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Ueber chemische Verwandtschaft.

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Ueber chemische Verwandkchaft.
170
rn
Urn eine Dampfrnaschine unter den moglichst
stigen Verhaltnissen mit der oben behandelten Masc ine
zu vergleichen, nirnmt J o u l e an, dass der Dampf noch
bei einer Spannung von I4 Atmospharen mit Sicherheit
anoewendet werden konne. Diese Spannung entspricht
zurolse der Versuche der franzosischen Akademiker einer
Tern eratur von I97O,2,der Condensator werde auf %0,7
erha ten. Man erhalt, indem man diese Temperawren wieder in absolute verwandelt, als die bei Verbrennung von
I Gran Steinkohle entwickrlte Arbeit
4161.45 (470 - 299 4 )
= 45’7,iG Fusspfund.
A =
470
Es ist demnach die Maschine rnit heisser Luft der
Dampfmaschine a n Leistung uberlegen, selbst wenn man
erstere unter mittleren, letztere unter den gunstigsten Verhaltnissen auffasst. Die Warme der Luh, welche aus
ersterer bei 10ko,5 Temperatur entweicht, kijnnte noch
auf unzahlige Arten, unter Anderem zur Heizung, nutzlicli
gemacht werden. (Ann. der Chetn. u. Pharm. 83. 2 . ) B .
P
Ueber chemische Verwandtschaft.
In einer Mischung von Salzen konnen die beiden
folgenden Verhaltnisse statt finden: I) Enter den aufgelosten Salzen existirt die am wenigsten losliche Verbindung, welche moglich ist, noch nicht; in diesem Falle
tritt nach dem l)erthollet’schen Ceselze eine doppelte Zersetzung ein, wodurch unmittelbar als Niederschlag oder
erst durch Vermittelung des Abdampfens das am wenigsten losliche Salz erzeu t wird. Oder 2) die als am
schwersten liislich moglic%e Verbindung praexistirt schon
in einem der angewandten Salze. Der Act der Unloslichkeit ist vollendet, und es kann nun keine Zcrsetzun
weiter in der Flussigkeit cintreten. Fur den ersten Fa1
giebt also das Berthollet’sche Gesetz Aufschluss, im zweiten
weiss man nicht, in welcbem Zustande die Salze sich
darin befinden, und eben diesen letzten Fall behandelt
M a r g u e r i t t e folgendermaassen :
Lost man z. B. chlorsaures Kali und Chlornatrium mit
einander in Wasser, so ist die Frage, ob beide Salze
unverandert in der Losung fortexistiren, oder ob die vier
folgenden Salze darin enthallen sind :
s
Ueber chemische Verwandtschafl.
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Chlorsaures Kali
Chlorkalium
Chlornatrium
Chlorsaures Natron.
M a r g u e r i t t e weist nun durch den Versuch nach,
dass alle vier Salze in einer Losung der beiden ursprunglichen existiren
Er stellt eine bei gewohnlicher Temperatur gesattigte
Losung von chlorsaurem Kali her und fugt nun einige
Krystalle von Chlornatriurn dam. Er geht dabei von der
Ansicht aus, dass die lo sun^ des chlorsauren Kalis, wenn
das Chlornatrium keinen zerseizenden Einfluss auf das chlorsaure Kali hat, in ihren Eigenschaften unverandert bleiben
musse; sie darf also, blieb sie unverandert. nun nicht eine
weitere Menge chlorsaures Kali losen. Es ist aber das
Gegentheil der Fall. Versuche mit vielen anderen Salzen,
die hi a r g u e r i t t e nicht speciell anl'uhrt, haben ergeben,
dass die gesattigten Losungen eines Salzes, wornit sie
gesattigt sind, noch andere auflosen konnen, wobei sich ein
Salz bildet, das leichter loslich ist, als das am wenigsten
losliche, so dass also das Gegentheil von dem Erfolge des
Berthollet'schen Gesetzes eintritt.
Dasselbe bestatigt sich auch durch die Reaction auf
Lackmus. Die sauer reagirende Losung des Salmiaks wird
durch Zusatz von kohlensaurem Baryt, lialli oder Strontian
alkalisch, weil sich kohlensaures Ammoniak und salzsaure
fixe Basen bilden.
Diese von Ma r g u e r i t 1 e hier angefuhrten Thatsachen
sind jedoch nicht neu. M a r g u e r i t t e fuhlt die Schwierigkeit, durch Versuche uber den Vorgang solcher Zersetzungen zu entscheiden; er giebt selbst zu, dass das
Kennzeichen der doppelten Zersetzung oftrnals maskirt
bleibe, namlich in allen den Fallen, wo die den ursprunglichen Salzen eigene Reaction, oder die der Salze, deren
Bildung vorausgesetzt werden kann, einander das Gleichgewicht halten.
Um die Probe auf doppelte Zersetzung zu machen
und ein genaues Kennzeichen der Natur der in Losung
begriffenen Salze finden zu konnen, ist es ferner noth, zu einer andern Classe von Thatsachen seine
Zufluc t zu nehmen.
Aus einer gesattigten Salmiaklosung fallt ein sehr
geringer Zusatz von salpetersaurem Ammoniak den Salmiak. Lost man i n einer gesatti ten Auflosung von salzsaurem Ammoniak ein fremdes Sa z, z. B. chlorsaures Kali,
so ist an der Flussigkeit an und fur sich nichts wahrzunehmen, woraus zu schliessen ware, ob die beiden
Salze noch unverandert fortexistiren oder nicht.
wendii
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Ueber chcniische Verwandschaft
Setzt man n u n zu der Losuny etwas salpetersaures
Ammoniak, so entsleht kein Niederschlag mehr. Ebenso
wird durch salpetersaures Ammoniak gefalller Salmiak
durch chlorsaures Kali wieder gelost. M a r g u e r i t t e
nimmt hiernach ohne Weiteres an, es existire folglich in
der Losung kein Salmiak mehr, sie enthalte jetzl chlorsaures hmrnoniak und salzsaures Mi.
.4ehnliche Reactionen finden st alt zwischen salpetersaurem Baryt und chlorsaurem Kali, schwefelsaurem Kali
u n d sa I pe 1ers au r e m A m mo n i a k , C h I or n a t r i 11m u n d sa I pet ersaurem Ammoniak. Nach der Mischung dieser Salze sind
die Salze. welche den salpetersauren Baryt, das schwefelsaure Kali, des salpetersaure Kali, das schwefelsaure Natron
u n d das Chlornatrium deplaciren sollten, ohne Wirkung
ail feina n der.
Alle solche doppelten Zersetzringen gehen n u n nach
eineni allgemeinen Gesetze vor sich, das I\I a r g u e r i t t e
Folgenderoiaiissen ausspricht : \Venn durch ein Gernenge
zweier Salze, die dern Gejelze der Unloslichkeit Geniip
geleislet haben, sioh ein Salz bilden kann, das Ioslicher 1st.
R I S das am wenigsten losliche d w beiden ursprunglichen
Salze, so bedingt die Wirkung des Wassers stets eine
solche Bildung innerhalb gewisser Grenzen.
M a r g u e r i t t e meint,, was d t n vorieen Satz vielleich t
verstandlicher macht, die $I@nilat des Losungsmittels, die
Krah der Loslichkeit, wie man sie etwa nennen konnte,
sei es. die die Elernente gruppire, nach ihrer Tendenz
eine Verbindung zu bilden, die loslicher ist, als das am
wenigstcn losliche ursprungliche Sdz, ebenso wie die
Repulsion des Losungsmittels, oder im Gegensatze zu
voriger Kraft die Kraft der Unloslichkcit sonst die Bildung
eines Salzes veranlasst. rlas noch weniger lijslich ist, als
das am wenigsten losliche der ursprunglichen Salze
Indem h1 a r g u e r i t t e diese beiden Krafte annimmt,
die einander enlgegenwirken. konnen die Effecte naturlich
nicht absolut, sondern nur relativ sein. Es lasst sich
selhst da, wo die Kraft der Solubilitat durch die der Insolubilitat vollig uberwunden erschcint, noch nachweisen,
dass dic erstere nicht aufgehort hat zu wirken.
Die Ursache, welche die fast unloslichen Salze, schwefelsauren Baryt., kohlcnsauren Baryt, oxalsauren Kalk,
kohlensauren Kalk in grosserer Menge in wasseriger Losung
zuruckhalt, als ihrer Loslichkeit entspricht, wie es bei
Gegenwart gevrisser anderer Salze geschieht, sei der Einfluss des Losungsmittels, und die Thatsache beweise, wie
Ueber chemische Verwandtschoft.
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erfolgreich wirksam dieser Einfluss hinsichtlich der Disposition der Elemente sei.
Alkohol als Losunosmittel lasst die elective Affinilat
des Losungsmittels in bezug auf die in unloslichen Verbindungen enthaltenen Elemente sehr rein erkennen. So
w i d bekanntlich der Gyps durch Alkohol gefallt. Fugt
man aber zur Gypslosung etwas Salmiak, salpetersaures
Ammoniak, salpetersaures Natron oder salpetersaures Kali
oder Chlornatrium *I, Chlorkalium, so fallt der Alkohol
den Gyps nicht mehr. In diesem Palle hat narnlich der
Alkohol Affinitat fur den salpetersauren oder salzsauren
Kalk, der sich im Alkohol losen kann, er veranlasst dessen nildung und so wird der Gyps zersetzt. Also gilt
auch hier das Princip der Solubilitat, denn es entsteht eiii
Salz, das Ioslicher ist, als tlas am wenigsten losliche der
urs p r u n g I i ch en SaI ze.
Hiernach scheint es, nach Ma r g u e r i t t e ' s bleinung,
dass das Losungsmittel stets iiber die Natur dcr Verhindung. die sntstehen konne, entscheide. Wahrend man
aber im Allgemeinen an einem gewissen Einflusse des
Losungsmittels uberhaupt nicht mehr zweifelt, geht 11.1 a r gu e r i t t e in der Schatzung dieses Einflusses so weit, dass
er schlicsslich behauptet, die wechselseitigen Affinilalen
zwischen Baseii und Sauren hatten sehr wenig Einfluss
auf das Resultat der doppelten Zersetzun~en,so dass die
Bildung eines Salzes, j e nachdem es loslich oder unloslich
ist, vielmehr der Affinitat oder der Repulsion des Losungsmittels zugeschrieben werden musse, als den eigenthiimlichen Affinilaten der reagirenden Salze, zumal da diese
letzteren in Doppelzersetzungen so hiiufig umgeandert
Chem.-pharm. Cenlrbl.
auftreten. (Compt. rend. 1'.38.
1854.
*)
No. 1 5 )
-
u.
Dass d e r Gyps y o n Chloriialriumldsung in reichlirher Menge
leirht aufgeldst wird, so dass iiian diesen Uinstand als Unterscheidungsmerknial des Kalks voin Baryt und Strontian benutzen
kann, dass aber d e r Gyps BUS der nicht zu verdiiui~tenLdsuiig
in Kuchsalc durch Alltohol w i e d e r geliillt wird, h a b e ich srhon
v o r liingerer Zeit dargcthan in dirsem Archiv Bd. 42. p. 304.
H . Wr.
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