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Ueber den gelben Farbstoff der FrUchte von Gardenia grandiflora.

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Gelber Favbstof der Friichte von Gardenia grandtjlora.
Letzterer wird durch Kochen mit Thierkohle und abermalige Filtration entfernt, und, falls man viel Wasser
angewandt hat, die Flussigkeit durch Abdampfen etwas
concentrirt. Nach dem Erkalten setzt man so lange
genau 40gradigen Alkohol hinzu, als sich noch Stiirkmehl
ausscheidet, bringt letzteres auf ein gewogenes Filter,
wascht init Alkohol aus und troclmet.
Auf ahnliche Weise lasst sich das dem Papier beigeniengte Starkmehl durch Auskochen einer bestimmten
Menge Papier init destillirtem Wasser und Fallen des
Starkmehls mit 40gradigem Alkohol etc. bestimmen.
(Journ. de a i m . me’d. - Journ. de Pharni. d’dnvers. Aodt
1858. pag. 377 elc.)
Hendess.
Ueber den gelben Farbstoff der Friichte von
Gardenia grandiflora.
L. M a y e r hat in Rochleder’s Laboratorium zu
Prag den Farbstoff der chinesischen Gelbschoten dargestellt und untersucht, woriiber R o ch 1e d e r Folgendes
mittheilt: Die Friichte wurden zu grobem Pulver zerstossen und dieses mit Weingeist ausgekocht. Das dunkelgefiirbte Decoct wurde zuerst durch Leinwand colirt,
dann durch Papier filtrirt, zuletet der Destillation im
Wasserbade unterworfen. Der wasserige Ruckstand ist
mit einer griinen, beinahe schwarzen Schicht bedeckt,
welche durch ein neues Filter von der wasserigen Fliissigkeit getrennt wird. Diese Masse besitzt einen ranzigen
Geruch und besteht zum grossten Theile aus einer flussigen fetten Siiure. Von einem darin enthaltenen farblosen,
krystallisirten Korper, der ein Gemenge zweier im Schmelzpuncte sehr verachiedenen Wachsarten zii sein scheint,
konnte keine zur Untersuchung hinreichende Menge erhalten werden.
Die wasserige, von Fett befreite Flussigkeit, die
nach dem Abdestilliren des VCTeingeistes bleibt, wurde
mit viel Wasser verdiinnt und mit Thonerdehydrat vermischt, das durch Fallen ~70nAlaun mit Schwefelammonium dargestellt und vollkommen ausgewaschen worden
war. Nach mehrtagigeni Stehen wurde die Flussigkeit
durch Filter von der Thonerde und den entstandenen
Thonerdeverbindungen getrennt.
Die auf dem Filter
bleibende Masse ist schmutzig braungelb ge&rbt, es ist
darin alle Gerbsaure enthalten, so wie etwas von farbenden Substanzen, die durch Zersetzung des Farbstoffes
Gelber Farbstof der Friichte v o ? ~Gardenia grandijlora.
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und der Gerbsaure entstanden waren. Die filtrirte Flussigkeit wird mit basisch - essigsaureni Bleioxyd in wasseriger Losung versetzt, wodurch ein schon orangefarbiger
Niederschlag entsteht, der schnell abfiltrirt wird. Auf
dem Filter mit Wasser gewaschen, dann im Wasser vertheilt, wird er durch einen Strom von Schwefelwasserstoffgas zersetet, wobei der Farbstoff vom Schwefelblei aufgenommen und zuruckgehalten wird.
Man wascht das Schwefelblei daher init Wasser vollkommen aus und beseitigt die abfiltrirte Flussigkeit und
die Waschwasser, kocht das gewaschene Schwefelblei
rnit Alkohol aus, der den Farbstoff aufnimmt, und trennt
die Losung vom Schwefelblei durch ein Filter auf einem
Wasserbadtrichter. Die Losung wird im Vacuum iiber
Schwefelsaure verdunstet, da bei fortgesetztem Erhitzen
sich der Farbstoff verandern wurde. Der amorphe Ruckstand wird in Wasser geiost, von dem man hierzu die
kleinste erforderliche Menge verwendet, die Losung von
etwas ausgeschiedenem Schwefel abfiltrirt und abermals
in der Leere iiber Schwefelsaure zum Trocknen gebracht.
R o c h l e d e r nennt diesen Farbstoff, weil er ihn rnit
dem des Cvocus identisch findet ,,Crocin", seine ZusamHO. Zerrieben stellt
mensetzung ist 2 (C58H42030)
er ein lebhaft rothes Pulver dar, leicht loslich in Wasser
und Alkohol.
