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Ueber das Verhalten der unter Kalkmangel gezogenen Keimpflanzen der Oenothera biennis hinsichtlich der Calciumoxalatabscheidung.

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W. U n g e r : Celciumoxelatebscheidung.
geeignet. Aus den so erhaltenen Kohlenwasserstoffen direkt auf
die Konstitution der Saponine bezw. der Sapogenine zu schlieflen,
wie dies von v. d. H a R r in diesem Archiv 1912, 260, 436 geschieht,
erarhte ich noch nicht fur angezeigt.
Envghnen mochte ich, da13 K i 1 i a n i in der durch systematiwhen Abbau des Digitonins erhaltenen P-Anhydrodigitsllure eine
iiydroxylierte Dihydrocuniinsiiure vennutete. Uiese wBre isomer
init der Nopinsaure, die ails Piiien bezw. nus Pseudopinen durch
Oxvdcxtiori entstrlit.
Ueber das Verhalten der unter Kalkmangel
gezogenen Keimpflanzen der Oenothera biennis
hinsichtlich der Calciumoxalatabscheidung.
Von W. U
11 g
e r, Wurzbiirg.
(Eingegangen d m 26. IV. 1914.)
I n meiner Dissertation’) habe ich u. a. uber die Calciumoxalatabscheidung in der keimenden Oenothera biennis berichtst.
Wie ich dort mitteilte, entstehen die Calciumoxalatkrystalle in
embryonalen Zellen in unmittelbarer Nachbarschaft der Vegetationspunkte, und eine dem Enibryonalstadium entwachsene Zelle wird
unter keinen Urnstanden mehr zur Raphidenzelle. Die Krystallabscheidung setzt nach Sprengung der Samenschale in allen Teilen
des Embryos fast gleichzeitig ein, doch kann man, wenn man
das entsprechende Keimungsstadium einrnal herausgefunden hat,
hLufig Keimwurml und hypokotyles Glied schon von Krystallen
besiedelt sehen, wlihrend die noch von der Samenschale eingeschlossenen Kotylen von Raphiden iioch vollkommen frei sind.
Die Keimung der Samen war auf unter einer Glasglocke ausgespannter Gaze durch ofteres Besprengen mit stark kalkhaltigem
Leitungswasser bewerkstelligt worden.
Neuerdings hahe ich nun die Samen unter sonst gleichen
Redingungen durch Befeuchten init destilliertem Wasser keimen
ltlssen und dabei ein eigentumliches Verhalten beobachtet. Bei
der genannten VersuchsaiiortIiiuiig entstehen im hypokotylen G l i d
l) Beitrhge zur Physiologic des Calciumoxalates, Verhendl. der
Phye.-Med. Gesellschaft zu W h b u r g , ?$. F., Bd. XLI.
W. U n ger: Celciumoxalat~abscheidung.
191
und den Kotylen ganz in der gewohnten Weise eine Unmenge von
Raphiden, dagegen wird in der jungen PPahlwurzel auch nicht
eine einzige Zelle von Raphiden besiedelt. Wenn sinige Tage nach
Beginn der Keimung die junge Pfahlwurzel eine Liinge von ly!
bis 2 cm erreicht hat, schreitet sie zur Bildung von Seitenwurzeln;
auch diese letzteren bleiben vollkommen frei von Krystallen, nur
diejenigen Seitenwurzeln, welche an der Grenze zwischen den)
hy pokotylen Glied und der jungen Wurzel entspringen, bilden in
ganz normaler Weise in zahlreichen vom Vegetationspunkt eben
abgegliederteri Zellchen Raphiden &us. Es kommt vor, daB auch
die an genannter Stelle entspringenden Seitenwurzeln vollkommen
krystallfrei bleiben, doch sind solche Fiille iiuI3erst selten. Auf
den _Verlauf der Calciumoxalatabscheidung ist es ohne EinfluD ob
zum Feuchthalten der Samen destilliertes Wasser oder eine Losung
verwendet wird, welche aul3er Calcium die ubrigen mineralischen
Nahrstoffe im richtigen Verhaltnis enthiilt.
Angeaichts der geschilderten Verhiiltnisse diirfte die Frage
interessieren, was fur einen Kalkvorrat die j unge Keimpflanze
im Samen mitbekommt; deshalb eeien hier folgende Zahlen mitgeteilt: Die reifen, lufttrockenen Samen enthalten 1l,S% Feuchtigkeit; die bei ZOOo getrockneten Samen hinterlassen nach dem
Verbrennen 6,2% Asche, und die Asche besteht zu 30,3y0 auH
Calcium.
