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Ueber die Entglasung des Glases.

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Ueber die Entglasung des Glases.
Ueber die Entglasnng des Clases.
R 6 a u m u r hat sich zii vielen Malen mit der Entglasung des Glases beschaftigt, und man hat das entglaste Glas i hm zu Ehren R Q a u m u r ’sches Porcellan
enannt, da RBaumur sioh besonders Miihe gab, die Bejingungen zu crmitteln, unter denen ea gebildet wird
und absichtlioh hergestellt werden kann. Derselbe hat
in dieser Heziehung Folgendes angegeben: Die Glasgefaeee, die man in solches Porcellan verwandeln will,
packt wan in sehr grosse Tiegel, indem man aUe Zwischenraume und ihre eigenen Hohlun en mit einem aus
feinern Sande und Gyps geniengten ulver ausfiillt, so
dass kein Gefass das andere oder den Tiegel beriihrt,
presst das Pulver nioglichst fest ein und giebt, nachdern
der Tiegel bedeckt und der Deckel darauf lutirt ist, ein
starkes Feuer. R Q a u m u r schrieb dem Gypse vonugerweise die Eigenschaft zu, die Entglasung einzuleiten,
auch dem Sande, und war der Rleinung, der weisse Sand,
so wie der von Etampes, eigene sich besonders gut dam.
RB a u m u r ’ s Arbeiten beginncn mit dcm Jahre 1727 und
schliessen mit dem Jahre 1739. Seitdem war man vielfach bemiiht, d:ts R 8 a.um u r’sche Porcellan zu einem
allgeineinen Artikel der Industrie zu machen. Bci alle
dem ist man xber damit noch nicht SO weit gekommen,
als R B a u m u r zu seiner Zeit es hoffte.
Es sind vorziiglich zweierlei Schwierigkeiten bei der
Fabrikation des Rbumur’schen Porcellans zu iiberwinden :
Die eine liegt darin, dass das zu entglasende Gefiiss sehr
lange einer Teniperatur ausgesetzt werden muss, bei der
es erweioht, dic zweite entspringt aus der Steigerung dcr
Productionskosten duroh den grossen Verbrauch an E euermaterial tind den Aufwand von Arbeitslohn behufs eines
so langen Heizens. Bei al!e dem ist es nicht unwabrscheinlich, dass das R6i~nmur’scliePorcellan einmal wichtig
werden wird, denn m:\n kann Tafeln von sehr grossem
Uinfange entglasen, so dass sic dern sclionsten Porcellan
gleioheti ; solohe Tafeln lassen sich matt schleifen uiid
poliren wie Spiegelglas. Derartige Proben hat P e l o u z e
der franziisischen Abademie vorgclegt.
Was die Theorie der Uildung dieses Productes anbelangt, so hiilt P e 1 o u z e die von H e r e el i u s fir die wuhrsclieiiilichste. Uebcrdies kann jede Art Qlas, selbst das
Spiegelglas, entgliist wcrdcn.
Arn leichtesten bcrcitet man Rbaumur’sches Porcellan
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Ueber die E'glasmg
des Glases.
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aus einer Glastafel, wenn man diese der Temperatur aussetzt, bei der das Glas derselben erweicht, in 24-48 Stunden- ist die Entglasung gewohnlich vollsvandig vor sich
gegangen.
Sie sieht dann wie Porcellan aus, liisst sich aber auf
dem Bruche leicht daran von Porcellan unterscheiden,
dass sie aus lauter untereinander parallelen, sehr feinen
undurchsichtigen Krystallnadeln besteht, die rechtwinklig
gegen die Ebene der Glasflache stehen.
In einigen wenigen Fallen nimmt das Glas nicht die
faserige Structur, sondern eine kornige und s o d den
Bruch des Zuckers und daa Anselien eines schonen weissen
Marmors an. Bisweilen bemerkt man gar nichts Krystallinisches, das Glas sieht dann wie Ernail aus. Das
entglaste Glas ist ein wenig dichter als das durchsichtige,
es ist hiirter als dieses. Das durchsichtige wird vom
entglasten geritzt. Es ist ein schlechter Warmeleiter und
nicht so leicht zerbrechlich wie durchsichtiges Glas. Die
Elektricitiit der Elektrisirinaschine leitet es 60 gut wie
der Marmor, so dass es nicht als Isolator dienen kann.
l l e r Eintritt der Entglasimg kann durch Zusatee von unschrnelzbaren oder sehr schnielzbaren Pulvern, so durch
Sand und selbst durch fein gestossenes Glas herbeige
fuhrt werden. P e l o u z e licss in einem Glasofen zwei
Tiegel mit Glas so weit nbkiihlen, bis der Fluss breiartig
wurde, mi dem Flusse des einen mischte er dann einc
sehr geringe Menge solcher Substanzen und liess beide
Tiegel iin Ofen erkalten. Der eine Tiegel enthielt eiu
vollkommen durchsichtjges Glas, der andere, der den
Zufiatz be1;onimen hatte, cnthielt ein Glas, welches durch
iind durch mit &ystallknoten erfiillt war. 1 - 2 Proc.
Sand reichen aus, um die Entglasung herbeizufuhren,
vornusgesetzt, dass die Ternperatur nicht zu hoch ist.
Quarz liess sich drircli liingeres Erhitzen nicht entglascn.
Gefarbte (fliiser verhielten sich nicht anders wie ungefarbte.
Zu dieser hbhandlung von P c l o u z e beinerkt D u m a s , dass seine Xnsichten iiber die Entglasung, mit der
sich D u m a s vor etwa 24 Jahrcn eininal beschiiftigte, auf
den Resultaten voii Analysen berulien, die eLen so, wic
die vie1 splitcr (1845) von L e b l a n c angestellten, ausweisen, dass die Krystnlle des entglnsten Glases eine
aridere Zusninmensetzung Iinben, wie das urspriinglichc
Glas, dafi sich cntglast. Wenn nun auch die Zusainmensctzung des ganzcn Glases sich nicht iindert, was aus den
Wiigungen, die P e 1o u z c: vornuhni, unleugbar hervorgeht,
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Hydraulische Kalke, kfhnstliiche Gesteine
etc.
so kann natiirlich bei einem Qemenge so vieler Silicate,
wie das Glas enthalt, sehr wohl eine Aenderung in der
Zusammensetzung des Glases eintreten, denn beim Krystallisiren ist es zu erwarten, dass die strengflussigsten
solcher Silicate sich ziierst ausscheiden und somit auch
zur Entstehung einer Verschiedenheit von dem urspriinglichen Glasflusse Veranlassung geben. Nach Durn as
Meinung lasse sich das Entglasen mit dem krystallinischen
Erstarren eines Gemenges fetter Yauren vergleichen. Beim
Ersteren aber wird jede einzelne Saure f i r sich krystallisiren, und wenn das Auge in der faserigenMasse auch die
einzelnen Sluren nicht erkennt, so ist die erstarrte Masse
doch nicht mehr homogen zu nennen. Ganz iihnlich wie
entglastes Glas, kann ein solches Oemenge von fetten
Sauren wieder geschmolzen werden, urn von Neuem zu
erstarren. (Compt. rend. T. 40. - C%em.-pharm. Centvbl.
1855. No. 36.)
R.
Ueber die hydraulischen Halke, die hiinstlichen Gesteine
undeinenene Anwendnng der alhalischen 1oslichenSilicate.
K u h l m a n n untersuchte gegen das Ende 1840 eine
Efflorescenz, die sich in einem neuen Werke a.us dem
hydraulischen Mortel von Tournay ausgeschieden hatte
und fand, dass sie grosstentheils in kohlensaurem Natron
bestand. Weiter fortgesetzte Untersuchungen lehrten dann,
dass alle hydraulischen Kalke gewisse Mengen Kali und
Natron enthalten. 1841 sprach K u h l m a n n die Ansicht
aus, dass das Alkali in den Camentsteinen als Uebertriiger
der Kieselsaure auf den Kalk wirke, wodurch ein Theil
des Kalkes in Silicat verwandelt wiirde, das in Beruhrung
mit Wasser, ahnlich wie es der Gyps thnt, Wasser bande
und somit zu einem festen Gestein erstarre. Spiiterhin
unterstiitzte Ku h 1m a n n diese Ansicht durch die Ergebnisse der Versuche, den fetten Kalk durch Behandlung
mit Wasserglaslosung in hydraulischen Kalk zu verwandeln.
E r fand, dass man durch Mischen der feinen Pulver
von 10- 12 Theilen eines trocknen Wasserglases mit 100
Theilen fetten Kalks eine Mischung erhalt, die alle Eigenschaften eines hydrnulischen Kalkes hat, und selbst die
Kreide verwandelt sich durch Einwirkung von Wasser
und ein losliches Alkalisilicat in ein festes Gestein, und
dieses Verhalten ist seit der Zeit vielfach benutzt, um
Material zur Verzierung von Gebauden kunstlich herzustellen.
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