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Ueber die Bewegung schwimmender Krystalle einiger organischer Suren.

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Bewegung schwinamender Iirystalle organisclier Sauren.
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AIkalien vorzuziehen, da der Baryt leicht ganz wegzuschaffen und genau zu bestimmen ist. Zu der Behandlung mit Baryt bediente sich R o c h l e d e r eines ganz einfachen Apparates, der es gestattet, bei Ausschluss der
Lu'ft zu arbeiten. In einem Gefiisse wird Wasserstoffgas
entwickelt; dieses Gas tritt gewaschen in den Kolben,
worin die Gerbsaure in concentrirter Losung befindlicli
ist. Wenn der Kolben ganz mit Wasserstofl gefiillt ist,
welches sich in einem schwachen, gleichmassigen Strome
fortentwickelt, wird durch einen Trichter die Barytliisung
zugegossen. Der Trichter hat einen langen Schnabel, der
bis auf den Boden des Kochgefdsses reicht, und ist oben
mit einem eingeschliffenen Glasstabe zu verschliessen.
Fiillt man bei eingestecktem Glasstabe den Trichter mih
Barytlosung und liiftet dann etwas den Qlasstab, so fliesst
die Barytlosung hinab zur Glerbsaure, ohne Luftblasen
mit ins Qefass zu fiihren. Eine dritte Rohre, die in einc
tubulirte Vorlage fiihrt, niacht es moglich, das abdestillirte
Wasser zu nntersuchen; durch den Tubulus ist ein in
eine offene Spitze ausgezogenes Rohr eingesetzt, damit
Wasserdampfe und Wasserstoffgas entweichen konnen.
Man kann den Strom von Wasserstoffgas leicht gleichfiirmig erhalten, wenn man die Sjiure auf einen Trichter
giesst, der mit einem Qlasstabe verschlicssbar ist, der
aber einen kleinen Canal eingeschliffen hat, durch den
sehr langsam Sarire auf das Zink nachfliessen kann. Hat
man lange genug den Baryt einwirken lassen, so ersetzt
man das Wesserstoffgas durch Kohlensaure, bis aller Baryt
in kohlensauren und doppelt - kohlensauren Baryt ubergefuhrt ist, oder man zersetzt durch verdiinnte Schwefelsaure statt durch Kohlenslure die barythaltige Losung j e
nach Umstanden. Auf diese Weise erhiilt man die paltungsproducte ohne storende Nebenproducte, die diirch
die Action des Sauerstoffes unter anderen Verhaltnissen
sich bilclen. (Jouan. fth paakt. Cheni. Bd. 68. Hft.7. LSitz.-Ber. cler kais. Akad. cler Wissensch. XVIII.) H. B.
Ueber die Bewegung schwimmender Hrystalle einiger
orgaiiischer Slureu.
Die Krystalle der Bernsteinsliure und der auf trocknem Wege dargestellten Benzoesaure zeigen, wenn sie auf
die Oberflache reinen Wassers geworfen werden, eigenthiimliche Bewegungen. Hei der Benzoesaure ist der
Ilauptcharakter der Bewegung die Rotation urn einen
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Bewegung schwimmender Kystalle organischer Sc?iuren.
bald innerhalb, bald ausserhalb dcs Kr stalls liegenden
Punct. Bei der Bernsteinslure ist diese otation abwechselnd mit geradlinigen, stossweise erfolgenden Bewegungen, Blinlich dem Treiben der Wasserspinnen an sonnigen
Sornmertagcn.
Bemerkenswerth ist die Icraft, mit welcher manche
auf das Wasser gestreiite Korpcr, I. B. Semen 1 copodii,
von den bewegtcn Krystallen mitgerissen wer en, und
noch bemerkenawcrther der Urnstand, dass fast plotzlicli
alle Hewegung aufhort, wenn man einen Finger der blossen Hand in d u Wasser hucht.
Schuttet man von dem Wasser, worin die Krystalle
zum Stillstehen gebracht wurdcn, einen Theil weg, so
fangt ihre Bewegung mit erneuerter &aft wieder an und
dauert, wenn keinc weiterc Storung eintritt, bis zur Aufliisiing der Krystalle fort. Uass diese Bewegung eine
Folge der Auflosung durch das Wssser sei und aus einseitigen Angriffen des Liisungsmittels auf die Krystalle
direct hervorgehe, diirfte u p’ori gcschlossen werden,
dass aber das Vcrhaltcn dieser Krystalle durch die Beriihrung des Wassers so modificirt werde, dass bei der
Fortdauer der Aufliisung die Bewegung der Rrystallc aufhiirt, verdient eine nahere Betrachtung.
