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Ueber die allmlige Entwickelung der organischen Materie im Getreide.

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Entwickelung der organischen Materie im Getreide.
lTeber die allmalige Entwickeluiig der organischen
Materie im Getreide, von B o u s s i n g a u 1t.
Mat h i e u d e D o m bas1 e hat die Ansicht zu bekampfen
gesucht, dass die Feldfruchte den Boden nicht eher
erschopfen, bis sie anfangen zu reifen, eine Ansicht, welche
sich auf die bekannte Meicung grundet, dass Getreide,
welches vor oder wahrend der Bluthe gehauen wird, den
Boden vie1 weniser erschopft, als Getreide, welches vollkomrnen reift. Er stellte jener Meinung wohlbegrundete
Thatsachen gegenuber, besonders die, dass die Pflanzen,
yon welchen man annimmt, dass sie denBoden am meisten erscho fen, wie Kohl, Waid, Tabak gewohnlich gar
nicht zurn hwhitragen kommen. Do m b a s 1 e schreibt
den Umstand, dass die run geerndteten Getreidearten
den Boden nicht sehr Crsc opfen, dem Umstande zu, dass
sie vollkommen entwickelte Wurzeln irn Boden hinterlassen, welche selbst wieder Dunger abgeben. Ein je grosserer
Theil der Pflanze also bei der Erndte in der Erde bleibt,
desto weniger wird auch das Feld erscho ft werden. Es
ist keineswegs wahrscheinlich, dass die P anze erst nach
der Befruchtun rioch viele Substanzen aus dem Boden
aufnehme. Im egentheil findet man, dass Hafer. wahrend
der Bluthe aus der Erde genommen und ins Wasser gestellt, im Stande ist, vollkommen ausgebildete Fruchte zu
tragen, so dass also die Substanzen, welche zur Ausbildung der Saamen nothig sind, bereits in der Pflanze mthalten sein mussten. In der That findet man auch, dass
der Klee und die Runkelruben, wenn sie Saamen getraen haben, keingutes Futter mehr liefern, weil die in der
h a n z e vorhandenen nahrhaften Stoffe zur Bildung der
Frucht verwendet worden sind. Im Juni 1844, wahrend
das Korn in der Bluthe stand, wurden 40 Quadratfuss Feld,
moglichst gleichformig bestellt, abqemessen und die Halfte
davon ausgerauft. Die ersten 20 hlanzen lieferten nach
dem Trocknen 4%6 Grm. Wurzeln und 1262 Grrn. Spitzen,
Aehren und Blatter 126,2 Grm., nach der Reife am 28.
August gaben die Wurzeln 27,2 Grrn. Spreu, Aehren und
Stengel 85,7 Grm. und Kiirner 66,5 Grm. In 12 Monaten
vermehrten sich die Pflanzen an Gewicht nur urn I 4 Grm.,
also nur um & ihres Gewichtes. Ware das Korn wahrend der Bluthe abgemahet worden, so wiirde es durch
die Wurzeln der Erde den vierten Theil der Erndte wiedergegeben haben.
Der Verfasser stellte uber diesen
Ge enstand folgende Versuche an: Es wurden am 19. Mai
484% auf einem Kornfelde mit gleichmassiger Vegetation
a
1
8
Entwickelung der orgamschen Materie irn Getreide. 61
450 Pflanzen ausgerauft , welche von der anhangenden
Erde rein gewaschen und an der Luft IangeZeit getrocknet wurden. Sie lieferten S itzen und Blatter 277,4 Grm.,
Wurzeln 46.0 Grm., den 1k: Juni, als das Korn in der
Bliithe stand, wurden wieder 450 Pflanzen ausgerissen.
Sie gaben : Aehren 110,5Grrn., Blatter und Stengel 850,O Grrn.,
Wurzeln 99,s Grm. Den 15. August wahrend der Erndte,
gaben 450 Pflanzen: Korner 677,1 Grm., Aehren und SpelZen 154,s Grm., Stroh 927,5 Grm., Wurzeln 121,O Grrn.
Das Wachsthum von der Bliithe bis zur Erndte verhalt
sich demnach wie 100 : 177, die Pflanze hat also ihr Gewicht beinahe verdoppelt. Es wurden nun die zur Elementaranal se nothigen Quantitaten der einzelnen Theile
in den Ver altnissen, wie sie oben gefunden worden, zusammengemengt und verbrannt. Sie lieferten :
x
Pflanz. v. 19. Mai. Pflanz. v. 9. Juni. Pflanz. v. 15. Aug.
Kohlenstoff..
37,3
38,3
37,2
Wasserstoff..
