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Ueber die Eintheilung des Model bei den Arometern mit gleichgradiger Scala.

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ARCHIV DER PHARMACIE.
CLXXVIII. Handes erstcs und zweiles Heft.
I. Physik, Chemie, Pflanzenphysiologie und praktische Pharmacie.
Ueber die Eintheilung des Nodel bei den hao=
metern mit gleichgradiger Scala;
von
Dr. G. Th. Ge r I a cli in Kalli hei Deutz.
D e r Model eines Araometers ist derjenige game
Araometertheil, welcher beim Schwimmen im Wasser sich
u n t e r dem Wasserspiegel befindet.
Bei Gelegenheit eines gegenseitigen Vergleiches der
allgemeinen Araometersealen (Monatsheft des Kolner Gewerbevereins, Jahrgang 1865, Augustheft, S. 65) wurden
folgende Formeln gefunden, nach welchen sich die Grade
der gleichgradigen Araometerscalen auf das entsprechende
specifische Gewicht reduciren lassen.
In diesen Formeln ist s = speeifisches Gewicht,
n =rder Anzahl der betreffen. den Araometergrade.
Das Zeiehen
i m Nenner des Bruches kommt bei
den Flussigkeiten in Anwendung, welche specifisch leichter sind als Wasser; hingegen das Zeichen - bei den
Flussigkeiten, welche specifisch schwerer sind als Wasser.
Formel fur dae hundertgradige Araometer:
+
100
-
6.
100-+n
Formel fur das Araometer nach B e c k und B e n teley :
100
_______
100 f 0,5882. n
- 8.
Arch. d. Pharm. CLXXVIII. Bde. 1.U.2. Hft.
1
Q. Th. Gerlach,
2
Formel fur dae Ariiometer nach B e a u m e bei Flussigkeiten leichter ale Wasser :
100
= s bei 140R.
(n - lo>]
Formel fur das Arlometer nach B e a u m e bei Flussigkeiten schwerer als Wasser :
loo
[0)6E13
*
100
loo- (O,6E34 * n,
= 8 bei 120R.
100
- (O,6813. n, - s bei
____.___
loo
140R.
Formel fur das hollandische Araometer :
Formel fur das Ariiometer nach C a r t i e r bei Flussigkeiten leichter als Wasser
fur Grade unter 220 Cartier :
fur Grade uber 220Cartier:
In allen diesen Formeln entspricht der Zahler 100
dem absolnten Uewicht der Flussigkeit und der Nenner
dem bezuglichen Volumen der beim Schwimmen des
Arlometers verdrangten Flussigkeit.
Diese Formeln lassen sich in eine andere, dem gegenseitigen Vergleich mehr zugangliche Form uberfuhren,
wenn man in Rechnung zieht, in wie vie1 Grade der
Eintheilitng des Model bei Araometern.
3
ganze Model des Instruments bei den verschiedenen Scalen getheilt wurde.
Es ist aus der Formel fur das Ariiometer nach Beck
ersichtlich, dass jeder Grad nach B e ck gleich ist 0,5882
Grad nach G a y - L u s s a c ’ s Volumeterscala. 100 Grade
der Volurneterscala oder rnit andern Worten der Model
des Instruments wird also gleich sein 170,,, Grade nach
Beck, denn:
1 = 100 : 170.
0,5882
Werden in einem Bruche so vie1 absolute Gewichtseinheiten sum Zghler genommen, als der Araometer- Model Grade besitzt, SO werden die Volumina der verdrangten Flussigkeiten in directe Beziehung zu den Araometergraden gebracht.
Das specifische Gewicht findet man dann beispielsweise fur das Araometer nach B e c k nach der Formel:
170
- 8
170 =
I! n
und umgekehrt berechnen sich die Grade aus einem gegebenen specifischen Gewichte nach der Formel :
170 (1 - 8 )
= n bei Flussigkeiten leichter als Wasser,
8
170
(8-
1)
8
= n bei Flussigkeiten schwerer als Wasser.
Berechnet man in derselben Weise die Qradigkeit
der Model fiir die ubrigen Araometerscalen, so findet
man fur das Araometer nach B e a u m e die Gradigkeit:
145,ge bei 100 R.,
146,33 bei 120 R.,
1415,~~
bei 140R.
Hieraus leiten sich folgende Formeln ab fur Flussigkeiten schwerer als Wasser :
145,gE (8- 1)
145288
= s bei10oR. -- -- - - = n
145,,,
n
8
146,33 (8-11)
146933
--n
= s bei 120R.
146,33- n
8
1*
-
G. Th. Gerlach,
4
und weil bei den Graden fur specifisch leichtere Fliissigkeiten als Wasser der Grad 1 0 B e a u m 6 bei dem specifiscben Qewicht 1 liegt, 80 erhalt man fur die leichteren Flussigkeiten die Formeln :
145,88
13,5,88
+n
= s bei 10oR.
146933
136,33
+n
= s bei 120R.
146,78
l36,,8
+n
= s bei 140R.
-.
