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Ueber die hydraulische Kalke kUnstliche Gesteine und neue Anwendung der alkalischen lslichen Silicate.

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Hydraulische Kalke, kfhnstliiche Gesteine
etc.
so kann natiirlich bei einem Qemenge so vieler Silicate,
wie das Glas enthalt, sehr wohl eine Aenderung in der
Zusammensetzung des Glases eintreten, denn beim Krystallisiren ist es zu erwarten, dass die strengflussigsten
solcher Silicate sich ziierst ausscheiden und somit auch
zur Entstehung einer Verschiedenheit von dem urspriinglichen Glasflusse Veranlassung geben. Nach Durn as
Meinung lasse sich das Entglasen mit dem krystallinischen
Erstarren eines Gemenges fetter Yauren vergleichen. Beim
Ersteren aber wird jede einzelne Saure f i r sich krystallisiren, und wenn das Auge in der faserigenMasse auch die
einzelnen Sluren nicht erkennt, so ist die erstarrte Masse
doch nicht mehr homogen zu nennen. Ganz iihnlich wie
entglastes Glas, kann ein solches Oemenge von fetten
Sauren wieder geschmolzen werden, urn von Neuem zu
erstarren. (Compt. rend. T. 40. - C%em.-pharm. Centvbl.
1855. No. 36.)
R.
Ueber die hydraulischen Halke, die hiinstlichen Gesteine
undeinenene Anwendnng der alhalischen 1oslichenSilicate.
K u h l m a n n untersuchte gegen das Ende 1840 eine
Efflorescenz, die sich in einem neuen Werke a.us dem
hydraulischen Mortel von Tournay ausgeschieden hatte
und fand, dass sie grosstentheils in kohlensaurem Natron
bestand. Weiter fortgesetzte Untersuchungen lehrten dann,
dass alle hydraulischen Kalke gewisse Mengen Kali und
Natron enthalten. 1841 sprach K u h l m a n n die Ansicht
aus, dass das Alkali in den Camentsteinen als Uebertriiger
der Kieselsaure auf den Kalk wirke, wodurch ein Theil
des Kalkes in Silicat verwandelt wiirde, das in Beruhrung
mit Wasser, ahnlich wie es der Gyps thnt, Wasser bande
und somit zu einem festen Gestein erstarre. Spiiterhin
unterstiitzte Ku h 1m a n n diese Ansicht durch die Ergebnisse der Versuche, den fetten Kalk durch Behandlung
mit Wasserglaslosung in hydraulischen Kalk zu verwandeln.
E r fand, dass man durch Mischen der feinen Pulver
von 10- 12 Theilen eines trocknen Wasserglases mit 100
Theilen fetten Kalks eine Mischung erhalt, die alle Eigenschaften eines hydrnulischen Kalkes hat, und selbst die
Kreide verwandelt sich durch Einwirkung von Wasser
und ein losliches Alkalisilicat in ein festes Gestein, und
dieses Verhalten ist seit der Zeit vielfach benutzt, um
Material zur Verzierung von Gebauden kunstlich herzustellen.
Hydraulische Kulke, kzinstliclte Gesteine etc.
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K u h l m a n n gab dieser Umwandlung der weichen
und portisen Kalksteine in kieselige und compacte den
Namen der Verkieselung (Silicatisation). Da die Operationen dieser Verkieselung an Sculpturen und Kunstwerken den Steinen oftinals eine bestimmte Farbung mittheilt,
SO hat K u h l m a n n diesen Uebelstiinden abzuhelfen gesucht. Zu beseitigen war namlich einmal der Uebelstand,
dass die Mauerwerke von Kreidesteinen zu weiss bleiben,
wahrend gewisse eisenhaltige Kalksteine zu dunkle Farben annehmen. Zur Verkieselung solcher zu weissen *
Steine wendet K u h l m a n n daher ein Doppelsilicat von
Kali und Mangan an.
Kobaltoxyd verbindet sich auch, wenn schon in geringerer Menge, mit kieselsaurem Kali ; die Kieselsiiure, die
man aus solcher Losung niederschlagt, ist azurblau. Hat
man es mit Steinen von dunklen yarben zu thun und
will man ihnen eine hellere Farbe geben, so vertheilt
man feinen kunstlich dargestellten schwefelssurcn Bmyt
in der Wasserglaslosung. Derselbe dringt in die Poren
des Gesteines mit ein, und tritt spater auch in chemische
Verbindung mit den ubrigen Bestandtheilen.
