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Ueber die Henna.

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Falsche Caacarillrinde.
- Ueber die Henna.
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auf die Reduction zu Anilin, welche das Nitrobenzin in Beriihrung mit Natriumstannit (Zinnoxydulnatron) erleidet. Wenn
mau eine Zinnchloriirlosung rnit iiberschiissigem d. h. soviel
Natronhydrat versetzt , bis der Anfangs entstehende Niederschlag wieder gelost ist, dann einige Tropfen der auf Nitrobenzin zu prufenden Substanz zusetzt und kurze Zeit erwarmt,
so wird hinreichend Anilin gebildet, um auf Zusatz von einem
Tropfen Phenol und etwas unterchlorigsaurem Natron die
bekannte blaue Farbe des erythrophenylsaured Natrons rnit
Entschiedenheit hervortreten zu lassen. (Joum. CEe Pham.
et de Chimie. 4. Sene?. Tome XXI. pug. 455.). Dr. G. I?
Falsche Casoarillrinde
ist in London importirt. Sie charakterisirt sich folgenderrnassen : Das Periderm oder die aussere Rindenschicht lost
sich nicht leicht ab und hat eine falbe, rothbraune, nicht
weisse Farbe; die InnenflGche der Rinde ist nicht glatt, wie
bei der echten Cascarilie, sondern von einer Menge dichter,
grade verlaufender Erhabenheiten gestreift , von rothlicher
Farbe ; der Geschmack nicht aromatisch , sondern adstringirend und fast ohne Bitterlteit. Dcr durch den Geschmsck
angedeutete Gerbstoffgehalt wird dadnrch bestatigt, dass sich
die Tinctur der Rinde mit Eisenchlorid fast schwarz farbt;
echte Cascarille zeigt diese Reaction nicht. Uebrigens stammt
die falsche Itinde nach dem innern Bau zu urtheilen auch
von einem Croton ab, vermut'hlich von Croton lucidum.
Arnicawurzel ist auf dem Englischen Markte rnit der
Wurzel von Geum urbanum verfalscht vorgekommen, erkennbar an dem Nelkengeruche , Belladonnawurzel mit der Wurzel von Malva sylvestris. Letztere bricht deutlich fasrig,
Belladonnawurzel hingegen kurz und glatt. (The Pharmao.
Journ. and Transact. TJiird. Ser. No. 198. April 1874.
p . 810.).
WP.
-
Ueber die Henna.
Ton der Pflinze Henna werden nach D e l c h e v a l e r ie
in Aegypten zwei verschiedene Arten angebaut. Die eine
Art, L a w s o n i a s p i n o s a, unterscheidet sich von der andern, L. i n e r m i s , durch sehr dornreiche Zweige und weit
zartern Blatter, dient zu Gartenhecken und liefert durch
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Ueber die Henna.
Destillation der Bliithen ein wohlriechendes Wasser. Auch
stellt man Strausse dieser Bliithen als Zierrath in die Wohnzimmer.
Die zweite Art, L. i n e r m i s , hat vie1 grossere Bliitter
nnd keine Dornen. Man vermehrt sie durch Schosslinge, und
grosse Streclien unter Baumeq werden damit bebaut. Die
grunen Stengel schneidet man mehrmals im Jahre ab, streift
die Blatter davon , trocknet diese , pulvert sie und bringt sie
so als Hennapulver in den Handel, die Yflanzenstumpfe treiben bald neue Stengel, und konnen so eine Reihe Ton Jahren
benutzt werden.
Die Henna bedarf wenig Sorgfalt, und liesse sich wahrscheinlich auch ganz gut in Italien und Nittelfrankreich ziehen. Die Art i n e r m i s ist e s , welche in Aegypten zum
Farben verwendet wird, und zwar schon sehr lange; desgleichen in der Medicin. Die alten Schriftsteller riihmen
bereits die adstringirenden und farbenden Eigenschaften der
Bliitter. Dioscorides nennt die Pflanze Cyprus und fugt
hinzu: ,,Cyprus oder Ligustrum ist ein Baum, welcher B16tter tragt , iihnlich denjenigen des Olivenbaum, aber langer,
weicher und griiner; die Bluthen sind wciss, ~vohlriechend
und stehen in Biischeln. Die Frucht ist schrvarz und gleicht
der Holunderbeere."
