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Ueber den chemischen Charakter des violetten Farbstoffs im Mutterkorn sowie dessen Nachweis im Mehle.

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Extrahiren d. Farbstoffe. - Violetter Farbstoff i. Mutterkorn.
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saure bestehenden Asche. 1 g. desselben bedarf zur Verseifung 94,5
bis 95 mg. Aetzkali; da Stearinsaure 197, achtes Bienenwachs 100,4,
Japanwachs 122, Paraffin und Ceresin 0 mg. Aetzkali auf 1 g. Substanz benbthigen, kbnnte diese Eigenschaft zur quantitativen Bestimmung von Carnaubawachs in Gemengen mit den genannten Stoffen
dienen. (&it. f. Zandw. Gew. durch Phamz. CentralhJ
6.B.
Extrahiren von Farbstoffen mittels BoraxliTsnng. Wie der Farbstoff des Mutterkorns, so lassen sich nach den Untersuchungen von R. P a l m auch noch verschiedene andere Farbstoffe
durch Boraxlisung ausziehen.
1) Ausscheidung von Alizarin u n d P u r p u r i n a u s Garancin. Garancin wird mit kalt gesattigter Boraxlbsung so lange
e r w k n t , bis die Fliissigkeit tief blutroth geworden ist ; das Filtrat
wird mit Schwefelsaure vollsfandig ausgefdt und der erhaltene
dunkelviolettbrauneNiederschlag mit concentrirter Alaunlijsung anhaltend gekocht. Bus der filtrirten Lijsung scheidet sich beim Erkalten Alizarin und aus der von diesem abfiltrirten Fliissigkeit auf Zusatz von concentrirter Schwefelsaure Purpurin aus, beide in amorphem Zustande.
2) A u s s c h e i d u n g von Santalin a u s Sandelholz. Das
gepulverte Holz wird zuerst mit Wasser ausgekocht, urn die Gerbsauren zu entfernen, dann zur Extrahirung des Farbstoffs mit Boraxlbsung e r w h t . Die Eltrirte Fliissigkeit wird mit Schwefelsaure
versetzt, der erhaltene rothe Niederschlag auf einem Filter gesammelt wad in kochendem Weingeist geliiist. Beim Erkalten der Lbsung
scheidet sich das Santalin als rothes Brystallinisches Pulver aus.
3) Ausscheidung e i n e s F a r b s t o f f e s a u s Cochenille.
Cochenille giebt mit Boraxlijsung in der W h e eine tief dunkel
violettrothe Fliissigkeit, aus der Schwefelsaure einen dunkel violetten
Niederschlag ausfdt , der beim Trocknen harzartig zusammenballt.
Dieser Farbstoff ist nicht identisch mit dem C a m i n , denn concenixirte SchwefeWiure wird durch denselben intensiv blau gefkbt, die
blaue Lbsung wird allmiihlich, schneller bei Zusatz von Wasser roth.
6. H.
fZeit8chr. f. and. Chem. XXTI. 323.)
Ueber den chemischen Charakter des violetten Farbstoffs im Mutterkorn, sowie dessen Nachweis im Mehle. R. P a l m hat das chemische Verhalten des in dem Mutterkorn enthaltenen und durch Wasser, wie auch durch 20 -50 o/o Weingeist
vollsthdig ausziehbaren violetten Farbstoffs gegen verschiedene Reagentien gepriift; die wichtigsten Reactionen sind folgende :
Die wassrige und auch die schwach spirituijse Lijsung des violetten Farbstoffs erzeugen mit Kalk - und Barytwasser Niederschliige ;
die Fliissigkeit wird dabei vollstiindig entf"arbt. Bleiacetat giebt mit
dem Farbstoff einen rein schieferblauen Niederschlag , der durch
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Verftilschtes Nelkenol.
concentrirte Schwefelsbire schtin rosenroth wird , wahrend die Fliissigkeit farblos erscheint. Oxalsiiure entfarbt den Bleiniederschlag,
eine rbthliche Fliissigkeit bildend.
Dem Bleiniederschlage lasst sich durch Ammon kein Farbstoff entziehen dagegen vollstiindig durch kalt gesittigte Boraxltisung, die sich dabei schiin violett fkbt. Kaliumchromat giebt mit
der wassrigen oder schwach ammoniakalischen Lijsung des Farbstoffs
einc diinkelkirschrothe Fliissigkeit , in der auf Zusatz von concentrirter Schwefelsaure ein braunrother Niedcrschlag entsteht. Wbsrige
Boraxltisung nimmt in der Wiirme den violetten Farbstoff des Mutterkorns vollstiindig auf, durch Schwefel- und Essigsiiure wird derselbe unverandert in dunkelvioletten Flocken wieder ausgefdt. Concentrirte Ammonlijsung wirkt, besonders beim Erwhnen, zersetzend
auf den Farbstoff ein.
Auf Grund dieser Resultate giebt der Verf. eine neue Untersuchungsmethode zum Nachweis von Mutterkorn im Mehle an. Das
zu untersuchende, vollstidig trocknc Mehl wird mit dem 10- bis
15fachen Gewichtc Spiritus von 35 bis 40 Proc. dem einige Tropfen
Ammon zugemischt worden sind, bei massigcr Temperatur (30 bis
40° C.) vollstiindig extrahirt.
Die durch sorgf5iltiges Abpressen erhaltene , liltrirte Flussigkeit
wird mit Bleiessig bis zur vollstiindigen Faung versetzt, der erhaltene Niederschlag auf eincm Filter gesammelt, zwischen Fliesspapier
abgepresst und der noch feuchte Ruckstand mit kalt gesiitligter Bordtisung digerirt, wobei man auch gelindes Erwkmen anwenden
kann. L i g e r e Einwirkung stiirkerer Etitzegrade bewirkt eine theilweise Zersetzung des Farbstoffes durch den Borax. War Mutterkorn
dem Mehle beigemischt, so ist in diesem Falle der violette Farbstoff
desselben gzinzlich in den Bleiniederschlag hineingegangen und letzterem von der Boraxltisung entzogen worden, welche dabei eine charakteristische violette Fkbung angenommen hat. Dass nun wirklich dieser Farbstoff in der Boraxltisung vorhanden ist, bezeugt die
Thatsache, dass ein Zusatz von concentrirter SchwefeLsaure zu derselben den Farbstoff wieder in dunkelvioletten Flocken fallen lasst.
Nach dieser Methode sollen sich noch 0,05 Procent Muttarkorn
mit Bestimmtheit im Mehle erkennen lassen. Zum Nachweise von
Mutterkorn im Brode eignet sich das angegebene Verfahren aber
nicht, da vermuthlich bei der Temperatur des Backens der Farbstoff
6.E.
vtiUig zersttirt wird. fZsischr.
f. anal. Chm. m.319.)
)
Verftllschtes Nelkengl. - H. B e c k u r t s untersuchte ein
verdzichtiges Nelkentil, welches eine gelbliche Farbe und einen nur
schwach aromatischen Gteschmack hatte, im Geruche aber nur wenig
von khtem Nelkentil verschieden war. Das spec. Gewicht betrug
1,03 statt 1,041 bis 1,060, welches die Pharmacopae verlangt; ein
an der inneren Wand eines GlasgeEsses ausgebreiteter Tropfen
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