close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber die Amide.

код для вставкиСкачать
Creber die Amide.
316
eines klaren Destillates, welches nur wenig Essigsaure
und andere fremdartige Beimischungen enthalt, erhalten,
und kann ohne Rectification zu vielen Zwecken benutzt
werden. bas Praparat reducirt eine ammoniakalische
salpetersaure Silberlijsung in der Kalte. nach 2-3 Minuten.
Zur Darstellung von' Aldehyd - Ammonlak kann man jenes
Praparat mit einem gleichen Volumen Aether vermengen
und dann hmrnoniak durch die Mischung leiten; ist das
Aldehyd gesattigt, so scheidet sich Aldehyd - Ammoniak
in glanzenden rhombischen KI stallen aus. Die Verfasser
pruften die Empfindlicbkeit &s Aldehyds auf salpetersaures Silberoxyd und fanden, dass 4 Theil salpetersaures
Silberoxyd in 4000 Theilen Wasser elost, mit etwas Aldehyd - Ammoniak erwarmt, einen ietallspiegel abschied.
bei 2000 Theilen Wasser war derselbe nur an einzelnei
Stellen bemerkbar unter dunkel - pur urgriiner Farbung
der Fliissigkeit. Ein Theil auf 40000 eile Wasser farbte
sich nur und 2-8 Minuten lang gelinde erwarmt, ziemlich
dunkel - rothgrun. Diese Farbung war noch deutlich bei
20000 Theilen Wasser, sogar noch bei 40000 Theilen Wasser.
(Chemical Gazette 1846. - Pharm. Centrbl. 1846. N0.47.j B.
75
Ueber die Amide.
Wird nach Malaguti ein Theil Oxamid mit 4 Theilen Salpetersaure von 4,35 spec. Gew. gekocht, so entwickelt sich
1 Vol. Stickstoff, 1 Vol. Stickstoffoxydul und 2 Volumen
Kohlensaure, also dieselben Producte, die beim Kochen
. salpetersaurem Ammoniak und 4 Aeq. Oxalsaure gebi det werden. Krystallisirtes oxalsaures Ammoniak im Verschlossenen einer Temperatur von 220" ausgesetzt, giebt kohlensaures Ammoniak und Kohlenox d-as.
oxamid in einer hermetisch -verschlossenen letalyrohe
verwandelt sich bei 340° schnell in C an, Kohlenoxyd as
und kohlensaures Ammoniak (C" H ' i O a = C + 2 H 8 ) .
dasselbe mit Sand emengt in einer Rohre bei 00-330;
erhitzt, giebt dieselfen Producte.
Chloracetamid liefert bei schwacher Rothgliihhitze
vie1 Kohlensaure, gasformiges Chlorcyan, Kohlenox dgas
und etwas Phosgengas (C4 Cl3 02 Ha N = CaCyCI+&.J H I
C a 02);mit Wasser in einer verschlossenen Glasrohre
uber 100° erwarmt, entsteht Chloroform und kohlensaures
Ammoniak, ohne vorherige Bilduno von chloressiesaurem
Ammoniak. Bei 130° findet man Xas Chloracetamid noch
unveraodert, wahrend chloressigsaures Ammoniak schon
Ae7
3
+
Ueber die Amide.
317
bei 41 2-4 150 Chloroform und kohlensaures Ammoniak
liefert.
Fliissiges Ammoniak mit Schleimsaure-Aether in Reruhrun giebt Mucamid; eine weisse, in kochendem Wasser
leic t losliche, heim Erkalten in mikroskopischen Nadeln
niederfallende Substanz. Das Mucamid = C 6 H6 0 1N ist
eschmacklos, unloslich in Alkohol und Aether, sein spec.
