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Ueber Cellulose und Paracellulose.

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Ueher Cellulose ttncl Paracelldose.
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felsaure gelost, sogleich in Dextrin verwandelt wird, welches durch Wasser nicht gefallt wird, giebt die Losung
der Fibrose in concentrirter Schwefelsaure unmittelbar
nach der Auflosung mit Wasser vermischt einen durchsichtigen, dicken, gallertartigen Niederschlag. (Compt.
Dr. H. Ludwig.
rend. 2. Mail859. pag. 862-868.)
lleber Cellulose und Paracellulose.
Nach Fr & m y lost das Kupferoxyd-Ammoniak (Schweizer’s Reagens auf Cellulose) uninittelbar die Bastzellen
oder Rindenfasern (fibres corticales) aller Gewlichse, so
wie das Zellgewebe (Ze tissu uti-iculaire) der Friichte;
aber es ubt keine losende Wirkung auf die Markzellen
der Baume aus. Die Markzellen werden durch neutrale
Fliissigkeiten, die man zu ihrer Reinigung anwendet, nicht
verandert und hinterlassen beim Verbrennen nur unbedeutende Aschenmengen.
Das Holz, von stickRtofialtigen Substanzen, Pectose
und Aschenbestandtheilen durchdrungen, iet schwierig
davon zu befreien. Indem F r B m y auf junges Holz seine
Reinigungsmittel einwirken liess, erkannte er, dass die
gereinigte Holzsubstanz ebenfalls im Kupferoxyd-Ammoniak unloslich sei, gleich der Markzellensubstanz. Holz
verschiedener Baume lieferte dieselben Resultate.
Das sogenannte vegetabilische Elfenbein (Albumen
von Pliyteleplias) lost sich lcicht in Kupferoxyd -Ammoniak. heispapier ist unloslich darin und bleibt es auch,
selbst nach Behandlung mit verschiedenen reinigenden
neutralen Fliissigkeiten ; selbst nach llingerem Kochen
mit concentrirter Essigsaure behielt es seine Unloslichkeit in CuO, H3N. Erst nach dem Kochen mit gehorig verdiinnten Mineralsauren wurden die vegetabilischen Zellen des Rekpapiers durchsichtig, schwollen
betrlichtlich auf und verwandelten sich in Haute, die nun
im Kupferoxyd - Ammoniak loslich waren. Alkalien bewirkten dieselbe Urnwandlung, nur weit langsamer.
Die Holzfasern verhielten sich wie die Markzellen
gegen Sauren; sie wurden dadurch in eine Substanz verwandelt, vollig vergleichbar der der Rindenfasern.
Man sieht hieraus, wie man bei Reinigung organischer Substanzen die Anwendung energisch wirkender
Mittel, j a selbst der schwacheren Sauren vermeiden muss,
wenn man nicht Gefahr laufen will, Zersetzungsproducte zu erhalten.
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Ueber Celltilose und Paracelkilose.
Das Zellgewebe der SchwZimme, unloslich in
Cu 0, H3N, wird auch durch Behandlun mit verdiinnten
Mineralsiiuren in dem CuO, HaN nicht Foslich.
Die Zellmembranen haben also nicht immer dieselbe
Zusammenseteung. (Fre'my, Compt. rend. 7. Fe'vr. 1859.
pug. 275-279.)
Aut' P a y en's Einwiirfe gegen die eben mitgetheilten
Beobachtunges (Compt. rend. 14. Fbw. 1859) antwortet
F r B m y : ,,Warurn wollen wir nicht fiir Substanzen, die
SO mannigfaltige physiologische Rollen spielen und bei
denen neue Reagentien, namentlich das Cu 0, H3N
neue Eigenschaften entdecken liessen, auch verschiedene
isomere Zustande annehmen, da diese Gewebstoffe der
Pflanzen eben so grosse Verschiedenheiten unter sich
zeigen, wie Casein, Albumin und Fibrin unter einander?'
Y e l o u z e (Conipt. rend. 14. Fkvr. 1859) erinnert bei
dieser Gelegenheit daran, dass er durch Einwirkung von
Aetzkali auf Cellulose bei 1 6 0 0 0 . eimn K6rper erhalteu
habc, der noch die Zusaminensetzung und viele Eigenschaften rnit der CelluloRe gemein habe, aber nach Behandlung mit verdiinnter Saure und nach Auswaschen
mit kaltem Wasser sowohl in kalter als heisser alkulischer
Flussigkeit loslich sei. (Diese Beobachtung machte auch
vor langerer Zeit schon S ch 1 e i d e n. Dr. Ludwig.)
