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Ueber das Wesen der Fulniss und Ghrung.

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Ueber das Wesen der Faulniss und Giihrung.
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Zockerarten, die hier auch von Mi t s ch e r 1i ch ausgesprochen ist, giebt mir Veranlassunp, auf die Abhandlung
von R o s e in Poggendbrf’s Annaf LII.-S. 293-297 hinzuweisen. Nach R o s e eruht die Gahrungsfahigkeit des
Rohrzuckers auf denselben Grunden, aus welchen Starkemehl, viele Gummiarten und Milchzucker der Gahrung
unterworfen werden konnen. Sie verwandeln sich erst in
Traubenzucker und dieser ist es, durch welchen die geistige Gahrung bewirkt wird. Unter allen Pflanzenstoffen
verwandelt sich der Rohrzucker am leichtesten und schnellsten in Traubenzucker und dieser ist nach Rose die einzige
gahrungsfahige Zuckerart oder iiberhaupt die einzige Substanz, welche durch Ferment in Alkohol und KohlensPure
Geiseler.
zerfallen kann.
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Ueber das Wesen der Faulniss und Gahrung.
H e 1m h o 1t z unternahrn einige Versuche, urn theils
die Richtigkeit des Satzes zu erweisen, dass in ausgegluhter
Luft keine Faulniss statt finde, theils auch den Grund dieser
Erscheinung naher zu errnitteln. Der Verfasser bediente
sich folgender Methode.
Ein Glaskolben, verschiedene or.ganische Substanzen,
thierische Stoffe , Fleisch , klare Leimlosung oder Traubensaft enthaltend, wurde mit einem durch Siegellack befestigten Kork versehen, durch welchen zwei dunne, rechtwinklig gebogene, dicht neben einander gehende Glasrohren
fuhrten, von welchen eine in eine enge S itze ausgezogen,
die andere horizontal in einen rechten inkel gehogen
war, um als Sa rohr zu dienen. Die Flussigkeit des
Koibeninhalts w a x zum Kochen gebracht, so dass die
Darnpfe stark ausstromten, dann die eine Rohre durch Siegellack geschlossen, die andere wahrend des Erkaltens des
Kolbens mittelst einer Spiritusflamrne an einer Stelle bis zum
Gluhen erhitzt, nach vollstandiger Erkaltung bis zurn Ende
des Rohrs die Flamme geleitet und das letztere gleichfalls
mit Siegellack verschlossen. Die dabei eingestromte Luft
war meist nach der voliendeten Abkuhlung vollkommen
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Ueber das Wesen der Faulniss und Gahrung.
gelassen werden. Als einzige Veriinderung nahm man
eine gerinme Zunahme des Pracipitats wahr, iibrigens bliehen dieseyben selbst im heissesten Sommer noch acht
Wochen an Geruch, Geschmack, Ansehn und Verhalten
egen Reagentien unverandert, liess man nur eine geringe
&antitat ungegluhter Luft ein, so trat meist schon nach
2 -4 T,agen Faulniss rnit Infusorienbildung ein.
Als das empfindlichste Reagens zeigte sich eine mit
Lackmus gefarbte klare Glutinlosung; denn noch bevor
der Geruch die Faulniss zu erkennen ah, ausserte sie
sich schon durch eine Desoxydation un8 Ent,farbung des
Pigments.
Das aufgefundene Factum gilt nur fiir die Zersetzunwen der stickstofialtigen naheren organischen Bestandtbeile
$er lebenden Wesen, namentlich der proteinhaltigen und
leimartigen Verbindungen. Die langsarnen Zersetzungen
anderer Stickstoffverbindungen z. R. Harnstoff und Blausaure, sind unabhangig,vom Zutritt der Luft, da sie auch in
verschlossenen und ausgekochten Gefassen vor sich gehen.
