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Ueber das Conchinin.

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Ueber das Conchinin.
2) Chlorcalcium zu der sal2) Gewurznelkenpriiparate
petersauren Morphinlosung ge- verhalten sich unter gleichen
setzt entfdrbt dieselbe amLichte Umstanden ebenso; . die Mischung wird jedoch durch Sonvollstiindig.
nenlicht nur blassgelb.
Verhalten dcs E i s e n c h l o r i d s gegen
G e w i i r z n e l k e n.
31 o r p h i n.
FesC13 giebt
3) Fe4C13 giebt rnit Morphinlosung cine blaue Far3 a) rnit alkohol. Losung von
bung, welche nach einigen G. N. O e l eine stundenlang
Stunden in Blassgriin iibergeht. bestehende grune Farbung,
3 p ) mit w a s s r i g e r M i s c h u n g d. G. N. O c l s eine
gelbe, in Braun iibergehende
Farbung, und
37) mit G. N. I n f u s u m
olivengriine Farbung mit starkem Niederschlag.
Pi m e n t k o r n er (Sem. Amomi).
Ihr Infusum sowohl, so wie das ather. Ocl derselben
farbt sich rnit NO5 blntroth mit einem Stich ins Rosenrothe;
beim Aufguss spielt das Roth mehr ins Gelbliche. Das Verhalten dem F e %13 gegenuber ist das beim Gewiirznelkenol
angegebene.
Mit Recht hebt C h e v a l l i e r als in die Augen springende Unterschiede des Xorphins und der genannten Myrtaceen-Producte die G e r u c h l o s i g k e i t des M o r p h i n ’ s und
des Nichteintreten der wichtigen Jodsaurer e a c t i o n bei den Gewiirznelken- und Pimentkorner - PrPparaten hervor: Doch ergiebt sich hieraus, dass man bei forensisch
chemischen Untersuchungen nicht mit Anstellung weniger,
anscheinend auch noch so charakteristischer Reactionen sich
beruhigen darf. (Journ. d. chim. medicale. Octobre 1867.
p. 512, daraus in Zeitsciw. f. d. gesammt. Naturwissensch.
Miirz 1868. S. 233-234.).
H. L.
-
~
Ueber das Conchinin.
Mit diesem Namen bezeichnet 0. H e s s e eine Chinabase,
welche rnit Chlor und Ammoniak dieselbe griine Farbung
giebt wie das Chinin, auch mit demselben isomer ist, sich aber
Ueber daa Conchinin.
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im Uebrigen den Cinchonin nahert. Da nun ferner das natiirliche Vorkommen dieser Base auf eine nahe Beziehung derselben zum Cinchonin hinweist, so hat 0. H e s s e diesem
fruher Pitoyin, Chinidin, p - Chinidin, ,8 Chinin, B - Chinin, krystallisirtes Chino'idin und Cinchotin genannten AlkaloYd obigen
Namen gegeben , welcher durch Versetzen der beiden ersten
Vocale in dem Worte ,,Cinchonin '' erhalten wurde.
Das Conchinin lenkt gleich dem Cinchonin die Polarisationsebene nach rechts ab und bildet mit Rechtsweinsaure
ein leicht losliches neutrales Sale, welches durch verdunnte
Seignettesalzlosung nicht gefallt wird. Das Cinchonin verhalt
sich ganz so wie das Conchinin, wiiihrend Chinin und Chinidin
die Polarisationsebene nach links drehen, mit Rechtsweinsaure
schwerlosliche neutrale Salze bilden, die unloslich in verdunnter Seignettesalzlosung sind. Bus eiaer neutralen Salzlosung
dieser vier Alkalo'ide werden somit durch verdunnte Seignettesalzlosung die linksdrchenden Alkalo'ide gefallt, wihrend die
rechtsdrehenden Basen in Losung bleiben. Vermischt man
ferner die verdiinnte Losung der letzteren Basen mit Jodkaliumlosung, so wird nur das Conchinin gefllt. - Andere
Basen als die genannten finden sich nicht in den sogenannten Fabrikrinden vor; es wiire denn, dass die Rinde beim
Einsammeln, Transport etc. Schaden gelitten hatte, in welchem Falle die amorphen Modificationen dieser Basen auftreten.
Das Conchinin k d e t sich in jeder Fabrikrinde vor,
besonders aber in den Pitoyarinden, die es bis zu l,S%
enthqlten. In dem Chinoidin findet es sich in solcher erheblichen Menge vor, dam diese Substanz als das beste Material zur Conchininbereitung empfohlen werden kann. Die Gewinnung des Conchinins aus dem Chinoidin ist folgende:
Man schuttelt das gepulverte Chinondin mit der achtfachen Menge Aether, giesst nach dem Absetzen des Pulvers
den Aether ab und wiederholt diese Operation nach Bedart,
filtrirt die gesammte Aethermenge , destillirt den Aether ab
iind lost den Ruckstand in verdiinnter Schwefelsaure. Die in
der Warme genau mit Ammoniak neutralisirte Losung wird
mit Seignettesalzlosung vermischt , bis kein krystallinischer
Niederschlag mehr entsteht. Dieser aus Chinin - und Chinidintartrat bestehende Niederschlag wird rnit verdiinnt. Seignettesalzlosung ausgewachsen, das Filtrat mit Thierkohle behandelt
und die erwarmte und verdunnte Losung mit der geniigenden
Menge Jodkaliumlosung vermischt , worauf beim Erkalten der
Losung milchige Triibung derselben, bald jedoch die Abschei9"
-
132
Weber dae Conchinin.
