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Ueber die dem Harnstoff entsprechende Schwefelverbindung.

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Ueber die dem Harnstoff entsprechende Schwefelverbindung.
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vereinigen; auch G e u t h e r und seinen Mitarbeitern gelang
es nicht , eine Silberoxydverbindung desselben zu erhalten,
Eine heisse Oxamidlosung wirkt nicht ein auf die neutralen essigs. Salze des FeO, Fe2037MnO, NiO, SnO und Hgo.
Die Losung des essigs. Hg20 wird durch dieselbe beim KOchen reducirt.
G e u t h e r betrachtet die O x a m i n s a u r e C4H3N06 als
Az 0 -h y d r o x y e s s i g s Xur e (Azoglykolsiure), das 0 x a m i d C4H4N204 als A z 0 - h y d r o x y a c e t a m i d (Azoglykokoll oder Azoglykolamid), die C a r b a m i n s a u r e C2H3N04
als A z o - h y d r o x y n i e t h y l a l k o h o l und den H a r n s t o f f
(Carbamid) C2H4"202 als A z o - h y d r o x y m e t h yl a m j n =
[C2H(HO 2,N)],H W . (Jena'ische Zeitschr. f. ililed. u. Natu1-w.
Bd. IV. €I. 1. S. 2 - 2 5 . ) .
N; L.
Ueber die dem Harnstoff entsprecheiide Schwefelverbindung.
Es ist bekannt, dass W o h l e r vor langerer Zeit die
merkwiirdige Umwandlung , welche eine wasserige Losung
von cyansaurem Smmonium bei ihrem Eindampfen zur Trockne
erleidet, entdeckt hat. Das cyansaure Ammonium geht
dabei in den isomeren Harnstoff uber
Cyansaures Ammonium iind sulfocyansaures Ammonium sind
Salze von sehr ahnlicher Constitution , und das letztere sollte
also auch beim Erhitzen eine dem Harnstoff entsprechende
Schwefelverbindung geben
Snlfocyansaures Ammonium Sulfocarbamid.
L i e b i g , V o l c k e l und H o f m a n n haben sich mit dieser Umwandlung des sulfocyansauren Ammoniums in Sulfocarbainid beschaftigt , ohne jedoch ein giinstiges Resultat zu
erzielen. H o f m a n n hat zwar eine Reihe von Substitutionsproducten des schwefelhaltigen Harnstoffs dargestellt , doch
ist ihm die Isolirung des Snlfocarbamids nicht gelungen.
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Ueber die dem Harnstoff entsprechende Schwefelverbindung.
S. E. R e y n o l d s liat nun in neuester Zeit nicht nur gezeigt,
dass das Sulfocarbamid direct aus dem sulfocyansauren Ammonium dargestellt werden kann, sondern dass auch diese
Darstellung nach einem dem W 6 h 1e r ' schen Verfahren ganz
ahnlichen von Statten geht. R e y n o 1d s iiberzeugte sich,
dass die grossere Stabilitat des sulfocyansauren Ammonium
das hauptsachlichste Hinderniss fur die moleculare Umlagerung der darin enthaltenen Bestandtheile abgebe.
Bei dem cyansauren Ammonium geniigt die Temperatur
des siedenden Wassers, um die Umwandlung desselben in
Harnstoff eintreten zu lassen ; das snlfocyansaure Ammonium
bleibt dagegen bei i O O o anverandert, wird aber bei 170 180" leicht zersetzt.
R e y n o 1d s hat nun das sulfocyansaure Ammonium
langere Zeit in einem Oelbade bei 170° erhitzt, dasselbe
nach dem Abkiihlen bis auf 100° mit einem gleichen Gewichte warmen Wassers von 80°C. behandelt und die Losung der Krystallisation iiberlasscn.
Die erhaltenen Krystalle wurclen abgepresst , wiederholt
umkrystallisirt und mit grosster Vorsicht der Analyse unterworfen. Die Anslyse gab Zahlen, welche mit den aus der
Formel CH4RT2S berechneten iibereinstimmen. R e y n 01d s
hatte demnach das 8nlfocarbamid
(CSY
HZ I N 2
H2
erhalten. Wird der neue Harnstoff mit Wasser in einer
zugeschmolzenen Rohre einige Stunden lang auf 140°c.
erhitzt , so wird er wicder zu sulfocyansaurem An~monium
umgewandelt, wie aus der intensiven rothen Fiirbung xu
ersehen ist, welche die Fliissigkeit bei dem Zusatz eines
Eisenoxydsalzes annimmt. K e i n e s Sulfocarbamid giebt mit
Eisenoxydsalz k e i n e Farbung. Das Sulfocarbamid schmilzt
bei 149O C. Nit Salpetersaure bildet dasselbe eine schon
krystallisireiide Verbindung, dagegen keine mit Chlorwasserstoffsaure und OxalsCure. Mit Gold, Platin nnd Silber stellte
R e y n o 1d s ebenfalls Verbindungen des Sulfocarbamids dar;
auch gelang es ihm, das Sulfocarbarnid durch Behandlung mit
feuchtem Silberoxyd in Carbamid iiberzufuhren.
\'on Quecksilberverbindungen des Sulfocarbamids scheinen mehre zu existiren. Beim Vermischen einer fast neutralen Losung von salpetersaurem Quecksilberoxyd mit einer
Harn v. Pere., welche Chlorof. eingeathm. hab. etc. - React. a. Albumidc.
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etwas verdiinnten Losung von Sulfocarbamid entstand ein
ru'iederschlag von der Zusamrnensetzung
2 (CS)"HIN z, 3Hg"0, 3H ".
Diese Quecksilberverbindung des Sulfocarbamids geht
bei langerem Waschen in die Verbindnng (CS)"H4N2. 4Hg"O
uber , indem Harnstoff und Wasser eliniinirt werden. (Annalen deer Chemie und Phuerm. Maiheft 1869.). 27. Mai 1869.
Sch.
__--
Der Harn yon Personen, welche Chloroform eingeathniet haben , reducirt Kupferoxyd zu Oxydul,
wie wenn Zucker vorhanden ware ;
d i e s e R e d u c t i o n riihrt a b e r vom C h l o r o f o r m her.
Von der Gegenwart desselben iiberzeugt man sich, indem man
einen Luftstrom durch den Urin leitet, dann durch ein rothgliihendes Porcellanrohr und schliesslich in einen L i e b i g ' schen Xaliapparat , welcher eine Losung von salpetersaurem
Silberoxyd enthalt. Es findet eine Fallung von Chlorsilber statt.
(Ehal-maceut. Journ. and Transact. Irebr. 1869. Sec. Ser.
Vol. X . Nr. VIII p . 486.).
WP*
Reaction auf Albumide nach Fr6hde.
Man behandelt die Eiweisskorper im festen Zustande
niit m o 1 y b d a n s a u r e - haltiger Schwefelsanre , wodurch sie
intensiv blau gefarbt werden. Die Schnitte von Sanienlrornern , besonders der Getreidesamen , sowie die 31 u s k e 1f a s e r n zeigen diese Reaction deutlich. Gewisse Reagentien
verhindern die blaue Farbung. (Ann. Chem. Phal-m. 145,
376.).
G.
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