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Ueber die Bestandtheile der Muskeln verschiedener Thiere.

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Bestnndtheile der Muskeln cerschiedener Tiliere. 195
Ueber die Bestaudtheile der Muskelu verschiedener
Thiere
haben V a l e n c i e n n e s und F r h m y wichtigc Untersuchungen veroffentliclit. Dic BIuakclfasern dar TVirbelthiere wurden vor der 1Jntersncliung sorgfsltigst von schnigen Fascrn, Ncrvcnfasern, Hlutgefiissen und Fett betkit.
Als Bestandtheil in crster Reihc trat das Kreatin C h e v r e u 1’s hervor, sodann die Inosinsaure und das Krcntinin
L i e bi g’ s . Das letatere fanden V a l e n c i e n n e s imd F r h m y
weit hkifiger verbreitet, d s man Inisher mgenoiiiinen hatte.
Sie fanden es in der Muskelfaser beinahe siimrutlicher
Wirbelthicre, welche sic darauf untcrsuchten. Es findet
sich zuweilen in freiem Znstande und giebt sich dann
durch seinc alkalisohe Reaction zu erltenncn. Ocfters ist
es mit Phosphorsiiure verbunden.
Die Substanz, welche den Muskeln ihre saure Reaction ertheilt, ist in einigen Ffillen Milchsiiurc, gewohnlicli
aber ist cs das phosphorsaure Kali KO, 2 HO, P05. Man
erhslt es in Krystallen beirn Verclansten eines weinpistigen Auszugcs der Muskeln Zuni Syrup und Stehcnlassen
desselbcn. In den WirLelthiercn ist es in Menge vorhanden; bci den Gliederthiercn und lllolluslcen nur in selir
geringer nIenge. Mit pliospliorsaurcm Kalk in Beriilirung
liefert dasselbe drittelpliosphorsauren K d k . Das saure
phosphorsnure Kali spielt siolierlicli cine Rolle bei der
JJildung eincs phosphorhaltigen Fettcs, welches sich in den
Muskeln reichlich findet. Dicses Fctt besitzt dieselbe Zusainnicnschzung wie die Olcopliospliorsaure des Qehirns.
Von deni gleichaeitig vorhandenen neutralen Fettc, Olein,
s. g. Margnrin und Stearin trcnnt inan es durcli schwachcn
Weingeist, in dein es sicli liist, wiLIirenc1 die ubrigcn
Ii’ette nngclost bleiben. Beim Rbdampfen des weingeistigcn Ausznges bleibt eine braungelbe lslebrige Masse, die
niit Schwcfelsiiare behandelt, Natron an dieselbe abgiebt,
wiihrend sich Oleophosphorsiiure, schwcrcr als Wasser,
nbseheidct. Sie ist stickstoflialtig. D:LSphosphorhaltige
Fett der Muskeln ist eine iiehte Seife, niiinlich oleophosphorsaures Nntron. Es findet sich fast in allen Theilcn
des thierischen Orgsnisnius. Seine Mcnge niiiimt mit
dein Alter der Tliiere in1 Muskelgcwebe zu j sie wechselt
rnit der Art der Wirbelthiere. So enthalten Fisclie niit
weissem leichten Fleische, z. 13. der Schellfisch, die Rliesche,
die Platteise nur geringe Mengen des oleophosphorsauren
Natrons, Fische mit dichtem, schmackhaften, schwerverdau-
13*
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Bestandtheile dep Muskeln verschiedener Thieve.
lichen Fleische, wie die Makrele, der Hering, die Forelle
und besonders der Lachs, betrachtliche Mengen desselben
enthalten. Dieses phosphorhaltige Salz ist es, welches
durch Whrme unvollstandig zersetat, dem gerosteteii Fische
seinen eigentliiimlichen Geschmack ertheilt.
Die auffallende Acnderung der Farbe, welche die
Muskelii niehrerer Fische zuweilen zeigen, hangt mit der
Fortpflanzung derselben zusamnien. So hat der Lachs
das ganze Jahr hindurch rothes Fleisch, allein wahrend
des Laichens wird dasselbe merklich blgsser. Bei den
Forellen ist diese Entfarbung noch merklicher j man weiss,
dnss in der Laichzeit das Fleisch der Forellen vollig weiss
erscheint. I l u n i p h r y D a v y zeigte, dass der Farbstoff
des Lachsfleisches sich durch nether ausziehen lasse ;
V a l e n c i e n n e s und F r b i n y erlrannten diesen Farbstoff
fur eine nichtfluuhtige fette Sjdure, die sic acide saZniom$ue,
Salinsaiure, nannten. Sic findet sich in1 neutralen fktten
Oele des Lachsfleisches gelost und lasst sich durch aminoniakalischen Weingeist daraus ausziehen.
