
Da die bisherigen Bestimmungsmethoden des Sauregehaltes im Weine und Weinmost in der Praxis manche
Mange1 und Schwierigkeiten haben, so durfte folgende,
von Dr. Po h 1 empfohlene, alle Aufmerksamkeit verdienen.
llerselbe wendet statt der bisher ublichen Lackmustinctur kaufliches flussiges Blauholzextract von ungefahr
1,036 spec. Gewicht (50B.) an. Kleine Mengen von
Blauholxextract ertheilen neutralen Flussigkeiten eine
goldgelbe Farbe, welche durch Siiurezusatz lichter wird
und bei dem kleinsten Ueberschuss eines Alkalis ins
Purpurviolette ubergeht.
Diese F’arbenverlnderungen
sind sowohl bei Tages - als Lampenlicht deutlich wahrzunehmen und auch bei genugend mit Wasser verdunnten
Rothweinen anzuwenden. Die Empfindlichkeit dieses Reagens erweist sich so gross, dass, wenn man 200 C.C. Wasser mit 10 Tropfen davon versetzt und dann 0 , IC . C .
Zehntel- Normal - Aetznatronlosung zufugt, noch die intensivste Reaction eintritt. Man verfahrt zur Saurebestirn-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
171 Кб
Теги
ueber, alkoholischen, ghrung
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа