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Ueber Chinamin ein neues Chinaalkaloid.

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Eiiic Ecob;dttung ubcr die Oxydatiouotc. Ucbcr Chinainin etu.
203
Eine Ileolbiwlrtuug iiber die Oxyclation des Quecksilbers.
Von W. B i r c h m a n n in Garcling.
Quecksilber mird von iibermangansaurer Kalilosung , kalt
damit geschiittelt, in Qiiecksilbcroxydul heiss damit ebenso
behandell, in Quecksilberoxyd verwandelt. Das sich bildende Blanganoxyd muss natiirlich erst mit
Balxaiiure aus ddm sich bildenden Brei ausgczogen w r d e n
und inan erkennt dann an dem sich bildenden Calomel, resp.
d w Subliniatlosung die vorgegangene Einwirkung. Nirgends
farid ich diese Thatsache aufgezeichnet und glaube die Beobachtung fiir neu halten zu diirfen.
Ueber Chinwinin, ein neues Chinaalkaloid.
Von 0. IIesse.*)
Dic in Britisch - Indien eultivirte C i n c h o n a s u c c i r 11b r a ist jctzt so weit entwickelt, dass davon erliebliclie
I\lerigen Binde gewonnen und esportirt werden konnen, so
class man gegenwiirtig nicht selten die Gelegenheit haben
kann, sich von dem wirklichen Werth dieser Rinde, welcher
nach H o w a r d nicht gering sein soll, iiberzeugen zu konnen.
Diese Rinde enthalt nun nach meinen Untersuchuugen rolativ
vie1 Chinidin, etwas Chinin und in wechselnder Mengc noch
andere Alkaloide, worunter auch eine neue Substanz, welche
ich C h i n a m i n nenne.
Das Chinamin krystallisirt in linssei-st zarten , langen
asbestartigen, weissen Prisnien, welche kein Krystallwasscr
enthalten. Es lost sich bei gewohnlicher Temperatur ziemlich
leieht in Aether, noch leichter darin bei dessen Siedetemperatur und krystallisirt darnus beini Erkalten, resp. Verdampfen der Losung. dlkohol and Petroleumather losen cs
leicht, besonders in der TViirme und scheiden es ebenfalls in
der bezeichncten Form mieder ab. I n verdunntem Weingeist
zii
*) Als Separatabdruck aus den Eerichten d. deutscb. Chem. Gesellsch.
Eerlin, P. 8. 4. 7 2 vom Herrn Verf. erhalton.
H. Z.
204
Ueber Chinwnin , oin news Chinaalkaloid
lost sich das Chinamin sehr wenig und ist unloslich in Wasser.
Ebenso besitzen Kalilauge und Ammoniak nicht die Flhigkeit,
das Alkaloid zu losen; sie scheiden es daher aus seinen Salzlosungen ab und zwar in der Form zarter Prismen, nachdem
vorher milchige Triibung der Losung eintrat.
Seine alkoholische Losung reagirt alkalisch , neutralisirt
dem entsprechend verdunnte Schwefelsiure und Salzsaure und
bildet damit Salze, welche sich sehr leicht in Wasser losen.
Von bciden Salzen ist das Chlorhydrat amorph, das andrc
Salz, das n e u t r a l e Sulfat namlich, schwierig in I(rystal1en
xu erhalten. Die beobachteten Fornien sind sechsseitige Blattchen und kurze Prismen.
Das Platinsalz ist ein gelber, amorpher Niederschlag, der
sich nur in der concentrirten wiissrigen Losung des Chlorhydrats bilden kann , indem sich dieses Doppelsalz schon bei
gewohnlicher Teniperatur ausserst leicht in Wasser lost.
Nicht minder charakteristisch fur das Chinamin ist sein Verhalten zu Goldchlorid, denn letzteres erzeugt in der Losung
des Chlorhydrats einen gelblich weissen, amorphen Niederschlag, der sich alsbald purpurroth farbt und Gold abscheiJet , wahrend die dariiber stehende Losung eine purpurrothe, spater braunrothe Farbe annimmt. Mit Eisenchlorid
konnte keine bemerkenswerthe Reaction ewielt werden.
Das Chinamin zeigt in verdunnter saurer Losung nicht
die geringste Fluorescenz. Obwohl es beziiglich seiner Loslichkeit in Aether zwischen Chinin und Conchinin zu stellen
ware, so giebt es doch nicht die griine Farbung mit Chlor
und Ammoniak, wie die genannten Alkaloide. Zwar tritt auf
Zusatz von Chlor eine gelbliche Farbung der Losung ein,
aber beim Uebersattigen mit Ammoniak entsteht ein gelblicher
amorpher Niederschlag von verandertem Alkaloid.
Das neue Alkaloid lost sich in concentrirter Schwefels h e farblos, beim Erwarmen dieselbe gelb bis braun farbend.
nagegen lost es sich in eoncentrirter Salpetersaure mit gelber
Farbe, welche spater von selbst orangeroth wird, endlich
verblasst.
nericht iiber die Beantwortungen der Preisfrage fiir die Lehrlinge etc. 205
Das Chinamin schmilzt bei 172O C. und erstarrt beim
Erkalten strahlig krystallinisch, jedoch nur dann, wenn das
Erhitzen wenige Minuten lang angehalten hat. Dauert es
aber etwas langer, so veriindert sich das Alkaloid und wird
braun und amorph.
Das Chinamin fur sich schmeckt kaum bitter, aber in
Verbindung mit Sauren ist es ziemlich bitter.
Die bis jetzt dargestellte Menge von Chinamin wiirde
allenfalls hinreichen , um dessen elementare Zusammensetzung
ermitteln zu konnen, ich habe aber geglaubt , damit warten
zu sollen, bis ich grossere Mengen von diesem Alkaloid dargestellt haben werde. Da mir die Firma Fr. J o b s t in
Stuttgart in der Beschaffung des erforderlichen Rohmaterials
hilfreich die Hand geboten hat, so hoffe ich , dass diese Untersuchung bald zu Ende gefuhrt werden kann.
Vergleichen wir nun noch das Chinamin mit den andern
Alkaloiden, welche bis jetet in den Chinarinden aufgefunden
worden sind, so lrommt nur das Paytin in Betracht, indem
sich beide Alkaloide zu Goldchlorid sehr ahnlich verhalten,
aber die iibrigen Eigenschaften des Paytins sind der Art, dass
eine Verwechslung beider nicht wohl moglich ist.
Berielit iiber die Beantwortungen der Preisfragc fiir
die Lehrlinge, fiir 1870-1871:
,,Beschreibung und Priifung d e r im Han'del
vorkommenden Sorten Beneoeharz, nebst genauer
quantitativer Bestimmung der d a r i n vorkommend e n B e n z o e s a u r e u n d ZimmtsGure."
Von den eingelieferten s e c h s Preisbewerbungen wurden
5 Arbeiten mit Preisen belohnt; eine einzige ging leer aus.
Das Folgende enthalt im Auszuge das Wissenswerthe aus den
6 pramiirten Arheiten; die des ersten Preises wiirdig befundene Arbeit ist zuerst und am ausfuhrlichsten wiedergegeben,
obgleich sie in der Reihenfolge der eingegangenen Bewerbungen
die Ordriungsnummer 6 tragt; ihr folgen der Reihe nach die
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