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Ueber den Schwefelwasserstoff- und Blausuregehalt des Tabakrauches.

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198 Schwfelwamstof- u. BhusZiuregeLalt des Tabakrauches.
Einige Meeralgen enthalten so grosse Mengen von
Schleim, dass man, dieser Eigenschaft wegen, auf ihre
technische Verwendung bedacht gewesen ist. SO hat
B r o w n gefunden, dass anhaltendes Kochen mit verdiinnter Schwefelsaure den Schleim in Arabin umwandelt.
P h i p s o n erhielt betrachtliche Mengen Mannits durch
achttfigiges Liegenlassen von feuchtem Seegrase zwischen
Laschpa ier, so dass der Luftzutritt nicht verhindert wurde.
Nach A lauf dieser Zeit war die Obertliiche dieser Algen
niit Mannit bedeckt, das zwar statt der Krystalle nur
Karnchen darstellte, aber durch Umkr stallisiren mittelst
Wassers in langen und farblosen Nade n erhalten werden
konnte.
Diese Mannit - Eneugung lasst sich folgendermaassen
erklaren. Nimmt man die Formel fur den Schleim, wie
ublich, an als r3112HlO 010, so lasst sich ein Aequivalent
dieses Schleimes durch Verlust von zwei Aequivalenten
Sauerstoff bei Gegenwart von Wasser in 2 Aequivalente
Mannit zerlegen, wie folgende Formel zeigt :
C12 HlO OlO+ 4 HO =2 C6 H7 0
s 4-20
Der diese Umwandlung des Schleirnes bedingende
Korper ist wahrscheinlich das Pflanzen - Eiweiss, welches
durch seine fortgehende Zersetzung auch die Ursache des
hochst unangenehmen Geruches ist, den faulende Algen
verbreiten.
P h i p s o n ist endlich der Ansicht, dass das Mannit
leichter aus Pflanzenschleim, als a m Zucker entsteht, und
dass uberall, wo dieser Schleim’ einer desox direnden
Wirkung unterworfen wird, sich auch Mannit ildet. (Phamn. Journ. and Transact. April 1857. yag. 530.)
Hendess.
E
9
i
Ueber den Schwefelwasserstoff- nnd Blansiinregehalt
des Tabakranches.
Leitet man Tabakrauch durch eine alkoholische
Losung yon Bleizucker oder basisch essigsaurem Bleioxyd,
SO schwarzt sich daa Einstromungsrohr nach kurzer Zeit
in auffallender Weise, wiihrend sich in der Fliissigkeit
selbst durch Schwefelblei gebraunter Niederschlag von
kohlensaurem Bleioxyde absetzt. Urn in den folgenden
quatitativen Versuchen das Schwefelblei unvermengt mit
kohlensaurem Bleioxyd zu erhalten, wurde der Tabakrauch durch eine mit Essigsaure stark angesauerte alkoholische Bleieuckerlosung hindurchgeleitet. Der Nieder-
Schwefelswasserstof- u.BlawscYuregehdt des Tabakrauches. 199
echlag von Schwefelblei ward nach dem Auswaschen mit
Alkohol getrocknet'und gewogen.
1) Tiirkischer Tabak, 3,4 Grm. ergaben 7Milligr.Schwefelblei
2
n
3,7 n
n
7,5 n
n
31 Inlli~discheCigarre
3
n
9
n
Somit ist die Gegenwart des Schwefelwassersdffes im
Tabakrauche auf das Unzweifelhafteste dargethan. Man
kann sich iibrigens auch auf eine noch einfrtchere Weiee
vom Schwefelwasserstoffgehalte des Tabakrauches iiberzeugen, wenn man den Rauch durch die Cigarre hindurch
auf ein mit essi saurem Bleioxyde befeuchtetes Papier
blast, wobei sog eich eine Braunung der betreffenden
Stelle eintritt.
Ganz besonders charakteristisch zeigt sich die bekannte Reaction des Schwefelwasserstoffes auf Nitroprussidnatrium, wenn man ein paar Tropfen einer mit Ammoniak
versetzterl Nitro uesidnatriumlosung in ein Proberohr bringt
und nun den gabakrauch durch ein Einstromungsrohr,
welches nicht ganz auf den Boden derproberohre reicht,
einleitet. Die durch Schutteln mit der Losung von Nitroprussidnatrium befeuchteten Wande des Gases ffirben sich
durch die Einwirkung des schwefelwasserstoffhaltigen Ta.
bakrauches tief violetroth.
