close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber Auffindung giftiger Metalle in Milch.

код для вставкиСкачать
Wilting, iiber Au/bndung giftiyer Melalle in dlilch. 31
geist zu Brei gestossen und scharf ausgepresst. Man uberlasse die abgelaufene Fliissigkeit einer vierstundigen R u h e
und giesse sie vorsichtig durch ein Colatorium von gutern
dichtem Flanell vom Bodensatz ab. Die Colatur, welche
braun erscheint, wird im Wasserbade bis zur Syrupconsistenz a bd e s t i 1 1 i r t , wozu mittelst eines Einsatzes jede
gewohnliche kupferne Blase eingerichtet werden kann.
Die Zweckmassigkeit clieses Verfahrens leuchtet, glaube
ich, von selbst ein. Die Temperatur der Flussigkeit im
Blaseneinsatz wird freilich bis zu 80° C. steigen, dieser
aber dadurch nicht im Geringsten an Wirksamkeit verlieren. Da das Ausgepresste durch gedachtes Yerfahren
unter Ausschluss der Luft bald zur Syrupconsistenz gebracht wird, so bleibt es unverandert, wie es nicht geschieht,
wenn es eine lange Zeit hindurch in einem offenen Gefasse
eingedickt wird. Narkotische Extracle auf obige Art bereitet, lassen nichts zu wunschen iibrig.
d u Nlenil.
-
----
Ueber Auffindaag giftiger Metalle in Milch;
yon
Dr, C. Witting.
Bs ist eine hinlanSlich bekannte Thatsache, dass man
in grosseren StLdten, wie z. A. in Paris, die Milch sehr
oft mit Kupfervitriol versetzt, urn die weisse Farbe derselben durch einen Zusatz von Blau etwas zu heben.
Ebenso hat man die Milch sehr ofi gleichzeitig mit Amylum und Kupfervitriol verfdscht gefunden und in einiger
Beziehung die Ermitlelung des Letztercn fur schwierig
gehalten. Urn nun zu erfahren, in wie weit man im
Stande sei, mittelst der galvanischen Kette die Auffindung
des Kupfers in solchen Flussigkciten zu bewirken, wurden
folgendc sich auch noch auf andere Metalle erstrcckende
Versuche angestellt.
Ziegenmilch, welcher auf ungefahr 4500 Theile zwei
Theile Kupfervitriol zugesetzt wurden, wurde mit einer
32
Witting,
galvanischen Kette, bestehend aus Zink- und Kupferstabchen, nebst Platindrath in Beriibrung gesetzt. Das Serum
der Milch wurde durch den galvanischen Einfluss bald
getrennt und man fand die Kupferverbindung darin, welche
nun rasch durch dieSaule zerlegt wurde. Fugt man derselben etwas Phosphor bei, so wird das Kupfer hiedurch
schneller und vollstandiger aus den Molken geschieden.
Wendel man keinen Phosphor an, so geschieht die Trennung nicht so rasch und vollstandig und man kann irn
Serum auch noch nach langer Zeit durch Kaliumeisencyanur und Schwefelwasserstoff Spuren der Beimischung
von Kupfer entdecken. - Ein Zusatz von Amylum verhielt sich indifferent. In einer solchen Milch bewirkte
Phosphor fur sich stets die Reduction des Metalls, jedoch
nur so, dass, wenn das Serum getrennt ward, sich in
diesem noch Kupfer durch die schon angegebenen Reagentien auffinden liess.
Die FPllung des Kupfers durch Phosphor findet iibrigens auch in sehr verdunnten Losungen rascher statt,
wenn der letztere mit einem Silber- und einem Spiraldrathe von Platina in Beruhrung gesetzt wird. 1 Theil
schwefelsaures Kupferoxyd in 2000 Theilen Wasser gelost, wird auf diese Art noch rascher nachgewiesen, indem
sich auch liier das reducirte Metal1 am Phosphor ablagert.
Es sei ubrigens nebenbei bemerkt, dass durch einen
Zusatz von Kupfervitriol zu der Milch dieselbe verhindert
wird, auch bei sehr schwiiler Almosphare schnell zu coaguliren. Wiederholte Versuche mit einem sehr geringen
Zusatze von Kupfervilriol ued bei aussergewohnlich hoher
Ternperatur bestatigten dieses.
2) B1 ei.
4200 Theile Milch wurden mit 1 Theil Bleizucker
versetzt; die Temperatur der Fliissigkeit war 12,5OR.,die
der Atmosphare 48,s"R. Nach 2 Stunden schon fand eine
Zerlegung der Milch statt, das Serum trennte sich nach
obcn. Silber, Zink und Platin damit in Beriihrung gesetzt,
bewirkten durch den elektrischen Strorn sehr bald eine
iibsr Auffindung gifiiger Metulle in Milch.