kew. ist = 1,589 bei 43,5". Mit Wasser entsteht bei
136 - 440" schleimsaures Ammoniak ; die kochende Losung mit ammoniakalisohem essigsaurem Bleioxyd vermischt, setzt ammoniakalisches chromsaures Bleiox d = C 1
Ha O I 4 , 2 PhO, HsN 6 H 0 ab, welches durch 8chwefelwasserstoff in Schwefelblei und saures schleimsaures Ammoniak verwandelt wird. Das schleimsaure Ammoniak
huf 220° erhitzt, erweichh und farbt sich unter Entwicklung von CO', Wasser, kohlensaurem Ammoniak, Brenzschleimsaure und einern eigenthumlichen Amid; im Ruckstande findet sich Kohlenstoff und Paracyan. Dieselben
Producte liefert das Mucamid, welches bei 200. sich
braunt, bei 208O vie1 Wasser, bei 230" die andern Stoffe
entwickelt, bei 2400 ist die Zersetzung beendet, (Cl H 1a
N201'= C 4 N2+Cs +42HO); hier treten Wasser, Kohle
und Paracyan in betrachtlicher Menge auf, wogegen bei
Zersetzung des schleimsauren Ammoniaks in der Hitze
Brenzschleimsaure, das Amid, kohlensaures Ammoniak,
Kohlensaure und Wasser in vorwaltender Menge gebildet
werden. Das Amid (F'yromucamide biumidke = C' 0 H A
Oa,2H3 N), welches man bei der trocknen Destillation des
Mucamids oder schleimsauren Ammoniaks erhalt, kann
leicht durch Umkrystallisiren von anhangender Brenzschleimsaure befreit werden. Es schmeckt zuckerartig,
ist in Weingeist und Aether loslich, in kaltem Wasser nur
wenig, schmilzt bei 1750, wobei es sich farbt und anfangt
sich zu zersetzen; bei 260° kocht es. Beim Kochen mit,
Alkalien entwickelt sich Ammoniak. Das Pyromucamid
= C ' O H6 NO4 schmeckt kaum zuckerartig, lost sich in
Alkohol, Aether und Wasser, schmilzt bei 130-432O, wobei es griin, dann blau,. spiiter violett und endlich schwarz
wird.
Die Weinschleimsaure ( h i d e mucoviniquej scheidet
sich ofter bei Darstellung des Schleimsaure - Aethers,
wenn derselbe in noch nichl ganz reinem Zustande in
wasserige Losung kommt, ab, unter Entwicklung von Alkohol much. Man erhalt beim Verdunsten einen sauren
Riic stand; durch wiederholtes Behandeln mit Weingeist,
Auflosen in Wasser und zwei- bis dreimaliges Umkrystalli-
a
+
5
'
318 Fermentoleurn C O GEinwirk.d. Salpetersaure aufBrucin.
siren erhalt, man einm weissea Korper von &startigem
Ansehen in kleinen Prismen, deren Basis einParallelo mmm
ist, welcher sich teicht losiich in Wasser, wenig lofich in
Alkohol zeigt; sclirneckt sauer, schmilzt bei 4 W O unter
Verandeaung, und nimmt ein glasartiges Ansehen an. Bei
langerm Liegen entsteht aber wieder eine u h c h s i c h t i g e
weiche hlasse. 1 Aeq. jenes Korpers (der Weinschleimsaure) absorbirte unter Erwarrnung 1 A. . Arnmoniak.
Es ljildete sich ein Salz t C I S H I 4 O'0,(?!H3, welcbes
leicht loslich und gesebmacklos ist und sauer reagirt; die
Losung faltt die Salze von Silber, Blei, Knpfer, Baryt,
Strontian, eini e von Kalk, nicht die des Zinks, det
Magnesia etc. %ie R'iederschltige sind in Essi sauce loslich. Weinschleimsanrelosung mit Silberoxy gekocht,
reducirt einen Theil Silberoxyd unter Bildong einer leicht
explodirenden Silberverbindung. Aneh das Mucamid r e d 5
cirl Silber beim Kochen aus ammoniakalischem salpetersauretn Silberoxyd. (Conbpt. rend. XXIL
Pharm. Centrbl.
1846. No. 58.)
B.
'
%
-
Fermentoleum Conii
fand L a n d e r e r von durchaus nicht nackotischem Geruche, scharfem brennendern Geschrnacke, weisser, weni
ins Gelbliche neigendcr Farbe, leicht loslich in Alkohof
Aether, atherischen und fetten Oelen. Auf Thiere ausserte
es zu einigen Tropfen keine nachtheilige Wirkung. (Buchn.
Repert. 4#. 2 . )
Diese Beobachtungen stirnmen rnit den von mir bei
Fermentoleum Chelidonai gemachten sehr iiberein. Bl e y.
Einwirkung der Salpetersaure auf Brucin.
L a ur e n t bezeichnet mit dem Narnen Cucotheline diejenige Substanz, welche durch fortgesetzte Einwirkung
der Salpetersaure auf Brucin hervorgerufen wird. Sie ist
orange-rothlich gefarbt, krystallisirbar, und besteht aus
C1' €Iz1
p40 I O. Ein Aequivalent Brucin und 3 Ae
pelersaure ergeben 1 Aeq. Salpeter - Aether und
Aq., der Rest der Elemente bedingt das Entstehen der
neuen Substanz. Ammoniak zerlegt diese in verschiedene
Producte ; unter ihnen ist eine alkalische Basis besonderer
Art befindlich, welche die Elemenre der salpetrigsauren
Dampfe mit sich fuhrt, und bei erhoheter Temperator
wieder zerlegt wird. (Journ. de Pharm. el de Chimie.
Aozit 1816. p . 253.)
Wilting.
4'I&,
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
181 Кб
Теги
ueber, die, amid
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа