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Ueber die Ghrung der Weinsure.

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Gehrung der Weinstiure.
iibergossen und mit Salzsiiure in der Kalte zersetzt wurde.
Von der abgehobenen Flussigkeit wurde der Aether abdestillirt und die reine Leinolsaure blieb zuriick. Sie
stellt ein schwach gelbliches, sehr liquides Oel von 0,9206
spec. Gewicht bei 140 C. dar, zeigt starkes Lichtbrechungsvermogen, reagirt schwach sauer, sclimeckt anfangs milde,
hintennach im Schlunde kratzend, ganz ahnlich wie Ricinusolsaure, und erstarrt noch nicht bei - 180c. (An&.
G.
der Chem. u. Pharnt. CI. pag. 252 -2.56.)
IJeber die Gahrang der Weinsanre,
Durch zufallige Erfahrirng weiss man seit langer
Zeit, dass der rohe weinsaure Kalk, der noch mit organischen Korpern gemengt ist, unter Wasser sich selbst
iiberlassen, in Giihrung ubergehen kann. N o 11n e r hat
die Producte dieser Gahrung untersucht und darunter,
wie er glaubte, eine neue Siiure gefunden, deren Zusammensetzung N i ck 1k s genau angegebea, und die sich
nach den Untersuchungen von D u m a s , 1\1a 1a g u t i und
L e b 1a n c uber die Cyanwasserstoff - Aether als identisch
mit der Metacetonsaure herausgestellt hat, welche G o t t l i e b durch Einwirkung von Kali auf Zucker erhielt.
L. P a s t e u r beschiiftigt sich in Gegenwartigem nicht
mit den Substanzen, welche bei der Giihrung der Weinsaure entstehen, seine Versuche beziehen sich nur auf
das weinsaure Ammoniak, und niclit auf den weinsauren
Kalk. Diese Verschiedenheit der Basis hat auch Verschiedenheit der Producte und ruerkwiirdige Eigenthiimlichkeiten veranlasst. Reines weinsnures Ammoniak wird
in destillirtem Wasser gelost und eine in Wasser Iosliche
stickstoff haltige Albuminsubstanz hinzugefugt, ein Pflanaensaft, irgend eine thierische Fliissigkeit, oder der losliche Theil der Bierhefe.
Die Weinsaurelosung braucht nur 2 bis 3 Tausendtheile von diesem Korper zu erhalten. Die vollkommen
klare Flussigkeit wird in einer bis zum Halse damit angefullten Flasche sehr warm gestellt. Wenn sie bis auf
ungefahr 300 abgekuhlt ist, setzt man einige Cubikcentimeter der triiben Flussigkeit zu, welche von einer seit
einigen Tagen gut in Gang befindlichen Weinsauregahrung herruhrt, die auf gewiihnliche Weise eingeleitet
worden ist. Die Menge der festen Substanz, welche man
auf diese Weise in die Flussigkeit bringt, ist unwagbar
und dennoch hat sie einen sehr grossen Einfluss. Wenn
Gahrung .dev W'ieinstiure.
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die Temperatur, die Neutralitat oder schwach alkalische
Reaction der Fliissigkeit gut beobachtet worden sind, so
trubt sie sich nach einigen Stunden und dic Glihrung
zeigt sich am folgenden Tage durch eintretende Gasentwickelung.
Die Fliissigkeit wird nach nnd nach truber, ebenso
wird die Gasentwickelung starker und es bildet sich allnialig ein Niederschlag am Boden des Gefasses, der im
Vergleiche Zuni Gewichte des weinsauren Ammoniaks
ausserordentlich gering ist. Wie bei allen Gahrungen
nimmt die Gasentwickelung ab, nachdeni sie ein Maximum
erreicht hat. Es ist sehr leicht, durch die optische Prufmg der Fliissigkeit die allmalige Umbildung der Weinsaure in inactive Producte, welche ohne Wirkung auf
das polarisirte Licht sind, zu verfolgen. Die Substanz,
welche sich wiihrend der Gahrung absetzt, erscheint unter
dem Mikroskop bestehend aus sehr kleinen Granulationen,
die zu Haufeii und unregelmassigen Lappen zusammengehiiuft und wie durch eine klebende Substanz verbunden sind. Eine aufmerksamere Priifung zeigt aber, dass
diese Vereiiiigung von Kornchen wahrscheinlich von einer
Verfilzung kleiner Faden herruhrt, die durch eine perlenschnumrtige Aneinanderreihung von Kornern entstehen.
Der Durchniesser der kleinen Korper oder Kugeln ist
augenscheinlich derselbe, wie der der Milchsaurehef'e und
das allgemeine Ansehen beider Producte unter dem Mikroskop zeigt grosse Aehnlichkeiben. Das hier besprochene
Product ruft, nachdem es mit sehr vie1 Wasser gewaschen
worden ist, in einer reinen wasserigen Auflosung von
meinsnurem Ammoniak die Gahrung hervor. Nach einigen Stunden kann man nachweisen, dass umgebildetes
Tartrat vorhanden ist, d. h. dass die Gahrung beinahe
unmittelbar eintritt.
Bckanntlich besteht die Traubensaure ,aus der Verbindung eines Moleciils rechter Weinsaure, d. i. der gewohnlichen Weinsaure, mit einem Molecul linker WGnsaure, welche von der rechten nur dadurch verschieden
ist, dass sich ihre Formen nicht decken, obwohl dieselben
identiscli sind, so wie durch das Drehungsvermogen, welches die erste nach Rechts, die zwcite gleich stark nach
Links besitzt. In den chemischen Eigenschaften stimmen beide SZinren bekanntlich so iiberein, dass es unmoglich ist, sie zu unterscheiden, wenn man sie nicht ZUsammenbringt mit Substanzen, welche auf das polarisirte
Licht wirken, deiin dann unterscheiden sie Rich wesentlich.
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Pyrogallusssiiure.
Es war daher von sehr grossem Interesse zu untersuchen, ob die Traubensaure dieselbe Gal~rungwie die
rechte Weinsaure erleide, oder niit anderen Worten, o b
die Hefe, die linke Weinsaure ebenso leicht und auf dieselbe Weise umbilde, wie die rechte Weinsaure. Das
traubensaure Ammoniak ging unter denselben Umstanden,
wie das rechte weinsaure Ammoniak in Gahrung uber,
und zwar ebenso leicht wie dieses, mit denselben Erscheinungen und unter Bildung eines Bodensatzes von
derselben Hefe. Beobachtet man aber den Gang der
Erscheinung, mit Hulfe des Polarisations- Apparates, so
tindet man ein ganz anderes Verhalten. Nachdem die
anfangs inactive Fliissigkeit einige Tage gegohren hat,
besitzt sie nur ein merkliches Rotationsvermogen nacli
Links, das sich in dem Maasse vergrossert, als die Gahrung fortschreitet, so dass sie ein Maximum erreicht, die
Gahrung wird aledann unterbrochen. Die Fliissigkeit
enthalt nun keine Spur rechter Weinsaure, sie giebt verdainpft und mit dem gleichen Volumen Alkohol gemischt,
augenblicklich eine reichliche Krystallisation von linkeni
weinsauren Ammoniak. (Compt. Tend. - Journ. f i i r prakt.
Chem. 73. 7. u. 8.)
B.
Pyrogallussaure.
Nach 1, i e b i g wird die Pyrogallussaure a m vortheilliaftesten aus der krystallisirten Gallussaure dargestellt.
Die Gallussaure wird fiir diesen Zweck stark getrocknet,
mit ihrem doppelten Gewichte groblich gepulverten Rimstein gemengt in einem Kohlensiiurestroine ihrer Zersetzungstemperatur ausgesetzt. Man bringt das Gemenge
von Bimstein und Gallussaure in eine tubuliite Retorte,
welclie nicht uber ein Viertel dainit angefiillt werden
darf und nnigiebt diese beinshe bis zum Tubulus niit
Sand. I n den Tubnlus wird eine Glasrohre eingesetzt,
die tief in den Bauch der Retorte hinein, etwa */4 Zoll
von der Mischung entfernt, reicht und die mit einem
Entwickelungs-Apparat fiir Kohlensauregns in Verbindung
steht. Der Hals der Retorte, welcher ziemlich weit sein
muss, reiclit etwa 8 Zoll iiber den Rand des Sandbades
und wird in eine entsprechende Vorlage lose eingesteckt,
so dnss dicse leicht hinweggenonimen werden liann. Bei
erhbhter Temperatur erfolgt nun die Zerlegung der GalIussHure. ? Aeq. derselbcii (C28HlZOZO) bilden 2 Aeq.
Pyrogallussaure, 1 Acq. Xetagallussiiui c (C*Z€ I 4 0 4 ) unter
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