dung eines krystallinischen Pulvers, des Conchininjodurs,
erfolgt. Den Niederschlag sammelt man, wascht ihn rnit Wasser aus und scheidet darans mittelst Ammoniak das Alkalo'id
ab, welches man an verdunnte Essigsaure iiberfuhrt. Die
neutralisirte Losung entfarbt man mit Thierkohle , schlagt rnit
Ammoniak die Base nieder , die man durch Umkrystallisiren
aus heissem Alkohol reinigt. Das Conchinin scheidet sich
aus heissem Alkohol beim Erkalten in grossen vierseitigen,
glanzenden Prismen ab; welche sehr leicht verwittern. Das
Conchinin hat die Formel C40H24hT204,schmilzt bei 168O C,
zu einer farblosen Fliissigkeit, welche beim Erkalten krystallinisch erstarrt. Mit Chlor und Ammoniak giebt seine alkoholische Losung einc eben so intensiv griine Farbung wie
das Chinin ; auch besitzen die sauren wasserigen Losungen,
besonders verdunnt , blaue Fluorescena.
Mit Wasser scheint das Conchinin mehre Hydrate zu bilden, niimlich C40H24N204 , 5 H 0 und C40H24N204,4 H 0 .
Siiuren bilden mit dem Conchinin meist gut krystallisirte
Verbindungen, welche den entsprechenden Cinchoninsalzen
niiher stehen als den Chininsalzen.
Neutrales salzsaures Conchinin
C40H,4N204,HCI 2 H 0
ist unter den entsprechenden Salzen der ubrigen Chinaalkalo'ide am schwersten in kaltem Wasser loslich, die verdunnte
wasserige Losung dicses Conchinin - Chlorhydrats mit HCl
angesauert , giebt rnit Platinsolution vermischt einen eigelben
Niederschlag , der aus
C40H24N204,2HC1 2PtC1,
2110
besteht. Nit Jodwasserstoffsaure bildet das Conchinin zwei
Salze. Das neutrale Jodur hat die Formel C40H2,N204,HJ,
das saure ist nach der Formel C40H24N204,2HJ+ 6 H 0
zusammengesetzt.
Letzteres krystallisirt in schonen grossen goldglanzenden
Prismen, wenn die angesauerte erwgrmte Losung des Bisulfats mit Jodkalium vermischt wird. 0. H e s s e hat eine ganze
Reihe von Salzen des Conchinins dargestellt. Unter diesen
Ralzen ist das neutrale schwefelsaure Conchinin,
+
+
2c40H24N204>s2H20,
+
+ 4H0
das wichtigste. Es bildet zarte weissc Prismen, die an trockner Luft nicht verwittern; bei 100C. liisten 108 Theile Wasser einen Theil des Salzes.
Das Conchininsulfat wird seit einiger Zeit in grosserer
Menge und in ziemlich reincr Form von einer Firma unter
dem Namen B-Chininsulfat in den Handel gebracht, und da
Bestimmung d. Nicotins im Tabak. - Die Abacheidung d. Stryohninsalze. 133
dasselbe billiger ist als das Chininsulfat, so ist leicht eine
Verfalschung des letztern mit Conchinin resp. B - Chinin denkbar, dessen therapeutischer Werth nicht vie1 hoher sein diirfte
als der des Cinchonins. Zum Nachweis des Conchinins im
Chinin und Chinidin kann nach M a n n das ungleiche Verhalten ihrer Sulfate zu einer mlssig gesattigten Seignettesalzlosung dienen; auch giebt nach K e r n e r ein mit Conchinin
vermischtes Chininsulfat eine Losung, die mit der fur Chinin
zulassigen Menge Ammoniak versetzt einen bleibenden Niederschlag giebt. (Annalen der Chemie und Pharmacie. Bd.146.
Sch.
Junihtft 1868.).
Bestimmung des Nieotins im Tabsk; nech Liecke.
Man behandelt die trocknen Tabakblatter zu drei wiederholten Mnlen rnit whwefel~aurehaltigem Wasser und lasst
die Fliissigkeit bis zur Extractconsistenz verdampfen. Dieses
Extract wird nun mit seincm glcichen Volumen Alkohol
geschiittelt ; die alltoholische Fliissigkeit wird fltrirt u. das Ungeloste auf dem Filter mit Alkohol gewaschen. Alles Hicotin
findet sich als schwefelsaures Salz in dieser Losung. Nach
der Verdunstung des Alkohols wird das schwcfels. Nicotin
durch Aetzkdi in einem Destillirapparat (Glasretorte etc.) zerlegt, indem man im Oelbade nach und nach bis auf 260OC.
erhitzt.. Das iiberdestillirte wassrige Nicotin wird mit verdunnter Schwefelsaure neutralisirt. (Journ. d. pharm. et d.
chim. Dee. 1867. 5. skr. t. VI. p. 451.).
H. L.
Die Abscheidung der Strychninsalze durch Yhenylstlure von P a u l Bart.
Schuttelt man eine verdiinnte Losung von salzsanrem
Strychnin (etwa 0,W Grm. auf 100 Grm. Wasser) mit einigen
Tropfen PhenylJure, so nimmt die Fliissigkeit das Aussehn
einer Emulsion an. Sie ist dann hypodermatisch angewandt
sehr wenig wirksam, weil sie nur langsam absorbirt wird,
und nicht, weil das Strychnin durch die Saure zersetzt ist,
denn wenn man durch Aether die Phenylsaure entfernt, so
entsteht eine klare, ebenso giftige Losung als vorher.
Filtrirt man die Emulsion, so ist das mit Aether behandelte Filtrat nicht mehr giftig, der auf dem Filter gebliebene
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