Das Verhalten der Citronensaurc gcstattet in den
Vorgang dieser Erscheinung eine naliere Einsicht. Die
Bewe ungen dieser Krystalle (die man in moglichst feine
Plattc en spaltet, damit sic auf dem Waeser schwimmen)
hinterlassen auf der Wasserflache die schwirnmende sichtbare Spur der aufgel8sten Citronensaure. h’aclr erfolgter
Beriihrung des Wassers hort die Bewegung der Kr stalle
zwar auf, ihre Auflosung dauert cdoch mit dem 6nterschiede fort, dass die sichtbare Lpur der Loaung nicht
mehr auf der OLerflLclie schwimmt, sondern sich senkrecht zu Boden senkt. Die den Stillstand der Rewegung
bewirkcnde Ursache musste in eincm Kor er gesucht
werden, dcr sich nach der Beriihrung des assers auf
dessen Oberllachc ausgebreitet hat. Dieser Korper wurde
als die aiisscrst diinnc Schicht einer fetten Substanz erkannt, die sich bei der Beruhrung des Waosers vom
Finger gelost iind sich raach uber die Oberflliclie des
Wassers verbreitet hat.
Die Vertheilung dieser Substanz auf der Waseerflache
geht 60 weit, dass ein durch die blosae Hand betasteter
Glas- odcr Metallstab beim Eintauchen ins Wasaer die in
voller Bcwcgung bcgriffcnen Krystallc entweder gleich
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2
1
d
&
Das fliichtige Oel
von
Ptychotis Ajowan.
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zum Stillstehen bringt oder ihre Rewegung so weit herabstimmt, dass sie dem nervosen Zucken eines sterbenden
Thieres vergleichbar sind.
Nur die fetten Oele oder ihre Verseifungen scheinen
diese Eigenschaft der hiichst fcinen Verthcilung auf dem
Wasser zu besitzen: denn das lichte Holztheerol z. B.
hat selbst in ganzen Tropfen auf das Wasser geworfen
die Bewegung der Krystalle nicht aufgehoben.
Zur Erklgrung diescr Erscheinungen geben die schwimmenden Linien der gelosten Citronensaure einen sichtbaren
Aufschluss, die trotz ihres griisseren specifischen Gewichtes
auf der Oberflliche des Wassers schwimmen. Deckt hingegen die Wssseroberflache ein anderer Korper, der durch
seine grossere Anziehung die Oberfliiche als aolche in
Anspruch nimmt, so geht die Aufliisung der Krystalle in
die untere Wassermassc iiber und fiillt als specifisch
schwerer Korpcr zu Boden. Im erstcn Falle war die
Waaseroberflache allein das Losungsmittel. Das Verdrangen der gclosten Theile durch das fortwahrende Zutreten des Losungsmittels veranlasste die Fortbewegung
der schwimmenden Krystalle.
Im zweiten Falle war die Oberfliiche des Wassers
durch die Decke eincs sie anziehenden Kiirpers in Anspruch genommen und das Zutreten des neuen Losungsmittels geschah von unten, daher jede Fortbewegung der
Krystalle annullirt worden ist.
Andererseits kann man die iin M'asser loslichen krystallisirten Salze, z. B. doppelt-chromsaures Kali, schwefelsaures Eiscnoxydul oder Kupferoxyd, Sslmiak, Alaun, zu
ahnlichen Bewegungen auf dem Wasser bringen, wenn man
deren in Plattchen gespaltene Krystalle leicht eingefettet
auf die Oberflache des Wassers legt. (Journ. f a r prukt.
Chem Bd. 68. H t . 8. - JaArb. der k. k. geolog. Reichsanstalt. 1855. I Jahrg. No. 2.)
H. 13.
rf.
--
Das fliichtige Oel vou Ptychotis Ajowan.
Diese in Rajpuiana wachsende Umbellifere tragt nach
R. H a i n e s (Quart. Joziru. of the C'liem. 80c. VIIL p . 289)
eine in Gestalt und Ansehen dem Coniuin maculatum sehr
khnclnde Frucht, welche kurz, seitlich eingedruckt ist
und den kraftigen angenehnien Geruch des Thymians hat.
Das Verfahren, ihr fliichtiges Oel zu gewinnen, ist den
Eingebornen irn Staate Judore und der benachbarten Bezirke wohl bekannt: denn ihre Aerzte brauchen das Oel
Arch. d. Pharm. CXXXXILBds. 1.Hft.
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