Die angefuhrten Daten ergaben zugleich, von welchem Einflusse iiberhaupt das Einaschern der Pflanzentheile auf die Getiauigkeit' dar Schwefelsaurebestimmung
in den Aschen ist.
Nachdern man in der Tabaksasche auch in griissern
Mengen vergebens Cyanverbindungen aufzufinden versucht
hat, wurde der Tabakrauch selbst auf Cyan untersucht.
Die Methode, um Blauslure i m Tabakrauche zu entdecken,
ist folgende :
Man lasst Tabakrauch durch eine concentrirte Losung
von kaustischem Kali hindurchstromen. Die, Losung farbt
sich dadurch schwach braun und muss, wenn beim Verdiinnen mit Wasser eine Triibung entsteht, filtrirt werden.
Hierauf versetzt man die Loaung mit schwefelsaurem
Eisenoxydul und erwarrnt. Es ist nothwendig, d a m ein
geraumiges GefasrJ zu verwenden, da namentlich beim
Kochen eine starke Kohlensaureentwickelung statti findet.
Man behandelt nun den erhaltenen Niederschlag mit chemisch reiner Salzsaure im Ueberschuss, wobei sich daa
gefallte Eisenoxydoxydul unter Zurticklassung von Berlinerblau aufliist.
Die Abscheidung dea Berlinerblsu wird durch EP
!
200
Holz a w den a t e n Karthagos.
wiirmen der Fliissigkeit befordert ; nach dem Filtriren
und vollstiindigen Auswaschen mit heissem Wasser und
splter mit Alkohol bleibt daa. Berlinerblau gewahnlich
d o n tief dunkelblau gefarbt auf dem Filtrum zuruck.
1st es dagegen mit brenzlichen Bestandtheilen des Tabakrauches schmutzig griin gefjrbt, so muss es durchschutr
teln mit Aether und Alkohol von dieser Verunreinigung
befreit werden, worauf es stets in seiner charakteristischen
Fiirbung zuriickbleibt.
Von zwei Cigarren, zusammen im Gewichte von 10,s
Grm., wurden 0,018 Berlinerblau, und von zwei Cigarren
einer sndern Sorte, zusammen im Gewichte von 8,2 Grm.,
0,010 Berlinerblau erhalten.
Unter allen Tabakssorten, die Dr. A. Vo g e l jun. und
Dr. C. R e i s c h a u e r bis jetzt auf Blausaure nach der
an/gegebenen Methode untersucht hatten, befand sich nur
eine und zwar eine sehr alte abgelagerte, welche auf
5 Grm:nur
eine unwagbare Spur von Berlinerblau ergab. Alle iibrigen zeigten gans entschie‘den Blauskuregehalt. Auch die AJt des Rauchens der Tabakblatter,
ob in Form einer Cigarre oder aus einer Pfeife, iiber-,
haupt die Art der Verbrennung scheint auf die Bildung
der Blausaure im Tabakrauche nicht ohne Ein%usi zu
Bk.
sein. (Dingl. polyt. Joum. Bd. 148.)
Holr ans den Zeiten Harthagos
ist von E u g e n P e l i g o t analysirt worden. Dr.
G u y o n, Inspectionssrzt in Algier, berichtet iiber dieses
Holz an Marschall V a i l l a n t : ,,Der Kai von Kartha o
ist an mehreren Stellen noch gut erhalten und man sie t
in gleichen Abstanden Pfahle, die jetzt das Mauerwerk
iiberragen, in welchem sie stecken. Das beiliegende
Holzstiick stamm’t von einem dieser Pfahle, \der allseitig
vom Meerwasser umgeben war; ein Fusstritt genii e,
urn das Stuck von dem Pfahle loszutrennen. Der P ahl
war, seiner Harte nach zu schliessen, noch gut erhalten
und trug die Spuren einer Behandlung mit Bitumen,
welches man auch an vielen Steinen der Ruinen von
Karthago findet. Aus Plinius wissen wir, dass die Karthaginenser, gleichwie die Babylonier, ihre Bausteine mit
einem bituminiisen Product iiberzogen, um ihnen mehr
Haltbarkeit zu geben. Die beriihmte Wasserleitung von
Zowan nach Karthago ist hier aus Steinen, dort aus g e
schlagener Erde (Pis6) construirt, je nachdem die Oert-
%
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