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Ueber die anregende Eigenschaft des Hafers.

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Anregende Eigenschaft des Hafers.
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Kalkmilch e r w h t , der iiberschussige Kalk mit Kohlensaure entfernt,
das Filtrat mit Kohle entfsirbt und zur Krystallisation gebracht. Bus
dem Calciumsalz wird die Saure durch Salzsaure abgewhieden.
Die Sziure krystallisirt in dicht auf einander liegenden BEttern,
oder in dicken , anscheinend rechtwinkeligen Prismen mit 2 fliichiger
Zuspitzung. Sie ist in Wasser schwer lijslich, in heissem Wasser
leichter als in kaltem, aber auch in kaltem vie1 leichter als die
Hippursaure.
2) Phenylpropionsiiure wird im Thierkijrper in Harnsaure
umgewandelt und als solche im Ham ausgeschicden. Dagegen findet
sich keine Spur von Hydrozimmtsaiirc, ebensowenig eine etwaige
Glykokollverbindung der Hydrozimmtsaure. Zieht man in Betracht,
dass die Nandelsaure zu Benzossaure oxydirt wird, cbenso das Acetophenon im Kijrper nicht Benzoylcarbonsaure bildet , sondern Benzoesaure, so lasst sich folgender Satz aufstellen: Die der Benzoesaure
homologen Sauren werden zu Benzoesaure oxydirt, wenn die SeitenBette mehr als zwei C-Atome enthdt, oder ihre Stabilitzit durch
Ersetzung eines H-Atom durch OH, oder zweier Atome H durch 0,
wie in der Benzoylcarhonsaure, geschwacht ist.
3) p - O x y p h e n y l e s s i g s a u r e wurde zuerst von dem Verfasser
als Spaltungsproduct der Hornsubstanz und aus Eiweiss durch Fadniss erhalten. Dieselbe geht im Thierkijrper manchmal in Oxyphenacetursaure uber , w i d aber auch manchmal als p - Oxyphenylessigsaure wieder ausgeschieden.
4) Oxyphenylpropionsaure. Die zu den Versuchen benutzte
Saure m d e aus der p - Amidophenylpropionsaure dargestellt. Dieselbe wird zwar im K8rper oxydirt, doch nicht in der vomVerfasser
erwarteten Weise. Eine Steigerung des Eiweisszerfalles im Kijrper wird
dwch die Oxyphenylpropionsaure nicht, oder nur in geringer Menge
bewirkt. fzeitsck. f. Physiol. G!&emie. Bd. VIL pag. 16.)
C. &h.
Ueber die anregendo Eigenschaft des Hafers bringt
A. S a n s o n eine Reihe von Resultaten zahlreicher in der Ecole de
Grignon unternommener Versuche. Die Hfille der Frucht des Hafers
enthat einen in Alkohwl lijslichen Stoff, der die Bewegungszellen
des Nervensystems anregt. Er ist stickstoffhaltig und scheint der
Gruppe der AlkaJolde anzugehijren; er ist unkrystallisirbar, feinkijmig,
in der &sse braun und theilt Alkohol in verdunnter Lijskg eine
Amberfarbe mit. Seine Zusammensetzung scheint C”H2 ‘NO l 8 zu
sein. Verf. schlagt vor, ihn Avenin zu nennen. Alle Varietiiten des
cultivirten Hafers scheinen f*g, den so durch seine physiologischen
Eigenschaften gekennzeichneten Kijrper zu liefern, sie besitzen jedoch
diese Fiihigkeit in sehr verschiedenem Grade. Der Kijrper selbst
ist bei d e n VarietZiten derselbe, die Menge wechselt jedoch nicht
allein der Varietzit der Pflanze nach, sondern auch nach dem Orte
ihres Anbaues. Die weisse Varietiit des Hafers e n W t weniger von
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Glycerin in Salben.
dem anregenden Stoffe, wie die schwarze. Finden sich weniger als
0,9 o/o des wirksamen Stoffes im lufttrocknen Hafer, so reicht diese
Dosis nicht hin, urn sicher die Nuskelnerven des Pferdes anzuregen,
bei gijsserem Gehalt tritt die anregende Wirkung sicher ein. Die
Bestimmung des wirksamen Principes, bei der man das angegebene
Verhdtniss als Eriterium nehmen muss , giebt allein einen sicheren
Anhalt fur die Schtitzung, doch ist weisser Hafer meist weniger
anregend wie schwarzer.
Werden dic Haferkijrner gemahlen, so nimmt die erregende
Eigenschaft betrachtlich ab, da aller Wahrscheinlichkeit nach der
Kijrper, der diese Eigenschaft besitzt , hierdurch verandert wird , die
anregende Wirkung ist schneller, aber viel weniger kriiftig und
anhaltend. Diese Wirkung lasst bei dem ganzen Hafer einige Minuten
auf sich warten, nimmt bis zu einem gewissen Moment zu, wird
dann schwhher und hijrt nach und nach ganz auf. Die ganze Dauer
der anregenden Wirkung betrug bei den Versuchen immer eine
Stunde per Kilopanun des genossenen Hafers. fBuZletin cmmrckl
de Z'Union pharmaceutique. 1 l e Annde. No. 2. pag. 90. Coqtes
rendus.j
C. Kr.
Glycerin in Salben. - V i g i e r bespricht in der Gaz. hebdom.
die therapeutische Wirksamkeit des Glycerins und erinnert an die
Eigenschaft desselben, bei seiner Verwendung in Salbenform das
Eindringen von Arxneimitteln in clie Haut zu verhindern. Schon
vor 16 Jahren bcobachtete er, dass Einreibungen einer Lijsung von
10 g. Jodbalium in 30 g. Glycerin niemals Jod im Harn auffinden
liessen. Nahm man statt Glycerin Fett, so fand sich Jod im Harn.
Er beobachtete ausserdem, dass das Einreiben n i t der Glycerinlijsung
vollkommen unschadlich war, dagegen Einreiben mit Fett sehr reizend
wirkte, so dass man es nur mit Vorsicht fortsetzen konnte. Eine
Lijsung von 1 g. salzsaurem Morphin in 20 g. Glycerin zeigte, selbst
nach 24 Stunden dauernder Einwirkung , keinen narkotischen Erfolg ;
ebenso zeigte sich, als man eine Lijsung von 1 g. Atropinsulfat in
100 g. Glycerin auf die S c W e einwirken liess, nach 6 Stunden
sogar keine Pupillenerweiteiung.
Als besonders kriiftiges schmarotzertijdtendes Mittel empfiehlt
Vigier eine Lijsung von 5 g. Quecksilberchlorid in 100 g. Glycerin,
die auf die Haut nicht reizend einwirkt und kein Quecksilber im
Harn aufhden 12isst. Sie scheint vor der Quecksilbersalbe den Vorzug zu verdienen, da letztere stark fleckt und viel Quecksilber absorbiren Ilsst.
Vigier empfiehlt daher, wenn man die Absorption eines Arzneimittels durch die Haut zu erlangen sucht, immer Fett als Auflijsungsoder Bindemittel zu nehmen, dagegen wenn man diese Absorption
vermeiden wiU, die Verwendung von Glycerin. (L'Uiim pJuwmaceutique. Tome 24. No. 3. pag. 97.l
c. irr.
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