Nach P e l o u z e ist concentrirte Salzsaure ein ausgezeichnetes Losungsniittel der Cellulose. Diese Losung,
frisch dargestellt, giebt auf W asserzusatz einen blendend
weissen Niederschlag von Cellulose, identisch mit dem
&us der Cu 0, H3N-Losung erhaltenen.
Allein nach
atiigigem Stehen giebt die salzsaure Cellulose-Losung, mit
Wasser verdiinnt, keinen Niederschlag mehr, weil nun die
Zellsubstanz in Zucker umgewandelt ist.
Selbst verdiinnte Salzsaure oder verdunnte Schwefelsaure verwandeln bei langerem Kochen die Cellulose,
z. B. Leinwand, in Zucker (Grundlage einer neuen Industrie).
P a y e n (Compt. vend. 21. ,Fhr. 1859) behandelte
das Mark von Oeschynomene mit Essigsilure von 3 bis
7 Grad BeaumB mehrere Stunden lang in der Siedhitae
und machte hierdurch diese Markzellen durchsichtig und
in CuO,H3N aufloslich, was slie vor dieser Behandlung nicht waren.
F r6m y macbt zu allen dieeen Mittheilungen folgende
Schluesbemerkungen (Compt. rend. 21.F6w. 1859): Die
zelligen und faserigen Gewebe der Gewacbse zaigen solehe
Laiixzucker.
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chemische Verschiedenheit, dass sie unmoglich aus einer
und derselben Grundsubstanz (Cellulose) durch geringere
oder stiirkere Aggregation derselben, durch grossere oder
geringere Incrustation mit fremden Stoffen gebildet sein
konnen. Die Epidermis der Gewtichse, der Kork, die
Bastzellen, die Holzzellen, die Markzellen, das Zellgewebe der Friichte, das Gewebe der Schwiimme u. s. w.
zeigen variable Zusammensetzun und haben verschiedene organische Substanzen zur hrundlage. Zur Untersuchung dieser Korper darf man keine energischen Agentien, wie Sauren und Alkalien anwenden, da sie die Unterschiede aufheben und die Zellsubstanzen in einen und
denselben Umwandlungskorper uberfuhren. Starkeniehl,
Pectose, Albumin, Fibrin, Ossein u. a. sind in demselben
Grade leicht modificirbar.
,Fur mich," schliesst F r B m y , ,,stammen die Verschiedenheiten in den Eigenschaften der Zellsubstanz weder nus der Verschiedenheit der -4ggregation) noch aus
der Incrustation derselben durch fremde KSrper, sondern
aus isomeren Zustanden der Zellsubstanz im Pflanzenorganismus. Die Cellulose von Payen, erhalten durch Einwirkung von Sauren und Alkslien auf die Pflanzengewebe,
giebt den Typus fiir die Gruppe von Zellsubstanzen
( c o ~ p sZignem), wie im thierischen Organisrnus das Protei'n die Eiweisssubstanzen charakterisirt. (( Dr. H. Ludwig.
Larixzucker (MClhzitose).
In der Manna von Brianpon, einer siissen Ausschwitzung des Lerchenbaumes (mtBze, larix), findet sich ein
dem Rohrzucker tihnlicher Zucker, der von B e r t h e lo t
untersscht und MQlkzitose genannt wurde, was wir mit
Larixzucker wiedergeben.
Die Larixmanna, ehemals in der Pharmacie gebraucht,
ist heutzutage ausser Gebrauch und findet sich nicht im
Handel. B e r t h b l o t erhielt von Herrn M e i s s a s , friiher
Professor der Mathematik a m LycBe Napoleon, eine hinreichende Menge dieser Manna. Sie stellt kleine volle
Kugeln dar, ,matt, weisslich, einige Millimeter im Durchmesser. Sie besteht fast ganz aus MelezitoRe. Wenn
man sie mit einer ungeniigenden Menge Alkohol in der
WLrme behandelt, so lost sich ein Theil derselben auf
und ein Theil scheidet sjch beim Erkalten als unkrystallisirbarer S rup aus.
Zur dewinnung des Larixzuckers wurde die LarixArch.d.Pharm. CLII1.Bde. 3. Hft.
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