Die Salmsaure ist klebrig und roth geftirbt. Die
rothe Skure des Forellenfleisches ist ebenfalls Salmsiiure.
I n den Lachseicrn tindet sich Salnisaure und Oleophosphorsaure. Daraus erklart sich ungeawwngen die Entfirbung und der Verlust an Schmackhxftigkeit, welche
das Lachsfleisch walirend der Laicheit crleidet. Die
Pvluskeln des S a h o hwnicitus enthalten wcniger Salmsaure
und Oleophosphorsaure als die des Sulwzo Salnio Valenciennes,
Das Muskelfleisch der Krcbse enthalt Kreatin uncl
Iireatinin, auch reichliche Mengen von Oleophosphorsaure,
alleiii das saure pliosphorsaurc Kali verschwindet beinahe
vollstandig.
Die Muslreln der Mollusken, naincntlich dcr Ccphalopoden und Acephalen, enthalten keine nachweisbart2
Mengen von saurem phosphorsaurein Kali, keine Oleophos,phorskure, weder Kreatin noch Kreatinin; allein grossere
ilfcngen von Taurin. Die Zusammcnsetzung des Taurins
aus den1 Fleische der Austeim und des Tintenfisches fand
F r e n i y zu
C = 19,5
H = 5,9
N = 10,5
S = 24,0
0 = 4O,1
_____
100,UO
Das Mollusken - Taurin zeigt auch die Krystallform
des Taurins der Ochsengalle; cs ist vollig identisch niit
Zuckerhildung in der Leber.
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demselben. Es lost sich leichter in siedendeni Wasser,
als in kaltem, ist unloslich in Alkohol und Aether, verbindet sich weder mit Sauren, noch mit Basen, widersteht
der Einwirlrung der Salpetersiiure und des Kiinigswassers,
liefert unter den Producten der trocknen Uestillation
schweflige Siiare, schweff igsimrcs wid sehwefelsaures Ainmoniak.
Bishcr liatte nian das Taurin als einen Ruswurfsstoff
betrachtet j nach den vorliegenden Thatsachen wird man
diese Ansicht etwas modificiren miissea. (Valenciennesu.
Frdmy, Ann. tle ckiiti. et deplys. 3. X&. Juia 1857. Tom. L.
pag. 1%9-178.)
Dr. H. Ludwig.
--
IJeber Zuckerbildung ir der Leber.
B e r n a r d giebt als Fortsetzung seiner friiheren Versuche uber die Bildung des Zuckers in der Leber, welche
wahrscheinlich geniacht hatten, dass in der Leber sich
ein Stoff befindc, der durch eine Art Gahrung in Zucker
verwandelt wiirde, die experimentale Bestitigung und den
Modus der Isolirung dieses Stoffes. Bereits friiher hatte
er gefiindcn, class mit Wasser ausgewaschene nnd so
von Zucker befreite Lebersubstanz binnen l h r z e m von
Nenem Zucker producire. Y. $1 e n s e n wies im Jahre 1856
nach, dass man aus auckerfreier Lebersubstana durcli Einwirkung des Spcichels oder Pnnkreasfermentes oiler Pfortaderblutes Zucker erhalte, und gelangtc noch im vorigen
Jahrc zur Isolirung dieses Stoffes nach ungefiihr demselben
Verfahren, wie jetzt B e r n a r d . Die Darstellung dieses
Stoffes wiirde nach Keidcr Angaben folgende sein: Die
noch warrne und blutige in kleine Stiickchen zerliackte
Leber cines kraftigen, wohlgcnahrten Thiercs w i d in eine
gerade hinreichende Menge kochendcn Wassers geworfen,
und hurze Zeit das Kochen unterhalten. Alsdann zerkleinert man die hernusgenonimenen Stiicke im Morser
vollstiindig und kocht mit dem obigen Wnsser nocli 3I4-l
Stunde lang, y e s s t die gekochte Fliissigkeit dnrch Leinewand uud filtrirt dann durch ein Papierfilter. Das weisslich opalescirende Filtrat wird mit seinem 4 - 5fachen
VoIumen Alkohol iibergossen, woduruh ein reichlieher,
weisslich flockigcr Niederschlag gebildet wird, der der
Hauptsache nach nus dcr zuckerbildenden Substanz besteht und ausserdern noch Spuren von Zuclier, Gallensubstanzen, anderen Extrnctivstoffen und einer sehr schwer
trennbaren eiweissartigen Materie enthalt.
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