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Ueber Benutzung deutscher Euphorbia-Arten.

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Stickel,
auch nur in einzelnen Partikelchen Bleioxyd den Verdauungswerkzeugen mitgetheilt wird , diirfte jedenfalls als eine
medicinal - polizeiliche Aufgabe den Sanitatsbehorden zu
ompfehlen scin. Das formliche Verschlucken der rothen
Oblaten ist gewiss schkidlich, da der Magensaft selbst
Anlhcile von Hydroclilorsiiure enthalt, und so ctwa gebildetes Chlorblei nachtheilig wirken konnte.
2) Erscheinen die (nach unscrn Beobachtungen nur
selir wenig im technischen Leben vorkommenden) griinen,
mit Iiupferoxyd gefiirbten Oblaten, sodann nur schadlich,
wenn sie verschluckt werden.
3) Dahingegen sind alle iibrigen Farben, nls von Pflanzcnpismenten entnommen, durchaus unschadlich.
Sollten nun Vorschliige in Betreff unschadlicher Farhen
gemacht werden, so diirfte dieses nur fur die rothe Farbe
geschehen, da die iibrigen Farben hereits als Pflanzenpigmcnte charakterisirt sind ; vergleiche obige UntersuchunSen und zwar:
I. weisse Oblaten, ohne Zusatz, durch feines Spelzmelil ;
11. schtuu,rze Oblaten, vermittelst feiner animalischer
oder vesetahilischer Iiohle (Kienruss);
111. gelbe Oblaten, durch Curcuma- oder Safranpigment ;
IV. blnue Obluten, durch Lackmus - und Indigopigment;
V. grune Obiateit, durch Verhindung der gelben und
blaucn Pigmenle.
Vl. yothe Ohlaten, fur diese als schtidlich befundene,
diirften vorzugsweisc Cochenillefarbstoff, oder auch Fermanbukholz niit Alaunzusatz i n Vorschlag zu bringen sein.
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Ueber Benutzung deutsclier Eupliorbia - Rrten ;
VOll
IE. Sticliel,
Apothelcer
ZLI
lialtennordheiin.
Nur Weniges konnen wir in dieser Bcziehung uber
diese so allgcmein in Deutschland vorkommenden und
stets gedeihenden Pflanzen his jctzt anfiiliren.
Die sonst gebriiuclilicben Radices Euplrorbiae Cypn-
iiber Benutzung deutscher Euphorbia - Artcn.
rissias Esulae und Helioscopii sind
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BUS den Officinen entfcrnt und die Anwendung des Wolfsmilchsafts zur Befiirderung des Haarwuchses hat schon viele Knaben geafft,
indem diese anstatl Haare, Blasen bekamen, die oft in bosartige Eiterung ubergingen. Am meisten verdient vielleicht
die neuere Mittheilung des Dr. N o n n e in Frankfurt a. M.
Ileachtung , dass 4 Quente ausgepresster Wolfsmilchsaft,
mit aromatischen Wassern vermischt und innerhalb 24
Stunden verbraucht, dann gegen Syphilis anzuwenden ist,
wo Quccksilbermittel contraindicirt sind.
Von diesem Gesichtspunctc ausgehend stellte ich einige
Versuche rnit Senanntem Pflanzengenus an und benutzte
hierzu besonders Euphorbia Esula und Cyparissias, und
es bestatigte sich auch wieder hierbei, dass die gewohnlichsten allgemein unbeachteten Gegenstiinde, k Untersuchun.9 genomnien, doch immer Etwas der Wissenschaft
Keues darbieten.
Diese Pflanzenarten sind namlich zuvijrderst in der
Technik sehr gut zu benutzcn, indem sic einen sehr schonen gelBen Farbstoff enthalten, der nicht nur fur die Maler, sondern auch fur die Farber Werth hat. Man iiherzeugt sich hiervon sehr leicht, wenn genannte frischc oder
getrocknete Euphorbia - Artcn mit Wasser gekocht werden,
dem wenig Alaun beigefugt wurde und die Colatur mit Pottasche oder Bleizucker, oder Zinnchlorur behandclt wird. Es
fallt ein Gelb nieder, das vie1 feuriger als Schuttgelb ist und
fast Clem Chromgelb entspricht. - Die Farber bedurfen
jiihrlich einer grossen Menge Genista tinctoria und Anthenzis
tinctoria. Unsere Euphorbia steht diesen - wie mirversuche mit Leinwand und Wolle zeigten - nicht nach;
empfiehlt sich aber besonders dadurch, dass sie iiberall,
immer und billig zu haben ist.
In chemischer Beziehung habe ich als bemerkcnswerth
gefunden, dass 16 Unzen Euphorbia, mit Aether extrahirt,
ein Loth Kautschuck liefern, und dass durch weitere Behandlung mit Alkohol eine Tinctur gewonnen wird, aus
welcher sich nach Iangerer Zeit eine weisse, krystallinische, fluchtigc, die Augen hochst reizende Substanz von
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Bucholz,
hrennendstem Geschmack absetzte, dic ich fur Euphorbiakampher halte.
Wahrscheinlich ist dieses derselhe Korper, den Dr.
R i e g e l in St. Wendel neuerlichst als Alkaloid der Euphorb. Cyparissias bczeichnete. Directe Versuche, ein Alkaloid in diesen Pflanzen zu finden, gaben ein verneinendes
Resultat.
Die vom Euphorbiakamphcr hefreite Tinctur hinterliess nach dcm Verdampfen des Wcingeistes eine dunkelgriinliche Masse, die sich in Faden ziehen lasst und an
der Luft allmalig zu Harz verhartete. Dieses Harz reizt
die Geruchsnerven durchdringend stark, erregt im Schlunde
heftigcs Brennen und hat in dieser Beziehung vie1 Aehnliches mit dem officinellen Euphorbium; es verdient dar-.
urn als Epispasticum die Aufmerksamkeit der Aerzte.
Ausserdem fand ich Gallussaure, Dr R i e g e 1 dagegen eine
eigenthumliche Saure, von ihm Euphorbiasaure genannt.
Pharmaceutische Bemerkungen ;
von
F. C. B u c h o l z ,
Apothelter und Vicedirector des Vereins.
z u den npharmaceutisch-chemischen Notizencc des Hrn.
Apothekers V e l i n g im Januar - und Februarhefte dieses
Archivs d. J. erlaube ich mir, folgende unmaassgcblichen
Bemerkungen zu machcn :
I ) Zu lartarus ammoniatus. Man liann, wie ich schon
in einem friiheren Aufsatze (im Jahrgange 1837 des Archivs
Heft 9. Seite 232) eriirtert hahe, grbsere und dadurch haltbarcre Krystalle darstellen, wenn man die bei doo R. zwar
gesattigte, jedoch nicht krystallisationsfahige Salzlauge, in
kalter Jahrszeit den abnehmenden Temperaturgraden his
O o aussetzt. Dieses Verfahren hat sich mir als so praktisch
bewahrt, dass die nach demselben bereiteten - grosseren
oder kleineren - festen Krystalle in wohlverstopselten
Glasern und bei einer mittleren Temperatur von durchschnittlich 450 R. sich vollkommen wohl erhalten haben,
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