Dan beim Keimen ohne Kalkzufuhr die Neutralisation iler
Oxalsiiure durch Kalk eingeschrankt wird, kann gewil3 nicht
wundernehmen, denn die Notwendigkeit des Kalkes fur Keimlinge
ist hinreichend bekannt; dagegen bin ich nicht in der Lage, die
Prage zu beantworten, warum die Krystallabscheidung gerade in
der Wurzel unterbleibt. Man konnte ja daran denken, daB der
im Samen rnitgebrachte Kalkvorrat so bemessen sei, daB er
gerade zur Neutralisation der Oxalsiiure in den oberirdischeii
Pflanzenteilen ausreiche; aber abgesehen davon, da5 diese Anschauung unwahrscheinlich klingt, ist sie auch aus ganz bestiminten
Griiiiden imhaltbar. Sie wird ja einerseits widerlegt durch das
Auftreteii von Krystallen in den erst spater a n den altereii Wurzelpartion entspringenden Nebenwurzeln, dann aber auch darlurch,
daB die Kryotallabscheidung bei der Keimung in kalkhaltigeni
Wasser in allen Teilen des heranwachsenden Embryos gleiohzeitig
einsetzt, sehr wahrscheinlich sogar in der zuerst aue der Samenschale heraustretenden Keimwurzel beginnt. Wollte man das
Unterbleiben der Krystallbildung in der Wurzel auf das Bestreben
der Pflanze zuriickWhren, angesichts des Kalkmangels wenigsbnn
E. R i o h t er: Berberinbestirnmung.
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die dem TierfraB am meisten ausgesetzteii iiberirdischen T e h mit
Raphiden zu bewaffnen, so ware damit der ,,Pflanzenseele' doch
wohl etwas zu vie1 zugemutet. Ich habe trotzdem mit Schnecken
einen Versuch gemacht. Derselbe zeigte nur, dal3 die hungrigen
Tiere die raphidenfreien Wiirzelchen ebenso hartnackig verschmiihen wie die von Raphiden erfiillten hypokotylen Glieder
und Kotylen.
Wenn ich meiiie Beobachtung hier veriiffentliche ohne sie
tleirten zu konnen, so veraiilaBt mich dazu in erster Linie der
Wunsch, eiiie Erkliirung dafiir zu haben. Vielleicht ist auch den1
rinen oder anderen Benrfshot,aniker die kurze Mitteilung will kom men.
Arbeiten aus dem wissenschaftlichen phrmazeutisch-chemi=
schen Laboratorium der HomBopathischen Central-Apotheke
von Dr. Willmar E3chwabe.Leipzi.g.
Ueber Berberin und seine Eestimmung.
Voii Ilr. E r w. lt i c h t e r.
(Eingegangen den 2. V. .1914.)
Zii den Alkaloiden, die in der Pflanzenwelt nicht selten siiicl,
gehort das von H ii t t e n s c h m i d t 1824 entdeckte Berberin,
(\as in verschiedeneii Pflanzenfamilien aufgef unden worden ist .
Vorzugsweise komrnt es in den Berberidaceae, den Ranunculaceae
und in den Xanthoxyleae aus der Familie der Rutaceae vor. Da
nach F 1u c k i g e rl) das Genus Berberis etwa 100 Arten enthiilt
und ea ungefahr 80 Xanthoxyleen-Spezies gibt, kann man ermessen,
wie verbreitet dieses Alkaloid ist, dessen Bedeutung fur die Pflanzenwelt noch unbekannt ist.
Eine umfangreiche Zusanimenstellung bekannter Pflanzen, in
denon Berberin gefunden wurde, ist in einer Arbeit von 8 c h i 1 b a c ha)
im ,,Archiv der Pharmazie" enthalten.
Ueber die genaue cheniische Formel und iiber Eigenschaf ten
tles Berberins, insbesondere iiber seine Losungsverhiiltnisse, igt ervt
in den letzten Jahren Klarheit geschaffen worden, besonders c h c h
Arbeiten von E. S c h m i d t unrl J. G a d a m e r. Noch 1905
l)
y,
Diem Archiv 1887, 846.
Ibidem 1887, 166.
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