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Ueber den Nutzen gesetzlich eingefUhrter LehrlingsprUfungen.

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Yereimzeitung.
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Der Apothelcer G. W i n k l e r hat die Stockmar’sche Apothelre auf
der Wellichei in Posen gekauft.
Der Apotheker H a n i s ch hat die Apothelre zu Tuchel kiuflich
erworben.
Der Apoth. I. Classe V a g e die Apotheke zu Culmsee.
Der Apoth. I. Class8 VVittrin die Apotheke zu Garnsee.
Der Apoth. 11. Classe S c h i l l i n g die Apothelce in Zernpelburg.
Der Apoth. J. H u gle r in Peysern ist mit Tode abgegangen.
Der Apoth. R o c h o l l in Legden ist gestorben.
Der Aporh. L. D a e h n e i n Posen ist als Assessor Phavmaciae
bei dortigem Medicinal Collegiurn angestellt.
Der wirkliche Geheimerath Dr. A l e x a n d e r v. H u m b o l d t hat
yon des Konigs von Schweden und Norwegen l a j e s t i t das Grossltreur
des neugestifleten S t . Olafs-Ordens erhalten.
Dem Geh. Medicinalrathe und Professor Dr. R e m e r in Breslau
ist der rothe Adlerorden 2. Classe mit Eichcnlaub verliehen worden.
Die Socield de Pharmarie d’Ancers hat den Herrn Geh. Oberbergcnmmissair, Hofrath und Ritter Dr. d u Dlbnil in Wunstorf, sowie
den Medicinalrath Dr. B 1 e y in Bernburg zu Ehreninitgliedern erwlhlt.
-
3) Ueber deli Nutzen geset ztich eirigefuhrter
Lehrlingsprufungen.
I
_
Der Mange1 gesetzlich eingefuhrtcr Priifungen dcr zu entlassenden Aputhelcerlehrlinge hat meiner Ansicht nach so bedeutende Nachtheile, dass deren nlhere Eriirteruug in diesen Bllttern mir wohl
gerechlfertigt erscheint.
Die Forderungen der Jetztzeit an die Jilnger der Pharmacie sind
mit der hiihereri Ansbildung der verschisdenen dazu gehorenden Wissenschaften in gleichem Maasse gesteigert, wesvhalh es durchaus nothwendig ist, dass schon in der Lehrzeit ein tiichtiger wissenschaftlicher
Grund in dic Geniiither der jnngen Pharrnacenten gelegt wird, um
sie auf ihre kunftigen Studien vorzuhereit.en. Bei Vielen reirht nun
freilich schon Lernbegierde und Ehrgeiz hin, sie rnit Eifer die eigene
Ausbildung betreiben zu lassen, hei Manchen jedoch, wie ich wenigstens haufig zu bemerlten Gelegenheit gehabt habe, wiirde rebenhei
die Furcht vor einem zu bestehenden Gehulfen -Examen ein freilich
unwiirdiger, aher doch gewiss heilsamer und niithiger Spnrn znm
Lernen sein. Und wenn man beriielcsiehtigt, dass die Lehrlinge sich
in einem Alter befinden, dass sie an den Ernst des Lebens wohl
noch selten denlccn Itisst, so erscheint dieser Zwang auch hinlPnglich
gerechtfertigt.
Ilenn ist einmal die contractlich festgesetzte Lehrzeit beendet,
u n d der neue Gehiilfe hat seine fernere Laufhahn angetreten, wozu
ihm das, aus begreiflichen Griinden fast imnier g II t e schriftliche
Zengniss seines Lehrprincipals den Weg gehahnt hat, und er nimmt
nicht sclion ans der Lehre einen tiichligen Schatz von Kenntnissen
mit hioiiber, so bleibt in der Regel rein Wissen fur die gsnze Lebenazeit hdchst mangelhaft.