Rei der Zersetzung des Crocins rnit Salzsaure oder
Schwefelsaure erhalt man einen Korper, den R o c h l e d e r
,,Crocetin" nennt, Zusainmensetzung = C42H23011. Es
ist ein dunkelrothes, amorphes, in Wasser wenig, in
Alkohol leicht losliches, auch in Aether nicht unlosliches
Pulver.
Bei der Zersetzung einer sehr concentrirten Crocinlosung mit verdunnten Sauren scheidet sich der grosste
Theil des Crocetins a m der Flussigkeit aus (gegen 41
Procent), so dass etwa 8 Proc. davon in der Flussigkeit
gelost bleiben, die davon eine goldgelbe Farbe besitzt.
Wird die Zersetzung durch Salzsaure bewerkstelligt
und die vom Crocetin abfiltrirte Fliissigkeit nach der
von R o ch I e d e r fruher angegebenen Methode behandelt,
so bleibt nach dein Verdunsten ein suss schmeckender,
leiclit krystallisirender Korper zuriick. Bei den1 Versuche, init der Fehling'schen Flussigkeit die Menge dieses Zuckers zu bestimmen, wurden folgende Resultate
erhalteii : Bei der Zersetzung init Salzsaure zwischen
28,5 Proc., bei der SpaItung diirch Schwefelsaure 27,94
+
300
Gelber Farbstof der Frgchte von Gardenia grandiflora.
Procent Zucker gefunden (= C 1 2 H 1 2 0 1 2 ) . Da aber
nach der Gegenwart eines fluchtigen oder nicht fliichtigen
dritten Zersetzungsproductes gesucht und kein derartiges
Product entdeckt werden konnte, so hat man da keinen
Traubenzucker, sondern ein anderes Kohlehydrat vor sich,
welches gerade halb so vie1 Kupferoxyd reducirt, als der
Traubenzucker.
Die hier ausgemittelte Zusammensetzung des Farbstoffes lasst einige interessante Beziehungen zu anderen
Bestandtheilen der Gardenia j l o r i d a (Fruchte) nicht verkennen. M. v. O r t h , der vor vier Jahren diese Fruchte
untersuchte, fand darin eine Gerbsaure, welche bei dem
von L. M a y e r eingeschlagenen Verfahren zur Gewinnung
des gelben Farbstoffes von der Thonerde zuruckgehalten
wird. Die Zusammensetzung desselben wurde von O r t h
der Formel C40H29 0 2 6 entsprechend gefunden. Wenn
von dieser Substanz die Elemente des Zuckers abgezogen
worden, so bleibt ein Korper von der Formel C 3 4 H 1 8 0 1 6 ,
d. h. eine Substanz, die urn 5 Aeq. Wasserstoff weniger
und 5 Aeq. Sauerstoff mehr enthalt, als das Crocetin.
Ein harziger Farbstoff, welcher von 0 r t h analysirt
wurde, gab Zahlen bei der Analyse, welche der empiriwhen Formel C s o H 4 9 0 3 1 entsprechen. Dieser Farbstoff
muss die Formel C2S HI7 0 1 1 erhalten, welche diesen
harzigen Korper als das Glied derselben Reihe von
homologen Substanzen erscheinen lasst, welcher auch das
Crocetin angehort, denn C28H17011 ist urn C S H 6 yon
dem Crocetin = C 3 4 H 2 3 0 1 1 verschieden.
Alle Reactionen des Farbstoffes der Fruchte der
Gardenia grandiflora stimmen vollkommen, so wie seine
Eigenschaften, mit denen des Polichroits oder des Safranfarbstoffes iiberein.
Die Zusammensetzung dieses Farbstoffes wurde von
Q u a d r a t ausgemittelt. Er fand 54,54 und 54,47 Proc.
Kohlenstoff, also etwas (0,4 Proc.) zu wenig, ebenso zu
wenig Wasserstoff und hatte offenbar keinen reinen Farbstoff in Handen. (Sitzungsber. der Akad. der Wissensch.zu
Wien. Bd. 29. - G e m . Centralbl. 1858. No. 30.)
B.
-
Die ersten Georginen in Europa
wurden im Jahre 1788 yon V i i i c e n t e C e r v a n t e s , Professor
und Director des botanischen Gartens zu IVJexiko, in drei Sorten
an den Abbe C a v a n i l l e s , der dahals den1 bobnischen Garten in
Madrid vorstand, gesandt. Hier bluhten sie zuerst im Jahre 1789.
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