Der ihr gegebene Xamc Cyprus riihrt
ohne Zweifel daher, dess die Griechen die Pflanze aus der
Insel Cypern bekamen, wo sie einen Handelsartikel bildete.
Plinius nennt den agyptischen Cyprus einen Baum lnit
Blattern , ahnlich denen des Zizyphus, Samen ahnlich denen
des Coriander und mit wohlriechenden Bliithen. Der beste
komme von Canope am Fil, der zweite yon Aslialon in Judaa, der dritte ron Cypern.
Prosper Alpinus giebt an, schwache Personen athmeten
das Parfum der Blumen ein. Nach demselben Autor gebrauchen die eingeborenen Weiber Aegyptens das Pulver der
Blhtter, um ihre Fiisse und Hlnde orangeroth zu farben,
zu welchem Zweclie sie dasselbe mit Wasser zu einem Teige
ankneten, den sie iiber Faclit anflegen. Am folgenden Norgen wascht man die damit in Beriihrung gewesene Hnut ah,
welche jetzt orangeroth aussieht, dessen Farbe aber durch
Einolen noch erholit wird.
Sol1 die Farbe etwas dunkler
ausfallen, so setzt man den1 Teige r-orher zerriebene unreife
Eicheln zu.
Olivier berichtet, dass die Henna (bei den Juden h a c o p e r genannt) stark riechende Bliithen hervorbringt, aus
Verfalsch. d. Serpentaria.
- Vorkommen d. Arbutins in d. Ericsceen.
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welchen man ein Wasser destillirt, was als Parfum sehr gesch3itzt ist.
Die alten Aegypter verwendeten die Henna zum Aromatisiren von Oelen und Salben; auch spielte sie beim Einbalsarniren eine Rolle, und bliihende Zweige der Pflanze werden
noch in Mumienkasten gefunden.
Avicenna vergleicht die Eigenschaften der Henna mit
denen des Drachenbluts.
Der mit Henna getriebene Handel ist noch ziemlich
bedeutend; im Jahre 1873 fuhrte allein Aegypten resp.
Alexandrien 18,385 Centner davon Bus. (Aus dem Belgiquc
Horticole durch das Phnrm. Journal and Transact. Juli 1834.
p . 8.).
w;
Verfillschnng der Serpentaria.
-
Nach Ma i s c h wird in Amerika die Wurzel der A r i 8 t o
l o c h i a S e r p e n t a r i a mit dem Rhizom des C y p r i p e d i u m
p u b e s c e n s verfalscht, ungeachtet beide Wurzeln wenig
Aehnlichkeit mit einander haben. Die JVurzel der Serpentaria
ist diinn, misst fast nie iiber
Zoll im Durchmesser, tragt
die Stengelreste und endigt in einer kaum concaven Narbe.
Die Wurzel des Cypripedium dagegen ist grosser, tragt keine
Stengelreste und zeigt statt derselben grosse becherformige
Narben, von denen die altesten in das Rhizom tief hinabreichen. Ausserdem ist die Structur eine sehr abweichende,
denn das Cypripedium gehort zu den Monocotyledonen, die
Serpentaria hingegen zn den Dicotyledonen. (Americ. Journ.
of Pharm. 1874. p. 106.).
m
Vorkommen des Arbutins in den Ericaceen.
Das Arbutin wurde nach J o h n M. M a i s c h im Jahre
1851 von Kawalicr in den Blattern von A r b u t u s U v a
u r s i entdeckt und als ein Glycosid erkannt, welches sich in
Zucker und einen neuen , A r c t 11 v i n genannten Korper spaltet. Von letzterem zeigte Strecker 1858, dass er identisch
sei mit dem Hydrochinon. Uloth fand in dem trocknen Destillate des Extrakts mehrerer Ericaceen (P y r o 1a u m b e l l a t a , C a l l u n a v u l g a r i s , L e d u m p a l u s t r e und V a c -
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