Bei fehlenden Vorkenntnissen ist an eine Fortbildung natiirlich
nielit zu denken, da die ihtn Pur Benutzung dargebotenen Bucher
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Vereinszeitung.
nicht hinllnglich verstindlich und darum langweilig sind. Von einein
Unterrichten der ihm untergebenen Lehrlinge, wie es seine Pflicht
und Schuldiglrcit ware, kann aus den eiufachsten Griinden keine
Rede sein. An dem Unterricht des Principals, den dieser den Lehrlingen ertheilt, Theil zu nehnien, erlaubt ein falschcr Stolz nicht; e r
hiillt desshalb den Mangel an Henntnissen in den Mantel eines niystischcn Schweigens iiher wissenschaftliche Gegenstande, und trostet sich
dabei mit dein Glanben, auf der zu besuchenden Universilat das Versiiuiirte leicht nachholeii zu kiinnen.
Dass er, bei so bewandten Umstiinden, nicht durch ein geistiges
Uebergewicht die geh6rige Achtung seiner Stellung erringen kann,
liegt klar vor Augen. Dass ferner bei so diirftigen tlieoretisehen
Kenntnissen auch der praklische Theil der Pharmacie nur empirisch
betrieheir werden kann, folgt yon sclbst.
Die Lehrzeit nnd ein Theil der Conditionsjahre sind also fiir seine
wissenschaftliche Aiisbildung unwiederbringlich verloren, der Studiosus phnrmnciae befindet sich aber nun mit einer Menge glanzender
Hoffnungen und guter Vorsitze auf der UniversitBt, nnd glaiibt sclion
in dein ernsigen Schreiben der Collcgienhefte Bedeutendes in der Wissenschaft z i i leisten, obgleich meiner Ansicht nach gerade dieses wtirtliche i\’nchschreiben fur das Begreifen des Vortrages mehr schiidlicli
als vortheilhaft ist; er iibt sich in der That also nur in der Stenographie, und das Verstehen des Niedergeschriebenen bleibt wiederum
mangelhaft. Auf derselhen Stufe des Wissens steht er naliirlich auch
in cheniisch -praktischen Arbeiten; Ldthrohr und Reagentien hat er
bis Dato nicht zur Hand genommen, und da in einer Universitiit bei
der Menge der Zoglinge a u P die schwachen Seiten Einzelner unrnoglicli Riicltsicht genommen werden Itann, so eilt auch diese eigentliche
Studirzeit ohne erheblichen Nutzen dahin, und untersucht man dann,
worin der Grund zu allen diesen Uebelstiinden liegt, so findet man
diesen in der Hegel in dern Entlassen des unreifen ZKglings aus der
Lehre, mag nun dort eigne Triigheit, Mangel an FAhiglteit, oder
schlecht geleiteter und mangelhafter Unterricht die Schuld tragen.
Priift man doch jeden Schiiler, bevor er i n eine hehere Classe seiner
Unterrichtsanstalt versetzt wird ; sind doch in allen Fachern der Wissenschaft strenge Maturititspriifungen fiir die Keife zur Universittit
angeordnet, warum existiren denn nicht auch gesetzliche Priifungen
der Apothekerlehrlinge, d a doch einmal von unserer Seite beabsichtigt wird, den wiseerischaftlichen Theil unsers Standes zu heben.
Alan wende nicht ein, dass iiberall schon Ilngst Gehiilfenpriifungen
angeordnet seien. In der Art, wie diese jetzt nieistentheils betrieben
werden, bedeuten sie weniger aIs Nichts. Gewohnlich ist der Kreisphysicus damit heaoftragt, der sehr wohl ein ausgezeichneter Arzt
sein Itann, ohne desshalb auch immer die Befihrgnng zu hnben,
Apothekerprufunpen vornehmen zn Itiinnen, woher es denn Itommt,
dass dieser Priifungsact in der Regel iinterbleibt, urn moglicher Weise
lreinen von beiden Theilen in Verlegenheit zu bringen.