33
vollstandige Trennung der fetten Flussigkeit und auch die
des Bleies in denclritischer Form am Zinkpole, so dass
im durchfiltrirten Fluidum keine Spur von Blei mehr entdeckt werden lionnte. - Der Kasestoff der hiilch hatte
selbst das Blei nicht als eine Verbindung aufgenommen,
sondern es konnten die letzten Spuren dieses Metalls
durch Auswaschen fortgeschafft werden.
3) W i s m u t h .
Aehnlich \vie hei 2) ward die officinelle Wismuthoxydverbindung mit der Milch in Beruhrung gesetzt. - Eine
Trennung ihrer Bestandlheile erfolgte bald, doch nur vollstandig durch den elektro - galvanischen Einfluss, jedoch
so, dass auch durch diesen keine totale Abscheidung des
Metalls aus den Molken erfolg~e,indem durch die Rcagentien das Wismuth darin noch nachgewiesen werden
konnte.
4) Q u e c k s i l b e r .
Es ward hier unter ahnlichen Verhaltnissen, wie bei
2), Milch mit Quecksilberchlorid versetzt. Es erfolgte
nach kurzer Zeit eine Coagulalion derselben, und so, wie
bei 3), ward durch den galvanischen Strom sebr bald
eine vollstiindige Trennung der fetten hlolken veranlasst,
wobei auch das Metall hier sowohl die Oberflache des
Silbers, als die des Zinks bedeckte und gleichsani amalIn dem coagulirten Kasestoffe befand sich,
pmirte.
trotzdem dass derselbe wiederholt mit heissem Wasser
ausgesiisst worden war, eine im Wasser schwerlosliche
Verbindung desselben mit Quecksilber, wahrscheinlich mit
Quecksilberchlorid. Das Metal1 konnte nur durch Bchandlung des Kiisestofrs mit Salpetersaurc daraus entfernt und
durch Jodkalium und Schwefelwasserstoff darin nachgewiesen werden.
5) A r s c n i k .
11500 Tlicile iVilch mit 1 Theil arsenigcr Saurc unter
5hnlichen Ternperaturvel.hiiltnissen, wie bei 2), vermischt,
zeigte erst dann eine theilweise Trennung des Serums,
als die Saurc aufgelost ivar. Die Flussigkeit wurde mit
einer galvanischen Kette yon Zink, Kupfer nebst Platin-
-
Arch. d.Pharm. CVII. Bds. 1.I l k
3
34
Bauersachs,
draht in Beriihrung gesetzt. Die hellen Metallstreifen
wurden sehr bald mit einem grauen Anfluge bedeokt,
welcher beim Erhitzen den bekannten knoblauchartigen
Geruch entwickelte. Noch sehr geringe Mengen des ,4rsens konnen auf diese Art ermitteIt werden.
Der Einfluss des galvanischen Stromes auf die arsenikhaltige Flussigkeit zeigte sich auch hier im Serum, doch
konnten, selbst nachdem die Flussigkeit mit dem galvanischen Strome mehrere Tage in Beruhrung gewesen war,
nach Ansauerung mit etwas Salpetersaure durch Schwel‘elwasserstoff Spuren von arseniger Saure nacbgewiesen
werden.
Aber auch im Kasestoffe der Milch verblieben selbst
nach starkem Aussiissen noch Spuren von Arsen, welche,
ausser auf andere Weise, so auch im Marshschen Apparate nachsewiesen werden konnten.
Einige Bemerkungen uber den Molir’schen
Calomel - Apparat;
von
Bauersachs.
-
-_
Dr. M o h r theilt in seiner pharmaceutischen Technik
auch die Beschreibung und Zeichnung eines Apparates
mit, urn mit Hulfe desselben auf [rockenern Wege den
Calomel gleich in hiichst fein zertheiltem Zustande zu gewinnen. Man kann also die Albeit des Praparirens bei
unveranderter Beschaffenheit des Praparais selbst dadurch
umgehen, was bei dem auf nassem Wege bereiteten Ca..
lornel nicht der Fall ist, da die Aerzte bekanntermaassen
eine verschiedene Wirkung desselben heobachtet haben.
Da dieser Apparat eine sehr sinnreiche einfache Con-.
struction hat und vorziiglich bei Bearbeilung grosserer
Partien, auch dabei noch profitabel ist, so stellte ich mir
sofort einen zusammen, ganz nach der Zeichnung mit
Saugvorrichtuns, nicht aber mit einem Blasebalg, um den
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
198 Кб
Теги
ueber, giftiger, auffindung, milch, metally
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа