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Ueber die Entfrbung des gerbstoffsauren Eisen-Oxyduloxyds durch Oxalsure.

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Beobachttingen i m Luboratorium.
165
salzaaurer Borslnre benetzten und an der Luft getrockneten Curcumapiers in Blauschwarz, Qriinblau, Blaugrau
bie Briiunlichblaugrau; auf Zueatz von SalaKure wird
daa Papier orangeroth, nicht gelb.
3. Verdeckung der alkaliecheia Reaction von RtiasSigkeiten
durch &hwefe~~ca86e~.st~f.
Eine wiisserigc Losung des Zweifach-Schwefelbaryums,
niit Yalzeiiure in der Kiilte grbaetentheils neutralieirt,
aber noch ziemlich alkaliech und mit Schwefelwas~eretofC
gas gesiittigt, zeigte gegen gelbee Curcurnapapier dae merkwiirdige Verhalten, dass da0 in die Fliieeigkeit eingetauchte Streifchen dee Curcumapapiere rein gelb blieb,
wiihrend das mit der Luft in Beriihrung befindliche Sttick
dtxieelben Papiere a r k gebraunt wurde. Beim Herausnehmen aue der Fluseigkeit farbte eich das ganze vorher
eingetauchte Stuck ebenfalls stark braun, von oben naoh
unten fortachreitend. Uiese Erscheinung trat nicht mehr
ein, als eine Probe der Flueeigkeit durch Kochen von
dem absorbirten Schwefelwasserstoffgaee befreit worden
war ; dae nun eingetauchte Curcumapapier erschien auch
innerhalb der Fliiasigkeit stark braun gefarbt. Beruht
diese Erecheinung s u f einer voriibergehenden Reduction
dee bratmen Curcuma-Alkalig oder auf der Exietenz einer
gegen Curcumagelb voriibergehend neutral reagirenden
Verbindung von Schwefelbaryum mit einem oder mehre
ren Aequivalenten Schwefelwasferetoff?
Ueber die Entfirbung des gerbstoffsauren k e n =
Oxyduloxydt durch Oxals&ure;
von
Dr. G e i s e l c r ,
Apotheker m Kiinigeberg i.
-
8. N.
Nach der in ijffentlichen Blkttern vielfach mitgetheilton Vorechrift zur Bereitung der sogenannten Alizaribtinte wird in einem Qdlapfcl -1nfusum Eisenvitriol anf-
166
Gehekr,
gelijBt und so lange Oxals&ure eugesetzt, b i ~die blauschwarze Fliiasigkeit fast ganz entfarbt ist, dann wird
Indigocarmin bis zur blsugriinen Fiirbung hinzugethan.
Es schien mir interessrmt, den Urund zu ermitteh,
aus welchem die Oxalsiiure die durch gerbsaures Eisenoxyduloxyd gefarbte und getriibte Flussigkeit entfarbt
und klart, insofern etellte ich folgende Versuchc an :
1. Qetrocknetes gerbstoffsauresEisenoxyduloxyd wurde
mit siner Liisung von Oxalsaure in Waeser (1: 16) iibergossen und langere Zeit digerirt. Um 1 Theil des gerbsauren Eisenoxyduloxyds aufzulosen, waren 24 Theile
Oxahaurelosung, also eine verhaltnissmiissig z u grosse
Menge der Oxalsiiure nothig, urn annehmen zu khnnen,
dass durch die Oxalsaure die blauscbwarze Fliissigkeit
zurAlizarintinte entfibt und das in ihr enthaltene gerbsaure EXsenoxyduloxyd gelost werde.
2. Schwefelsaure Eisenoxyduloxydlosung wurdo mit
concentrirter Oxalsaurel8sung in dem Verhiiltniss gemischt,
dam in der Fliissigkeit gleiche Mengen des Eiaensalzes
und der Oxalsllure enthalten waren. Ea entstand ein
Niederechlag, der durch Zuaatz von mehr Wasser sich
loste. Die 80 verdiinnte Fliissigkeit nach mehreren Stunden mit phosphoraaurem Natron versetzt, gab einen blauen
Niederechlag von phosphorsaurem Eisenoxpduloxyd, zum
Beweise, dass das Eisenoxyd in der Losung nicht in
Oxydul verwandelt war.
3. Eisenchloridlosung mit OxaIsaurelGsung verniischt,
wurde mehrere Stunden sich selbst iiberlaseen und dann
mit Kaliumeisencyanid versetzt. Es zeigte Rich keino
blauc Fiirbung, es war also auch keine Spur Eisenchlortir gebildet.
4. In eine concentrirte Losung von Eiseiivitriol wurdo
Tanninlosung gegossen, die entstandene blauschwarze Farbung durch Oxalsaurelosung gehoben. Es bildete sich
dabei ein gelber Niederachlag von oxalsaurem Eieenoxyd,
der ausgesiisst keine Spur Schwefelsaure enthielt, aber
EntflZrbung des gerb~tof8aurmEisen-Oxyduloqds. 167
in einw groseen Menee WaMr sich lSste, woraus ersichtlich kt, dass bei der Entfdrbung der Mischung von Eisenvitriol- und Gerb&R6sung durch Oxala&ure oxaleauree
Eisenoxyd gebildet und Schwefeleaure frei wird, welche
das gerbetoffsaure Eiaenoxyduloxyd entmischt oder aufliist.
Nach diesen Versuchen ist es also weder die Au00slichkeit des gerbstoffsauren Eisenoxyduloxyds in Oxalsiiure, noch die mit dem Ucbergange der OxalsLiure in
Kohlensaure verbundene Riickfiihrung dcs gerbstoffsauren
Eisenoxydulox y d s in auflasliches gerbstoffsaures Eiseno x y d u l , sondern allein die theilweise mit dem Freiwerden von Schwefelshre verbundene Zersetzuag des
Eisenvitriols, welche die Entarbung der blauschwarzen
Mischung zur Alizarintinte bewirkt. Bei einem desfallsigen Versuche ergab sich dies such ale vollstiindig richtig, denn es zeigte sich, dabs einige Tropfen Schwefelaliure die blauschwarze Flussigkeit ebenso gut enarbten,
als Oxalsiiure.
In Bezug auf die mit dem unpassendenNainen ,,Alizarintinte Li belegte Tinte sci ubrigcne noch bemerkt, dass
eie allcrdings den grossen Voizug vor der gcwiihnlichen
Gallapfeltinte hat, dass aie leichter aus der Feder fliesst,
weil sie keinen suependirten Niederschlag enthalt. Lch
bereite sie nach folgendcr Vorachrift) unter Anwendung
beater Qallipfel und reinen schwefelaauren Eisenoxyduls,
wie es unter dem Namen Ferrum mlfun'cum p r u m in
den Apothcken bereitet wird :
a.
Gallar. contusar. Brvjjj
Aquae deatillatae Wxjj p. m.
Macera p. biduum. Colaturae adde
F e m sulfuric. pur. Qvjj, in Aq. dmt. 3xvjj.i eoluti
Acidi oxalici 3jj, in Aq. deat. &ijj soluti
Kali indic. aulfurici (Indigcamin) Sj, in Aq. dest.
3 x soluti.
Misce.
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