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Ueber Darstellung und Aufbewahrung der Medicinalweine.

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236 D. J. Kessler, Ucb. Darstcll. u. Auficwahrung d. Yedicinalweine.
So leicht es geKngt, durch die genannten Priiparate die
Haare dunkcl zu farben, ebenso wenig Schwierigkeit bietet es
dar, durch das blossc Resiclitigen oder durch chemische Reagentien eine solche kunstliche Pgrbung nachzuweisen. Zu
letzterem Zwecke braucht man die betrcffenden Haare nur mit
Salpctersaure zii behandeln , welche die Sulphide des Bleis,
Silbcrs, Wismuths auflost, und die Losung dann weiter mit
Schwefelsaure, Salzs?inro etc. zu priifen.
Was nun das IIcllermachen dunkler Haare betrifft, so
behandelt man sie znerst, bchufs Entfernung des Fettes, mit
Ammonialrliquor , dann mit Chlorwnsser , welches frisch bereitet rnit dem Vierfaclicn Wasser serdunnt wordcn ist. Hierdurch wird, wic Orfila angiebt, schwarzes IIaar binnen 3 Stunden dunkel kastanicnbraun. P i h r t man niit der Behandlung
durch das Chlorwasscr l k t , SO xerden die Haare irnmer
heller , hell kastanicnbraun, dull kclgvlb, hellgelb und endlich
weiss mit cinem Stich ins Gelbe.
Devergie bedurfte z u r Erreichung dieses Endziele einer
Zeitdauor von mindestens 12 bis 20 Stunden, und dabei
erfolgte dic B1 e i c h u n g k e i 11 e s \v e g s gl e i c h a r t i g.
Der letztere Umstand setzt uns in den Stand, eofort ohne
chemische blittel zu entschciden, ob eine derartige Bleichungs Procedur rnit den Haaren unternommen worden iet. Ausserdem kommt noch dabei zu Statten, dass die nachwacbsenden
Haare dieselbe Farbe besitzen, wie die alten vor der Bleiche.
W.
Ueber Darstelliing und Aufbcwahriing der Ncdicinalweiue.
Von Prof. D. J. N c s s l c r in Carlsruhc.
Im practischen Lcben ist e s liingst bekannt, dam rnit
Wein gefillte Flnschen znni Aufbewahren gelegt und nicht
gestellt werden sollen und dass Wein in einem Geranse, welches nnr theil :\.eke gefiillt ist, sehr loicht verdirbt.
D. J. Nessler, Ueb. Darstcll. u. Auf'bewnhrung d. Medicinalwehe. 237
Diesc Grundsatze geltcn auch fur manche Medicinalweinc,
besonders f ir den China- und den Pepsinwein, sie werden
aber bei der Bereitung und Aufbcwahrung dieser Weine gewohnlich nicht beriicksichtigt.
An der Oberflache gegohrener Fliissigkeiten bildet sich,
wenn die Luft einwirken kann, gewohnlich bald eine weisse
Schicht, die nsch Pasteur aus kleinen Pflanzchen, Kuhnen
(mycoderma vini) oder Essigpflanzchen (mycoderma aceti),
besteht. Bei Vorhandensein von Xuhnen wird der Weingeist
in Kohlensaure und Wasser , durch Essigpfliinzchen in Essigsaure umgewandelt. Bei Atehenden Flaschcn trocknen die
Korke bald aus und die Porcn werden so weit, dass ein bedeutender Luftwechsel und durch diescn die Entwickelung
von Kuhnen und Essigpflanzchen stattfinden kann. Liegen
die Flaschen, so bleiben die Xorke naw und die in ersteren
enthaltenen Fliissigkeiten sind vor der schhdlichcn Wirkung
der Luft geschiitzt.
Nach meinen Untersuchungen *) bilden sich unter sonst
gleichen Verhaltnissen bei Weinen unter 11 Vol. Ol0 Weingeist vorzugsweise Kuhnen, bei solchen mit 1 i -14 Vol. o/o
Weingeist Essigpflanzchen. Da nun die besseren Weine, wie
sie zur Darstellung von China - und Pepsinwein verwendet
werden sollen, gewohnlich 11- 12 Vol. O l 0 Weingeist enthalten, so ist die Gefahr der Essigbildung hier sehr gross und
wird um so grosser, bei je hiiherem Wzrmegrade die &ceration stattfindet. Da ferner nach dcn angefuhrten Untersuchungen **) dic Essigbildung rascher stattfindet , sobald
0,4% der Fliissigkeit Essigeaure gebildet ist, eo ist es sehr
erklarlich , dass ein nach dem gewohnlichen Verfahren dargestellter Chinawein sehr leicht vollstiindig in Essig iibergehen kann. Ich fand bei Apothekenvisitationen schon Chinawein selbst noch in Maceration, der mehr den Xamen
Chinaessig als Chinawein verdient hiitte, obschon ganz guter
Wein dam verwendet wurde.
*) S. Neasler, Bebandlung des Weines, bci Ulmer in Stuttgart. 2. Aufl.
Seite 45 u. f.
**) 8. ob. Buch. Scite 49.
236
E. Dannenberg, Colchicin in Biex.
Urn diesem Verderben entgegen zu wirken, ist 88 bei
China- nnd Pepsinwein durchaus nothig, nur Flaschen zu
verwenden, die fast angefullt und gut verkorkt werden. Sowohl bei der Maceration als bei dem Aufbewahren dieser
Weine sind die Plaschen zu legen und nicht aufrecht stehen
zu lassen.
Der Xereswein enthalt gewohnlich 16 Vol. o/o Weingeist,
eine Zerstorung desselben durch Kuhnen und Essigpflanzchen
tritt also nicht leicht ein. Indessen ist eie auch hier nicht
ganz ausgeschlossen. Es giebt eine Art Xeres, in England
,,Flower- sherry '' genannt und als solcher besonders thcuer
bezahlt, auf welchem ebenfalls solche Pflanzchen entstehen
konnen. Wenn also auch mit Xeres dargestellte Weine
weniger leicht Terderben, so ist doch auch bei diesem Vorsicht geboten. Sobald an der Oberflache eines Weines eine
weisse Schicht beobachtet wird, ist derselbe nur in vollen und
liegenden Flaschen aufzubewahren.
Nochmsls
,,Colchicin" in Bier.
Von Apotheker E. D a n n e n b e r g in Fulda.
I m Maihefte d. Ztsch. vom vorigen Jahre veroffentlichte
ich eine ,,vorlaufige Nittheilung iiber ein dem Colchicin -sehr
ahnliches Alkaloid in Bier." Spllter (im Julihefte) erschien
ein Aufsatz von Herrn Militair - Apotheker van Gelder in
Leeuwarden in Holland, woraus hervorging, dass v. G. bereits
im Jahre 1874 ahnliche Versuche mit Bier angestellt hat,
und, wie ich, anfangs auch Verdacht auf Colchicin gehabt,
spater aber, als er den Gegenstand weiter verfolgte, gefunden
hat, dass die betreffende Substanz kein Colchicin sein konne.
E r fand, dass dieselbe nicht giftig war, wenigstens, daee
Gaben bis zu 0,06 g., einem Kaninchen eingespritzt, sich
indifferent zeigten, warend 0,015 g. Colchicin, einem andern
Kaninchen eingespritzt , dieses binnen funf Stunden todteten.
Er glaubte d a m dio auf Colchicin deutenden Reactionen aus
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