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Ueber die Manna.

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Sletlner, uber die Manna.
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Ich mag cndlich die Meinung nicht bergen, dass,
wenn es craiesen ware, oder crwiesen werdcn konnte,
dass Slrychrtos nux vomica, oder andere zur Familie der
Strychneen gehorige Baume auch in den Districten von
Sudamerika vorkamen, in welchen der achte Angusturabaum wachst, ich am meisten gencigt sein wiir.de, das
Vorkommen der falschen Ansuslura zwischen den Rinden
der achten der Unwissenheit der Eiiisammler der Ririden
zuzuschreibea. An eine absichtlich vorgenommene Verfalschung mochte ich darum urn so weniger gern glauben,
als die von mir gefundenen Quantitaten doch im Ganzen
nur gcringe und desshalb auch weiiig geldwerthige waren.
Dorpat, am 5. Januar 1848.
Ueber die Manna;
yon
Julius Stettner,
Droguisten in Triest.
Bei einer Reise nach Italien wahrend der vergangenen Sominernionate (1847) besuchte ich auch Sicilien
und hatie dadurch Gelegenheit, von dem Anbau der
Manna-Esche und der Einsammlung der Manna an einigen Productions-Orten niihere Ansicht zu gewinnen. Es
ist zwar hierhber Hinlangliches bekannt, desseiiun~eaclitet
miichten nachstehende Notizen noch von cinigem lnteresse sein.
Die Manna- Districte Capnce, Cinesi, Fabarotla, wo die
besten Sorten Manna erzeugt werden, bilden hinter hohen,
kahlen Felsen an dem Meer Irinlaufende, ganz abgeschlossene Thaler am nordwestlichsten Theile Sicilicns. Die
Manna- Esche (F’razinus Omus) wird dort gepflegt ; es sind
also keine \‘alder, wie noch haufig angenommen mird, sondern in einer der reichen Abtei St. Martino, 24 Miglien von
Palerrno, gehorenclen Provinz, Pachtern lebenslanglich
uberlassene Parcellen. Dime Eschen - Plantagen bilden
meistens ein regelmiissigcs Viereck, eingezaunt mit Pflanzen
13
Arch. d.Plinrm. C111. Bds, 2 . Hft.
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Stettner,
des Cactus Opuntiu (indianische Feige), die in jencn Gegenden ausserordentlich haufig sind, sehr viele Friichte
tragen und auf fast ganz nackten Felsen fortkornrnen.
Tritt man in das Feld ein, so findet man die Baumchen
von der Dicke von ca. 2" bis hochsens ca. 8'' imDurchmesser und von ca. 10--25 Fuss Hohe, die Erde sorgfaltig aufgelockert und alles Unkraut entfernt, welches
mehrere Male im Jahre geschehen muss; armere Pachter
bauen etwas Gerste dazwischen an, was aber schon den
Boden schwacht. Die Baume stehen in regelmassigen
Reihen und konnen, wahrend der Stamm vom ersten Schuss
an moglichst glatt und rein erhalten wird, bereits irn
achten Jahre Manna liefern; sie werden dann '10-12 Jahre
nach einander benutzt, neue Schosslinge aus den Wurzeln
herangezogen, der alte Baurn aber dann abgehauen. So
giebt oft ein Wurzelstock, wie bei uns die Weisshuche,
6-8 und mchr neue Baumchen, mit denen, wie oben
hemerkt, auch wieder verfahren wird. Ich habe sehr
grosse WurzelstocLe gesehen, die ein vieljiihriges Alter
andeuteten. Solche Plantagen sind dann nicht mehr so
regelmassig und so hubsch, 31s die neu angelegten,
indessen in guten Jahren nicht minder ergiebig. Der
Schuss muss also jung und in seinen besten Kraften sein,
um Manna zu gehen, die aber erst dann gewonnen werden kann, wenn der Baum keine Blatter mehr nachtreibt,
der Saft sich also im Stamme anhauft. Das Eintreten
dieser Periode erkennen die Pflanzer aus der Praxis an
den Bliittern, es erfolgt fruher oder spater, daher das
Beginnen der Manna - Einsammlung oft Anfangs Juli, oft
erst Anfangs august statt finden kann. Die Einschnitte
in den Stamm werden nahe am Boden besonnen und
stets von untcn cjueruber fortgesetzt; es wird unter dern
untersten Schnitt, ebenfalls durch einen kleinen Schnitt,
ein Blalt befestigt, welches den Saft auf ein Cactus-Blatt,
das statt einer Schussel untergelegt wird, leitet, dieses ist
die Munnn in sorte (Capace, oder in der Provinz Gerace
die Gerace); die Einschnitte werden bei trockenem Wetter taglich fortgesetzt und je Ianger dieses andauert, um
uber die Manna.
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so mehr Manna kann gewonnen werden. Ein schmaler
Streif des Stammes muss immer unbeschadigt, glatt bleihen, damit die Manna leichter herabrinnen kann; ist der
Baum auf den iibrigen Seiten von unten nach oben ganz
geschnitten, dann ‘benutzt man im nachsten Jahre die
Stamme zwischen den alten vernarbten Wunden. Canellata wird von den oberen Einschnitten, deren ich bis 40
an manchen Baumen zahlte, gewonnen; denn weiter aufwarts ist der Saft nicht mehr so fett, trocknet leichter
und es bilden sich daher die Rohren und die flachen Stucke.
Wird die Manna von den Baumen genommen, so ist sie
noch nicht trocken genug, sie muss auf Brettern ausgebreitet, vollstandig getrocknet werden, und wird d a m erst
in Kisten gelegt. Was beim Abnehmen der Canoli am
Baume hangen bleibt, wird heruntergeschaht und dieses
bildet die Manna canellnta in fragmentis. Anhaltend trocknes Wetter wahrend der Zeit der Einschnitte ist also unerlassliche Bedingung, um viele und schone Manna zu
gewinnen. Wenn jedoch derBaum zu sehr in den Samen
schiesst, so wird trotz der giinstigsten Witterung nur wenig Manna erzielt. Canellala, Canellata in fragment. und
Cupace, wohl ebenso die Abslufung bei Gerace, kommen
demnach gleichzeitig von einem Stamme. Je jiinger der
Baum ist, desto mehr wird Canellata, und j e alter er ist,
desto mehr wird Capace oder Gerace gewonnen, die in
Sicilien als in sorte bezeichnet wird und vielleicht durch
arztliche Versuche als die wirksamste der Mannasorten
erkannt werden durfte.
Kiirze Notizen uber Radix Sambul und Radix Rhei,
(Aus einem Briefe des Apothelcers P f e f f e r in St. Petersburg
an Dr. B l e y . )
Die Sambul-Wurzel wird bei uns als Infusum und als
Tinctur in vielen Fallen als ein ausgezeichnetes neues
Heilmittel angewendet.
Ein Reisender hat mir eine Kiste ungeschalter Rha13*
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