Unser ltleines braunschweigisches Land macht allerdings darin
eine riihnilielre Ausnahnie, da hier die Gehiilfenpriifungen von einem
sachverstfindigen Lehrer der Chemie und Pharmacie, als Mitgliede
des Medicinal Collegii, vorgenommen werden. Damit jedoch auch
diese Rose nicht ohne Dornen sei, so werden die Hosten dieser
Examina deni Apolheker aufgebiirdet, so dass rlafiir in1 Laufe der
Zeit, bei dcm so hiinfigen Gehulfenwechsel, Geld genug geopfert
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Vereinszeitung.
werden muss. Ausserdem tritt dahei noch der Uehelstand ein, dass
diese Cehulfenprufungen vie1 rhcltsichtsvoller vorgenomrnen werden
miissen, damit nicht durrh ein Nichtbestehen des Exanleiis Principal
und Gchiilfe in Verlegenheit lcornnien, da den Gesetzen tlach der
nicht bestandene GehtIlFe das Geschaft verlassen muss, urn sich spiiter
wieder zur Prufung nielden zu Itiinnen. M‘iirde dagegen der Lchrling am Ende der Lehrzeit gepruft, so liiinnte derselhe bei noch nicht
vblliger Heife iminer nocli einige Zejt jn der Lehre verbleihen.
Die Hamburger hledicinalbehiirde ist vor Knrzeni hereits mit
einem guten Beispiele darin vnrangegangen ; ich gliiube also nirlit
mit Unrecht einflussreichen bliinnern diescn Vorschlag von gesetzlich
einzufuhrendcn Lehrlingsprufungen dringend ons Hers legen zu diirfen.
W o I f e n b u t t e 1, den 20. September 18’47.
Carl Ohme.
Wenn Herr College 0 h m e die Priifungen der Lehrlinge iiberall
gesetzlich eingefuhrt wunscht, so spricht er datiiit eirieii Wunsch ous,
den alle verstiindigen Ayothelter da rnit ihni theilen werden, wo
eine solche Ordnung noch nicht bestelit. Doch auch da, wo sie
besteht, wird die gute Absicht dfters in der mangelhaften Ausfiihrung
solcher Prufungen unerreicht gelussen. Die Exainina sollen niemals
zu leielit genoatmen, sie sollen aher auch von durchans gewjssenhaften Sachversthndigen vorgenoninien wcrden. Bcim Eintritt in die
Lehre sollte man mindstcns die volle Heife fur Secunda cines Gymnasiums verlaiigen, beirn Austritt aus derselben ahcr systernatisch in
den verschiedenen Hulfswissenschaften, als Botanilc, Zoologie, Pineralogie, Physik, Chernie, der eigentliclien Pharmacie, inshesondere
Waarenlciinde und den Arheiten der Iieceptur, wie des Ldboralorinrns, prufen. Da diese Priifungen, ehenso wie die ApotheltenVisitationen, nur etim Besten des I’ublicuiiu geschehen, SO sollten sie
billig aus dkkntlichen Cassen bezaldt werden.
Dr. Bley.
4) Pharmaceutische Angelegenheilen im Auslande.
_Die Gremial- Verfassung in Bohm en, ne6sl Benterkungen
iiber dieselbe und 41er einige neuerlich in Oesterreich
erschienene Medicinal-Gesetze; von Dr. M e tc r e r.
Bekannt ist wohl der lehrzahl der hlitglieder des ApothelterVereins in Norddeutschland, dass ouch i n den Erblanden des dsterreichischen Raiserstaates Grcmien eingericlitet sind. Die genaucrc Einrichtungjedoch, sowie die Art, wie diese von der Regierung angeordnrten
Gremien benutzt werden, ist wohl nicht so beltannt, wesshalb ich das,
was ich durch eigene Anscliauung n n d durch Resprechung mit mchreren Grernial-hliigliedern erfahren, hier rnittheilen will.
Die Versamnilung, der icli heiwohnte, war die des Leitmerit.zer
Kreises, des stirksten Kreises in Bijhinetl, und fantl den 9. August 1. J.
in Tetschen statt. Dieser Kreis hat 22 Rlitglieder, von denen 12 Z U gegen waren.
Den Vorsitz fiihrte der It. k. Gremialcommissair, Hreisarzt Dr.
A m b r o s i, ein Mann, d m das Gedeihen der Grernialverfassung und
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