145,88 - (135,88
a s )
S
146,33 - (136,33 * 8)
S
146,78 - (136778.s>
S
=n
-n
=n
Fur das hollandische Araometer findet man die Gradigkeit des Models 144,,,, ; mithin ergeben sich die Formeln :
fur specifisch leichtere Fliissigkeiten als Wasser :
144
144
+n
- s
144 (1 -s)
S
--n
fur specifisch schwerere Fliissigkeiten als Wasser :
144
144 - n
-
144
(8
- 8
S
- 1) -n
Fur das Instrument nach C a r t i e r sind verschiedene
Formeln nothig, j e nach der Construction des Instruments.
Da 160 B e a u m e = 150 C a r t i e r , so wird der Model
des Araometers vom specifischen Gewicht 1 bei 100 R.
ab, in 136,,,, Grade getheilt sein, denn
16 : 15 = 145,88 : 136,763.
Ich habe schon bei einer fruheren Gelegenheit nachgewiesen, dass uber die ganze Construction dieses Instruments die grosste Unsicherheit herrscht, welche das Araometer nach C a r t i e r geradezu unbrauchbar macht.
Dicses sonderbare Instrument erfreut sich leider immer
noch in einigen Landern nach hergebrachtem Schlendrian
der gedankenlosen Anwendung seiner Bewunderer und
es spielt im Spiritushandel vielleieht gerade wegen seiner Unsicherheit eine beliebte Rolle.
Eintheilung des Model bei Araometern.
5
Es leuchtet ein, dass diejenige Araometerscala die
vollkommenste ist, welche sich durch Einfachheit auszeichnet und, auf rationelle Basis gestiitzt, am ubersichtlichsten den Zusammenhang rnit den specifischen Qewichten erkennen liisst. Die von G a y - L u s s a c i n Vorschlag
gebrachte 1OOgradige Eintheilung des Araometermodels
entspricht dieser Anforderung vollstandig.
Fur specifisch leichtere Fliissigkeiten als Wasser gelten die Formeln:
100
100 (1- e)
100
+n
-
8
fur specifisch schwerere Fliissigkeiten :
100
100 - n
- 8
--n
8
100
(9
8
- 1)
- n.
Laut eines so eben erschienenen Ministerial-Erlasses
der Koniglich preussischen Regierung wird ein Araometer in Vorschlag gebracht, dessen Grade sich nach der
Formel
400
- s
400 f n
in das specifische Gewicht iiberfiihren lassen. Der Model
des Ariiometers wurde also in 400Theile getheilt. Dass
mit der Eintheilung des Models in 400 Grade, etatt in
100 oder 1000 Grade, keine Vervollkommnung des UayLussac'schen Instruments herbeigefiihrt wurde, liegt auf
der Hand; es bietet aber trotzdem dieses Berliner Araometer so unendliche Vortheilc gegen die seither gebrauchlichen empirischen Scalen, dass die allgemeine Benutzung
dieses Instrumentes nur erwunscht sein kann.
Der Handel und die Technik bedurfen neben der
Scala fiir specifische Gewichte noch eine in gleiche Qrade
getheilte Scala, weil bei allen Mischungen die Concentrationsgrade der Losungen den Ariiometergraden nahezu
proportional sind. Die Concentrationsgrade wurden den
Araometergraden vollstiindig proportional sein, wenn nicht
beim Mischen aller Fltissigkeiten eine grossere oder ge-
C. Rammelsberg,
6
ringere Volumenveranderung statt fande. Das Verhaltiiiss der specifischen Gewicbte ist in dieser Beziehung
weit weniger iibersichtlich und bedarf jedesmal einer
mehr oder minder complicirten kleinen Rechnung. Dieses Bediirfniss nach einem Araometer mit gleichgradiger
Scala kann allein die Thntsache erlrlilren, dass das
BeauniB'sche Instrument bei allen aeinen unverkennbaren
Miingeln sich so lange erhalten hat und cine so fabelhafte Verbreitung finden konnte.
Ueber die Verbindungen von phosphorsaurem
Natron mit Flnornatrium ;
von
C. R a ni 111e I s 11 c I g *).
-
Vor mehren Jahren sali ich bei einem Besuche der
Sodaftibrik in Schoningen die Krystalle des kohlensauren
Natrons, welche aus braungefarbten Mutterlaugen angeschossen waren, mit kleinen rothen und gelben Krystallen bedeckt. Spatere Proben, die ich Hrn. Dr. A. Rose,
Director jener Fabrik, verdanke, liessen erkennen, dass
die gefdrbten Krystalle Aggregate von kleinen Octaedern
sind, welche an der Luft zu einem gelblichen Pulver
verwittern, aber alle Versuche, sie durch Losungsmittel
yon der grossen Masse der iibrigen Salze zu trennen,
sclilugen fehl, weil sie aus der Auflosung nicht wieder
erhalten werden konnten. Gleichzeitig fand aber mein
dainaliger Assistent, Hr. S c h o n e , dern ich die Untersuchung ubertragen hatte, in jenen Krystallen einen Oehalt an V a n a d i n s a u r e , und ich iiberzeugte mich, daas
i n dem Gemenge vie1 p h o s p h o r s a u r e s Natron enthalten sei. Spater erhielt ich aus der AuflGsung des Qanzen farbloae und weisse Octaeder dieses Phosphats, deren
*)
Von Hrn. Verfasser als Separatabdruck eingesaiidt.
D. H.
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