Aus allen angestellten Versuchen ergiebt sich, dass
weder der Oxydationsprocess, noch die der Faulniss ahnlichc freiwillige Zersetzung des Harnstoffs, noch die machtige
chemische Bewe ung, welche der elektrische Strom hervorruft, im Stan e sind, die Faulniss oder Gahrung einzuleiten. Auch kann keiner der gewiihnlichen, durch Siedhitze
nicht veranderlichen Bestandtheile der Atmosphare den
Anstoss geben, weder Stickstoff noch Kohlensaure, noch
WasserstofT, oder das neuerdings von L i e b i g nachgewiesene Ammoniak. Uebrig bleiben nur noch zwei Substrate,
dcnen wir diese Wirknng zuschreiben konnen, namlich
die in der Luft verbreiteten Exhalationen fauliger Substanzen, wie sie von L i e h i g zugleich mit dem Ammoniak
aus dem Regenwasser geschieden sind, oder die Keime
organischer Wesen.
Es ergab sich noch, dass die Faulniss unabhhgig
von dem Lebensprocssse bestehen kann und nur in der
Form durch diesen geiindert wird, dass zu ihrer Einleitung der Zutritt faulender Flussigkeiten oder Dunste liinreicht und dass organische Wesen nur dann entstehen,
wenn die MO lichkeit des Zutritts fester Korper, also auch
organischer eime, vorhanden ist.
Die weinige Gahrung ist an den Zutritt eines festen
Kiirpers, der Hefe, gebunden, deren vegetabilische Natur
nicht mehr zu bezweifeln ist. Dem Faulnissprocesse ents richt in den Fruchtsaften die sogenannte schleirnige
Zahrung, welche mit ubeln Geruchen und meist mit
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Schwefelsaure im Essig. Coumarin. Margaranaid. 191
Schimmelbildung verhunden ist und unter solchen Umstanden eintritt, welche die Ausbildung der weinigen Gahrung
hindern. (Miiller’s Archiv 1823. 453. - Pharm. Centralbl.
1844. NO. 23J B.
Nachweisung von Schwefelsaure im Essig.
G a r n i e r schlagt dazu das Starkemehl vor. Kocht
man etwa 1100 Gr. Essig mit 4 Gr. Starkmehl und priift
von Zeit zu Zeit mit Jodlosung, so wird mit reinem Essig
stets die reine blaue Farbung erscheinen, wahrend in
einem schwefelsaurehaltigen Essi die Farbung in das
Weinrothe iibergeht, in Folge f e r Desaggregation des
Starkemehls durch die Schwefelsaure. (Journ. de Cfiem.
mkd. 1844. p . 96. - Pham. Centralbl. 1844. No 30.) B.
Coumarin in der Asperula odorata.
K Osm a n n , Pharmaceut zu Ribeauville, hat durch Ausziehung der trocknen Asperula odwata mit Weingeist und
Aether ein in Nadeln krystallisirtes Stearopten erhalten,
welches sich dem Coumarin ( Tonkabohnenstearopten ) in
seinen Higenschaften sehr nahert. Es lasst sich als olige
Fliissigkeit, die beim Erkalten krystallinisch erstarrt, subhmiren. {Journ. de Pharm. et de Ghim. Mai 1844.p. 393.) DZL
&I.
Margaramid.
B o u 11a y stellte mehrere Versuche mit Ammoniak
und fetten Oelen an, um sich zu belehren, ob ersteres
gleich den Alkalien mit letzteren eine wirkliche chemische
Verbindurig eingeht.
Die Versuche wurden theils vermittelst stark rnit Ammoniak beladenen Wein eists , theils durch Ammoniakliquor, endlich auch durci in die Oele eingelassenes Ammoniakgas ausgefiihrt.
Die dadurch entstandenen Seifen verloren in einer
Temperatur von 30° ihre alkalische Reaction allmalig und
statt dieser trat eine saure ein. Sie sind in siedendem
Weinpeist loslich. Die gesattigte Auflijsuns derselben setzt
im Erzalten seidenartige, nicht genau bestimmbare, weder
sauer, noch alkalisch reagirende Kr stalle ab. Die iiberstehende Fliissigkeit enthalt ausser i k s e n Krystallen fette
(vielleicht eine neue) Sauren, eine nicht fette Saure
Glycerin und gelben Farbestoff.
Felt bietet eine der obigen ahnliche krystallinischo
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