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Ueber das Maczuski'sche Nuss-Extract.

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G. C. Wittatein, TJeber daa Macznski’eche Nnaa-Extract.
Ueber dss Mamski’sche Nuss -Extract.
Von G . C. W i t t s t e i n .
Der Parfiimeur A. M a c z u s k i in Wien, Karnthnerstrasse
No.26 , hat, seiner Behauptung nach , verschiedene Nuss Praparate zum Farben grauer Haare ,,erfunden “ , und kiindigt dieselben in 8 verschiedenen Sprachen, Deutsch auf
folgende bescheidene W eisc an.
,,Diese vorziiglichen Haarfarbe - Praparate, von arztlichen
Autcritaten gepriift und als vollkommen unschadlich anerkannt, sind die einzigen Mittel, welche das P. T. Poblikum
mit vollstiindiger Beruhigung gebrauchen kann , indem dieselben aus der griinen Nussschale bereitet, der Gesundheit und
dem Haare Richt im Entferntesten nachtheilig sind, wahrend
hundertfdltige Proben, begleitet vom glanzendsten Erfolge,
bewiesen haben, daRs die Vortheile dieser Nus8 - Praparate
von keiuem andern Haarfirbemittel erreicht werden konnen.
Diese Nuss - Praparate besitzen die unschatzbare Eigenschaft,
in 15 Uinuten ergraueten Haaren die schonste blonde, braune
oder schwarze Farbe zu verleihen, und wirken hochst kraftigend auf den Haarboden.“
Das fliissige Nuss - Extract fur blond, braun und schwarzkostet per Flacon 3 fl. (6 Mark). E s wurde von dem mit
n o i r bezeichneten , also das Haar schwarz firben sollenden
Priiparate 1 Flacon gekauft und untersucht.
Schon der Titel, welchen Maczuski seinen Praparaten
giebt, enthalt eine grosse Luge, denn sie haben - wenigstens
das vorliegende bestimmt, und danach zu schliessen auch die
ubrigen - die griiuen Nussschalen nie gesehen, obwohl das
aussere Ansehn leicht zur entgegengesetzten Meinung verleiten
konnte, denn der Inhalt des Flacons bildet eine tief braungelbe, etwas triibe Fliissigkeit. Sie riecht nach Rosenwasser,
reagirt stark sauer , schmeckt sauerlich zusammenziehend und
zugleich metallisch, so dass ich im ersten Augenblick an
Silber dachte; aber davon ist keine Spur vorhanden.
Dnrch Kaliumekencyaniir en tstand ein starker rothbrauner Niederschlag, welcher beim Schiitteln mehr in’s Grunlichblaue hinneigte, also Kupfer iind Eisen enthielt.
0.C. Wittstein, Ueber das Maezuski’sche Nues- Extract.
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Barpmchlorid brachte keine Veriinderung hervor; dagegen
Silbernitrat einen starken weissen Niederschlag, der bald
ein aschgraues Ansehn annahm.
Ammoniak farbte die Flussigkeit sofort so tief purpurviolett, dass sie erst nach dern Verdiinnen mit sehr vie1
Wasser das Licht durchliess, ohne dabei ihre Klarheit zu
verlieren.
Bus diesen Reactionen ergiebt sich, dass wir in dem
sogenannten Nuss -Extracte e i n e m i t B r e n z g a l l u 6 s a u r e
v e r s e t z t e saure E i s e n - und Kupferchloridlosung
i n R o s e n w a s s e r vor uns haben. Es durPte aber auch
interessiren, die quantitativen Verhiiltnisse zu erfahren.
Der Inhalt der Flasche betrug 70 g. Beim Filtriren
blieb ein geringer schwarzer Absatz zuriick, der 0,04g. wog
und beim Gliihen 0,006 g. eines Gemenges von Eisenoxyd
und Kupferoxyd hinterliess.
Das Filtrat wurde in zwei gleiche Theile getheilt, und
in der einen Halfte das Chlor bestimmt.
Die andere Halfte diente zur Bestimmung der Brenzgallussaure, des Eisens und Kupfers. Man trocknete eie bei
1000 C. ein, wog den Riickstand, gliihete ihn, loste in Salzsaure , fallte die Losung mit Schwefelwasserstoff , berechnete
aus dem erhaltenen Schwefelkupfer , nachdem dasselbe durch
Gluhen in Sulphur verwandelt worden war, das Rupfer, und
daraus das Kupferchlorid.
Die von dem Schwefelkupfer getrennte Fliissigkeit wurde
mit Salpetersaure oxydirt, mit Ammoniak gefallt, der Xiederwhlag von Eisenoxyd gegluhet und dieses auf Eisenchlorid
berechnet.
Durch Abziehen des Kupferchlorids und Eisenchlorids
von dern ersten Abdampf-Riickstande ergab sich der ohngefahre Gehalt an Brenzgallussiiure.
Was man bei der Chlor - Bestimmung mehr erhalten, als
zur Bildung von Kupferchlorid und Eisenchlorid erforderlich
war, wurde als Chlorwasserstoffsaure in Rechnung gebracht.
24 J. C. Rernelot Moena, Chiningehalt v. Cinchona Calisaya Ledgeriana.
Abgesehen von dem unbedeutenden Absatze , entbielt
hiernach die volle Flasche:
1,000 g. Brenzgallussaure.
0,237 ,, Eisenchlorid.
0,394 ,, Kupferchlorid.
0,604 ,, Chlorwasserstoffsaure.
Das an 70 g. Fehlende ist Rosenwasser.
Der pekuniare Werth des Mittels sammt Glas und Schachtel iibersteigt nicht 'Is Mark.
was die verheissene Wirkung betrifft, so involvirt die
Annonce eine zweite Unwahrheit. Weisse Haare hatten in
der Fliissigkeit nach 2 Stunden noch keine Farbung angenommen, nnd erst nach 24 Stunden waren sie dunkler, jedoch
nicht schwarz sondern aschgrau geworden. Die Farbe haftete
auch nur ausserlich nnd nicht fest, denn nach dem Buswaschen und Trocknen in einer Papierkapsel aufbewahrt, ertheilten sie der damit in Beriihrung gekommenen Papierfliiche
ein graues streifiges Ansehn.
,
Der Chiningehalt von Cinchona Calisays Ledgeriana
nnd fiber die Bestimmung der AlkaloPde in Chinarinden iiiberhmpt.
Von J. C. B e r n e l o t M o e n s in Bandong (Java.)*)
Die Untersuchungen von S t o e d e r in Amsterdam iiber
den Alkaloldgehalt der im Marz 1874 durch die Handelsgesellschaft in Amsterdam verkauften niederlandisch - ostindischen Cortex Cinchonae Calisaya Ledgerianae haben ein von
den an Ort und Stelle gemachten Analysen verschiedenes Resultat geliefert, weshalb der erstgenannte Herr auf eine Veroffentlichung der Methode dringt, nach welcher auf Java die
Untersuchung der Chinarinden vorgenommen wird. Diese
Forderung ist naturlich eine vollberechtigte, doch fragt es
*) Ansaug aue Hnaxmans Tijdachr. voor wetennohap.
Jnhrg. 1875.
Pharmac.
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