5,8
63
678
Stickstoff ...... 1,8
039
039
Sauerstoff ...... 51,4
52,l
51,1
Mineralsubstanz. 3,7
2,5
4,o
100,o
100,o
100,o
...
..
Die Erndte von dem Felde, mit dessen Producten die
vorhergehenden Versuche angestellt waren, wurden sorgfaltig gewogen. Man wog zuerst die Garben, brachte sie
sodann auf die Dreschmaschine, wog das erhaltene Korn
wieder und bestimmte aus der Differenz die Men e des
Strohes. Man erhielt so fur eine Hectare Feld 168a
f Kilogrammen Korn, 2681 Kilogrammen Stroh und 300 Kilogrammen Wurzeln, zusammen 4666 Kilogrammen. Das
Verhaltniss des Korns zu demStroh ist hier fast dasselbe,
wie bei dem Versuche vom 15. August. Berechnet man
demnach die ganze Erndte von einer Hectare, nach obigen Analysen, so erhalt man:
Gew'der trocknen Kohlenst. Wasserst. Sauerst Sticlrst.
Pflanzen v. 1 Hect.
Kilogr
19 Mai.. ... 689*)
9. Juni ..... 2631
Zonahme votn
9. Juni.
15. August.. 4666
Zunahme vom
Kilogr.
~~~~~~~
Kilogr.
Kilogr.
Kilogr. Kilogr.
257,O
1007,7
40,O
163,l
354,1
1370,7
12,4
23,7
65,8
7507,O
1241
1016,6
11,3
40,3
1735,8
317,3
2324,3
43,O
1864
728,l
154,2
953,6
48,3
120,8
25,5
15. August
Nach Abzug von 150,O Kilogr. f i r den Saamen, darin 39,s Kilogr.
Kohlenstoff, 3,O Stickstoff und 3,O Asche.
62
Darstellung von Dextrdngum.ni.
- Starkegurnmi.
Wird nun angenommen, dass die Vegetation ununterbrochen fortgegangen sei, so wiirde vom I. Marz his 15.
August auf jeden Tag fur eine Hectare Land kornmen:
Zahl der Trockse vegeta, Asche.
Tiioe. bilische Materie. KohlenstolT. Sticltstoff.
0
.I 79
vom 1. M a w bis
19. ivai.. .
voni 19. Mai
bis 9. Jonil
vom9. Juoi bis
15. Aug.
Fur jeden Tag
im Mittel
I
21
56
'
Kilorr.
Kilogr.
Kilogr.
Kilogr.
6,82
2,75
O,12
0,28
92,95
35,75
0,54
i,ga
36,31r
13,OO
0,33
2,16
10,88
0,25
1,ta
28,95
1
(Annal.' de Chim. et de Phys.
Phavm. Centrbl. N o . 3 / j B.
III. Ser. XVZI. p. 162. -
Darstelluiig von Dextriagumnii.
F o u q u e t hat sich folgendes Verfahren patentiren
lassen. 10 Pfd. Kartoffelstarhe men@ man mit '20 Pfd.
Weizenstarke, 20 Pfd. Sago und 20 Pl'd. Gerstenrnalz, setzt
das 6fache Gewicht Wasser zu und erwiirmt uiiter Umriihren auf 25-30° C. Nach eirier Stunde etwa wird
eine Probe nicht mehr durch Jodtinctur geblaut werden;
man lasst dann Dampf zu, erhitzt auf 400 - 105" C., lasst
1 Slurlde stehen, filtrirt durch Wolle, dampft in besondern
Kesseln durch Dampf die klare Losung zur Syrupsdicke
ab und benulzt sie entweder in dieser Form oder trocknet sie, unter Zusatz von I Loth Terpentinol auf I00 Pfd.,
vollends ein. (Le Technol. 1846. -- Polyt. Centrbl. 1846.
12. Heft.) B.
Starkegurnmi.
Um aus der Starke ein Gummisurrogat zu machen,
hat man sich bis jetzt vorzuglich der Warme bedient.
(Leioconie.) P i n e 1 bedient sich der Shuren. Er macht
2 Litres Salpetersaure und $ Litre Salzsaure mit 400 Litres Flusswasser und der hinreichenden Menge Kartoffelstarke zu einein Teig a n , den er gehorig durchknetet,
2 Stunden stehen Iasst, in Korben trocknen lasst, dann in
kleinen Kuchen irn Ofen vollends austrocknet. Die Masse
wird dann gepulvert und in dunnen Schichten in einen
Ofen den ersten Tag auf 280 C., den zweiten auf 600, den
dritten auf 87" erwarmt; man lasst dann erkalten, siebt
das Pulver und bringt cs wieder in den Ofen zuriick, des-
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