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Ueber das Festwerden des Gypses.

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Uebor das Festwerden des Gypses.
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nichttrocknendes Oel, bald dem Leintil, bald dem Oliventil zugemengt
w i d. Die directe Einwirkung des Metalls und nicht die Luft bewirkt die Umwandlung, in Folge der das Oel an Gewicht zunehmeri
und seirle physische Beschaffenheit zu iindern vermag, indem es sich
oxydirt. Bringt man rohes Lehbl mit einer kleinen Menge pracipitirtem Blei unter Luftabschluss zusammen und schuttelt bisweilen
um, so nimmt das Oel bald eine rbthliche Fiirbung an; setzt man es
nun in dUnner Schicht auf einer Glastafel der Luft aus, so entfiirbt
es sich und trocknet ebenso schnell wie gekochtes Leinbl, eino
gleichgrosse Gewichtszunahme zeigend. Der Contact mit dem Blei
bei Luftabschluss theilte also dem Oel die Eigenschaft mit, sehr
schnell Sauerstoff zu absorbiren. Cloez zeigte, daas bei der m
d
a
tion der Oele das Glycerin immer ganzlich verschwindet. Verf.
nimmt nun an, dass die Einwirkung des Bleipriicipitates eine analog
modificirende auf das Glycerin des Oeles ist. Andre priieipitirte
Metalle, wie Kupfer und Zinn vermehrten nur schwach das Trockenvermtigen der Oele. Verf. glaubt, die Einwirkung des prkipitirten
Bleis auf die Oele lame sich mit Vortheil benutzen, um die txocknenden Oele (von Lein, Wallnussen, Bucheln , Mohn und Baumwollsamen) rasch von den nicht trocknenden zu unterscheiden, sowie
um einen etwigen Zusatz von Baumwollsamentil zu Lein- oder
Olivenbl zu entdecken. Auch liesse sich das Kochen der Oele durch
eine Circulation ersetzen, die kalt und bei Luftzutritt das Oel Uber
Eisen- oder Zinktafeln leitete, auf deren Obefliche prsicipitirtes metallisches Blei sich befhde. Die so erhaltenen Oele wiirden h e r
weniger geErbt erscheinen und eine grosse Fliissigkeit bewahren,
wiihrend man zugleich die ilblen Oeriiche und die Feuersgefahr vermeiden kbnnte, welche das gegenwiirtige Verfahren mit sich bringt.
(Jac~rcatds Phamacie et de Chimie, Sdrtie 5 , Tome 7,pag. 334; Ac.
c. E?..
d. Sc., 96, 260, 1883J
Ueber das Festwerden des Gypses. - Nach L e ChLtelier
wird der Gyps fest in Folge von zwei gleichzeitigen, aber verschie-
denen Vorghgen. Einestheils ltisen sich die Theilchen des wasserfreien Calciumsulfates mit Wasser angefeuchtet auf, indem sie zu
Hydrat werden und bilden so eine ubersattigte Ltisung; andrerseits
liisst diese iibemtittigte Lbsung zu gleicher Zeit von verschiedenen
Seiten Krystalle von Calciumsulfathydrat sich absetzen. Diese nehmen
an Volum zu, wie alle Krystalle die sich langsam aus einer Salzlbsung absetzen. Die Krptallisation dauert so lange fort, als wasserfreies Salz noch ungeliist iibrig ist, um die Uebersattigung der
Flassigkeit zu erhalten. Dies e r W leicht viele Eigenthiimlichkeiten bei Herstellung und Anwendung des Gypses.
Die Temperatur von 140°, welche als die beste zum Brennen
des Gypses gefunden worden ist, reicht doch in der Praxis zu eher
irollsthdigen Entfernung des Hydratwassen nicht aus, was fb das
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Kohlenwasserstoffe im Torf.
Festwerden nachtheilig ist. Nach Versuchen von Marignac giebt jedoch gerade der bei 140° gebrannte (3yps die am stlirksten fiberSzittigtsn Lasungen und in Folge dessen, trotz einer unvollstiindigen
Entziehung des Hydrabassem, die besten Resultate in der Praxis.
Das Hinzufiigen einer kleinen Menge SchwefeMure oder Chlornatrium zu dem Wasser, das zum Anfeuchtan des Gypses dient, begiinstigt dessen Festwerden. Beide vermehren t h a t s i c h das
Verhiiltniss des Calciumsulfates, das in iibers$ittigter Lzisung bestehen kann. Sie veranlassen die Bildung von Calciumbisulfat und
Chlorcalcium, deren Verhiiltniss durch die allgemeinen Geaetze des
chemischen Gleichgewichtes bestimmt sind. Die Vermehrung der
gelzisten Menge von Calciumsulfat durch Uebersattigung hat nothwendigerweise die Bildung einer vie1 grgsseren Menge dieser 16slichen Sahe zur Folge. Diese erzeugen sodann wieder entsprechend
grosse Mengen von Calciumsulfat. (JoumaZ L PircsrmaciS et de CJmka
C. Kr.
S&& 5, Tome 7,pag. 523; h.0% 80., 96, 715, 1883.)
Ueber die Kohlenwssserstoffe im Torf. - Da bei der
gewzihnlichen trocknen Destillation, die im Torfe vorherbestehenden
Producte fast vollstfindig zerstzirt werden, so destillirte E. D u r i n
bei seinen Versuchen den Torf bei niederer Temperatur, in luftleerem
Raume mit einem tiberhitzten Dampfstrome. Dieses Destillationwerfahren wurde von ihm bei verschiedenen Kohlenwasserstoffen a g e wandt; er konnte ohne jede Zersetzung solche Produde destilliren,
wie die schweren padhhaltigen Oele des Petroleums (Destillationsrtickstand) und daraus das Paraffin vollkommen weiss und die
schweren Ode ohne merkliche Abscheidung von Coaks gewinnen,
w M n d durch die Destjllation uber freiem Feuer dieselben Rackstihde nur ungefihr 50 O/, Zersetzungsproducte, sowie 50
Coaks
und Gas gaben. Er theilte auch mit, dass die weissen Producte
von paraffinartigem Aussehen, die aus Torf gewonnen werden k6nnen,
nicht, wie man glaubte, wirkliches P a d i n , sondern Produde mit
den Reactionen von Fettsiiuren sind. Dumas hatta bereits letztere
Ansicht ausgesprochen und vermuthet, dass diese Fettsguren in den
Moosarten vielleicht vorherbestfinden, die durch ihre Zersetzung die
Torfmoore bildeten. Verf. verschaffte sich solche Moosarten in
frischem und gesundem Zustande; seine Untersuchungen bestiitigten
die Vermuthungen von Dumas. Er fand n W c h , h s diese getrocheten Moose mit Aether 2,10°/0 wachsartiges Extract gaben,
welches die Ehuptreactionen der Fettsiuren des Torfes besitzt. Es
ist desshalb wahrscheinlich, dass die vorher im Torf bestehenden
Produde nicht Kohlenwasserstoffe sind, die erst w h n d der Periode
der Ptlanzenzersetzung sich bildeten, sondern dass sie in den Moosarten bereits' existirten, die zur Bildung der Torfmoore beitrugen.
Die Elementaranalyse der weissen Fettsauren, die a m Torf durch
Destillation im luftleeren Raume und mit einem Strome von iiber-
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