Die Verbindung der Steine kann mit gewohnlichem
Cament hergestellt werden, dessen Farbe man durch
Zusatz weisser Korper, wo nothig, heller macht ; besser
indessen geschieht dieses, indem man Wasserglss und
Fragmente der Gesteine selbst zusammenpulvert und
dieses Gemisch in Teigform hinzusetzt.
F i i r b u n g d e r S t e i n e . Bei den Versuchen, denverkieselten Gesteinen diejenigen Farbenuiiancen zu geben,
die einer Harmoniel der in Verbindung zu setzenden Stticke
entsprechen, farbte derselbe die Steine erst mittelst einer
Metallsalzlosung, uni nachher das Metalloxyd in denselben
niederzuschlagen. Steine, die man in Losungen von
Bleioxyd- und Kupferoxydsalzen etrocknet hatte, nahmen
nachher bei Behandlung mit chwefelwasserstoff oder
einer Losung von Schwefelammonium graue, schwarze
und braime Nuancen an. Kupfersalze und Hlntlaugensalz
ertheilen den Steinen ein kupferiges Ansehen.
Kocht man porose Kalksteine und poriise Laugen
aus lihnlichem Materiale rnit den Losungen von schwefelsaiiren Metdloxydsalzen, so dringen die Metalloxyde sehr
tief ein, indem sich Gyps bildet und Kohlensliure aus den
Gesteinen frei wird, wobei Rich das Metalloxyd mit dem
Gypse sehr innig verbindet und auch die Festigkeit des
Gesteines erhoht. Die gefarbten Metalloxyde erzeugen
8
298 Umwandlung von Heliographien in unveranderliche Bilder.
so die ihnen entsprechenden Fiirbungen ; der zweifach
phosphorsaure Kalk verhalt sich den scliwefelsaureh Salzen
ahnlich. (Comp. rend. T. 40. - Chena.-pharm. Centrbt.
1855. No. 37.)
B.
Ueber die IJmwanllang der Heliographien in anvcriderlithe Bilder, die diirch die Methole der Porcellannalerei
gefirbt und fixirt werden.
A. L a f o n d e C a m a r s a c nimmt als Unterlage Metalle oder irdenes Gut. Bei Bildern, die mittelst des gewohnlichen lichtempfindlichen Collodiums, Albumins, Leims
iind mittelst des gewohnlichen Silbersalzes hergestellt werden, entwickelt L a f o n d e C a m a r s a c die Hilder, bis
die Halbtone impastirt und die dunkelsten Schatten dick
belegt, einein Uasrelief iihnlich erscheinen. Das Erzeugniss wird nun in der Rfuffel des Emnilleurs gebrannt,
wodurch die organischen Materien, die dabei nngewandt
sind, verbrennen. Das Feuer hat nun das Bild blossgelegt,
welches nun in seiner ganzen Feinheit erscheint. L a f o n
d e C a m a r s a c arbeitet sowohl auf weissem, wie auf
schwarzem gefiirbten Grunde, auf braumm und schwarzem Email. Die Lichter werden auf farbigem Porcellan
durch den Absatz von reducirtein Metalle gebildet, dab
iin Feuer grossen Glanz angeiiommen hat. Auf weissem
Irdengut werden die Scliatten dadurch erxeugt, dass 'man
den Metallabsatz mit Zinnsalz, Qoldsalz oder Chromsala
Lchandelt.
Bei Bildern, die diirch die Einwirkung des Lichtes
auf Chromsalz erzeugt werden, erhitzt man das Stuck,
nachdem das Bild durch Wasser entwickelt ist, bis die
Gelatine zerstort ist. Die Metallfarbe bleibt auf der
Unterlage haften. Die dariiber gelegten dilbersalze und
Uleisalze geben beim Vcrbrennen gelbe Tone, ZinngoLdsalze erzeugen Purpur und Violett. Diese Fiirbungen
entwickeln sich unter einer Lage des Flusses, der hier
den Rletallglanz bedeckt. Das Uild hat das Anselien
eines Gemiildes auf Porcellan. Die Hilder, die mittelst
Harz erzengt werden, werden anders behandelt j L af o n
d e C a m a r s a c bereitet einen Ueberzug, der f5hig ist
ein ClichB anzunehmen und, nnclidem er dem Liclite
ausgesetzt war, lciclit anhaftend gernacht werden kann.
Die Losungen von Judenpech in Torpentinol niit einem
Zusatze von Colophoniuni eignen sich liierzu. 1st der
vorgerichtete Oegenstand dein Lichte ausgesetzt gewesen,
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